Module, Karten und Adapter für Router richtig auswählen und konfigurieren

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Module, Karten und Adapter für Router richtig auswählen und konfigurieren

Die Planung des Netzwerkes

Hinter dem Begriff Computernetzwerk verbirgt sich eine Vielzahl verschiedener Lösungsmodelle. Der besondere Reiz an einer Hardwarevernetzung liegt in der individuell anpassbaren Gestaltung. Dies bedeutet, dass sich einzelne Funktionen in verschiedenen Variationen kombinieren lassen. Somit wird eine sehr praxisorientierte Konfiguration des betreffenden Netzwerkes ermöglicht.
Erstellen Sie ein Nutzerprofil für die Planung Ihres Netwerkes
Die Ansprüche an eine Gerätevernetzung sind dementsprechend unterschiedlich und individuell. Firmennetzwerke unterliegen in diesem Zusammenhang bereits gewissen Standards, die als grundlegende Bedingungen anzusehen sind. Jedoch richtet sich die eigentliche Netzwerkinfrastruktur nach den Anforderungen und Ansprüchen, die innerhalb des Netzwerkes erfüllt werden müssen. Um eine technische Planungsgrundlage erstellen zu können, ist es deshalb sinnvoll, ein entsprechendes Nutzerprofil zu erstellen. Hieraus ergeben sich schließlich die späteren Anforderungen, die Ihr zukünftiges Netzwerk erfüllen muss. Bei der Profilanalyse spielen einige Faktoren eine formgebende Rolle. So ist es beispielsweise von großer Bedeutung, welchen Radius Ihr Netzwerk abdecken muss. Ebenso gilt als wichtige Größe die Anzahl der einzubindenden Netzwerkgeräte.
Die Bedeutung der räumlichen und baulichen Umstände für das Netzwerk
Von großer Bedeutung sind auch die räumlichen und baulichen Umstände rund um Ihr zukünftiges Netzwerk. Welches Modell für die Erstellung Ihres Netzwerkes infrage kommt hängt maßgeblich von den Räumlichkeiten ab. Dabei stellt die herkömmliche Vernetzung mittels Netzwerkkabel die klassische Grundform bei der Einrichtung eines Netzwerkes dar. Leider ist die Realisierung eines Kabelnetzwerkes oftmals mit einem hohen baulichen sowie einem großen zeitlichen Aufwand verbunden. All dies verursacht wiederum viele zusätzliche Kosten. Am einfachsten ist es hingegen, wenn Sie bereits in der Bauphase Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung mit der Verlegung eines entsprechenden Kabelnetzes beginnen können. Unter diesen Umständen ist der zusätzliche Aufwand weitaus überschaubarer. Ebenso bietet sich ein günstiger Zeitpunkt für die Verlegung von Netzwerkkabel bei umfangreichen Renovierungen.
Haben Sie sich für die Installation eines Kabelnetzwerkes entschieden, sollten Sie darauf achten, dass Sie in diesem Zusammenhang eine Netzwerkverkabelung mit einer angemessenen Kategorisierung wählen. Die Kabelkategorie entscheidet schließlich über die Datenleitfähigkeit und damit über die Datengeschwindigkeit innerhalb des Kabelnetzwerkes. Eine unzureichende Kabelkategorie kann deshalb schnell zulasten der späteren Netzgeschwindigkeit gehen.

Die benötigte Netzwerkhardware und ihr Anschluss

Ein gutes Netzwerk braucht die Anbindung an das Internet. In diesem Zusammenhang sollten Sie deshalb vorab dafür Sorge tragen, dass Sie über einen entsprechenden Internetübergabepunkt verfügen, welchen Sie bei einem Internetprovider beantragen können, der über eine Netzabdeckung in Ihrer Umgebung verfügt. Ist der Übergabepunkt freigeschaltet, dient dieser gleichzeitig als Anschlusspunkt für Ihre Netzwerkhardware.
Sofern Sie das Internet über Telefonkabel beziehen, müssen Sie nun einen sogenannten Splitter am Übergabepunkt (Telefondose) anschließen. Der Splitter verfügt wiederum über weitere Anschlussmöglichkeiten, an denen Sie den Telefoneingang sowie ein Modem anschließen können. Verfügen Sie über einen Router oder über einen Switch, der mit einem integrierten Modem ausgestattet ist, so können Sie die vorgenannten Geräte direkt mit dem Splitter verbinden. Bei einem Übergabepunkt Ihres Kabelanbieters verbinden Sie das Kabelmodem direkt mit der hierfür vorgesehenen Datendose, die Ihr Kabelprovider für Sie gesetzt hat. Das Kabelmodem verbinden Sie nun wiederum mit einem Router oder mit einem Switch.

