Mit jedem Radiogerät die Musik Ihres MP3- und MP4-Players hören: FM-Transmitter machen es möglich

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So können Sie mithilfe eines FM-Transmitters mit jedem Radiogerät die Musik Ihres MP3- und MP4-Players hören

Ein FM-Transmitter bietet Ihnen sozusagen die Möglichkeit, einen eigenen Piratensender zu betreiben. Da der Senderadius eines solchen Gerätes sehr begrenzt ist, ist die Verwendung inzwischen in Deutschland erlaubt. Wie ein FM-Transmitter funktioniert und wie Sie diesen dazu nutzen, um die Musik Ihres MP3-, MP4-Players oder eines anderen Audiogeräts auf einem beliebigen Radiogerät wiederzugeben, erfahren Sie im folgenden Ratgeber.

Was ist ein FM-Transmitter?

Ein FM-Transmitter ist ein Mini-UKW-Sender mit begrenzter Sendeleistung. In Deutschland ist die Verwendung dieser Geräte erst seit dem Jahr 2006 erlaubt. Für die Nutzung von Funkfrequenzen hat der Gesetzgeber strenge Richtlinien erlassen. Deshalb ist in Deutschland nur der Einsatz von FM-Transmittern mit CE-Prüfzeichen erlaubt. Zusätzlich muss jede Geräteserie extra für den Betrieb freigegeben werden. Das geografische Einsatzgebiet ist in der Bedienungsanleitung angegeben. Wer in Deutschland einen nicht zugelassenen FM-Transmitter – mit womöglich deutlich stärkerer Sendeleistung – verwendet, macht sich strafbar.

Die Sendeleistung

Die maximal erlaubte Sendeleistung der FM-Transmitter ist in Deutschland auf 50 Nanowatt (nW) begrenzt. Bei störungsfreier Umgebung wird damit eine Reichweite von maximal zehn Metern erreicht. In der Regel beträgt die Reichweite der im Handel erhältlichen Geräte meist lediglich drei bis fünf Meter.

Voraussetzung für den Betrieb: eine freie Frequenz

Damit der FM-Transmitter tadellos funktioniert, ist eine freie Frequenz nötig, auf der keine andere Radio-Station sendet. Besonders in Ballungsgebieten ist der notwendige Freiraum häufig stark begrenzt. Aus diesem Grund ist es bei der Auswahl eines FM-Transmitters wichtig, dass dieser einen breiten Frequenzbereich unterstützt. Im Idealfall unterstützt das Gerät das gesamte zur Verfügung stehende Spektrum von 88,1 bis 107,9 MHz. Die Wunschfrequenz soll frei auswählbar sein.

Die Stromversorgung eines FM-Transmitters

Häufig sind FM-Transmitter mit einer eigenen Batterie ausgestattet, das ist praktisch für den mobilen Einsatz. Ebenso praktisch für die Mobilität sind FM-Transmitter, die den notwendigen Strom direkt vom MP3-Player beziehen. Für den Betrieb im Auto ist ein 12-Volt-Anschluss sinnvoll, sodass das Gerät mit dem Bordnetz verbunden werden kann. FM-Transmitter speziell für Autos enthalten häufig einen Anschluss für den Zigarettenanzünder direkt am Gehäuse.

Ausstattungsmerkmale eines FM-Transmitters

Wird der FM-Transmitter in einem Auto während der Fahrt verwendet, kann es vorkommen, dass die eingestellte Frequenz plötzlich von einem lokalen Radiosender verwendet wird. In diesem Fall muss die Frequenz des Transmitters manuell geändert werden. Dafür ist ein Senderspeicher ein praktisches Hilfsmittel. Eine andere freie Frequenz wird so per Knopfdruck ausgewählt. Besonders wenn dieselbe Strecke regelmäßig zurückgelegt wird, ist diese Funktion sehr praktisch. Die einzelnen Sender werden idealerweise ebenso am Autoradio eingespeichert, sodass auch dort der Frequenzwechsel mit einem einzelnen Knopfdruck erfolgt.

Gute Geräte sind mit einem integrierten Geräuschfilter ausgestattet. Unerwünschte Töne werden so ausgeblendet. Ist die Klangqualität dennoch sehr schlecht, ist eine Umschaltung auf den Mono-Betrieb möglich. Bei der Wiedergabe eines Hörbuchs ist diese Lösung akzeptabel, für Musik aufgrund der geringen Qualität im Mono-Betrieb jedoch nur als absolute Notlösung geeignet. Um den Klang an die eigenen Bedürfnisse anzupassen, sind gute FM-Transmitter mit einem integrierten Equalizer versehen. Ist das Gerät mit RDS (Radio Data System) ausgestattet, ist die Weiterleitung von Titelinformationen an das Radiogerät möglich. Eine Fernbedienung ist z. B. besonders dann praktisch, wenn der FM-Transmitter hinten im Auto angebracht ist, sodass dieser auch während der Fahrt bedienbar bleibt.

