Kauftip Klimagerät (AirCooler) oder mobile Klimaanlage

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Unterschiede mobile Klimageräte (AirCooler) und mobile Klimaanlagen, was Sie können sollten, wozu Sie verwendet werden und worauf ich beim kauf achten sollte, damits nachher keinen Frust gibt.

Leider herrscht immer wieder einige Verwirrung darüber welches Gerät eigentlich welche Funktionen hat, und was es kann. Es gibt zwar keinen eindeutigen festgelegten Funktionsumfang von mobilen Klimageräten (AirCooler) und mobilen Klimaanlagen, aber man kann die folgenden Unterschiede eigentlich generell feststellen und als Kaufhilfe nutzen. Voraussetzung hierfür ist, dass ich natürlich vorher weiß, wozu ich das Gerät verwenden werde.

1. Mobile Klimageräte (auch AirCooler, Luftverbesserer, Ionisatoren, Luftbefeuchter etc. genannt) um die 80 Euro

Kühlung:
Diese Geräte haben keinen eigenen Kühlkompressor, kühlende Luft wird durch hinzufügen von Wasser und (bei einigen Geräten) Eiswürfel sowie Kühlakkus erzeugt. Über eine Pumpe wird das Wasser über eine Platte geleitet und verdunstet. Durch einen Ventilator wird diese Verdunstungskälte dann in den Raum verteilt. Deshalb im Hochsommer nie alle Fenster schließen, das erhöht die Luftfeuchtigkeit und der Kühleffekt kehrt sich ins Gegenteil.

Im Winter hingegen ist die Erhöhung der Luftfeuchtigkeit wegen der trockenen Heizungsluft erwünscht. Die Kühlwirkung merkt man meist nur, wenn man direkt im Luftstrom sitzt. Das Thermometer an der aufgeheizten Wohnzimmerwand zu beobachten nützt hier gar nichts (in den Luftstrom halten!)

Luftreinigung:
Hier werden größtenteils mehrere Filtersysteme eingesetzt: -Vorfilter für Grobstaub -Fotoelektrischer Filter für Feinstaub und Mikroben -Feuchtfilter Gute Geräte haben außerdem eine Ionisierungsfunktion mit deren Hilfe Sauerstoff erzeugt wird und Gerüche absorbiert werden können. Durch die Ionisierung gibt es auch weniger statische Aufladung. Pollen werden durch die Ionisierung schwerer und fallen zu Boden, bzw. werden im Filtersystem eingefangen.

Des Weiteren haben gute AirCooler einen antiseptischen Kunststoffbehälter (ähnlich wie in neueren Kühlschränken). Hier werden Bakterien vernichtet, so dass das Wasser länger hält und nicht verunreinigt wieder in die Luft geblasen wird.

Filtersysteme:
Hier sollte man darauf achten, dass sich die Filternetze aus Stoff sind und sich auswaschen lassen. Viele billig-Chinageräte haben nur einen Zellstofffilter, der sich auch ohne waschen schnell in seine Bestandteile zerlegt – Pech gehabt. Hepafilter kann ich nicht empfehlen. Das ist auf die Dauer eine teure Angelegenheit weil er nicht ausgewaschen werden kann.

Ventilation:
Wichtig ist, dass das Gerät eine gewisse Größe hat, damit eine ausreichende Luftzirkulation stattfinden kann. Verstellbare und automatisch-schwenkende Lamellen sind hier extrem von Vorteil, um einen Wohnbereich möglichst genau zu ventilieren. Mini-Tischgeräte bringen hier gar nichts!

Sonstige Funktionen:
Timerfunktion, Schlaffunktion, beleuchtete Anzeige mit Uhrzeit, verschiede Leistungsstufen und eine Fernbedienung gibt’s bei guten Geräten immer dazu und sind vorteilhaft. Einige haben sogar eine „Natur“ Funktion mit unterschiedlichen Programmen.

Verbrauch:
Meist liegt der Verbrauch um die 60W/Std. und ist ziemlich gering.

Ersatzteile:
Kaufen Sie nur bei Händlern, wo die Ersatzteilbeschaffung gesichert ist!

 

2. Mobile Klimaanlage (um die 300 Euro)

Kühlung:
Mit Kompressor (wie Kühlschrank). Hierbei wird die Luft als Wärmeträger „entfeuchtet“ und erzeugt dadurch Kühlung. Der Spaß ist aber schnell zu Ende, wenn ein Fenster offen ist oder ständig die Wohnzimmertür auf und zu geht, da Warme Luft sofort wieder einströmt. Leider haben alle mobilen Klimaanlagen einen Nachteil: den Abluftschlauch! Dieser muss entweder durch ein Fenster, eine Tür oder einen Wanddurchbruch gelegt werden. Es ist klar, das die Anlage bei 36 Grad fast unentwegt läuft, da ständig warme Luft durch das Fenster oder die Tür hereinströmt.

Luftreinigung:
Eher spärlich! Hier findet man meist nicht so ein ausgeklügeltes System wie bei AirCoolern. Nicht zu unrecht nennt man Klimaanlagen auch Bazillenschleudern. Diese befinden sich nicht zuletzt im Wasserauffangbehälter, der regelmäßig entleert werden muss. Des Weiteren gibt’s unter umständen die eine oder andere Erkältung in der Familie.

Ventilation: Meist mit Lamellen, jedoch kleiner Auslass als bei AirCoolern Sonstige Funktionen: Timerfunktion, verschiede Leistungsstufen und eine Fernbedienung sind vorteilhaft. Leider haben einige nicht mal eine vernünftige Temperatureinstellung.

Verbrauch:
Meist liegt der Verbrauch um die 2000W/Std. und ist gepfeffert bei den heutigen Strompreisen.

Ersatzteile:
Kaufen Sie nur bei Händlern, wo die Ersatzteilbeschaffung und Reparatur gesichert ist!

 

Fazit:
AirCooler sind für eine Erfrischung immer gut und für den Ganzjahresbetrieb geeignet und können das Klima und die Lebensqualität wirklich verbessern. Sie sind nicht "nur Ventilatoren" wie es manchmal behauptet wird.

Mobile Klimaanlagen sind aufgrund der hohen Betriebskosten und den gesundheitlichen Faktoren eher für den kurzen Entspannungsabend gedacht.

Und so machen wir es auch, denn wir haben sowohl einen AirCooler, als auch eine mobile Klimaanlage. Der Aircooler läuft das ganze Jahr, den wir wollen bessere Luft, weniger Gerüche, wenig Staub und Pollen. Wenn’s beim Mittagessen zu heiß in der Küche ist, werden eben Kühlakkus und Eiswürfel zum Kühlen benutzt. Im Sommer holen wir die mobile Klimaanlage an heißen Tagen und stellen Sie abends, wenn keine Sonne mehr aufs Haus fällt, für 1-2 Stunden an. Das hält die Kosten im Griff und entspannt uns dann um so mehr.

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