Mission „Ein Monat ohne Zucker“: Das Experiment beginnt

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Gestern Abend habe ich eine ganze Tafel Schokolade gegessen. Das ist nicht ungewöhnlich, nach einem stressigen Arbeitstag kann das schon mal passieren. Über die leichte Übelkeit nach der Schoko-Orgie komme ich in der Regel schnell hinweg. Viel schlimmer war da der Termin, der am nächsten Tag anstand – und der mich zu einer drastischen Entscheidung bewog: einen Monat ohne Zucker zu leben.
Süßkraut statt Zuckerrübe: Einen Monat lang möchte ich auf Industriezucker verzichten. (© Nadja Katzenberger)
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Süßkraut statt Zuckerrübe: Einen Monat lang möchte ich auf Industriezucker verzichten. (© Nadja Katzenberger)

Ich sitze im Stuhl, meine Hände sind feucht und ich kann immer noch nicht glauben, was ich da höre. „Da müssen wir bohren“, wiederholt meine Zahnärztin. „Sie haben da einen Kariesherd am Backenzahn.“ Bohren?! Karies? Wie kann das sein? Meine Zahnpflege ist vorbildlich, denke ich noch, als sich allmählich das Bild der gestrigen Nasch-Orgie vor mein geistiges Auge schiebt. Und vom Knuspermüsli zum Frühstück und der Cola zum Mittagessen. Bin ich vielleicht zuckersüchtig?
„Ernährungsexperten empfehlen, höchstens zwei Rippchen Schokolade am Tag zu essen“, doziert meine Zahnärztin und setzt munter den Bohrer an. In diesem schmerzhaften Moment beschließe ich: Dieser Zuckerexzess muss ein Ende haben. Zumal bekanntermaßen auch die Diabetes-Gefahr und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigen und Zucker ohnehin völlig ungesund ist. Und meine Hausärztin erst kürzlich was von erhöhten Cholesterinwerten gesagt hat ... Für mich ist deshalb klar: Ich wage das Experiment. In den nächsten 31 Tagen werde ich auf Zucker verzichten. Es ist eine Herausforderung, aber ich nehme sie an. Ich will wissen: Kann ich mein Verlangen nach Zucker überwinden?
Auf Obst verzichten? Auf keinen Fall - vor allem nicht im Sommer! (© Thinkstock/ über The Digitale)
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Auf Obst verzichten? Auf keinen Fall - vor allem nicht im Sommer! (© Thinkstock/ über The Digitale)

Was soll man denn da noch essen?

Die erste Herausforderung muss ich bereits meistern, bevor es richtig losgeht. Denn ich muss entscheiden, auf welche Arten von Zucker ich eigentlich verzichten möchte. Denn „zuckerfrei“ - das lerne ich bei meiner Internetrecherche - ist ein dehnbarer Begriff und Anlass für heftige Debatten. Es gibt Internet-Foren, in denen um jedes Tröpfchen Agavendicksaft gestritten wird. Da tummeln sich wahre Fundamentalisten, die auch auf Frucht- und Milchzucker verzichten, genauer gesagt: Auf Obst und Milchprodukte.
Aber was soll man denn dann noch essen?
Ich habe deshalb beschlossen, nicht auf Zucker zu verzichten, der natürlicherweise in Lebensmitteln vorkommt. Obst und Milchprodukte werde ich definitiv nicht von meinem Speiseplan streichen. Aber ich will den ganzen Zucker weglassen, den die Industrie irgendwo reinpackt. Das Problem ist: So ziemlich an jeder Ecke lauert eine Zuckerfalle, denn Zuckerzusätze findet man an den unglaublichsten Stellen. Zum Beispiel in der Scheibe Salami, die mit Dextrose angereichert ist. Und die mir in Zukunft natürlich nicht aufs Brötchen kommt.
Die größte Challenge: Auf die geliebte Schokolade verzichten. (© Thinkstock/ Bearbeitung: The Digitale)
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Die größte Challenge: Auf die geliebte Schokolade verzichten. (© Thinkstock/ Bearbeitung: The Digitale)

Was ich mir von meiner Challenge erhoffe? Im Idealfall einen gesünderen Lebensstil – ich will bewusster einkaufen, wissen, wo Zuckerfallen lauern und ein paar gesunde Alternativen in petto haben.
 
Ein paar Zuckeralternativen habe ich über eBay schon bestellt. Und die Packung Nüsse für den nächsten Sofa-Abend liegt auch schon bereit.
Nadja Katzenberger bloggt auf healthandthecity.de (© Nadja Katzenberger)
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Nadja Katzenberger bloggt auf healthandthecity.de (© Nadja Katzenberger)

Über die Autorin

Nadja Katzenberger, Jahrgang 1979, lebt mit ihrer Familie in München. Sie schreibt als freie Journalistin und Bloggerin über Gesundheit, Medizin und Lifestyle für Print- und Online-Magazine sowie ihr eigenes Blog healthandthecity.de.
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