Monitor-/AV-Kabel und Adapter finden

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Was Sie beim Kauf von Monitor-/AV-Kabel und Adapter beachten sollten

Das Kabel als Verbindung zwischen Rechner und Zubehör

Eine schier unüberschaubare Menge an unterschiedlichen Kabeln ist an den Computer angeschlossen. Trotz aller Komprimierung der Arbeitsschritte und Verschlankung der Hardware sind Kabel im Computerbereich nach wie vor Standard. Zwar hat die drahtlose Kommunikation mittels Bluetooth und ähnlicher Methoden für immer leistungsfähigere mobile Geräte gesorgt, der Desktop-PC kann davon jedoch nur in Teilen Gebrauch machen. Maus und Tastatur etwa sind, ohne Kabel an den PC anzuschließen, ebenso diverse externe Quellen zwecks Datenübertragung. Die Kernbestandteile eines PC-Organismus bedürfen für den Datenverkehr aber nach wie vor der klassischen Kabel. Im Innern des Gehäuses ebenso wie bei der Verbindung mit dem Stromkreis. Die zur Umwandlung des aus der Steckdose stammenden Wechselstroms in den PC-kompatiblen Gleichstrom notwendige Leitung ist aufgrund der Auslastung kaum durch Infrarot oder andere Varianten des Austauschs zu ersetzen.

Dabei unterscheidet die Branche diverse Kabelsorten, deren Merkmal der jeweilige Stecker darstellt. Er entscheidet allein über die Verwendbarkeit des einen oder anderen Kabeltyps. Kombinationen sind in Ausnahmefällen zulässig, attraktiv erscheint darüber hinaus die Option des Adapters. Er sorgt für den reibungslosen Datenfluss auch zwischen zwei im Grunde unvereinbaren Kabeln. Die Stecker werden auch Schnittstellen genannt, die Kenntnis über deren genaue Bezeichnung ist bei jedwedem Eingriff in das Gefüge des PCs unabdingbar. Diese Bezeichnung entscheidet über ein Gelingen der Verbindung oder ihr Scheitern. Einen kontinentalen Einheitsstecker, der in jede landläufige Steckdose passt, kennt der Computer zumindest im universellen Sinne nicht. Gewinnen Sie anhand dieses Ratgebers einen Überblick und treffen sie ausgestattet mit Grundlagenkenntnissen eine wohldurchdachte Kaufentscheidung bezüglich Ihres benötigten Kabel-Zubehörs.

Ohne Schnittstelle kein Bild und kein Ton: Audio- und Videodaten

Im Laufe der Entwicklung haben sich zahlreiche Standards herausgebildet, die teilweise seit den Anfängen der Heimcomputer bis in die jüngste Zeit praktisch unverändert geblieben sind (VGA). Auf diese Art besteht ein grundsätzlicher Konsens, die populäre Schnittstelle USB zum Beispiel ist ein weltweit anerkannter Standard und ermöglicht eine dementsprechend schrankenlose Anwendung. Die Einschränkung liegt allerdings in den zu verbindenden Geräten, denn längst nicht jedes ist mittels USB an eine zweite Quelle anzuschließen, Standard hin oder her. Vor allem im stetig wachsenden Bereich des Multimedia konkurrieren einige Schnittstellen untereinander. Dabei spielen in erster Linie Leistungswerte eine Rolle, aber auch Innovationen, die nicht mehr in Serie produziert werden, aber noch problemlos nutzbar sind – und auch gebraucht werden. Wer ältere Hardware besitz, die noch voll funktionstüchtig ist, der wird auch auf ältere Kabel angewiesen sein.

DVI-, UDI- und HDMI-Anschlüsse

Ein neuralgischer Punkt im täglichen Umgang mit dem Computer ist die Verbindung zwischen Monitor und Rechner. Immer umfangreichere Auflösungsraten der Grafikkarten und stets steigende Prozessorleistungen erhöhen die Ansprüche an den Übertragungsweg. Galten die sogenannten VGA-Stecker aus den Anfängen des PC-Zeitalters für viele Jahre als unverzichtbar, so stellte die Komplexität der visuellen Darstellungen auch den Transfer der entsprechenden Datenbündel vor neue Herausforderungen. Die Branche reagierte darauf mit der Konzeption der DVI-, UDI- und HDMI-Anschlüsse. Anders als der etwas klobig geratene VGA-Stecker bestimmen heutzutage diese zeitgemäßen Anschlussarten das Bild der Verkabelung. Ihre Verwendung bedeutet längst den Normalfall, da nur sie technisch den heutigen Ansprüchen genügen. Der signifikante Unterschied zwischen der alten und neuen Variante des Bildschirmkabels liegt vor allem in der enormen Steigerung der Geschwindigkeit.

Heute historisch: das VGA-Kabel für den Monitor

Beim VGA-Kabel handelt es sich um einen Anschluss mit 15 Polen, die in drei Reihen angeordnet den Kopf des Steckers bilden. Alternativ wird auch die Bezeichnung „D-Sub“ verwendet. Die angewandte Technik entspricht dem mittlerweile überholten analogen Standard; er setzte sich in den späten Achtziger Jahren durch und blieb bis zur Jahrtausendwende als Übertragungsweg zwischen Computer und Bildschirm in Gebrauch. Heutzutage spielt VGA - wenn überhaupt – nur noch eine untergeordnete Rolle. Eine derartige Anwendung ist durch die komplette Digitalisierung nicht mehr nötig. Voraussetzung dafür sind entsprechende Kabel bzw. Schnittstellen. Eine Ausnahme stellt die durchaus noch übliche Kombination eines digital arbeitenden TFT-Monitors mit einem analogen VGA-Kabel dar: In diesem Fall nimmt die Technik des Monitors eine Umwandlung der analog empfangenen Signale in das passende digitale Format vor.

Mit den drei hauptsächlichen Verbindungsarten der Volldigitalisierung, HDMI, DVI und UDI, setzte sich schließlich eine neue Generation der für die Erzeugung des Bilds zuständigen Datenübertragung durch.

HDMI, DVI-Stecker und VGA

Bei HDMI (High Definition Multimedia Interface) handelt es sich um eine nicht alleine auf den Computer bezogene Schnittstelle, die neben einer deutlich höheren Geschwindigkeit und Qualitätssteigerung auch einen integrierten Kopierschutz aufweist. Seit 2003 bildet diese Version den Standard auf vielen Feldern der Unterhaltungselektronik.
Ähnlich konzipiert ist der DVI-Stecker, er ist der Vorgänger von HDMI, dem entsprechend sind DVI-Anschlüsse ihm gegenüber kompatibel. Die Technik von DVI (Digital Visual Interface) basiert im Wesentlichen auf einer parallelen Übertragung von analogen und digitalen Daten. Eine kurzfristig als Nachfolger des alten VGA-Steckers gehandelte Variante der Videodatenübertragung, die UDI-Schnittstelle, findet sich kaum noch verbaut. Nach dem Ausstieg namhafter Hersteller aus Vertrieb und Entwicklung und der nicht zuletzt dadurch sich beschleunigenden Verbreitung von HDMI als grundlegender Transporttechnik von Bilddaten hat UDI (Unified Display Interface) keine Zukunft mehr. Eine wichtige und lohnende Alternative zum weitverbreiteten HDMI-Anschluss ist der sogenannte „Displayport“.

Konkurrenten des Multimedia-Zeitalters: HDMI vs. Displayport

Die Technik des Displayport wurde von einem Zusammenschluss mehrerer Hersteller entwickelt und wird in Konkurrenz zur HDMI-Technik vertrieben. Der Displayport ist dabei auffallend kompakter gestaltet als sein voluminöses HDMI-Gegenstück und vor allem im Bereich des Grafikkarten-Anschlusses interessant, da mit dem platzsparenden Displayport mehr als nur zwei Verbindungsanschlüsse auf der Grafikkarte möglich sind. Der Datentransport erfolgt in Form von Paketen, die dadurch deutlich effektiver vor störender Strahlung geschützt sind. Die Einführung des Displayports hat dazu geführt, dass die frühere Generation der Audio- und Videosignalübermittlung, die DVI-Kabel, endgültig vom Markt verdrängt wurden. Das hat präzise Gründe: Die technische Unterlegenheit wird schnell deutlich, betrachtet man sich die von DVI erzielten Werte in Sachen Bildpunkte. Hier werden über einen einfachen Anschluss in der Spitze 1920 x 1200 Punkte erzielt, im dualen Link sind es immerhin noch 2560 x 1600. Mit einer Verkabelung via Displayport hingegen stellt erst die Rate von 3840 x 2160 Pixeln die Obergrenze der Auflösung dar. Die Wiederholungsrate des Vollbilds liegt gar bei 30 Einheiten pro Sekunde, hinzu kommt die Option der 3-D-Anwendungen in Full-HD. Eine weitere Fähigkeit ist die Kabellänge. Spielt diese bei den alternativen Transportwegen wie VGA, DVI oder auch HDMI eine wichtige Rolle, da sie unvermittelt Auswirkungen auf die zu erzielende Auflösung hat, bewältigt der Displayport auch Strecken um die 10 Meter, ohne dass die HD-Qualität darunter zu leiden hätte.

