Modeschmuck, Echtschmuck oder Designerprodukt – diese Ringe werden Ihre Kinder begeistern!

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Modeschmuck, Echtschmuck oder Designerprodukt – diese Ringe werden Ihre Kinder begeistern!

Sie sind oft kunterbunt und werden sofort in Kinderherzen geschlossen: Kinderringe sind der Hingucker an Kinderhänden. Jede kleine Prinzessin liebt es, sich wie die Mama zu schmücken, und auch der eine oder andere Junge steckt sich gerne einmal einen Ring an den Finger, wenn das Motiv stimmt – Piraten und Autos sind auch für kleine Technikfans eine schöne Wahl. Gerade mit Ringen aus der Kindheit sind oft bestimmte Ereignisse, beispielsweise die Taufe oder ein Geburtstag verknüpft, an die man auch später beim Anschauen des Ringes gerne zurückdenkt.

Die Anziehungskraft eines Ringes: Schon von Klein auf haben Ringe einen großen Reiz

Selbst die Kleinsten werden teilweise schon mit winzigen Ringen geschmückt. So manches Baby erhält zur Geburt oder zur Taufe die ersten kleinen Schmuckstücke geschenkt. Kleinkinder lieben es, wie die kleinen mit Strasssteinen oder gar echten Edelsteinen besetzten Ringe im Licht der Sonne funkeln und glitzern. Später, im Kindergartenalter, kommen spannende Rollenspiele hinzu. Mädchen ebenso wie Jungen verkleiden sich gerne wie ihre Eltern und legen dabei deren Schmuck an. Schnell wird der Wunsch nach einem eigenen Fingerring wach. Anfänglich werden die Ringe vielleicht gemeinsam mit den Eltern oder im Kindergarten gebastelt, doch damit geben sich viele Kinder bald nicht mehr zufrieden.

Das Alter des Kindes: Ab wann sind Ringe für Kinder geeignet?

Teilweise sieht man Ringe schon bei Babys, andere Eltern warten hingegen, bis die Kinder alt genug sind, um zu verstehen, was es mit Schmuck überhaupt auf sich hat. Im Endeffekt entscheiden alleine die Eltern, ab wann sie ihrem Kind einen Ring erlauben möchten. Nach Möglichkeit sollte man jedoch die magische Grenze des dritten Lebensjahrs abwarten, um die Gefahr des Verschluckens von Kleinteilen oder gar des gesamten Ringes zu umgehen. Besonders Ringe, von denen einzelne Kleinteile abbrechen können, können sich für Babys und Kleinkinder zur tödlichen Falle entwickeln. Kinder lernen nicht nur über das Sehen oder den Tastsinn, sondern sie erkunden die Umwelt auch über den Mund. Die Gefahr des Verschluckens ist deshalb sehr hoch.

Die Frage nach dem Alter stellt sich insbesondere auch dann, wenn es um echten Schmuck aus Edelmetallen oder gar mit Edelsteinbesatz geht. Ob ein Kind in der Lage ist, mit wertvollem Schmuck sorgsam umzugehen und darauf zu achten, dass er nicht verloren geht, ist keine Frage des Alters, sondern vielmehr eine Frage des Charakters und der Reife. So manches Kind ist bereits im Alter von drei oder vier Jahren in der Lage, den Wert eines Ringes zu schätzen und auf das gute Stück zu achten. Viele sind jedoch mit acht oder zehn Jahren noch nicht reif genug, um ihnen teuren Schmuck guten Gewissens anvertrauen zu können.

Grundsätzlich gilt: Sie sollten die Wahl der Materialien dem Alter des Kindes anpassen. Bei Babys und Kleinkindern sollten Sie Schmuck aus Metall vermeiden. Besser geeignet sind elastische und dehnbare Materialien. Gummiringe beispielsweise passen ihre Größe an die Kinderfinger an, können sich aber dehnen, wenn das Kind einmal damit hängen bleiben sollte. Wenn Ihr Spross bereits in die Kindertagesstätte oder in den Kindergarten geht, sollten Sie nachfragen, ob und in welchem Umfang Ringe erlaubt sind. Häufig ist das Tragen von Metallringen untersagt, da davon nicht nur die Gefahr des Verschluckens ausgeht, sondern auch ein gewisses Verletzungsrisiko.

