Lautsprechersysteme für tragbare CD- und MP3-Player

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Lautsprechersysteme für tragbare CD- und MP3-Player

Längst haben sich tragbare Musikplayer fest in unserem Alltag verwurzelt. Während sich portable CD-Player zwar in Verbreitung und Popularität im Rückzug befinden, erfreuen sich mp3-Player in immer unterschiedlicheren Formen stetig steigender Beliebtheit. Und längst ist es dabei nicht mehr ausreichend, nur die eigenen Gehörmuscheln zu beschallen, tragbare und handliche Mini-Lautsprechersysteme geben sich inzwischen gleichermaßen leistungsstark, wie flexibel. CD-Player sind auf transportable Boxen mit AUX-Kabel-Ausgang angewiesen, für viele mp3-Player gibt es hingegen bequeme Dockingstationen, bei welchen das Gerät unkompliziert direkt teil eines eigens dafür konzipierten Gehäuses wird. Über diese Optionen finden Sie im Folgenden einen Überblick.

Klein, handlich und flexibel – Mini-Lautsprecher als kostengünstige Alternative für Einsteiger

Wer es recht simpel haben möchte, der greift zu kleinen mobilen Aktiv-Lautsprechern, die sich problemlos in die eigene Tasche stecken lassen und somit flexibel einsetzbar sind. Die handlichen Geräte besitzen heutzutage einen recht guten Sound, vor allem in geschlossenen Räumen. Draußen spürt man hingegen die Nebengeräusche recht deutlich. Je kleiner die Boxengröße, desto weniger Klanganspruch sollten Sie in der Regel erwarten. Die Boxen kommen meist mit eigenem Akku, der sich häufig via USB-Anschluss am heimischen Laptop oder Rechner aufladen lässt. Batterien gibt es immer seltener bei den Geräten, was ihnen allerdings auch ein wenig an Flexibilität nimmt, da Sie vermutlich nicht immer einen PC-USB-Anschluss zur Hand haben, sollten die Lautsprecher unterwegs den Geist aufgeben.

Der Audioeingang erfolgt oft mittels 2,5 mm Klinkenstecker, oft gibt es auch integrierte Kabel oder einen Mini-USB-Anschluss, über den sich mp3-Player und Boxen miteinander verbinden. Viele neuere Lautsprecher besitzen darüber hinaus auch eine Bluetooth-Funktion, deren Signal dann beispielsweise auch von Smartphones angewählt werden kann. Optional bekommen Sie durch diese Variante eine handliche und gut funktionierende Freisprechanlage für das eigene Telefon. Auch wird das Smartphone auf diesem Weg auch zu einer Art Fernbedienung umfunktioniert, mit welcher sie via Bluetooth bequem die Boxen steuern können.


Die Boxen besitzen Lautstärkeregulierung und je nach Modell auch Steuerung, Stop, Play oder Pause. Diese kleinen Aktivboxen eignen sich in erster Linie als Gelegenheitslautsprecher für Audioquellen, die sie unregelmäßig nutzen. Beispielsweise in der heimischen Küche, im Garten oder während der Urlaubsreise. Für dauerhaften und wohlklingenden Musikgenuss sind diese Systeme letztendlich zu schwach, vor allem in freier Natur oder in größeren Räumen, dafür sind sie allerdings nachweislich sehr handlich.

2.1. Systeme und mehr – optimierter Klang durch handliche aber leistungsstarke Boxen-Systeme

Wem der Klang mit kleinen Aktiv-Boxen auf Dauer zu schwachbrüstig ist, für den stellen kompakte 2.1.-Lautsprechersysteme die nächste logische Stufe da. Diese Systeme bestehen aus zwei Stereoboxen, sowie einer Bassbox. Letztere ist zwar optional auch verzichtbar, sollte allerdings gerade für die niedrigen Bassfrequenzen berücksichtigt werden. Die Boxen sind in diesem Fall verhältnismäßig klein, bieten allerdings imposante Klangqualität, während der Subwoofer oft etwas größer ausfällt. Diese Boxen benötigen aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit auch eine externe Stromquelle, laufen allerdings in Ausnahmefällen auch über den Stromverbrauch des angeschlossenen Wiedergabegerätes.