Um Ihre Computerhardware nun in Ihr Netzwerk einbinden zu können, müssen sie diese mit dem Router oder mit dem Switch beziehungsweise mit einem entsprechenden Hub verbinden. Der Anschluss erfolgt mittels Ethernetkabel. In diesem Zusammenhang müssen Sie allerdings darauf achten, dass Ihre Computerhardware bereits über einen entsprechenden LAN-Adapter verfügt. Diese Komponente ermöglicht schließlich die Einbindung und anschließende Kommunikation des betreffenden Netzwerkgerätes innerhalb Ihres Netzwerkes. Verfügt Ihre Hardware nicht über einen integrierten LAN-Adapter, können Sie das betreffende Gerät mit einer entsprechend kompatiblen Netzwerkkarte nachrüsten. Sind all die vorgenannten Voraussetzungen geschaffen, verfügen Sie nun über den technischen Rahmen für Ihr zukünftiges Netzwerk. Um eine funktionsfähige Netzinfrastruktur zu erhalten, müssen nun noch die einzelnen Netzwerkkomponenten aufeinander abgestimmt werden. In diesem Zusammenhang muss jedes einzubindende Netzwerkgerät über die gleichen Netzwerkparameter verfügen. Dies ist die dann schließlich der passende Rahmen für einen netzinternen Datenaustausch. Um diese Voraussetzung herzustellen, müssen die angeschlossenen Geräte noch entsprechend konfiguriert werden.

Darauf müssen Sie bei der Konfiguration achten

Innerhalb Ihres Netzwerkes müssen nun alle einzubindenden Netzwerkgeräte auf die gleichen Netzwerkkonfigurationsparameter eingestellt werden. Die Konfiguration beginnt in der Regel beim Netzwerkverteiler. Dabei handelt es sich um einen Router, um einen Switch oder um einen Hub. Der Netzwerkverteiler übernimmt später das Datenmanagement innerhalb des Netzwerkes. Zu diesem Zweck greift dieser auf die MAC-Adressen der angeschlossenen Netzwerkgeräte zurück oder auf eine diesen Geräten zuvor zugewiesene IP-Adresse. In diesem Zusammenhang protokolliert die genannte Netzwerkhardware die betreffenden Parameter in einem internen Gerätejournal, was eine zielgerichtete Identifikation der einzelnen Hardwaregeräte innerhalb des Netzwerkes ermöglicht. Damit ist sichergestellt, dass bestimmte Datenpakete tatsächlich nur an den vorgesehenen Netzwerkclient verschickt werden. Eine Ausnahme bildet hier allerdings der Hub. Dieses Gerät ist aufgrund seiner Konzeption nicht in der Lage, solche Unterscheidungen zu treffen. In diesem Zusammenhang leitet der Hub sämtliche Dateneingänge an alle im Netzwerk integrierten Hardwareeinheiten mit einem entsprechenden Netzwerkadapter weiter.

Die Konfiguration der zuvor bereits näher bezeichneten Geräte erfolgt über eine Zugangsmaske, die sich über die Befehlszeile des Internetbrowsers öffnen lässt. Hierfür muss die zu konfigurierende Hardware jedoch via LAN-Kabel am Konfigurationscomputer angeschlossen sein. Befindet man sich schließlich im Konfigurationsmenü, reicht es meist aus, den Konfigurationsassistenten zu starten. Dieser führt Sie dann durch die einzelnen Konfigurationsschritte. Im Rahmen der Konfiguration sollten Sie beachten, dass Sie bei der Verwendung eines Routers die Möglichkeit haben, zwischen einer automatischen und einer manuellen IP-Adressen-Vergabe zu wählen. In diesem Zusammenhang spricht man vom „DHCP" sowie im anderen Falle von einer „statischen" IP-Adressenvergabe. Die Menüeinstellung auf „DHCP" ist sehr komfortabel und nimmt Ihnen eine aufwendige „statische" IP-Adressenvergabe ab. Deshalb sind bei der Wahl dieser Möglichkeit sicherlich bestens beraten. Mit der Konfiguration des Routers, des Switches oder des Hubs legen Sie schließlich den von nun an für das betreffende Netzwerk geltenden Konfigurationsstandard fest, unter welchem zukünftig die Netzwerkprotokolle aller angeschlossenen Netzwerkgeräte arbeiten. Dies setzt allerdings voraus, dass diese ebenfalls im gleichen Rahmen konfiguriert werden. Am einfachsten gelingt das vermutlich mit der Erstellung einer Installations-CD, welche über den Netzwerkinstallationsassistenten Ihres Rechnermenüs erstellt werden kann. Diese CD wird dann einfach in das DVD -Laufwerk des zu konfigurierenden Rechners eingelegt, den Rest erledigt schließlich der Konfigurationsassistent.

