Laserpointer mit mehr als 1mW

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Wenn man so durch das Ebay schaut, könnte man meinen, daß Laserpointer mit > 1 mW das normalste der Welt sei und demzufolge auch nicht so schlimm sein können. Aber der Handel und Betrieb von Laserpointer mit mehr als 1 mW ist nicht grundlos verboten:

Risiken für den Käufer:

  • Augenverletzungen sind schon ab 3 mW realistisch!
  • Augenschäden können zur fahruntüchtigkeit führen, da man reflexhaft genau in den aufblitzenden Laserstrahls schaut. Und damit sieht man später den Fleck immer genau dort, wo man eigentlich hinschauen will. Lebenslang!
  • Wenn doch mal was passiert (da reicht schon aus, daß sich jemand durch den Strahl ins Auge belästigt fühlt !!!!!!) gilt dies als fahrlässigen Körperverletzung und stellt eine Straftat dar. Damit ist man vorbestraft - mit entsprechendem Eintrag in das polizeiliches Führungszeugnis. Das wiederum hat Auswirkungen viele Bereich des Lebens wie z.B. Kreditvergabe / Bewerbung um einen Arbeitsplatz etc. Und: Unwissenheit schützt nicht vor Strafe!
  • Auch zivilrechtlich hat man nicht viel zu melden, wenn man zu unrecht angezeigt wird. Man wird zur wandelnden Geldtopf, aus dem sich jeder per Anzeige bedienen kann.
  • Solche Geräte sind illegal – und für illegale Ware kann man naturgemäß keine Lieferung/Gewährleistung vor Gericht einklagen. Dies wissen auch die Verkäufer
  • Die Geräte entsprechen meist nicht dem Industriestandart. Fast meist werden die optischen Bauteile extrem überlastet und unzuverlässige Bauteile verwendet.
  • Bei Alterung und Temperaturschwankungen kann sich die Laserleistung bei vielen blauen und roten Laserpointern um Fakto 10 oder stärker ändern.


Risiken für den Verkäufer:

  • Der Verkäufer muß sich für den Verkauf von Lasern > 1mW beim Gewerbeaufsichtsamt anmelden, sonst drohen Strafen.
  • Der Verkauf von Lasern > 1 mW an privat ist verboten und kann, wenn es zu Problemen kommt, als fahrlässigen Körperverletzung bestraft werden – mit den oben genannten Folgen.
  • Wer Laserpointer > 1mW importiert, wird wohl nicht so blöd sein, die illegale Ware beim Zoll zu melden. Damit bleibt ihm praktischer Weise auch gleich die Einfuhrumsatzsteuer erspart. Er wird für seine illegale Ware wohl auch keine Rechnung ausstellen. Mit all dem betreibt er aber Steuerhinterziehung was für eine strafrechtliche Verurteilung reicht – mit den oben genannten Folgen.
  • Das Finanzamt hat inzwischen hochentwickelte Suchmaschinen, die stetig das Ebay durchsuchen. Alle staatlichen Behörden arbeiten inzwischen zusammen und tauschen elektronische Daten untereinander aus.
  • Wenn ein Kunde einen Pointer kauft und bei seinem Finanzamt von der Steuer absetzten will, indem er einen Eigenbeleg schreibt, wird bei seiner nächsten Steuerprüfung der Steuerprüfer auf den Verkäufer aufmerksam.
  • Die Steuerfahndung speichert inzwischen die Ebay – Angebote ständig auf elektronischen Datenträgern. Also nichts mit „In 3 Monaten ist eh alles weg“ - das war ein mal.
  • Wer Geräte importiert oder herstellt, muß ein CE - Zeichen anbringen, sonst drohen ihm heftige Strafen. Wenn er eins anbringt, verpflichtet er sich unter Androhung hoher Strafen zur Einhaltung der entsprechenden Normen. ( § 20 Geräte- und Produktsicherheitsgesetz ). Laserpointer > 1mW halten die Norm EN60825 – 2; 2004 NICHT ein. Die hohen Strafen werden vor allem bei gefährlichen Geräten ausgesprochen - Laserpointer > 1mW gelten vor Gericht als gefährlich!
  • Wer gefährliche Geräte nicht mit Warnhinweisen versieht, hat mit hohen Strafen zu rechnen.
  • Der Verkäufer verstoßt durch den Warnhinweis von Ebay wissentlich gegen die Vorschriften, was Einfluß auf das Strafmaß hat.
  • Er muß sein Gewerbe bei der Gemeinde anmelden sonst drohen Strafen.
  • Er muß sicherstellen, daß die Geräte RoHS – konformen sind, sonst drohen Strafen.
  • Er muß sich als Hersteller oder Importeur bei der EAR anmelden um eine WEEG Reg. Nummer zu erhalten, sonst drohen Strafen.
  • Obige Punkte gelten auch für Privatleute, die im gewerblichen Stil handeln => Fahren ohne Führerschein im nicht angemeldetem Auto schützt auch nicht vor Strafezetteln. 
  • Der Verkauf von mehr als 8 identischen Produkten oder von mehr als drei importierten oder selber hergestellten identischen Produkten gilt schon als gewerbsmäßig!
  • Der Verkäufer muß mit der Beschlagung seiner Ware rechnen, wenn er erwischt wird. Das gleiche gilt am Zoll.
  • Ein unzufriedener Kunde kann beim Gewerbeaufsichtsamt anonym Beschwerde einlegen.
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