Modellbau-Standfiguren: 10 beliebte Motive für Ihre Sammlung

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Modellbau-Standfiguren: 10 beliebte Motive für Ihre Sammlung

Der Modellbau ist eines der schönsten Hobbys der Welt, auch wenn er vielleicht von vielen als Kinderbeschäftigung belächelt wird. Jeder, der schon einmal ein ausgefeiltes Diorama gesehen oder gebaut hat, wird aber wissen, dass viel Mühe und Liebe zum Detail in diesem Hobby steckt. Ein wichtiger Teil dieser Detailliebe steht den Figuren in einem Diorama zu. Denn keine Landschaft und kein Thema wären komplett ohne eine Bevölkerung, die dem Diorama erst richtig Leben einhauchen. Ohne wuselnde kleine Figuren könnte das Diorama nichts aussagen und würde niemandem gefallen. Erst die Menschen im Bild, die ihrem Alltag und ihrer Arbeit nachgehen, machen es richtig interessant. Jeder hat sich sicher schon einmal dabei erwischt, wie er fasziniert alle Details absuchte, um zu sehen, wie das Leben im Diorama so vonstattengeht.

Modellbauer verwenden deswegen viel Zeit und Aufwand in die Auswahl, Bemalung und Platzierung der Modellfiguren in einem Diorama. Was Sie beachten müssen, wenn Sie Figuren in ein Diorama setzen, und welche die beliebtesten Motive sind, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Die 10 beliebtesten Motive für Figuren

Der Modellbau, wie ihn die meisten kennen, hat sich traditionell mit dem Bau von Eisenbahnmodellen beschäftigt. Kaum jemand wird das nicht aus der eigenen Kindheit kennen. So sind häufig auch die ersten Figuren, die ein Modellbauer verwendet, Figuren, die in solch eine Eisenbahnlandschaft passen. Beliebt sind hier vor allem Figuren, die entweder etwas mit dem Betrieb der Eisenbahn zu tun haben, oder in die umgebende Landschaft oder Stadt passen. Häufig handelt es sich um uniformierte Figuren.

