Können Refill Patronen den Drucker beschädigen?

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Können Refill Patronen den Drucker beschädigen?

Drucker gelten als nicht sonderlich pflegeleicht und gleichzeitig sehr teuer. Insbesondere Tintenstrahldrucker schlagen mit hohen Druckkosten zu Buche. Mit Nachfülltinte und Druckerpatronen von Drittanbietern können Sie die Kosten allerdings senken. Doch häufig gibt es Bedenken hinsichtlich der Sicherheit dieser Lösungen. Können Refill-Patronen Ihren Drucker wirklich beschädigen und worauf müssen Sie achten, damit dies nicht passiert?

 

Druckerpatronen wechseln: Originale kaufen, wiederbefüllen oder alternative Hersteller wählen?

Wenn Ihre Druckerpatronen zu Neige gehen, haben Sie drei Möglichkeiten: Sie kaufen den teuren Ersatz der Originalhersteller wie Canon, Epson oder Kyocera, Sie füllen die Originalpatronen mit günstiger Tinte auf oder Sie wählen günstige Druckerpatronen von Drittanbietern. Insbesondere Pelikan hat sich mit einer Reihe zuverlässiger Produkte hervorgetan. Die Ersparnis gegenüber den Originalen ist zwar deutlich. Doch auch die Patronen von Drittanbietern sind noch immer deutlich teurer als das Auffüllen der alten Druckerpatronen. Dies ist jedoch mit einigen Risiken und Problemen verbunden.

 

Wie Druckerhersteller versuchen, Sie zum Kauf neuer Originalpatronen zu bringen

Die Schwierigkeiten beim Kauf neuer Patronen für Ihren Drucker haben System. Schließlich möchten die Hersteller, dass Sie möglichst häufig neue Patronen kaufen. Die meisten Tintenstrahldrucker arbeiten daher mit Patronen, in denen ein Chip integriert ist. Dieser sagt dem Drucker, wie viel Tinte sich noch in der Patrone befindet. Beim Kauf günstiger Alternativen aus Fernost beklagen viele Verbraucher daher Probleme beim Erkennen der Patronen. Dies ist besonders schade, da sich bei einem Blick in angeblich neue Originalpatronen zeigt, dass diese gar nicht gänzlich gefüllt sind. Nach rund 70 Blatt meldet der Drucker die Patronen bereits als leer. Was dann passiert, soll Sie dazu animieren, neue Patronen zu kaufen.

 

Vorsicht beim Auffüllen Ihrer alten Druckerpatronen

Der Chip der Druckerpatrone meldet dem Drucker, dass die Patrone leer ist. Wird die Patrone mit einem Nachfüllset wiederbefüllt, hat dies allerdings keinen Einfluss auf den Chip. Das heißt, dass der Drucker weiterhin denkt, die Patrone sei leer. In einigen Fällen führt dies dazu, dass die neu befüllte Patrone nicht funktioniert. Der Drucker ist dann so programmiert, dass er bei der Anzeige eines niedrigen Tintenfüllstands die Arbeit einstellt. In anderen Fällen kann es zu Beschädigungen an der Patrone und am Drucker kommen. Diese entsteht durch eine zu hohe Hitzeentwicklung. So wird die Tinte im Druckkopf auf bis zu 400 °C aufgeheizt; gleichzeitig wirkt die Tinte als Kühlmittel. Wenn die Tintenfüllstandsanzeige nicht mehr funktioniert, heizt der Drucker die Patrone einfach weiter auf – selbst dann, wenn keine Tinte mehr in der Patrone ist. Die Folge sind ein Überhitzen des Geräts und ein Defekt. Um dies zu verhindern, sollten Sie folgendermaßen vorgehen: Füllen Sie 4 ml Tinte mit einer handelsüblichen Spritze in die Patrone. Diese 4 ml reichen für rund 70 Blatt, die Sie vor dem Drucken bereits in den Drucker legen. Sind die Blätter aufgebraucht, wissen Sie, dass Sie die Druckerpatrone ebenfalls wieder mit Tinte befüllen müssen. Auf diese Weise schaffen Sie Ihre eigene Füllstandsanzeige und verhindern einen Defekt Ihres Druckers.

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