III. Teil - Selbstständigkeit kostet

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Fehler im System

Prinzipiell macht der ungelernte Verkäufer sich über viele Dinge keinen allzu großen Kopf, auch wenn es zeitweise vielleicht angebracht wäre, aber worüber soll man schon Nachdenken, wenn man gar nicht weiß, womit man es evtl. zu tun hat.
Naivität; die Teilweise das eigene Handeln rechtfertigt, aber leider für unseren Staat, Recht und Gesetz, für Mitstreiter und Neider, für Geldgierige Organisationen (angeblich keine Abzocker, sondern Vertreter für die rechte vieler Mitstreiter auf diesem Marktplatz) kein Grund ist, eine Strafe anzudrohen, zu verhängen oder wie auch immer zu Geld zu machen.
Ein paar Beispiele:
1. Einkaufen, hauptsache billig; auch wenn´s in Asien ist.
Wenn man einen Artikel erst mal ins Auge gefaßt hat (Nintendo Stifte), schaut man erst mal, wie er so anders verkauft wird, Mengenverkäufe, Preise, Portokosten, Varianten u.a.. Danach geht man hin, und sucht, wo es diesen am besten und günstigsten incl. Versand zu beziehen gibt. Dabei landet man in Asien, und bekommt ein super Angebot. Da es ein sehr kleiner und leichter Artikel ist, kauft man ihn erst einmal in kleiner Menge (100 - 300 Stück) und bezahlt keine 15 €. Toller Deal, Artikel kommt auch innerhalb von 2 Wochen und alles ist prima. Ab ans verkaufen und ruckzuck braucht man neue Ware. Also wieder einmal bestellt (500 Stück) und noch ein paar andere günstige Artikel. Die Ware kommt nach Deutschland, und man bekommt eine Aufforderung; sich beim Zoll zu melden! Uuups.
Was nun? Man meldet sich also, und wird erst einmal gefragt, was man da gekauft hat, ob man eine Rechnung vorlegen kann, und bekommt die Frage gestellt, ob man den dies Zolltechnisch anmelden möchte.
Hier hatte ich nun Glück, da der Zollbeamte die Frage so richtig gestellt hatte, das die Antwort keine wirkliche Auswahl übrig ließ, und wirklich als Ratschlag auch vermittelt wurde. Also wurde erstens der Inhalt geprüft, ob er auch mit der Rechnung überein stimmte, und anschließend wurde alles Steuerlich richtig abgewickelt. Hierauf habe ich dann noch ein kleineres Gespräch mit einem dieser Uniformierten Herren geführt, um mich zukünftig nicht mehr in solch eine Situation zu begeben.
2. Artikel, Zubehör für Markengerät
Dieses Kapitel schließt relativ an den ersten Abschnitt an, jedoch mit einer völlig anderen Richtung. Hier ging es um Handyhüllen für das Nichtkabelgebundene Telefon mit dem Obstsymbol. Ich hatte schon etliche Plastikhüllen in den unterschiedlichsten Farben verkauft, und es lief recht gut, also war wieder eine Bestellung in Asien fällig. Diesmal sollten es Aluminiumhüllen werden. Also wurden diese bestellt. Erst einmal 20 Stück (glaube ich). Ich habe den Händler direkt gebeten, für den Zoll alles mit bei zu fügen, damit ich dies wieder abholen kann und meine Steuern bezahlen kann. Hierzu kam es aber nie. Denn diesmal kam eine Anzeige wegen Urheberrechtsverletzung, die mir ernsthaft längere Zeit Probleme und Nächte bereitete. Es ging alles bis vor ein Gericht, bei dem ich im schlechtesten Fall hätte etliche tausend Euro wegen dieses Deliktes hätte berappen können. Zu diesem Zeitpunkt war ich das erste Mal wirklich so betroffen, das ich meine kleine Karriere schon beenden wollte. Aufgrund der kleinen Menge, des niedrigen Einkaufswertes, und speziell der Tatsache geschuldet, das ich bisher in keinerlei Dingen Auffällig gewesen bin und ehrenamtlich einer Nebentätigkeit nachging, wurde ich lediglich verwarnt, und kam mit einem blauen Auge davon.