Finger weg von Billigware: Schlechte Qualität und Verarbeitung

Immer wieder gibt es im Bereich der Kinderringe Billigware, die durch eine schlechte Qualität auffällt. Leider können Sie dies natürlich beim Einkauf im Internet nicht auf den ersten Blick erkennen. Die Produkte weisen unter Umständen folgende Mängel auf:

  • Ringe brechen ab
  • Steine werden locker oder brechen aus ihrer Halterung
  • Aufsätze und Motive lösen sich ab
  • Legierungen blättern ab
  • Klebstoffreste sind sichtbar
  • Materialien enthalten Nickel

Derartige Mängel sind ärgerlich, denn die Freude Ihres Kindes wird schnell getrübt, wenn der Ring kaputt geht. Davon abgesehen gehen von bestimmten Mängeln auch Gesundheitsgefährdungen aus.

Echter Schmuck aus Edelmetallen: Hochwertige Materialien, besondere Designs

Für Schmuck aus Edelmetallen werden vorrangig folgende Materialien verwendet:

  • Platin
  • Gold
  • Silber
  • Titan

Gold wird immer noch am häufigsten für Schmuck eingesetzt. Kinder erhalten Goldschmuck oft als Geburts- oder Taufgeschenk. Das Material ist sehr langlebig und verfügt über einen dauerhaften Glanz. Meist wird Gold nicht in seiner reinen Form verwendet – dies entspräche einem Goldgehalt von 24 Karat –, da dieses Material sehr teuer ist. Um das Metall bezahlbar zu machen, wird es mit anderen Metallen zu einer Legierung verarbeitet. Die wichtigsten Goldgehalte, die Sie beim Einkauf von hochwertigem Echtschmuck kennen sollten, sind:

  • 375er Gold (9 Karat, 37,5% reines Gold)
  • 417er Gold (10 Karat, 41,7% reines Gold)
  • 585er Gold (14 Karat, 58,5% reines Gold)
  • 750er Gold (18 Karat, 75% reines Gold)
  • 916er Gold (22 Karat, 91,6% reines Gold)

Gold muss nicht zwingend immer gelbgoldfarben sein. Auch Weißgold, das gebleichtes Gelbgold darstellt, und Roségold, das durch eine Legierung mit Kuper entsteht, sind für moderne Ringe für Kinder beliebt. Silber ist ebenfalls ein Edelmetall, ist jedoch wesentlich erschwinglicher als Gold. Das Material ist gut formbar und wird für mehr Stabilität und Robustheit unter anderem mit Kupfer legiert. 925er Silber enthält zu 92,5 Prozent reines Silber und ist der Standard in diesem Bereich. Sterling Silber hingegen bietet im Vergleich nur einen Silberanteil von 7,5 Prozent.

Platin

Platin ist ein relativ seltenes Edelmetall, das eine hohe Dichte und Stabilität aufweist. Es ist weiß gefärbt. Durch seine hypoallergenen Eigenschaften ist dieses Material für die empfindliche Kinderhaut besonders gut geeignet. Gleichzeitig gehört es allerdings auch zu den teuersten Materialien in der Schmuckverarbeitung. Gängige Reinheitsgrade sind 850er, 900er und 950er Platin, die 85 bis 95 Prozent reines Platin enthalten.

Titan

Titan ist noch ein relativ junges Material in der Schmuckverarbeitung. Die außergewöhnliche Farbe, das schöne Aussehen und die antiallergenen Eigenschaften machen es für Kinderringe ebenfalls sehr attraktiv. Ringe aus Titan sind besonders leicht und fallen am Finger kaum auf. Sollen die Ringe noch zusätzlich aufgewertet werden, können sie mit Edelsteinen oder auch einfacheren Schmucksteinen verziert werden. Beim Einsatz von Edelsteinen wird der Ring nicht nur eine Augenweide, sondern weist auch einen sehr hohen Wert auf.

Die Vorteile von Ringen aus Edelmetallen 

  • Sie haben einen hohen materiellen Wert, sodass jederzeit auch ein Wiederverkauf möglich wäre.
  • Sie sind besonders langlebig und bewahren ihren Glanz über viele Jahre hinweg.
  • Bei Bedarf ist eine persönliche Gravur im Inneren des Rings möglich.
  • Echtschmuck ist ein beliebtes Geschenk zur Taufe, Kommunion oder Konfirmation.

Wenn Sie Echtschmuck verschenken, sollten Sie sich allerdings vorher besser sicher sein, ob das Kind bereits reif genug ist, um teuren Schmuck zu tragen. Schade wäre es, wenn der schöne Ring mit dem teuren Edelstein innerhalb weniger Tage verloren ginge.

