Moderne Businessmode: Ratgeber zur Auswahl eines Sakkos

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Moderne Businessmode: Ratgeber zur Auswahl eines Sakkos

Das Sakko ist ein Modeklassiker, den wahrscheinlich jeder stilbewusste Mann im Kleiderschrank hängen hat. Gerade diejenigen Herren, die in Berufen mit Dresscode und Kundenkontakt arbeiten, kommen an passenden Sakkos gar nicht vorbei. Lesen Sie im Folgenden, wie Sie das perfekte Sakko für sich finden, was Sie alles bei der Auswahl beachten sollten und wie Sie das gute Stück stilsicher tragen.

Ein Sakko gehört zur Grundausstattung eines jeden Mannes, denn es ist ein echtes Basic-Kleidungsstück, das zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten erlaubt und in der Freizeit eine ebenso gute Figur macht wie im Joballtag. Das Sakko ist ein wesentlicher Bestandteil moderner Businessmode und wirkt stets klassisch-elegant und äußerst souverän. Ob als Teil des Anzugs zur passenden Hose oder etwas legerer gehalten zur Jeans, mit Hemd und Krawatte, Rollkragenpulli oder einem einfachen Shirt – Sakkos passen in jedes Büro, zu jedem Beruf und jeder Lebenslage. Je nachdem, wie es kombiniert wird, lässt es seinen Träger stets gut angezogen und passend gekleidet erscheinen, ohne dabei overdressed zu wirken.

Modern, klassisch, sportlich oder seriös: Ein Sakko ist nur selten unangebracht. Egal, ob es nun aus Leinen, Wolle, Cord oder Tweed besteht, in klassischem Schwarz, Dunkelblau, Grau, Braun oder Beige gehalten ist, mit Nadelstreifen oder ohne, maßangefertigt oder von der Stange – auf ein Sakko ist immer Verlass. Allerdings gibt es auf dem Weg zum perfekten Sakko durchaus einige Klippen zu umschiffen, denn gerade als Teil des Business-Outfits sollte es auf jeden Fall einige wichtige Kriterien erfüllen. Welche das genau sind, was Sie beim Kauf beachten sollten und wie Sie das perfekte Sakko für sich finden, erfahren Sie in den folgenden Absätzen.

Verschiedene Sakkotypen und wie man sie trägt

Ein Unterscheidungsmerkmal von Sakos ist die Art und Weise wie sie sich knöpfen lassen.

Einknopfsakko

Das Einknopfsakko gilt als sehr formal. Der alleinige, tief angesetzte Knopf sorgt für ein schmales, langes Revers – ein Schnitt, der vor allem schlanken und sportlichen Männern sehr gut steht. Zu dieser Sakkoart passen dünne Krawatten und schmale Hemdkragen. Alles, was breit und massig wirkt, harmoniert hingegen nicht mit dem Einknopfsakko, das gerne auch in helleren Farben wie Beige und Hellgrau getragen werden kann.

Zweiknopfsakko

Das Zweiknopfsakko ist der populärste und am häufigsten getragene Sakkotyp und für die meisten Männer die erste Wahl. Es handelt sich dabei um einen Klassiker, der weder zu bieder noch zu modisch wirkt und perfekt für den Büroalltag, die Geschäftsreise und das Business-Dinner ist. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass der obere Knopf des Zweiknopfsakkos stets geschlossen bleibt, vor dem Hinsetzen aber in jedem Fall geöffnet werden muss. Der untere Knopf hingegen bleibt immer offen.

Dreiknopfsakko

Beim Dreiknopfsakko sorgen die drei Knöpfe dafür, dass sowohl die Länge als auch die Breite des Revers verkürzt werden, wodurch ein sehr symmetrischer Stil entsteht. Geschlossen werden hierbei die oberen beiden Knöpfe, während der unterste stets offen bleibt. Eine Krawatte gehört unbedingt zum Dreiknopfsakko dazu. Der klassische Windsorknoten ist hierbei immer eine gute Wahl.

