Modegeschichte des Hip-Hop: Als Hoodies zur Mainstream-Mode wurden

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Modegeschichte des Hip Hop Als Hoodies zur Mainstream Mode wurden

Man sieht ihn in der Uni, im Park oder sogar auf der Arbeit: Der Hoodie hat sich mit der Zeit zu einem unentbehrlichen Bestandteil in den Kleiderschränken gemausert. Ursprünglich stammt der Kapuzenpullover, dessen Name sich vom englischen Begriff „hood“ (=Kapuze) ableitet, allerdings aus der Welt des Hip-Hop. Die Street Culture machte das coole Oberteil ab den 1970er- und 80er-Jahren populär. Heute wird der Hoodie von vielen Labels in zahlreichen Designs, Schnitten und Farben für Damen und Herren angeboten.
 

Der Siegeszug eines einfachen Kleidungsstücks

Bevor die amerikanische Hip-Hop-Subkultur den Hoodie für sich entdeckte, war dieser bereits in den 1930er-Jahren im Einsatz – als warme Bekleidung für Arbeiter in New Yorker Tiefkühllagern. Eigentlich gibt es die Form des Pullovers mit der angenähten Kapuze sogar schon seit dem Mittelalter. Die sogenannte Gugel, ein wichtiger Bestandteil der Mönchskleidung, war eine Kopfbedeckung, die dem heutigen Hoodie sehr ähnelt. Doch zurück zum Hip-Hop: Die Anhänger der kulturellen Bewegung setzen in den 1980er-Jahren vor allem auf weit geschnittene, auffällige Mode. Wuchtige Accessoires, tief sitzende Hosen, große Sneakers und sportliche Oberteile wie Basketball-Trikots prägten das Bild auf den Straßen in der South Bronx, der Geburtsstätte des Hip-Hop. Die Kleidung der bis heute angesagten Subkultur wird daher auch Street oder Urban Fashion genannt. Sie war damals Ausdruck einer Gegenbewegung zum Disco-Trend und sollte vor allem Individualität demonstrieren. Durch Künstler wie Run DMC, LL Cool J, Kurtis Blow oder Queen Latifah verbreitete sich der Mode-Trend langsam weltweit.

 

Ein Phänomen wird zum Mainstream-Trend

In den 1990er-Jahren mutierte Hip-Hop dann zum Mainstream-Trend, was auch die Mode veränderte. Helle Farben und Neon-Töne mischten sich in den ursprünglichen Stil. Die Westküste trug Flanell-Hemden und Converse-Schuhe, während sich in New York vor allem Timberland-Stiefel und Hoodies durchsetzten. Mit der Zeit entwickelten sich Unterarten der Hip-Hop-Mode, die unter anderem auch feminine, eng sitzende Versionen der Kleidungsstücke hervorbrachten. Bis heute hat der Stil viele Fans, wobei die Idealisierung der damaligen Mode heute eher im Vordergrund steht als die Street Fashion selbst. Hip-Hopper wie P. Diddy oder 50 Cent entwerfen ihre eigenen Bekleidungslinien und zeigen damit noch einmal, wie wichtig die Mode mittlerweile für die Gesamtinszenierung eines Künstlers geworden ist.

 

Der Hoodie heute: viel mehr als nur Hip-Hop

Heute erinnert nur noch wenig an die lange Geschichte des Hoodies. Er ist Teil des modischen Alltags geworden. Wenn Sie bewusst ein Statement für den Hip-Hop setzen möchten, wählen Sie einen Pullover eines angesagten Labels wie Ecko, Southpole oder Rocawear. Natürlich gibt es aber auch ganz dezente Wohlfühl-Hoodies für die Couch oder zum Joggen. Denn der Hoodie ist heute schließlich viel mehr als nur ein Statement für den Hip-Hop.

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