Anschlüsse eines FM-Transmitters

Der Standard zur Verbindung des FM-Transmitters mit einem MP3- oder MP4-Player ist der Mini-Klinken-Anschluss (3,5 mm). Bei einigen Geräten ist es notwendig, dass die Signalübertragung über die USB-Schnittstelle erfolgt. Zusätzlicher Vorteil eines integrierten USB-Ports ist, dass MP3- und MP4-Player häufig auf diese Weise direkt geladen werden. Dazu muss der FM-Transmitter die notwendige Leistung über USB abgeben können. Mini-Sender für den iPod sind häufig ohne USB-Port und Mini-Klinke ausgestattet. Stattdessen wird der Docking-Anschluss zur Herstellung der Verbindung verwendet. Das gleichzeitige Aufladen ist über diesen Anschluss möglich. Mit anderen MP3-Playern sind diese speziellen FM-Transmitter nicht kompatibel.

FM-Transmitter mit zusätzlichen Funktionen

Auf dem Markt sind nicht nur einfache FM-Transmitter erhältlich, teilweise verfügen sie über weitere integrierte Funktionen oder sind selbst in einem anderen Gerät integriert.

Das Nokia N8 ist beispielsweise mit einem FM-Transmitter ausgestattet. So wird nicht nur die auf dem Smartphone gespeicherte Musik auf dem UKW-Radio wiedergegeben, sondern auch Navigationsansagen. Praktisch bei der Verwendung im Pkw – ein zusätzliches Navigationsgerät ist nicht mehr notwendig.

Bei eBay sind FM-Transmitter erhältlich, die selbst ein Navigationsgerät enthalten. Ebenso erhältlich sind FM-Transmitter, die mit einem Speicherkartensteckplatz ausgestattet sind. Eine SD-Speicherkarte mit MP3-Musik kann eingesteckt und wiedergegeben werden. Ein zusätzlicher MP3-Player ist dann gar nicht mehr notwendig.

Wozu wird der FM-Transmitter hauptsächlich eingesetzt?

Grundsätzlich kann jedes UKW-Radiogerät die Signale eines FM-Transmitters empfangen und wiedergeben. Voraussetzung dafür ist lediglich eine geringe Distanz zwischen Transmitter und Radiogerät. In den eigenen vier Wänden wird der FM-Transmitter kaum eingesetzt, da das eigene Notebook, der Desktop-PC oder auch die Stereo-Anlage mit Anschlüssen ausgestattet sind, die eine höhere Übertragungs-Qualität bieten. Ebenso ist die geringe Reichweite für den Einsatz in der eigenen Wohnung nur mäßig geeignet.

Haupteinsatzgebiet Pkw

In Deutschland wird ein FM-Transmitter hauptsächlich in Pkws eingesetzt. Zahlreiche ältere Autoradios und besonders die serienmäßig verbauten Radios verfügen über keine weiteren Anschlüsse, über die ein zusätzliches externes Gerät angeschlossen werden kann. Bei Autoradios mit Kassettendeck war die Adapter-Kassette eine Weile recht beliebt, um einen tragbaren CD-Player oder MP3-Player anzuschließen. Über die Adapter-Kassette wird mithilfe eines 3,5-mm-Klinkensteckers eine Verbindung über den Kopfhörerausgang des MP3-Players hergestellt.

An den Kopfhörerausgang des MP3- oder MP4-Players wird meist auch der FM-Transmitter direkt angeschlossen. Weitere Kabel sind dann überflüssig, und das Audio-Signal wird über Funkwellen übertragen. Dabei ist es gleichgültig, ob es sich um ein sehr altes oder ganz neues Radio handelt. Einzige Voraussetzung ist, dass es sich um ein UKW-Radio handelt.

Tipps für den Betrieb mit einem Autoradio

Für einen optimalen Empfang ist eine freie Frequenz nicht allein entscheidend. Wird der FM-Transmitter in einem Auto verwendet, ist die Positionierung des Geräts ebenso wichtig. Der Abstand zwischen Radio-Antenne und FM-Transmitter sollte so gering sein wie möglich. Befindet sich die Antenne am Heck des Fahrzeugs, kann es Probleme geben, wenn der FM-Transmitter vorne am Radio angebracht wird.

Es ist jedoch nicht jedes Auto für den Einsatz eines FM-Transmitters geeignet. Ist die Radio-Antenne des Fahrzeugs in der beheizbaren Frontscheibe integriert, kommt es meist zu Empfangsproblemen. Der störungsfreie Empfang wird so erheblich gestört. In diesem Fall bleiben nur die kabelgebundene und kabellose (z. B. Bluetooth) Variante als Alternativen.