  • Bahnwärter und Schaffner: Kein Bahnhof kann ohne solches Personal realistisch aussehen. Meist sieht man in solchen Modellbahndioramen mindestens einen Schaffner oder Bahnwärter, der für Ordnung im Bahnbetrieb sorgt. Oft kommen auch noch andere Figuren hinzu, die Angestellte der Bahn sind, z. B. Gleisarbeiter.
  • Wartende am Bahnhof/Reisende: Zu jedem Bahnhof gehören auch Personen, die mit dem Zug reisen wollen. Unvermeidlich ist in solch einem Diorama also eine Gruppe von Reisenden oder Wartenden. Oft gibt es sie als sitzende Gruppe auf Bänken oder auch stehend mit Koffer. Auch gern gesehen sind winkende Personen, die am Bahnsteig bleiben, während der Zug abfährt.
  • Bauern: Ist der Zug einmal abgefahren bewegt er sich meist durch eine dörfliche Landschaft mit Bauernhöfen und Feldern. Hier findet man dann neben den Modellen von Traktoren und den Figuren von Tieren (Kühe, Schafe, Hühner, usw.) auch Menschen. So sind Bauer und Bäuerin in solchen Dioramen fast unumgänglich.
  • Polizisten: Fährt der Zug durch eine städtische Gegend, dann findet man dort sehr häufig Polizisten vor. Oft sind es Verkehrspolizisten, die an einer Kreuzung mit Autos und Fußgängern den Verkehr regeln. Oder es werden kleine Szenen eines Diebstahls nachempfunden, bei denen ein Dieb wegrennt und von Polizisten verfolgt wird.
  • Feuerwehrmänner: Ebenfalls beliebt sind Szenen mit einem brennenden Haus und der ausrückenden Feuerwehr. Aufwendige Modelle von abgebrannten Häuserruinen oder brennenden Gebäuden geben nicht nur die Möglichkeit, ein Modellfeuerwehrauto in Aktion darzustellen, sondern erfordern auch zahllose kleine Feuerwehrmänner bei der Brandbekämpfung.
  • Soldaten: Nach wie vor besonders präsent sind im Modellbau militärische Themen. Der Modellbauer hat dabei die Möglichkeit, unterschiedliche historische Epochen darzustellen, z. B. Soldaten im Zweiten Weltkrieg in Tarngrau oder auch bunte Soldaten mit Bajonetten zur Zeit der Napoleonischen Kriege.
  • Piloten: In Kriegsszenarien sind natürlich auch Flugzeuge dabei, die dann zwangsläufig bemannt sein müssen. Piloten bevölkern dann den Hangar mit startenden Flugzeugen, indem sie ins Cockpit steigen oder zu ihrem Flugzeug eilen. Dazwischen sieht man Lotsen und anderes helfendes Personal.
  • Reiter/Krieger: Der Modellbau beschäftigt sich nicht immer nur mit Modelleisenbahnen, sondern auch ganz generell mit Modelldioramen. Für Dioramen, die nichts mit Eisenbahnen zu tun haben, gibt es viele interessante Themen und Zeitepochen abzudecken. In historischen Dioramen wird man fast zwangsläufig einen Reiter oder Krieger antreffen, der in die jeweilige Epoche passt. Das kann dann z. B. ein römischer Legionär sein oder ein keltischer Stammesfürst oder ein einfacher Botenreiter.
  • Rennfahrer: Gerne gebaut werden auch Dioramen, die sich mit der Formel 1 und anderen Rennen beschäftigen. Hier kann man neben einer Rennstrecke jede Menge coole Rennautos zeigen und um die Wette fahren lassen. Diese Dioramen erfordern allerdings auch eine außergewöhnlich große Menge an Figuren, da die Rennstrecke ein Publikum auf der Tribüne hat. Außerdem benötigt man Rennfahrer für die Rennautos.
  • Mechaniker: Es findet auch kein Rennen ohne die Mechaniker in der Boxengasse statt. Für jedes Diorama an der Rennstrecke wird mindestens ein Team von Mechanikern benötigt, damit man z. B. den Reifenwechsel in der Boxengasse darstellen kann.

Figuren in der richtigen Größe, je nach Spurbreite oder Maßstab

Wenn Sie Figuren für ein Diorama oder ein anderes Modellbauset benötigen, dann ist vor allem eines von großer Wichtigkeit: der richtige Figurenmaßstab. Ganz besonders in Dioramen sollen Gebäude, Fahrzeuge, Landschaft und Menschen realistisch aussehen und in der Größe zueinander passen. Nichts ist für den Betrachter störender als Figuren, die ganz offensichtlich viel zu groß oder zu klein für ihre Umgebung sind. Wenn Sie ein Eisenbahnmodell haben, können Sie die Figuren einfach nach dem passenden Maßstab für die Spurgröße der Eisenbahn auswählen. Gängige Spurbreiten sind:

  • Spur G mit Maßstab 1:25
  • Spur 1 mit Maßstab 1:32
  • Spur 0 mit Maßstab 1:48, 1:45 oder 1:43,5
  • Spur N mit Maßstab 1:160
  • Spur TT mit Maßstab 1:120
  • Spur Z mit Maßstab 1:220

Häufig findet man aber auch Figuren für die wohl häufigste Spurbreite H0 (1:87) und Figuren in der Größe 1:35 und in Größe 1:72. Je größer der Maßstab ist, desto einfacher sind Details an den Figuren zu erkennen, je kleiner sie sind, desto mehr Figuren passen in das Diorama. Bedenken Sie aber auch, dass es schwieriger wird, die Figuren selbst zu bemalen, wenn sie sehr klein sind. Details wie die Augen können dann eine komplizierte Aufgabe werden. Figuren des Maßstabs 1:87 etwa, wie sie in jeder Modellbahnlandschaft mit Spurbreite H0 zu finden sind, sind schon weniger als 2 cm groß. Gerade für Anfänger im Bemalen ist ein solch kleiner Maßstab nicht zu empfehlen. Geübt wird besser mit Figuren des Formats 1:32, die beinahe dreimal so groß und damit wesentlich einfacher zu handhaben sind. Noch größer sind Figuren des Maßstabs 1:24, 1:25 oder 1:22,5, die man dann sehr detailreich bemalen kann.

