Mit der richtigen Mädchentrachtenmode ab aufs Oktoberfest

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Mit der richtigen Mädchentrachtenmode ab aufs Oktoberfest

Nicht nur für Münchner ist das Oktoberfest eines der zünftigsten Erlebnisse des Jahres. Weit über die Grenzen der bayerischen Landeshauptstadt hinaus locken die „Wiesn“ jährlich Tausende von Touristen an die Isar. Obgleich hier schon immer Besucher in unterschiedlichen Trachten gerne gesehen wurden, nimmt der Trend stetig zu. Vor allem junge Menschen entdecken immer öfter ihr Faible für die traditionelle Landesmode, die in den unterschiedlichsten Ausführungen, Farben, Formen und Schnitten vom Handel angeboten wird. Dabei ist es völlig egal, ob es sich bei den Kostümen tatsächlich um eine historisch gewachsene und regionaltypische Garderobe handelt oder ob sie reine Fantasieprodukte bekannter Designer sind. Eines steht auf jeden Fall fest: Wer etwas hermachen will auf dem Oktoberfest, der muss schon im Dirndl oder in Lederhosen die große Gaudi besuchen. Besonders schick ist die Mädchentrachtenmode. Um den Ratgeber zu diesem Thema etwas übersichtlicher zu gestalten, entsprechen die folgenden Abschnitte dem Alter der „Madel“, wie der Bayer sagt:

Mädchentrachtenmode für die ganz Kleinen von null bis sechs Jahren

Vor allem kleine Mädchen eifern gerne der Mutter nach. Kleidet diese sich in eine elegante Tracht, möchten dies die Töchter meist auch. Witzig ist in dieser Hinsicht natürlich der Partnerlook, der in der Regel jedoch selbst geschneidert werden muss, da es selten KleiderBlusen oder Trachtenwesten in so unterschiedlichen Größen von ein und demselben Modell zu kaufen gibt. Die Individualität wird natürlich mehr betont, wenn jeder seine eigene Oktoberfest Trachtenmode trägt. Bei den Kleinen sollte man allerdings besonders darauf achten, dass die Kleidung dem Kind gerecht wird. Kratzige oder steife Materialien werden dem Nachwuchs schnell lästig und können den Besuch des Oktoberfestes unter Umständen in eine Quengeltour verwandeln. Und damit ist nun wirklich niemandem geholfen.

Ein wichtiges Kriterium: pflegeleichte Materialien

Ein anders Kriterium ist die Pflege der Kleidung. Sie sollte in jeden Fall gut waschbar sein und das auch bei niedrigen Temperaturen, damit die guten Stücke nach dem Besuch der Wiesn nicht in die Altkleidersammlung wandern müssen. Denn bei dem riesigen Angebot an Eis, Pommes mit Mayo und Ketchup, Bratwurst und anderen Leckereien, die an normalen Tagen nicht unbedingt auf dem Plan einer gesunden Ernährung stehen, geht mit Sicherheit so manches auch daneben. Sprich: Es landet auf der Trachtenbluse oder dem niedlichen Schürzchen. Das sollten Sie von Anfang an einkalkulieren, dann verläuft der Tag hundertprozentig stressfreier. Vielleicht denken Sie beim Kauf des Dirndlkleidchens auch gleich an eine Ersatzschürze. Zusammengefaltet hat sie in fast jeder Handtasche Platz, und das kleine Goldstück ist selbst beim größten Malheur gleich wieder sauber gekleidet. Trachtenmode für die ganz Kleinen bietet der Handel übrigens schon ab Größe 80 an.