Zweireiher

Der Zweireiher, auch Doppelreiher genannt, spiegelt einen sehr klassischen, eleganten Stil wider. In Kombination mit taillierten, sportlichen Schnitten kann dieser Sakkotyp aber durchaus sehr modern wirken. Dieses Sakko hat zwei parallele Knopfreihen, welche immer geschlossen bleiben, auch im Sitzen. Als Alternative zu Hemd und Krawatte können Sie zu diesem Sakkotyp auch einen Rollkragenpulli tragen.

Material, Verarbeitung und Passform: Tipps zum Sakkokauf

Der wichtigste Punkt beim Sakkokauf ist die Qualität. Achten Sie bei der Auswahl des guten Stücks unbedingt darauf, wie es verarbeitet ist. Eine korrekte und makellose Verarbeitung der Materialien ist unabdingbar und die Basis dafür, dass Sie möglichst lange Freude an Ihrem neuen Sakko haben. Schließlich wird es im Job und auf Geschäftsreisen häufig stressig, und Ihre Garderobe muss dann anstandslos und zuverlässig alles mitmachen. Zudem wirken gerissene Nähte und lose Säume nicht gerade professionell auf Kollegen, Chefs und Kunden.

Wie empfindlich darf ein Sakko sein?

Genauso wichtig wie die saubere Verarbeitung ist natürlich auch das Material des Sakkos an sich. Egal, für welche Art von Gewebe Sie sich entscheiden: Greifen Sie unbedingt zu Stoffen, die qualitativ hochwertig und robust zugleich sind. Das Sakko sollte natürlich optisch etwas her machen und Stil und Souveränität ausstrahlen, aber es darf eben auch nicht zu empfindlich sein. Stoffe, die Kaffee-, Schweiß- oder Kugelschreiberflecken nicht verzeihen und bei der kleinsten Verschmutzung sofort professionell gereinigt werden müssen, sind für den Büroalltag ungeeignet. Viel praktischer sind Schmutz abweisende Materialien, die auch mal etwas abbekommen können, ohne dass man es sofort sieht beziehungsweise ohne dass man ständig Angst haben muss, das Sakko nach einmaligem Tragen gleich entsorgen zu müssen.

Ein Sakko muss einfach sitzen

Der dritte Punkt, um den Sie beim Sakkokauf auf keinen Fall herumkommen, ist die Frage der Passform. Gerade bei Businesskleidung ist es wichtig, Stücke zu tragen, die wirklich perfekt passen. Nichts wirkt unsouveräner als schlecht sitzende Sakkos, zu enge oder zu weite Hemden und Hosen, in denen man sich unwohl fühlt. Besonders in Bezug auf das Sakko ist es oft nicht so leicht, eines zu finden, das wirklich optimal sitzt. Bei der Passform im Allgemeinen sollten Sie darauf achten, dass sich das Sakko bequem tragen lässt, wenn Sie aufrecht stehen und den obersten Knopf geschlossen haben. Dabei sollten sich weder zwischen den Schultern noch auf Höhe der Brust größere Falten bilden. Ob das Sakko die richtige Länge hat, können Sie folgendermaßen testen: Sie sollten bei hängendem Arm mit angewinkelten Fingern die Kante des Sakkos mit den Fingerspitzen berühren können. Auch die Länge der Ärmel ist ausschlaggebend beim Sakkokauf, denn zu lange und zu kurze Ärmel wirken alles andere als stilsicher. Als Faustregel gilt, dass das Ende der Ärmel bei hängenden Armen auf dem Ansatz der Daumensehne aufliegen sollte. Generell sollte die Manschette des Hemdes noch einen Zentimeter darunter hervorschauen. Sehr wichtig ist auch die Schulterpartie eines Sakkos. Die goldene Regel lautet hier, dass die Schulternaht bündig mit dem Oberarm abschließen muss.

Von der Stange, designt oder maßgeschneidert?

