Interne Soundkarten (Soundblaster und Co.): So verbessern Sie das Sound-Erlebnis

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Interne Soundkarten (Soundblaster und Co.) von eBay: So verbessern Sie das Sounderlebnis

Die Sound-Ausgabe gehört zu den essenziellen Ausstattungsmerkmalen eines Computers

Denn erst damit wird das Abspielen von Musik und Filmen auf dem PC erst möglich. Auch Computerspiele benötigen eine gute Klangqualität, um eine fesselnde Atmosphäre zu schaffen. Als Grundausstattung besitzen die meisten Mainboards schon sogenannte Sound-Chips. Diese Chips ersetzen die Soundkarte komplett und überraschen in der Regel mit einem recht ordentlichen Klangerlebnis. Wer jedoch Musikstücke in brillanter Tonqualität abspielen möchte, als Musiker eigene Aufnahmen macht oder Computerspiele mit exzellenter Ton- und Sprachausgabe schätzt, kommt um den Einbau einer internen Soundkarte nicht herum. Hier erfahren Sie, welche Soundkarten für welchen Einsatz am besten geeignet sind und wie Sie das Sound_Erlebnis an Ihrem PC merklich verbessern können.

Surround Sound oder Raumklang? – Geeignete Soundkarten für Gamer

Neben einer packenden Handlung sind es vor allem wirklichkeitsgetreue Umgebungsgeräusche, stimmungsvolle Musik und klar wiedergegebene Dialoge, die in einem Computerspiel für Spannung und Spielspaß sorgen. Je realistischer es wirkt, desto tiefer und realer erlebt der Spieler die Geschichte. Soundkarten mit Surround Sound oder Raumklang bringen dieses Erlebnis auf den Punkt.

Was ist der Unterschied zwischen Surround Sound und Raumklang?

Beim Surround Sound werden vier Lautsprecher so rings um den PC aufgebaut, dass der Benutzer Töne und Geräusche im Spiel so wahrnimmt, als würden sie tatsächlich aus der jeweiligen Richtung kommen, die im Spiel angezeigt wird. Er sitzt quasi im Zentrum und erlebt den Sound um sich herum. Echter Raumklang benötigt hingegen einiges mehr an Equipment, liefert dafür jedoch auch ein ganz besonderes brillantes Klangerlebnis.

Raumklang ist nicht gleich Raumklang

Beim Kauf einer passenden Soundkarte sollten Sie unbedingt auf die Anzahl der Kanäle achten. Die einfacheren Modelle besitzen nur 2 analoge Anschlüsse. Dies ist für guten Surround Sound ausreichend, da daran 4 Lautsprecher angeschlossen werden können. Jedoch fehlen für echten Raumklang zwei weitere Kanäle. Soundkarten für Surround Sound mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis sind zum Beispiel die Karten der Audigy Serie von Soundblaster. Diese Systeme bestehen aus einem Set von 4 Lautsprechern, die paarweise vor und hinter den Spieler positioniert werden. Dadurch entsteht das Gefühl, Töne und Geräusche kommen tatsächlich aus unterschiedlichen Richtungen. Diese Lösung ist optimal für ein kleines Budget.

Soundkarten mit EAX

Wer etwas mehr Geld investieren kann und möchte, ist mit Soundkarten gut beraten, die den von Creative Labs speziell für Spiele entwickelten EAX Standard (= Environmental Audio Extensions) unterstützen. Sie simulieren einen echten Raumklang und sorgen auch bei Surround-Sound-Systemen mit nur 4 Lautsprechern für ein sehr realitätsnahes Spielvergnügen. Die Königsklasse dieser Soundkarten sind Modelle mit X-Fi Technologie. Diese Soundblaster-Karten von Creative wie dieSound Blaster X-Fi Titanium HD oder die Asus Xonar ST+ bieten echten 5.1 und teilweise sogar 7.1 Sound und punkten zusätzlich durch hochwertige Bauteile und gute Verarbeitung. Damit wirken Umgebungsgeräusche täuschend echt. Ein Vorteil, der gerade bei vielen Actionspielen und Ego-Shootern unverzichtbar ist.

Wenn Sie viel spielen und den Rechner gleichzeitig als Entertainment-PC nutzen, rechnet sich für Ihr System auf jeden Fall auch der Einstieg in eines der High-End Raumklangsysteme mit Soundausgabe in Kinoqualität. Für dieses Sounderlebnis müssen Sie zwar etwas mehr in geeignete Lautsprechersysteme und eine Soundkarte mit passenden Anschlüssen investieren, doch der äußerst wirklichkeitsgetreue, glasklare Sound macht die höheren Kosten schnell wieder wett.

Mit Raumklang mitten im Geschehen – Soundkarten für das Heimkino

Wer ein echter Heimkino-Fan ist, kommt mit einem echten Raumklang-System voll auf seine Kosten. Um diesen 3D-Sound zu erzeugen, stehen die Standards Dolby Surround, Dolby Digital sowie THX zur Verfügung. Da digitale Übertragungsarten im Gegensatz zu analogen stets absolut rauschfrei sind, empfiehlt es sich, direkt auf Dolby Digital zu setzen. Die digitale Technik beschert Ihnen bei Kinofilmen und Computerspielen ein realistisches Klangerlebnis vom Feinsten.

Besonderes Augenmerk auf die Soundkarte sollte beim Einsatz eines HTPC (Home Theatre Personal Computer) gelegt werden. Der HTPC ist im Wohnzimmer das Multimediacenter schlecht hin. Er sorgt für grenzenloses Kinoerlebnis mit erstaunlich realistischen Soundeffekten im eigenen Wohnzimmer. Allerdings nur, wenn die Komponenten gut gewählt sind. Der HTPC ist meist mit einer hochwertigen Hi-Fi Anlage gekoppelt. Diese kann den Klang aber nur entsprechend wiedergeben, wenn sie vernünftig angesteuert wird.

Für die Kopplung der Soundkarte mit der Hi-Fi Anlage gibt es verschiedene Standards. Danach richtet sich die Art des Anschlusses. Klassisch ist die Verbindung über die analogen Ausgänge der Soundkarte. Der Nachteil bei dieser Variante ist, dass die Übertragung nicht digital erfolgt und damit unter Umständen Rauschen und andere Störgeräusche mit übertragen werden. Zusätzlich müssen je nach verwendetem Raumklangsystem 4-7 Leitungen zur Anlage gelegt werden. Diese Leitungen so zu verlegen, dass sie weder optisch stören noch zur Stolperfalle im Raum werden, ist nicht immer ganz leicht. Besser ist hier die digitale Übertragung mit optischen Signalen. Diese erfolgt mit Licht und ist daher frei von Störgeräuschen. Gute Soundkarten wie die Creative X-Fi Titanium haben zu diesem Zweck einen optischen Ausgang für den Anschluss entsprechender Hi-Fi Anlagen. Dadurch, dass die Lichtsignale nur noch über eine einzelne Glasfaserleitung übertragen werden, wird die Verlegung und Einrichtung des Systems zudem wesentlich vereinfacht.

Rauschabstand und Samplingrate – die besten HiFi-Soundkarten für Musikliebhaber

Während Gamer und Kinoliebhaber 3D-Sound benötigen, um Filme und Spiele den nötigen Tiefgang und Realismus zu verleihen, setzen die Freunde von guter Musik mehr auf glockenreinen Klang und eine möglichst natürliche Wiedergabe der Musikstücke. Hierbei Spiel der Raumklang so gut wie keine Rolle, da bei einem Konzert oder einer Band auf der Bühne die Musik auch direkt von vorne kommt. Außer, Sie möchten die Akustik eines Konzertsaals oder Operhauses simulieren.

Diese Soundkarten benötigen daher für die übliche Musikwiedergabe eine ganz andere Ausstattung. Der Schwerpunkt liegt hier auf dem sogenannten Rauschabstand und der hohen Auflösung der digitalen Musikdaten.