Trachtenmode für Mädchen von sechs bis zwölf Jahren

Mit der Einschulung fangen Kinder oftmals an, ein ganz neues Selbstbewusstsein zu entwickeln. Das gilt bei Mädchen vor allem auch für den Kleidungsstil. Plötzlich ist der Rock oder der Pullover, den die Mutter morgens bereitgelegt hat, nicht mehr akzeptabel. Eigene Vorstellungen in puncto Mode wollen durchgesetzt werden. Erst recht, wenn es sich um den Besuch eines Festes handelt. Denken Sie beim Kauf einer Tracht für Mädchen daran, dass Ihre Tochter eine eigene Meinung hat. Binden Sie Ihre Tochter in die Entscheidung mit ein, finden Sie notfalls Kompromisse, wenn die Vorstellungen von „schön“ zu weit auseinandergehen. Denn Trachtenmode soll in erster Linie Spaß machen, und zwar sowohl den Erwachsenen als auch den Kindern. Wie schon bei den ganz Kleinen sollten Sie auch in den Konfektionsgrößen 116 bis 164, die für diese Altersgruppe üblich sind, auf eine gute Qualität Wert legen. Denn gerade in diesem Alter muss die Kleidung einiges aushalten und sollte neben einer ansprechenden Optik auch Strapazierfähigkeit besitzen. Darüber hinaus muss sie bequem und angenehm zu tragen sein. Hochwertige Materialien, die außerdem gut waschbar sind, bieten dabei ideale Voraussetzungen.

Es muss nicht immer eine neuwertige Tracht sein

Da der Nachwuchs in der Regel aus den Sachen herauswächst, kann das Trachtenkleid nur maximal ein Jahr getragen werden. In Bezug auf das Oktoberfest reicht es also gerade mal für einen Besuch. Eine gute Lösung kann hier der Kauf einer gebrauchten Trachtenkleidung sein. Die gebrauchte Trachtenbluse, Trachtenjacke oder Dirndlkleid ist nur wenige Male zu besonderen Anlässen getragen worden, sodass ihr Zustand in vielen Fällen wie neu ist. Stöbern Sie doch beispielsweise mal auf eBay. Sie werden überrascht sein, wie vielfältig dort das Angebot ist. Aber wie das Schicksal manchmal so spielt, manchmal verliert man sein Herz ausgerechnet an ein teures Designerstück. Selbst wenn Ihnen im ersten Moment der Preis zu hoch erscheint: Denken Sie daran, dass sich das gute Stück in der Regel leicht wieder verkaufen lässt.

Traditionelle Kleidung für Mädchen ab zwölf Jahren

Trachtenmode für Mädchen in dieser Altersgruppe beginnt mit der Konfektionsgröße 164, die vielfach auch unter der Bezeichnung XS zu finden ist. Hier geht das Angebot zum größten Teil schon in die Damengarderobe über. Dementsprechend sind die Offerten in diesem Segment oft nicht praktisch orientiert, sondern müssen in erster Linie schick sein. Dies gilt vor allem für Fantasiemodelle aus den angesagten Designerschmieden. Während bei den aktuellen Modemachern für die Herstellung der Tracht für das Oktoberfest Seide, Chiffon oder ähnliche zarte Stoffe verwendet werden, herrscht in der klassischen Trachtenmode eher Leinen, Spitze und Baumwolle vor. Für den Besuch auf der Wiesn spielt es allerdings keine Rolle, welcher Trachtenart Sie den Vorzug geben. Im Gemisch des kunterbunten Treibens des weltweit einzigartigen Volksfestes werden Sie so ziemlich jede Spielart an volkstümlicher Kleidung finden. Ob langes oder kurzes Dirndl, Mini- oder Maxirock, hier ist alles vertreten. Offenherzig oder hoch geschlossen ist nur eine Frage des Geschmacks, Richtlinien gibt es keine. Doch speziell bei Kindern – und zu denen zählen auch heranwachsende Mädchen – ist weniger oft mehr. So unterstreicht eine schlichte, klassische Tracht die natürliche Anmut eines jungen Mädchens häufig wesentlich besser, als es extravagante Modelle vermögen.

Dass Trachtenkleider in klassischen Schnitten und traditionellen Farben alles andere als langweilig sind, demonstrierte in ganz besonderer Weise in den 80er Jahren Prinzessin Gloria von Thurn und Taxis. Mit frechen Accessoires und schriller Punkfrisur verwandelte die adelige Lady Dirndl und Lodenjoppe zu einem stylishen Gesamtbild, das sie damals zur Trendsetterin in Sachen Mode machte.

Passende Schuhe

Selbst das schönste Trachtenkleid kann nicht zur Geltung kommen, wenn die passenden Schuhe oder die richtige Kopfbedeckung fehlen. Ab dem Teenie-Alter ziehen die meisten Mädchen in der Schuhgröße mit ihren Müttern gleich und überholen sie sogar. Daher kann man sich hier häufig bereits am Angebot der Damenschuhe orientieren. Doch Vorsicht vor zu hohen und unbequemen Schuhen! Den größten Teil des Tages werden Sie auf dem Oktoberfest auf den Beinen verbringen, da wird unpraktisches Schuhwerk schnell zur Qual. Aber praktisch muss ja nicht auch automatisch unattraktiv sein. Ein gutes Fußbett und ein sicherer Halt sind auf jeden Fall ein sicherer Garant, dass der Tag ohne schmerzende Füße bewältigt werden kann. Wer mit älteren Mädchen zusätzlich einen Abend in einem der Festzelte einplant, sollte vielleicht an ein zweites, etwas eleganteres Paar denken. Bevor Sie jedoch Ausschau nach geeigneten Trachtenschuhen halten, sollten Sie festlegen, welche Strümpfe das Mädchen tragen soll. Sind es Trachtenstrümpfe aus dickem Strick, ist es sicherlich empfehlenswert, die Fußbekleidung eine Nummer größer zu wählen, als wenn es dünne Baumwollsöckchen oder gar Seidenstrümpfe sind. Pfiffige Schuhe werden sowohl als flache oder halbhohe Varianten angeboten. Ob zum Schnüren oder einfach zum Hineinschlüpfen, hängt von der Tracht ab. Bei klassischen Varianten werden in der Regel Schnürschuhe bevorzugt.

Hüte vervollständigen die Tracht

Hüte nehmen nicht nur bei den Trachten, sondern in der gesamten Modewelt einen besonderen Stellenwert ein. Während sie früher lediglich als Schutz gegen Regen oder andere schlechten Witterungsbedingungen gedacht waren, setzten sie bei der heutigen Garderobe in erster Linie Akzente und verleihen dem Outfit eine ganz persönliche Note. So kann besonders in Bezug auf die Mädchentrachtenmode ein keckes, rotes Hütchen ein regelrechter Eyecatcher sein, der stilsicher das Erscheinungsbild vollendet. Für die richtige Größe sollte der Kopfumfang der Trägerin gemessen werden. Dieser in Zentimeter entspricht der richtigen Passform.

Schmuck und andere Accessoires

Es gibt wohl kaum ein Mädchen, das nicht von Schmuck und anderem Glitzerkram mehr als angetan ist. Auch als passende Accessoires für den Trachtenlook bieten die Schmuckdesigner ein reichhaltiges Angebot an Armbändern, Halsbändern und auch Ringen an. Wer hier im Internet stöbert, hat die Qual der Wahl. Vor allem samtene Halsbänder mit einer kunstvollen Kamee an der Vorderseite sind eine optimale Ergänzung für das Trachtenoutfit. Frech und witzig hingegen wirkt oftmals ein buntes Hals- oder Schultertuch, das locker drapiert wird. Als Armbänder werden häufig beschlagene Silber-Armreifen mit der Tracht kombiniert.

Zum Schluss noch eine Anmerkung zum launischen Oktober: Wer einen Besuch auf der Wiesn plant, tut das in der Regel nicht von heute auf morgen. Daher sollte man beim Zusammenstellen der Tracht gleichzeitig den Kauf einer pfiffigen Joppe mit einkalkulieren. Bedenken Sie, dass das Wetter zu dieser Jahreszeit schon recht kühl sein kann. Besonders in den frühen Abendstunden ist das Tragen von Jacke oder Mantel angeraten. Geeignete Trachtenjacken oder Trachtenmäntel in allen Größen, Stoffen, Schnitten und Farben gibt es in Hülle und Fülle, sodass keine Wünsche offenbleiben müssen.

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