Lösungen und Alternativen für einen flüssigen Netzwerkbetrieb

Leider lässt die Nutzung eines online Arbeitsplatzes über ein LAN-Netzwerk nur sehr wenig räumlichen Spielraum zu, sodass mehr Flexibilität nur durch die nachträgliche Installation einer zusätzlichen Datendose geschaffen werden kann. Wer jedoch für weitere Alternativen offen ist, hat durchaus auch noch zusätzliche interessante Wahlmöglichkeiten.
WLAN und DLAN-Netze - für mehr Flexibilität
Eine weitverbreitete Lösung ist das WLAN. Diese technische Lösung schenkt Ihnen eine vollkommene unabhängig von der herkömmlichen Ethernetvernetzung, was Ihnen ein Maximum an Flexibilität innerhalb der Funknetzreichweite des WLAN-Netzes beschert. Dennoch ist die Reichweite eines solchen Funknetzes leider nicht unbegrenzt und kann zudem noch durch die baulichen Eigenschaften der Funknetzumgebung zusätzlich geschwächt werden. Darüber hinaus ist darauf zu achten, dass die betreffenden Netzwerkgeräte über einen WLAN-Adapter verfügen, welcher das Versenden und das Empfangen von Datenpaketen innerhalb des betreffenden Funknetzes erst möglich macht.

Eine andere, sehr komfortable Lösung ist das DLAN-Netz. In diesem Zusammenhang wird das häusliche Stromnetz als Netzwerkverkabelung genutzt. Dies funktioniert sehr gut und ermöglicht eine durchaus zufriedenstellende Netzgeschwindigkeit. Als Anschlusspunkt kann jede Stromsteckdose innerhalb eines Stromkreises genutzt werden. Mit dem Anschluss eines DLAN-Adapters wird der technische Hintergrund für den Datenverkehr zwischen Steckdose und Computer geschaffen. Hierbei genügt es, den mit der Internetschnittstelle verbundenen DLAN-Router an eine Steckdose innerhalb des vorgesehenen Stromnetzes anzuschließen. Eine weitere Lösungsvariante erhalten Sie mit dem mobilen Internet. In diesem Zusammenhang benötigen Sie noch nicht einmal ein Versorgungskabel durch einen Internetprovider. Das Funksignal des mobilen Internets wird vom speziell hierfür konzipierten Router aufgefangen und innerhalb Ihres Netzwerkes für die angeschlossenen Netzwerkgeräte bereitgestellt.

Wie schütze ich meine Daten vor unbefugten Zugriffen?

Mit der Einrichtung eines Netzwerkes schaffen Sie die Möglichkeit eines Datenzugriffs auf Ihre Daten, auch durch Dritte. Dies ist letztlich auch Sinn und Zweck des ganzen Aufwandes. Dennoch sollte unbedingt sichergestellt werden, dass ein Zugriff auf Ihr Netzwerk nur befugten Personen gestattet wird. Dies gilt für Firmennetzwerke ebenso wie selbstverständlich auch für private Heimnetzwerke, da bei beiden Netzwerkvarianten sensible Daten im Netz unterwegs sind, mit denen Unbefugte großen Schaden anrichten können. Tatsächlich ist die Überwachung eines Kabelnetzwerkes in diesem Zusammenhang die vermutlich am einfachsten zu überwachende Netzwerkform. Im häuslichen Einsatz sind unbefugte Zugriffe auf ein solches Netzwerk weitgehend ausgeschlossen, da hier eine Zugangsmöglichkeit zum betreffenden Netzwerk nur über einen Zugang zum häuslichen Kabelnetzwerk erfolgen kann.
Noch mehr Sicherheit bieten Freigabepasswörter und Verschlüsselungen

Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, Ordner mit besonders sensiblen Inhalten durch ein Freigabepasswort abzusichern. Damit ist eine Einschränkung der Zugangsberechtigung auch innerhalb des betreffenden Netzwerkes möglich. Eine noch weitaus größere Rolle spielt eine angemessene Zugangsabsicherung bei drahtlosen Netzwerken, da diese in der Regel von jeder Hardware, in Funkreichweite empfangen werden kann, welche über einen entsprechenden WLAN-Netzwerkadapter verfügt. Gute Sicherungsmaßnahmen bieten sich in diesem Rahmen mit der WEP- oder WPA-Verschlüsselung. Diese gibt den Weg in das Netzwerk erst dann frei, wenn eine Legitimation mithilfe des passenden Netzwerkschlüssels erfolgt. Der Netzwerkschlüssel ist eine Kette aus alphanummerischen Zeichen und sollte nur befugten Personen bekannt sein. Neben der Netzwerkverschlüsselung ist auch die Aktivierung eines MAC-Filters eine wirkungsvolle Variante. Der MAC-Filter sorgt dafür, dass grundsätzlich nur Geräte Zugang zum Netzwerk erhalten, deren MAC-Adressen in der Tabelle des MAC-Filters hinterlegt wurden.

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