Ein hoher Rauschabstand für besseren Klang

Der Rauschabstand, auch Signal-Rausch-Verhältnis oder engl.: signal noise ratio (= SFV), bezeichnet den Abstand der wiedergegebenen Musikstücke zum Hintergrundrauschen. Dieses Hintergrundrauschen entsteht zum Beispiel durch die Eigengeräusche der Kabel oder elektronischer Bauteile wie Kondensatoren. Je höher dieser Rauschabstand ist, desto reiner und störungsfreier ist der Klang. Optimal für die Musikwiedergabe ist ein Rauschabstand oder SFR-Wert von 100 bis 120 dB (= Dezibell). Eine Standard-Soundkarte liegt hingegen nur in einem Bereich von 60 bis 90 dB, also deutlich darunter.

Je höher die Auflösung, desto reiner die Wiedergabe

Beim Kauf einer Soundkarte für die Musikwiedergabe sollten auch Dinge wie Sampling Rate oder die Auflösung beachtet werden. Eine Soundkarte mit hoher Auflösung gibt die Musik in hochwertiger Qualität wieder. Normale Soundkarten besitzen meist eine Auflösung von 16 Bit, während hochwertigere Produkte Bitraten von 20 oder 24 unterstützen. Besonders rein und klar sind Karten mit bis zu 32 Bit Auflösung.

Die Sampling- oder Abtast Rate gibt hingegen an, wie oft die Audiodatei in der Sekunde von der Soundkarte abgetastet wird. Dies gibt Aufschluss über die Qualität der umgewandelten Töne. Soundkarten mit 44,1 Khz (=Kiloherz) haben beispielsweise CD-Standard. Für höhere Ansprüche sollte die Hardware aber mindestens 96 kHz und darüber haben.

Recording Soundkarten – exzellentes Klangspektrum für Musiker und Tonstudios

Wer den Computer dazu benutzt, Musik aufzunehmen oder abzumischen, kommt bei den Consumer -Soundkarten schnell an seine Grenzen. Generell sind einige Soundkarten für die Musikwiedergabe von Klangqualität und Rauschabstand her durchaus in der Lage, auch hier gute Ergebnisse zu erzielen, doch in der Regel scheitern sie am Bedarf besonderer Anschlüsse, der Latenzzeit oder der hohen Anzahl benötigter Ein-und Ausgänge.

Grundsätzlich entscheidet der Verwendungszweck über das benötigte Produkt: Je aufwändiger die Aufnahmen, desto hochwertiger muss die Soundkarte sein. Für die professionelle Musikbearbeitung eignen sich Recording Soundkarten am besten. Sie bringen alle benötigten Features mit, die für einwandfreie Aufnahmen benötigt werden. Dazu gehört unter anderem auch die Aufnahme und Wiedergabe zur selben Zeit, auch full-duplex genannt. Das gilt sowohl für einen einzelnen Kanal als auch für mehrere gleichzeitig. Bei eBay finden Sie ein großes Angebot an Profi-Soundkarten von bekannten Herstellern wie Creative, Dididesign oder MOTU.

Professionelle Tonaufnahmen dank kurzer Latenzzeit der Soundkarte

Das Sounderlebnis einer digitalen Tonaufnahme steht und fällt mit der Latenzzeit der Soundkarte im Computer. Die Latenz ist die Zeitspanne, die benötigt wird, um einen gespielten Ton im PC verarbeiten und anschließend vom Lautsprecher wieder ausgeben zu lassen. Bei diesem Vorgang fungiert die Soundkarte als Schnittstelle zwischen analog und digital. Dauert die Umwandlung von analog zu digital und retour zu lange, tritt beim Spielen des Instruments eine zeitliche Verzögerung auf, bis die Töne im Lautsprecher erklingen.Das wirkt besonders bei Live-Aufnahmen sehr störend und erschwert es enorm, die einzelnen Instrumente und Stimmen zeitlich aufeinander abzustimmen.

Daher lohnt sich unbedingt ein Blick auf die Latenzzeit, wenn Sie dieses Problem vermeiden möchten. Besonders gute Werte liefern Karten mit ASIO-Treibern. Sie kommen auf eine Latenzzeit von unter 10 Millisekunden.

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