Durch Miniklinkenstecker lassen sich die Lautsprecher sowohl an portable Musikplayer als auch an PCs und Notebooks anschließen. Durch ihre geringe Größe bei sehr guter Klangqualität gelten sie inzwischen als preisgünstige und platzsparende Alternative zu klassischen Lautsprechersystemen. Zu den bekanntesten Herstellern dieser Boxen gelten:

  • Logitech
  • Harman
  • Kardon
  • Teufel
  • Creativ

Diese Varianten lassen sich inzwischen auch als 3.1.-Systeme erwerben und sind sogar optional auf vollständigen Surroundsound mit entsprechender Klangfarbe aufwertbar. Diese Varianten sind bei Weitem nicht klanglich so einwandfrei wie richtige Surroundsysteme, vor allem da große Lautsprecher dauerhaft nachweislich besser sind für hervorragenden Klang. Sie stellen allerdings eine gute Lösung für beispielsweise kleinere Räume dar. Durch die gewisse Größe und den Bedarf einer eigenen Stromquelle sind sie außerdem in erster Linie für den heimischen Gebrauch und weniger für unterwegs geeignet.

Dockingstationen als stylishes und funktionales Soundsystem für den eigenen mp3-Player

Die Dockingstation ist ein noch verhältnismäßig junges Gerät, das erst in den letzten Jahren auf der Bildfläche aufgetaucht ist, sich dabei allerdings zusehends steigender Beliebtheit erfreut. Erste Modelle entstanden im Zusammenhang mit Apple's iPod. Bequem wird der eigene mp3-Player dabei in eine Vorrichtung gesteckt, die dann den Sound und optional auch die Steuerung übernimmt. Dies ist besonders interessant, wenn man die eigene Musiksammlung auf privaten Feiern oder Zusammensein mit der Welt teilen will. Das kompakte Design erlaubt flexiblen Transport, die Lautsprecher gewähren entsprechende Leistungsfähigkeit. Allerdings gilt auch hier, dass der Sound in erster Linie für unterwegs und kleinere Räume geeignet ist, für größere Räume oder Menschenmengen ist er zu schwach und kann es nicht mit einer traditionellen HiFi-Anlage aufnehmen.

Neuere – und etwas preisintensivere – Modelle bieten darüber hinaus weit mehr Funktionen als das ledigliche Abspielen von Musik. So gibt es Geräte mit Radioempfang, Weckfunktion, einen separaten USB-Anschluss oder WLAN-Tauglichkeit. Auch gibt es Modelle die einen integrierten CD-Player besitzen, sowie Bluetooth-Funktion. So müssen die Geräte – insofern sie selbige Funktion ebenfalls bieten – gar nicht mehr physisch mit der Dockingstation verbunden werden. Sogar Fernbedienungen sind inzwischen keine Seltenheit mehr. Wichtig für Sie sollte sein, die Kompatibilität zwischen der Station und ihrem Player zu klären. Einige Modelle sind nämlich nur für iPhones von Apple konzipiert, die meisten bieten allerdings AUX-Ausgänge, um die Line-In-Kabel aller anderen mp3-Player anzustecken. Auch Adapter können optional in den Paketen enthalten sein.

Die Dockingstationen entwickeln sich auf diese Weise zusehends zu cleveren All-in-one-Geräten, um eine flexible und zeitgemäße Alternative zur Stereoanlage für die heutige Zeit zu bieten. Allerdings erreichen Sie bei weitem noch nicht die Klangqualität eines HiFi-Systems, außerdem sind sie preislich relativ teuer, weshalb das angesprochene 2.1.-System auf Dauer sicher die bessere Kompaktlösung darstellt.

Berücksichtigen die den Stromverbrauch als wichtiges Kaufkriterium für ihre Lautsprecher

Ein entscheidendes Kaufkriterium für Sie sollte der Stromverbrauch der Boxen, sowie Ihre Form der Stromquelle sein. Viele der Mini-Aktivboxen funktionieren heutzutage auf Akku-Basis. Dieser lässt sich in der Regel via Mini-USB-Anschluss aufladen. Allerdings sollten Sie bedenken, dass dazu auch ein Computer gehört, mit dessen Hilfe sich der Strom aufladen lässt. Dies könnte auf Reisen unter Umständen ein Problem darstellen. In diesem Fall gibt es allerdings spezielle Ladegeräte mit Mini-USB-Anschluss, welche sich an eine handelsübliche Steckdose anschließen lassen. Auch sollten Sie schauen, ob es ggf. möglich ist, den Akku auszutauschen.