Die Vielfalt des Modeschmucks: Unterschiedlichste Kreationen möglich

Während die Hersteller bei Echtschmuck an gewisse Edelmetalle und Edelsteine gebunden sind, sind bei Modeschmuck nahezu alle möglichen Kreationen denkbar. Verwendet werden können unter anderem die Materialien:

  • Leder
  • Gummi
  • Buntmetall
  • Kautschuk
  • Emaille
  • Strasssteine
  • Holzelemente
  • Kunstperlen
  • Halbedelsteine
  • Harze
  • Kristalle & Glas
  • Bronze

Modeschmuck ist übrigens nicht zwingend mit billigen Imitaten gleichzusetzen. Vielmehr kann es sich bei Modeschmuck durchaus um schöne und hochwertige Kreationen handeln, die durch die Handfertigung sogar Unikate sein können. Bei eBay finden Sie sowohl hochpreisige Modeschmuck-Unikate als auch günstige Ringe für Kinder in Packs mit mehreren Stück, die beispielsweise für Kindergeburtstage als kleine Gastgeschenke verwendet werden können. Kinderschmuck zeichnet sich meistens durch die farbenfrohe Gestaltung und fröhliche Comicmotive aus.

Die richtige Größe: Nachmessen oder auf mitwachsende Exemplare setzen

Die richtige Ringgröße ermitteln Sie mithilfe einer entsprechenden Lochkarte, durch die der Finger gesteckt wird. Wenn Sie keine Messkarte zur Hand haben, können sie alternativ auf einen Ring zurückgreifen, dessen Größe verstellbar ist. Dies ist immer dann der Fall, wenn der Ring nicht aus einem durchgängigen Kreis besteht, sondern an der Unterseite geöffnet ist. Die zwei Ringhälften können dann auseinandergebogen und so an die Dicke des Fingers angepasst werden. Bei Echtschmuck ist die Verstellbarkeit gewöhnlich nicht gegeben. Bei Ringen aus dem Bereich des Modeschmucks ist dies jedoch durchaus üblich.

Achtung, Schadstoffbelastung: Nickel, Blei und Abrin sind nichts für empfindliche Kinderhaut

Viele Kinderringe aus dem Bereich des Modeschmucks sind mit allergieauslösenden oder gefährlichen Stoffen versetzt, die insbesondere auf der empfindlichen Haut Ihres Kindes nichts zu suchen haben. Daher sollten Sie unbedingt auf eine transparente Herkunft und die Verwendung hochwertiger Materialien achten, wenn Sie Kinderringe kaufen möchten. Die wichtigsten zu meidenden Vertreter in diesem Bereich sind:

  • Nickel: Nickel führt häufig zu Kontaktallergien, wobei die Haut auf in Schweiß gelöste Nickelionen reagiert. Bei vielen Kindern tritt die Allergie nicht sofort auf, sondern erst nach einer gewissen Sensibilisierungsphase. Nickel kann zu Juckreiz, Hautveränderungen und Ekzemen führen. Inzwischen ist der Verkauf von Nickelringen mit einer bestimmten Konzentration in Deutschland eigentlich verboten. Doch noch immer finden sich Stücke mit erhöhten Werten.
  • Blei: Besonders Modeschmuck ist oft mit Blei versetzt. Dieses wird über die Haut aufgenommen und im Körper eingelagert. Der Abbau des Stoffes kann Jahrzehnte dauern. Im Körper, besonders bei Säuglingen und kleinen Kindern, kann Blei verheerende Schäden anrichten und beispielsweise eine chronische Bleivergiftung hervorrufen. Kopfschmerzen, Müdigkeit und Abmagerung sind typische Folgen. Das Verschlucken eines bleiverseuchten Schmuckstücks kann bei sehr kleinen Kindern im schlimmsten Fall sogar bis zum Tode führen.
  • Abrin: Abrin ist ein Pflanzengift, das in Paternosterbohnensamen steckt. Diese Samen werden in Indien und Afrika für die Herstellung von Ketten und Ringen verwendet, da die Samen ähnlich wie Perlen aussehen. Gelangt das Gift in den Körper, kann es tödlich wirken, im besten Fall jedoch noch immer Durchfall, Erbrechen, Nierenversagen oder Magenschleimhautentzündungen bedingen.
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