Unbemalte oder bemalte Figuren für das Diorama

Wenn Sie Figuren kaufen, stehen Sie nach der Wahl der richtigen Größe noch vor einer weiteren wichtigen Entscheidung. Nämlich, ob Sie fertig bemalte Figuren kaufen oder selbst Hand anlegen möchten. Viele Modellbauer finden großen Spaß daran, die Figuren nach ihrem eigenen Gutdünken zu bemalen, statt sie bereits vorbemalt einfach in das Diorama zu setzen. Das erfordert allerdings einiges Fingergeschick und Erfahrung und die richtige Ausrüstung. Gerade bei sehr kleinen Figuren benötigt man z. B. eine Halterung für die Figuren. Figuren, die gerade bemalt werden, mit den Fingern anzufassen, führt zu Farbschlieren und unerwünschten Fingerabdrücken. Viele Modellbauer benutzen daher eine Klemme mit Lupe, um die Figuren nicht anfassen zu müssen.

Zur Not funktionieren auch Drähte, die man um die Figur wickelt. Bei weichen Figuren kann die Klemme unter Umständen Druckstellen verursachen, deshalb ist es hier empfehlenswert, lieber ein Stück Plastik mit einem Tropfen Sekundenkleber an der Figur zu befestigen. So kann sie gehalten werden, ohne dass die Farbe berührt wird. Möglich ist es auch, die Figuren an Stellen, die später nicht gesehen werden (z. B. Fußsohlen) leicht anzubohren und ein Stück Draht darin zu befestigen. Andere Modellbauer greifen zu Büroklammern oder Drehverschlüssen von Flaschen, fast jeder hat eine eigene Methode.

  • Das Bemalen der Figuren geht in der Regel wie folgt vonstatten:
  • Die Figur zuerst in Seifenwasser reinigen
  • Grundierung auftragen, meist wird weiß verwendet
  • Bemalen, z. B. mit Acrylfarbe
  • Klarlack auftragen, damit die Farbe hält.
  • Trocknen lassen. Am besten zwei volle Tage lang.

Das Bemalen ist also eher aufwendig, erfreut dann aber mit dem individuellen Ergebnis.

Figuren selbst „bemalen" mit Decal

Wenn Sie Ihre Figuren selbst bemalen, werden Sie über kurz oder lang auf künstlerisch sehr herausfordernde Figuren stoßen. Soldaten in Tarnkleidung etwa oder die Augen einer Figur. Das Tarnmuster oder ein kleines Auge ist per Hand nur äußerst schwierig selbst aufzutragen. Eine Alternative stellen daher Decals dar. Dabei handelt es sich im Prinzip um Aufkleber (z. B. von Tarnmuster), die auf die Figur aufgebracht werden können. Man schneidet dazu ein passendes Stück Decal in der richtigen Größe aus und weicht es in Wasser ein. Die Stelle an der Figur, auf der das Decal aufgetragen werden soll, wird unterdessen mit Weichmacher eingepinselt. Dann kann das weiche Decal mit dem Pinsel aufgetragen werden. Es passt sich der Form der Figur leicht an. Darüber kommt wiederum eine Schicht Weichmacher. Manche Modellbauer schwören auf solche Decals, um feine Muster oder sehr kleine Details auf ihre Figuren bringen zu können.

Figuren im Set oder einzeln von verschiedenen Herstellern

Modellbau ist ein beliebtes Hobby und deswegen gibt es ein großes Angebot an Figuren. Es gibt eine Reihe verschiedener Hersteller, die solche Figuren anbieten, häufig im Set und bemalt. Zu den bekanntesten Firmen gehören u. a.:

Oft ist es eine gute Idee sich bei Figuren nicht nur auf einen Hersteller zu beschränken. So kann man eine größere Bandbreite an Handlungen und unterschiedlich aussehenden Figuren einbinden. Das lässt Ihr Diorama noch lebhafter und realistischer aussehen.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden