Kult-Objekte: Diese Handys steigen im Wert!

Aufrufe 11 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

Eigentlich kennen die Preise von Handys nur eine Richtung: abwärts! Deutschlands teuerstes Smartphone, das iPhone 6S Plus mit 128 GB, das bei Apple offiziell 1.075 Euro kostet, gibt’s jetzt bei eBay schon für 830 Euro. Und das LG G4, das letztes Jahr für 650 Euro auf den Markt kam, hat seitdem seinen Preis mehr als halbiert, auf 310 Euro. Doch es gibt tatsächlich auch Handys, die immer teurer werden – die Kult-Telefone, die ihre Besitzer reich machen. Vom Nokia 3310, das nicht einmal Chuck Norris klein bekam, bis zum allerersten iPhone: Wir stellen die Handys mit eingebauter Wertsteigerung vor und verraten, wie das Retro-Geschäft funktioniert.
Nokia-Handys sind Kult - und heute echte Geldanlagen.
Link bearbeiten Entfernen
Laden Sie bis zu 3 weitere Fotos hinzu.
Nokia-Handys sind Kult - und heute echte Geldanlagen.

BNIB-Ware erzielt Rekordpreise

Einige Technik-Oldies sind auch in benutztem Zustand nur mit Gold aufzuwiegen. Der Apple I zum Beispiel, den eine ältere Dame in den USA auf den Elektroschrott geworfen hatte. Die Recylingfirma fand Apples ersten Rechner aus dem Jahr 1976 auf dem Müll, ein Sammler zahlte 200.000 Dollar für den antiken Computer. Doch generell lautet die Zauberformel BNIB („Brand New In Box“). Und sie bedeutet: Unausgepackte Geräte in der Originalverpackung, möglichst noch mit Folie verschweißt, nie von einem Benutzer berührt – vor allem solche Sammlerstücke erzielen Rekordpreise. Selbst ein absoluter Klassiker im Topzustand ist ausgepackt und benutzt nur einen Bruchteil des originalverpackten Stückes wert. Aktuelles Beispiel: Bei eBay USA ist unter anderem gerade ein Set aus drei originalverpackten und ungeöffneten iPods der ersten und zweiten Generation aus den Jahren 2001 und 2002 für 50.000 Dollar im Angebot. Geöffnet wäre jeder der drei Musikplayer vermutlich „nur“ rund 1.000 Dollar wert. Und die Suche nach BNIB gilt natürlich auch für kultige Smartphones. Motto: Verschweißt ist heiß!
Googles erstes eigenes Smartphone könnte zum kostbaren Sammlerstück werden. (© Google)
Link bearbeiten Entfernen
Laden Sie bis zu 3 weitere Fotos hinzu.
Googles erstes eigenes Smartphone könnte zum kostbaren Sammlerstück werden. (© Google)

Diese Geräte haben Potenzial

Gefragt sind vor allem Geräte, die echte Technik-Meilensteine darstellten. So wie der erste iPod, das erste iPhone oder Googles erstes eigenes Smartphone, das Nexus One aus dem Jahr 2010, das teilweise auch schon für knapp 500 Dollar gehandelt wird. Die nächsten Kandidaten könnten die erste Apple Watch aus dem Jahr 2015 oder auch die erste Generation der VR-Brille Oculus Rift sein, die dieses Jahr auf den Markt kam. Wer damit spekulieren will: Kaufen, nicht auspacken – und dann mindestens zehn Jahre abwarten! Es kann sich aber auch heute noch lohnen, einen gesuchten Klassiker wie das Nokia N9 (2011), den letzten iPod classic (2014) oder gar Sonys Ur-Walkman (1979) im Zustand BNIB zu kaufen – und dann erst einmal für ein paar Jahre in die Schublade zu legen.

Diese Handys sind jetzt schon Geldanlagen

Das erste iPhone aus dem Jahr 2007 ist heute ein Vermögen wert. (© Apple)
Link bearbeiten Entfernen
Laden Sie bis zu 3 weitere Fotos hinzu.
Das erste iPhone aus dem Jahr 2007 ist heute ein Vermögen wert. (© Apple)

iPhone 2G

Technisch ist das erste iPhone, das Apple-Chef Steve Jobs 2007 vorstellte, längst ein Fall fürs Museum. Kein App Store, kein UMTS-Netz, magere Bildschirmauflösung – und es hat nicht einmal einen richtigen Namen. Inoffiziell wird es als iPhone 2G gehandelt (weil ein Jahr später das 3G mit UMTS-Unterstützung kam), doch offiziell heißt es einfach nur „iPhone“. Und als BNIB ist es heute Gold wert – auch deshalb, weil es zwar die Smartphone-Revolution startete, aber noch nicht besonders erfolgreich war. Nur 6,1 Millionen Stück wurden hergestellt. Zum Vergleich: Vom aktuellen iPhone 6S/6S Plus verkaufte Apple am ersten Wochenende (!) 13 Millionen. Das macht das Ur-iPhone so ungeheuer begehrt. Zwei Stück, unausgepackt und in einem Schrein ausgestellt, sind bei eBay in den USA gerade für 25.000 Dollar im Angebot, viele andere knacken zumindest die 10.000-Dollar-Grenze. Ausgepackt, aber funktionstüchtig und im Topzustand sind immer noch gut 2.000 Euro drin. Spätere iPhones, die in viel höheren Stückzahlen produziert wurden, sind weniger begehrt – außer, es handelt sich um Sammlerstücke in ganz besonderem Design. Für ein maßgefertigtes Ur-iPhone mit 24-Karat-Goldschmuck und acht Diamanten im Bling-Bling-Drachendesign werden bis zwischen 2000  und 13.000 Dollar aufgerufen.
Das exklusive Drachen-iPhone ist mehrere Tausend Dollar wert. (©  perfectsteward)
Link bearbeiten Entfernen
Laden Sie bis zu 3 weitere Fotos hinzu.
Das exklusive Drachen-iPhone ist mehrere Tausend Dollar wert. (© perfectsteward)
Das erste „Handy“ war noch wenig handlich: Motorola DynaTAC 8000X. (© Motorola)
Link bearbeiten Entfernen
Laden Sie bis zu 3 weitere Fotos hinzu.
Das erste „Handy“ war noch wenig handlich: Motorola DynaTAC 8000X. (© Motorola)

Motorola DynaTAC

Telefonieren können Sie mit dem Motorola DynaTAC 8000X aus dem Jahr 1983 nicht mehr. Denn es funkt noch analog und kommt mit modernen Mobilfunknetzen nicht zurecht. Mit 794 Gramm Gewicht liegt der Riesenknochen außerdem recht unbequem in der Hand. Allerdings hat es seinen Wert recht gut gehalten: Vor 33 Jahren kostete es 4.000 Dollar – und heute sind BNIB-Ausgaben für rund 3.200 Dollar im Angebot, Tendenz steigend.
Ein echtes Kult-Handy: das Nokia 3310. (© Nokia)
Link bearbeiten Entfernen
Laden Sie bis zu 3 weitere Fotos hinzu.
Ein echtes Kult-Handy: das Nokia 3310. (© Nokia)

Nokia 3310

Das 3310 aus dem Jahr 2000 war Nokias legendärstes Handy. Wer es nicht hatte, hat nicht in den 2000ern gelebt. 126 Millionen Exemplare verkauften die Finnen, die die Handy-Welt regierten bevor Apple kam. Im Vergleich zu einem aktuellen iPhone kann sich das 3310 bis heute sehen lassen: Der Akku hält wochenlang durch, es nerven keine Facebook-Mitteilungen, das Kultspiel Snake ist vorinstalliert und im Gegensatz zum Apple-Handy gilt der Nokia-Oldie als praktisch unzerstörbar. Zahllose YouTube-Videos, in denen das 3310 ins Feuer geworfen oder von Autos überrollt wird, beweisen den alten Spruch: „Nicht einmal Chuck Norris kriegt das 3310 klein!“ Ein benutztes und angeschrammeltes 3310 ist auch heute nur ein paar Euro wert. Aber unausgepackt, vielleicht sogar in einer seltenen Farbe, sind allemal 200 bis 300 Euro drin. Ein Engländer verlangt derzeit für sein angekratztes Handy bei eBay sogar 1.335 Euro.
Designerstück aus Edelstahl: Nokia 8800 Sirocco. (© Nokia)
Link bearbeiten Entfernen
Laden Sie bis zu 3 weitere Fotos hinzu.
Designerstück aus Edelstahl: Nokia 8800 Sirocco. (© Nokia)

Noch mehr Nokia-Kult

Prototypen oder selten gebaute Handys der ehemaligen Weltmarke aus Finnland können heute Tausende von Euro wert sein – diverse eBay-Angebote mit Preisen bis zu 4.200 Euro beweist es. Das Aus für Nokia nach der Übernahme durch Microsoft 2014 verstärkt den Kult und treibt die Preise weiter nach oben. Besonders gefragt sind Prototypen wie das Nokia Neo oder auch das N9 und das N900, die Nokia als iPhone-Nachfolger geplant hatte, die aber floppten. Ein Neo aus Griechenland ist derzeit für 5.400 Dollar im Angebot. Auch bei der Designer-Reihe 8800 Sirocco aus dem Jahr 2007, die aus poliertem Edelstahl gearbeitet wurde, gehen die Preise durch die Decke. Bis zu 4.200 Euro werden derzeit verlangt. Wer noch ein altes Nokia in der Schublade hat, sollte die Modellbezeichnung bei eBay eingeben oder sich in Nokias Internet-Museum umschauen ( nokiamuseum.info) – womöglich ist das finnische Schätzchen jede Menge Geld wert. 
Im Batman-Design ist das Galaxy S7 vierstellige Beträge wert. (© Samsung)
Link zu einer eBay-Seite Entfernen
Laden Sie bis zu 3 weitere Fotos hinzu.
Link zu einer eBay-Seite
Im Batman-Design ist das Galaxy S7 vierstellige Beträge wert. (© Samsung)

Samsung & Co.

Bei Massen-Smartphones aus Asien, bei Samsung, LG oder HTC, können Besitzer nur mit ganz besonderen Varianten auf Preissteigerungen hoffen. Bei Samsung sind das vor allem Sonder-Editionen, die nur in geringen Stückzahlen hergestellt wurden. Das Galaxy S7 in der „Injustice Limited“-Edition wird schon für bis zu 4.500 Euro gehandelt – ein Überflieger im Batman-Design!
Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden