Kaminzubehör: Unterschiede zwischen Kalt- und Warmluftgittern

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Luftgitter als Kaminzubehör: Unterschiede zwischen Kalt- und Warmluftgittern für den Kamin

Für die korrekte Funktionsweise eines bequemen wärmenden Kamins ist das Vorhandensein von Luftgittern unerlässlich. Sie sind es erst, die die zur Verbrennung notwendige Luft bereitstellen. Gleichzeitig werten Sie den Kamin optisch auf. Sie harmonisieren oder setzen Kontraste. Die Wahl liegt ganz bei Ihnen.

Im Rahmen der folgenden Abschnitte erfahren Sie alles Wichtige zum Aufbau, zur Auswahl und zur Funktionsweise von Kamingittern. Dabei soll besonders der Unterschied zwischen Warm- und Kaltluftgittern im Vordergrund stehen. Auf besonders edel geformte Ausführungen wird dabei ebenso Rücksicht genommen wie auf verschiedene Farben, Lacke und Materialien. Bei der Auswahl von Gittern und Kaminen können Sie diesen Ratgeber als Hilfe nutzen.

Wie ist ein Kamin aufgebaut und wie funktioniert er?

Ehe Sie im Folgenden den Zweck und die Variationsmöglichkeiten von Lüftungsgittern kennenlernen, folgt ein allgemeiner Überblick über den Aufbau und die Funktionsweise von Kaminen. Ein Kamin besteht aus drei Teilen. Dazu gehören der Feuerraum, der Rauchfang und die Rohrverbindung zum Schornstein. Die Verbrennung von Feuerholz und Briketts erfolgt im Feuerraum. Aufgrund einer Innenauskleidung aus Schamottstein, Vermiculit oder Kalziumsilikat ist er besonders widerstandsfähig gegenüber Hitze. Die Wärmeleistung des Kamins selbst wird auf zwei Arten erzeugt, Konvektion und Strahlungswärme.

Die Wärmestrahlung entspringt dem Feuer und den erhitzten Wänden des Kaminofens. Auf der Grundlage des gleichen Prinzips funktioniert der Kachelofen. Er nimmt Wärme auf und strahlt sie ab. Die Konvektion ist ein Wirkprinzip, das Kaminofen und Kamin gemein ist. Dabei dringt Zugluft von außen ein und unterstützt die Verbrennung. Gleichzeitig wird erwärmte Luft über eine andere Öffnung nach außen abgegeben. Zum Verständnis dieses Unterschieds ist eine kurze Erklärung des Unterschieds zwischen Kamin und Kaminofen notwendig. Am einfachsten kann man sich den Kaminofen als die geschlossene und verschiebbare Variante eines Kamins vorstellen. Der Feuerraum ist nicht wie beim Kamin offen, sondern durch eine Kamintür aus Gusseisen oder Keramikglas verschlossen.

Durch die besondere Bauweise hat der Kaminofen eine höhere Energieeffizienz als der herkömmliche Kamin. Mit einem Wert von 50-80 % ist sie um 35-65 Prozent größer. Einen wesentlichen Einfluss auf die Wärmeleistung haben die Form des Kaminofens und der Wärmedurchgangskoeffizient seiner Ummantelung. Wie die Anteile von Konvektions- und Strahlungswärme verteilt sind, hängt von der Brenntemperatur im Innern des Feuerraums ab. Je höher die Temperatur ist, desto stärker ist die abgegebene Strahlungswärme. Je niedriger sie ist, desto höher ist der Anteil der Konvektionswärme.

Innenraumauskleidung, Feuermaterial und Abgasweiterleitung

Die meisten Kaminöfen sind aus Gusseisen oder Stahlblech gefertigt. Damit die Konstruktion widerstandsfähiger ist, Wärme besser aufnehmen und speichern kann, verkleidet man sie innen mit besonders widerstandsfähigen Materialien, die Wärme gut speichern und abgeben. Hierzu zählen Schamottsteine und Vermiculitplatten. Schamottsteine werden künstlich aus Tonerde und Aluminiumoxiden hergestellt. Je höher der Anteil der Oxide ist, desto höher ist die Widerstandsfähigkeit gegen Hitze. Damit der Besitzer die Flamme gut beobachten kann, sind viele Kaminöfen mit einer feuerfesten Tür aus Keramikglas versehen.

Es ist besonders wichtig, dass die entstehenden Verbrennungsgase und Rauch nicht in das Wohnzimmer gelangen. Die Vergiftungsgefahr ist sehr hoch. Damit Gase und Rauch sicher abgeführt werden können, verfügt jeder Kamin über eine Rohrleitung, die mit einem Schornstein verbunden ist. Sie besteht aus mehreren Teilen. Der erste davon ist der Rauchfang. Entsprechend einer weitverbreiteten dialektalen Färbung bezeichnet man ihn auch als Esse. Es handelt sich dabei um eine Art Trichter, in dessen Innern sich eine Öffnung befindet. Diese schließt an das Rauchrohr an. Die Esse fängt den aufsteigenden Rauch auf und führt ihn in das Rohr. Dieses führt in der Regel waagerecht in die Wand. Zur Umleitung eines senkrecht verlaufenden Rohres verwendet man einen Rohrbogen, der in den Winkeln 45° und 90° erhältlich ist. An den Rohrbogen schließt das Kapselknie an. Dabei handelt es sich um einen Rohradapter, der das waagerechte Rauchrohr mit dem senkrechten Kaminrohr verbindet. Das Kaminrohr selbst führt zum Schornstein, über den der Rauch nach außen abgegeben wird.

Ein Überblick über Vor- und Nachteile eines Kaminofens

Der Kaminofen bietet eine größere Flexibilität als der normale Kamin. Da er nicht in die Wand eingelassen ist und weniger Platz verbraucht, kann er leichter verschoben und transportiert werden. Die Aufstellung und Inbetriebnahme ist schnell und ohne große Zusatzarbeiten notwendig. Ein weiterer positiver Aspekt ist die ästhetische Komponente. Hervorzuheben sind moderne Ausführungen aus Edelstahl und rustikalere Gusseisenmodelle. Die unterschiedlichen Materialien bieten Ihnen die Möglichkeit, gezielt auf Ihre Inneneinrichtung einzugehen.

Der Kaminofen weist gegenüber der traditionellen Variante zwei Preisvorteile auf. Der erste besteht in einem günstigeren Anschaffungspreis und dem Wegfall von Kosten für Einbauarbeiten. Darüber hinaus ist die Effizienz des Kaminofens höher. Mitverantwortlich hierfür ist eine hochwertige Innenauskleidung aus hochwertigen Materialien wie Schamottsteinen. Die einzige beim Kamin verwendete Wärmeproduktion durch Konvektion wird damit um die zusätzliche Wärmestrahlung erweitert. Ein anderer Vorteil ist die Umweltfreundlichkeit von Kaminöfen. Sie produzieren nicht mehr CO2-Emissionen, als der Baum während seine s Wachstums aufgenommen hat. De facto ist der Ausstoß genauso groß, als hätte man den Baum hätte verrotten lassen. Darüber hinaus werden ausschließlich nachwachsende Rohstoffe zur Energiegewinnung genutzt.

Die größten Nachteile des Kaminofens sind die Sicherheitsrisiken bei unsachgemäßer Verwendung und die beeinträchtigte Wärmeabgabe bei fehlender Auskleidung. Da Schamottsteine einen finanziellen Mehraufwand fordern, kommen Zusatzkosten zum Kaufpreis hinzu. Weiterhin muss der Aufstellungsraum groß genug sein, um ausreichend Sauerstoff zur Beheizung zur Verfügung zu stellen. Eine schlechte Belüftung birgt Gesundheitsrisiken.

Was sind Kamingitter und welchen Zweck erfüllen sie?

Kamingitter werden auch als Lüftungsgitter oder Warmluftgitter bezeichnet. Sie haben zwei verschiedene Aufgaben. Die erste davon ist die dekorative Abdeckung von Lüftungseinlässen auf der Außenseite des Kamins. Die zweite Aufgabe besteht in der Regulierung des Luftstroms, der den Ofen durchfließt. Das Gitter besteht aus mehreren Lamellen, deren Position verstellbar ist. Die Funktionsweise ähnelt der einer handelsüblichen Jalousie.

An welchen Stellen die Gitter angebracht werden, variiert von Modell zu Modell. Sie können in der Kaminhaube, in den Wänden und im Fußboden verbaut werden. Da es eine sehr große Anzahl verschiedener Modelle in vielen Farben gibt, können die Gitter dem eigenen Geschmack entsprechend ausgewählt werden. Bei der Entscheidung für ein bestimmtes Material sollte die Hitzebeständigkeit im Vordergrund stehen. Verbreitete Materialien sind Edelstahl mit Vergoldungen, Vernickelungen oder Lackierungen. Bei der Farbgebung haben Sie die Auswahl zwischen Modellen in Chrom, Kupfer, Weiß, Graphit, Messing oder Gold.

Unterschiede zwischen Warm- und Kaltluftgittern

Die Bezeichnungen Kamingitter und Lüftungsgitter werden mitunter etwas unscharf abgetrennt. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Warmluft- und Kaltluftgittern. Erstere dienen dazu, die im Innern des Feuerraums produzierte Warmluft an den Wohnraum abzugeben. Kaltlufträume haben die entgegengesetzte Aufgabe. Sie versorgen das Innere des Ofens mit der zur Verbrennung notwendigen Zugluft von außen.

Die Funktionsweise von Lüftungsgittern

Lüftungsgitter verbessern die Heizeigenschaften von Kaminen und Kachelöfen mit dem Prinzip der Konvektion. Die Funktionsweise ist schnell erklärt. Der Kamin wärmt seine Umgebung, indem er erhitzte Luft nach außen abgibt. Durch den Einbau von Lüftungsgittern kann diese Wärmeabgabe verstärkt werden, indem zusätzlich die Raumluft erwärmt wird. Zuerst werden die Lüftungsgitter im unteren Bereich des Kamins montiert. Dabei handelt es sich um die Kaltluftgitter, da sie den Eintritt von Kaltluft am Boden begünstigen. Die Warmluftgitter sind oben am Kamin montiert. Durch sie tritt die erhitzte Luft wieder aus. Der Konstruktionsunterschied der beiden Gitter besteht darin, dass das Kaltluftgitter nicht manuell eingestellt werden kann. Beim Warmluftgitter ist es möglich, da die ausströmende Warmluft auf diese Weise besser reguliert werden kann.

Worauf müssen Sie beim Kauf von Lüftungsgittern achten?

Es gibt drei wichtige Fragen, die Sie sich vor dem Kauf von Lüftungsgittern stellen müssen. Zentral sind die verschiedenen Arten, die Maße und die Notwendigkeit von Sonderausführungen. Darüber hinaus ist die Auswahl relativ einfach zu treffen.

In Bezug auf die erste Frage müssen Sie sich überlegen, aus welchem Material das Gitter gefertigt sein und welche Farbe es haben soll. Hierbei entscheiden in erster Linie Ihr persönlicher Geschmack, die Farbgebung Ihres Kamins und die Ausgestaltung Ihres Wohnraums. Ein weitverbreitetes Material ist Edelstahl. In Abstimmung mit Ihrer Inneneinrichtung können Sie auf matte Varianten, Hochglanzlacke oder Designblenden zurückgreifen. Grundlegend sollten Kontraste nur dort gesetzt werden, wo sie dem restlichen Einrichtungsstil folgen. Eine Edelstahlblende wäre an einem alten rustikalen Kamin ein unpassender Anblick.

Bei der Frage nach den Maßen ist eine Unterscheidung zwischen den eigentlichen Gittermaßen und den Maßen des Rahmens notwendig. Es empfiehlt sich hierbei, mit der Entscheidung bis nach der Montage zu warten. Die Montage sollte nur im Notfall mit einer Bohrung vorbereitet werden.

Beim dritten Gesichtspunkt geht es um die besonderen Ausführungen. Ein Aspekt hierbei ist die Unterscheidung zwischen Warm- und Kaltluftgitter. Achten Sie darauf, das richtige Modell an der richtigen Stelle zu positionieren. Das nicht verstellbare Kaltluftgitter kommt in den unteren Bereich. Das Warmluftgitter mit den beweglichen Lamellen wird oben angebracht. Eine Besonderheit sind putzbündige Lüftungsgitter. Sie wurden entwickelt, da Lüftungsgitter an geraden Kaminen schon wenige Millimeter über dem Putz störend wirken können. Bei putzbündigen Gittern ergibt sich dieser Nachteil nicht. Der Rahmen des Gitters schließt genau mit dem Putz ab. Für besondere optische Akzente greifen Sie auf Design-Gitter zurück. Sie zeichnen sich durch abweichende Muster und Farbgebung aus. Es gibt nicht nur das klassische Gittermuster, sondern Wellen, Blätter, Wirbel und Ähnliches. Aufgrund der besonders spezifischen Form ist eine Abstimmung mit dem Kamin wichtig. Nutzen Sie bei der Auswahl ein Foto Ihres Kamins und prüfen Sie, wie sie zusammenpassen.

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