Dies war der Zeitpunkt, wo ich für mich erst einmal festgelegt habe, das billig nicht alles ist, Markenprodukte besser zu mir passen und NoName Artikel die Ausnahme werden sollte; und das Deutschland eigentlich als Einkaufsort ausreichend ist.
Weiterhin habe ich bei vielen Produkten, die ich teilweise als Restposten gekauft habe, erst einmal vor dem Einstellen die Originalhersteller angeschrieben, und nachgefragt, ob ich diese Artikel als Händler vertreiben darf. Die Antworten sind eigentlich immer gekommen, auch wenn Sie nicht immer ideal waren.
3. Die Klausel/ AGB´s
Dies habe ich schon im II. Teil angeschnitten. Was nutzt die beste Aussage, die für alle verständlich ist, wenn der Gesetzgeber genaue Formulierungen im Beamtendeutsch vorgibt, auch wenn dann keiner mehr genau weiß, was jetzt gemeint ist.
Egal wie auch immer, hier hat der Händler teilweise keinerlei Spielraum und muss einfach um die Norm zu erfüllen, vorgegebene Dinge übernehmen.
Hier finden Änderungen statt, die teilweise auf einen Stichtag genau vollzogen werden müssen, teilweise in einer Übergangszeit abgeändert werden müssen. Hier ist nun mal ein Anwalt für Internetrecht in der Hinterhand sehr hilfreich. Auf Ihn zu verzichten, bedeutet evtl. anderen Anwälten, Händlern oder Zweckverbänden eine Breitseite für Abmahnungen zu liefern. Ich selbst habe dafür mal eben etwas über 300 € im letzten Frühjahr hingelegt, nur um zu begreifen, das die Welt um dich herum nicht gut ist. Wenn ich an den Geschichtsunterricht in meiner Schulzeit denke, wo es hieß, der Mensch ist dass, was Natur, Umwelt und Gesellschaft aus einem gemacht haben, dann Frage ich mich immer, wer nun Fehler bei solchen Leuten gemacht hat.
Tipp:
Man kann auch ohne großen Vertrag zumindestens zu Beginn erst einmal von einem Fachmann sein Geschäftsbedingungen prüfen lassen!
4. Ebay Grundsätze öfter mal ansehen
Hier musste ich durchaus schon ein paar Mal erleben, das Angebote beendet wurden, weil Sie nicht mit den Grundsätzen von Ebay vereinbar gewesen  sind. Ganz nachvollziehbar ist es nicht immer gewesen, und teilweise war ein Nachfragen auch nicht verständlich erläutert worden. Aber man muss sich nun mal immer irgendwo fügen, wenn man nicht auf einmal draussen stehen will. So ist zum Beispiel der Grundsatz, das ein Angebot nicht beliebig oft in kurzem Abstand eingestellt werden kann, nur um öfter bei Suchen gefunden zu werden, einzuhalten. Stellt man aber den immer gleichen Artikel immer wieder ein, und verändert nur Kleinigkeiten in der Textbeschreibung, so scheint es vielfach nichts zu machen, auf jeden Fall reagiert Ebay nicht wirklich, wenn man bei so etwas dann mal einen anderen Mitbewerber eingrenzen will. Es sind halt nicht alle gleich.
So gibt es noch viele andere Geschichten mit kleinen und großen Folgen, aber ich glaube; für heute habe ich wieder einmal genug! Also, weiterhin Neugierig sein, und dran bleiben.
Kommentare, Anregungen nehme ich gerne an, und wenn es erlaubt ist, baue ich diese auch gerne ein.

Schlagwörter:

Steuern

Markenrechte

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