Verwendung in Verbindung mit einem tragbaren Radio

Moderne tragbare Radios sind mit zahlreichen Anschlüssen ausgestattet, sodass die Herstellung der Verbindung zu einem MP3-Player nicht mithilfe eines FM-Transmitters erfolgen muss. Ältere tragbare Radios, z. B. die hochwertigen Gettoblaster mit leistungsstarken Lautsprechern und Kassettendeck, verfügen häufig nicht über weitere Anschlüsse zur Verbindung externer Geräte. Ein FM-Transmitter dient dann als kabellose Schnittstelle zwischen dem alten tragbaren Radiogerät und dem kleinen modernen MP3- oder MP4-Player.

Die Qualität der Musik-Signal-Übertragung

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, um Musik-Signale kabellos zwischen zwei Geräten auszutauschen. Die Verwendung eines FM-Transmitters zählt zu den qualitativ minderwertigeren Lösungen. Die maximale mögliche Klangqualität entspricht der eines normalen UKW-Radiosenders in Stereo bzw. ist mit einem Kassettenadapter vergleichbar. Kommt es bei der Signal-Übertragung zu Problemen, ist das typische Radio-Rauschen zu hören. Digitale Alternativen zur Verbindung eines Radios mit einem MP3- oder MP4-Player ermöglichen eine wesentlich bessere Qualität der Datenübertragung und somit einen besseren Klang.

Welche alternativen Verbindungsmöglichkeiten gibt es?

Um das Audio-Signal von einem Gerät zu einem anderen zu senden, sind unterschiedliche Verbindungsmöglichkeiten gegeben. Bei der heimischen Stereo-Anlage wird die Verbindung über Cinch-Kabel hergestellt. Jedes Gerät, das über einen Aux-In-Anschluss verfügt, kann mit einem CD-, MP3- oder MP4-Player verbunden werden. Das Kabel wird an den Kopfhörerausgang des Wiedergabegeräts (oder Line-Out) und die Aux-In-Schnittstelle angeschlossen. Kabellose Alternativen machen Schluss mit dem Kabelsalat.

Die Bluetooth-Technologie

Im mobilen Bereich setzt sich die Bluetooth-Technologie mehr und mehr durch, mit ihr ist der kabellose digitale Datenaustausch möglich. Für die Übertragung von Daten werden unterschiedliche Bluetooth-Profile verwendet. Um ein qualitativ hochwertiges Audio-Signal in Stereoklang von einem Gerät zu einem anderen zu senden, müssen beide das Profil A2DP (Advanced Audio Distribution Profile) unterstützen.

Moderne Autoradios sind häufig mit einer Bluetooth-Schnittstelle ausgestattet. Hauptsächlich ist diese für die Verbindung mit einem Smartphone gedacht, um eine angeschlossene Freisprechanlage zu verwenden. Wird das A2DP-Profil unterstützt, ist die Wiedergabe von Musik über einen MP3- oder MP4-Player möglich, solange diese ebenfalls über eine Bluetooth-Schnittstelle verfügen. Ist das Autoradio mit einer solchen Schnittstelle nicht ausgestattet, besteht in einigen Fällen die Möglichkeit, diese nachzurüsten. Solange beide Geräte die Bluetooth-Technologie und das A2DP-Profil unterstützen, ist diese Technik der analogen FM-Transmitter-Technik überlegen.

Funkübertragung

Eine Möglichkeit, um die Musik der Stereo-Anlage direkt und kabellos zu den Lautsprechern zu senden, ist die  Funk-Technik. Der Sender wird an die Stereo-Anlage angeschlossen, die einzelnen Lautsprecher sind mit entsprechenden Empfängern ausgestattet. Lästige Kabel, die quer durch die Wohnung verlegt werden müssen, sind damit überflüssig. Die Qualität der Signal-Übertragung ist sehr hoch. Im Auto wird diese Technik jedoch nicht eingesetzt.

Musik über WLAN übertragen

In den eigenen vier Wänden ist die Verwendung des WLAN-Netzes zunehmend beliebter, um unterschiedliche Audio-Geräte kabellos miteinander zu verbinden. Die Übertragung des Audio-Signals ist nur eine von vielen Möglichkeiten. Die einzelnen Lautsprecher sind frei in der Wohnung auf unterschiedliche Räume verteilbar. Einzige Voraussetzung für den erfolgreichen Betrieb ist, dass die Lautsprecher und das Wiedergabegerät im selben WLAN-Netzwerk angemeldet und registriert sind. Eine verlustfreie Signal-Übertragung ist auf diese Weise möglich.

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