Batterien, meist im AAA-Format, werden hingegen zusehends seltener. Einige Modelle zapfen den Strom dabei auch direkt vom mp3-Player ab. Oft wirkt sich eine bestimmte Lautsprecher-Leistung direkt auf den Akku aus – leistungsstarke und soundtechnisch versiertere Boxen fressen halt einfach mehr Strom als kleinere Modelle. Sie sollten daher wissen, wo Ihre Präferenzen liegen. Einige Modelle zeichnen sich auch dadurch aus, noch im Standby-Modus entsprechende Ressourcen zu ziehen. Flexibilität bedingt meist kleinere Gehäuse und schwächerer Leistung, oft aber auch längere Akku-Laufzeiten, während sich die größeren Modelle oft schwerer transportieren lassen.

Exkurs: Kopfhörer als Alternative – gute mobile Klangqualität als Gegenentwurf zu mobilen Lautsprechern

Ein Punkt, den Sie bei Ihrer Kaufentscheidung berücksichtigen sollten, ist die Frage nach der Alternative in Form guter Kopfhörer. Je nach Gewichtung Ihrer Präferenzen könnte hier Ihr Geld besser investiert sein, wenngleich der Hörgenuss in diesem Fall nur Ihnen vorbehalten ist und nicht, wie bei Lautsprechern einer kleineren Gruppe. Es gibt viele unterschiedliche Kopfhörersysteme, am ehesten unterscheidet man daher zwischen In-Ear-Kopfhörern und Muschelkopfhörern. Erstere sind durch ihre geringe Größe wesentlich flexibler, während die zweite Gattung allerdings insgesamt besseren Klang bietet. Es wird dabei zwischen folgenden Typen unterschieden:

  • Geschlossenes System. Hier ist die Muschel nicht luftdurchlässig, kein Schalldruck kann entweichen und der Sound wird am deutlichsten wiedergegeben.
  • Offenes System. Hier gibt es mehr oder weniger starke Entweichung des Schalldrucks, wenngleich der Tragekomfort wesentlich besser ist, da Luft ans Ohr gelangt.
  • Halboffenes System. Dabei handelt es sich um eine gute Zwischenlösung zwischen den ersten Modellen, die guten Klang und Tragekomfort vereint.

Viele Kopfhörer-Modelle, auch im professionellen Sektor, gibt es inzwischen in einer handlicheren Variante, die bestens für den Alltagsgebrauch mit mp3- und CD-Playern geeignet ist. Auch Funk-Varianten, die Sie mittels Bluetooth anwenden können, sind keine Seltenheit mehr. Guten Klang in Kombination mit flexibler Anwendung bieten dabei die meisten Modelle.

Fazit: Fragen Sie sich, zu welchem Anlass Sie das Lautsprechersystem benötigen

Eines sollte Ihnen vor dem Kauf eines kompakten Lautsprechersystems klar werden – sie werden unter keinen Umständen den Klang einer stationären Anlage erreichen. Durch ihre Größe und Beschaffenheit können die Systeme diese Aufgabe gar nicht stemmen. Was sie können, ist den Sound leicht verbessern, insbesondere in puncto Lautstärke. Ihr großer Vorteil ist die Flexibilität, welche Sie stets in Verhältnis zu ihren audiophilen Ansprüchen stellen sollten. Beachten Sie daher abschließend folgende Punkte.

  • Welches Gerät möchten Sie primär anschließen? Diese Frage ist wichtig, wenn es um die Anschlüsse geht. Klassische portable CD-Player benötigen ein AUX-Line-In-Kabel und funktionieren nicht automatisch mit jeder Dockingstation. Vielen von diesen sind auch für spezielle Player-Typen, wie beispielsweise das iPhone konzipiert und daher nicht immer mit anderen Geräten koppelbar.
  • Benötigen Sie überhaupt zusätzliche Lautsprecher? Moderne Smartphones und auch einige mp3-Player-Modelle besitzen bereits sehr gute interne Lautsprecher, die meist ausreichend für geringfügige Lautstärkeverbesserung sind und evtl. ausreichen, um beispielsweise im heimischen Garten eine kleine Gruppe an Leuten zu beschallen.
  • Wie wichtig ist ihnen Klang? Wollen Sie einen optimalen guten Klang aus ihren mp3- oder CD-Player-Lautsprechern herausholen, dann sind Sie eventuell mit guten Kopfhörern besser bedient. Es gilt: je kleiner und flexibler die Boxen, desto schwächer ist in der Regel auch ihr Klang.
  • Testen Sie die Geräte vorher, insbesondere auf den Pegel der Maximallautstärke. Hier erkennen Sie schnell, ob die Lautsprecher ihren Ansprüchen genügen.
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