Was die Preisgestaltung angeht, ist die Spanne beim Sakkokauf natürlich groß. Wie viel Sie für ein Modell investieren wollen oder können, hängt natürlich ganz von Ihnen selbst, Ihrem Budget und den Umständen ab, unter denen Sie das Sakko tragen werden. Es gibt sehr gute Sakkos von der Stange, die die oben genannten Kriterien erfüllen und sowohl aus hochwertigem Material bestehen als auch gut verarbeitet sind. Finden Sie hier ein Modell, das Ihnen darüber hinaus wirklich gut passt, greifen Sie zu. Wenn Sie Wert auf Designerware legen, bezahlen Sie für das jeweilige Label natürlich mit, können meist aber auch sicher sein, ein qualitativ einwandfreies Stück mit nach Hause zu nehmen, an dem Sie lange Freude haben und mit dem Sie Eindruck bei Kollegen, Chef und Kunden machen werden. Ebenfalls nicht ganz günstig sind Maßanfertigungen. Bei einem solchen Sakko haben Sie dann aber die Sicherheit, dass es perfekt passt, garantiert nirgends zwickt und drückt und das Sie optimal in Szene setzt.

Das perfekte Sakko für jede Figur finden

Die richtige Passform ist, wie erwähnt, das A und O beim Sakkokauf. Sie kennen nun bereits einige wichtige Regeln zum perfekten Sitz des Sakkos, aber selbstverständlich ist nicht jedes Modell für jede Figur gleich gut geeignet. Wie bei anderen Kleidungsstücken auch ist es ratsam, das Modell für sich zu finden, das dem eigenen Körperbau schmeichelt, denn auf diese Weise können Sie sicher sein, auf Ihr Gegenüber stets souverän, gut gekleidet und stilsicher zu wirken.

Das richtige Sakko für kleine Männer

Sie gehören zu den eher kleineren Männern? Dann sind Ein- und Zweiknopfsakkos für Sie die richtige Wahl, denn ein langes, schmales Revers streckt optisch und lässt Sie größer und dynamischer erscheinen, während Zweireiher und Dreiknopfsakkos die Silhouette eher stauchen. Achten Sie darauf, keine zu langen Anzugjacken zu wählen, da diese Ihre Beine noch kürzer erscheinen lassen. Kombinieren Sie zu Ihren Sakkos keine zu breiten Krawatten und lassen Sie unnötige Accessoires wie Uhren, Ketten und Manschettenknöpfe weg. Alles, was von der geraden Silhouette ablenkt, ist für Sie unvorteilhaft. Dezente Nadelstreifen hingegen strecken optisch und lassen Ihren Oberkörper länger wirken.

Sakkos für sehr große Männer

Wenn Sie sehr groß sind, können Sie wunderbar Zwei- und Dreiknopfsakkos tragen. Auch Doppelreiher sind für Sie wie gemacht. Achten Sie einfach darauf, dass das Revers nicht zu schmal ist, denn sonst wird Ihre Größe noch betont. Eine gute Wahl sind auch Dreiteiler mit Weste, welche den Oberkörper optisch ein wenig kompakter wirken lassen. Verzichten sollten Sie allerdings auf überlange Sakkos, denn diese sehen zu lang gezogen aus. Kürzer geschnittene Anzugjacken hingegen machen einen athletischen Eindruck.

Das optimale Sakko für athletische Männer

Bei Ihrem Figurtyp ist es wichtig, dass das Sakko die V-Form Ihres Oberkörpers diskret betont. Auf zu starke Schulterpolster sollten Sie lieber verzichten. Stattdessen sind leicht taillierte Schnitte immer eine gute Wahl, aber hauteng sollte das Sakko dabei nicht sitzen. Achten Sie auf eine bequeme Passform, welche die Figur dezent akzentuiert, aber niemals einengt oder spannt. Was die Farben angeht, können Sie alles tragen, was dem Anlass angemessen ist.

Sakkos für Männer mit kräftiger Körpermitte

Wenn Sie besonders um die Körpermitte herum etwas kräftiger gebaut sind und einen kleinen oder größeren Bauch haben, bietet es sich an, Sakkos mit einer deutlichen Brusttasche samt Einstecktuch zu tragen. Dieses kleine Detail lenkt die Blicke auf sich und weg vom Bauch. Prinzipiell sind Doppelreiher die perfekte Sakkoform für Sie, denn unter ihnen lässt sich das eine oder andere Pölsterchen gut verstecken. Generell sollten Sie immer zu dunklen Farben greifen, die optisch so manches Kilo wegmogeln können.

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