Allen Limitierungen zum Trotz sind verschiedene Schnittstellen im Umlauf, zumal der Displayport eine Entwicklung ist, bei der sich zwar große Unternehmen wie Intel und AMD beteiligen, deren Marktanteil aber keine 100 Prozent ausmacht. So wird von Herstellerseite für Kompatibilität gesorgt, gerade bei älteren Rechnern eine unverzichtbare Möglichkeit. Ähnlich einem USB fähigen „Dongle“, der dank seiner Technik Bluetooth-Signale empfängt und weiterleitet, kommen die entsprechenden Adapter aus der gleichen Motivation zum Einsatz. Eine fehlende Schnittstelle wird auf diese Weise effizient nachgerüstet. Zünglein an der Waage spielt dabei die Grafikkarte, sie erkennt den zwischengeschalteten Adapter und richtet die Signalübertragung danach aus. Ebenfalls interessant ist der Einsatz eines Adapters für MacBook-Nutzer. Die Kabel und Stecker sind dem Umfang entsprechend verkleinert konstruiert, allerdings ohne Probleme mit einem handelsüblichen Displayport zu verbinden. Auch hier hilft ein Adapter, ohne dass die Übertragung an Leistungsstärke einzubüßen hätte. Optisch bestehen übrigens starke Ähnlichkeiten zum USB-Stecker, anhand einer deutlich robusteren Konstruktion gelingt es dem Displayport aber, stets fest im Gehäuse verankert zu sein. Ein großes Problem bei HDMI-Steckern ist unbestritten deren instabile Position direkt an der Schnittstelle. Weiteres Plus der Displayports: Die beiden Kabelenden (Monitor und Grafikkarte) sind identisch, hinzu tritt der platzsparende Effekt gerade bei dicht verbauten Innenräumen, in denen Grafikkarten vorhanden sind, die über mehr als einen Ausgang verfügen. Deutlich schmälere Kabel können diesbezüglich wertvolle Quadratzentimeter einsparen helfen.

Audio- und Videokabel sorgen für scharfes Bild und vollen Klang

Die Übermittlung von Daten über die oben genannten Transportwege betreffen den Audio- ebenso wie den Videobereich. Als durchschnittlicher PC-Nutzer werden Sie eher nicht in aufwendige Soundsysteme investieren, die dementsprechende Sonderausrüstungen erforderlich machen. In den meisten Fällen sind in den Monitor bereits Boxen integriert, andernfalls sind Varianten in diversen Größen extern an den Computer anzuschließen. Die Verkabelung umfasst auch in diesem Fall unterschiedliche Formate, die Sie – dem Adapter sei dank – nicht zwingend einhalten müssen. Im Vorfeld Ihrer Kaufentscheidung lohnt sich aber ein Vergleich der Schnittstellen, so können Sie auf den Zukauf eines Adapters verzichten. Bei älterem Zubehör kommen Sie meist nicht umhin, nachträglich das entsprechende Accessoire zu erwerben. Neben einem Adapter kann auch ein Splitter von Vorteil sein, zumal bei beschränkten Kapazitäten. Ähnlich einer Steckerleiste im Hausgebrauch funktionieren diese Ergänzungen reibungslos und ohne Qualitätseinbußen in der Geschwindigkeit oder Datenmenge.

Da die Computerbranche von mehreren Herstellern dominiert wird, sollten Sie auch in Zukunft davon ausgehen, dass stets mehrere Systeme um die Gunst des Kunden bzw. des Hardwarefabrikanten buhlen. Immer setzten sich zwei oder drei Produkte durch, heutzutage bilden HDMI und Displayport die Spitze in Sachen Umsatz und Verbreitung von Video/Audiokabeln. Letztere Variante ist die stabilere und vor allem kompaktere, die Konkurrenz HDMI sollte dabei nicht unterschätzt werden, da sie nach wie vor in Sachen Schnittstelle der beiden Segmente TV und Computer führend ist.

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