Importieren mit Zollnummer

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Wer schon einmal eine dieser Benachrichtigungsschreiben von der Post (früher grüne Karten vom Zoll) über eine zu verzollende Sendung erhalten hat, kennt das Prozedere. Mit PayPalbeleg oder sonstige Zahlungsbestätigungen in der Hand auf dem Weg zum nächstgelegenen Zollamt bzw. zur Poststelle des Zolls. Häufig befindet sich dies am anderen Ende der Stadt oder ist mit einer langen Fahrt durch den Landkreis verbunden.
Scheut man sich davor könnte man die Papiere auch postalisch einreichen und um Postverzollung bei der nächsten Auswechslungsstelle bitten. Diese Auswechslungsstellen sind allerdings dünn in Deutschland verteilt. Die größte sitzt in Frankfurt. Hier sind von der Post ermächtigte Zollbeamte autorisiert Paket- oder Briefsendungen zu öffnen. Jeder hat wohl schon diese Beamte bei der Arbeit im Fernsehen bewundern dürfen, wie sie das Postgeheimnis aufheben. Denn nur die Post oder der Empfänger dürfen Sendungen öffnen. Sonst niemand. Nicht einmal der Zollbeamte im zuständigen Zollamt. Somit erklärt sich auch, warum man lieber hinfahren sollte, als eine Postverzollung über die Auswechslungsstelle zu beantragen. Diese dauert durch das ganze Hin- und Herschicken oft mehr als zwei Wochen, wenn es zu keinen Verzögerungen durch fehlende Papiere kommt.
Wer dies beschleunigen möchte, kann als Gewerbetreibender eine Zoll- bzw. Eori-Nummer beantragen. Importiert man mehr als drei Sendungen im Jahr als Gewerbetreibender ist man dazu auch verpflichtet. Diese Nummer Zollnummer vergibt das Informations- Wissensmanagement Zoll in Dresden. Auf der Internetseite des Zolls kann man mit Hilfe des Suchfunktion das Formular „0870“ finden und ausfüllen. Wenige Tage später erhält man dann seine Eori-Nummer.
Mit dieser Nummer bewaffnet erleichtert man dem Zoll die Arbeit. Egal ob für die Verzollung vor Ort oder Postverzollung. Für DieHards besteht noch die zusätzliche Möglichkeit der Internetzollanmeldung, welche für zu verzollende Waren über 1.000,00 € verpflichtend ist. Auf der Seite des Zolls kann diese ausgefüllt werden. Das ist aber nichts für Anfänger!!!!
Wenn man plant häufig Waren aus Nicht-EU-Staaten zu importieren sollte man sich beim zuständigen  Hauptzollamt ein Aufschubkonto einrichten lassen, was dem einer Dauerverlängerung für die Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung ähnelt. Das Hauptzollamt prüft die durchschnittlichen monatlichen Zollabgaben und behält ein Pfand in der Höhe ein, damit der Zahlungspflichtige bequem auf Rechnung seine Zoll- und Einfuhrumsatzsteuerabgaben begleichen kann.
Als Tipp für den normalen Konsumenten: Zöllnern einen Bären aufbinden geht meistens in die Hose. Zu sagen, dass der in den USA gekaufte neueste MP3-Player ein Geschenk sei, hat einen längeren Bart als der Weihnachtsmann. Der Zoll nutzt alle Möglichkeiten des Internets wie eBay, Amazon, Onlineshops und ggf. auch PayPal, um Belege zu überprüfen und Warenwerte zu ermitteln. Ehrlichkeit wehrt da am längsten.
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