Honda Goldwing GL1500 richtg kaufen und bewerten

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Ich habe selber 4 Goldwing Motorräder besessen und gebe gerne ein paar Tipps weiter die den Interessenten vor unnötigem Schaden bewahren können.

Die GL-1500 wurde von 1988 bis 2000 FAST unverändert gebaut. Aber eben nur FAST. Denn einige Veränderungen waren und sind immer noch wichtig! Gerade wenn man dieses Motorrad selber später einmal verkaufen möchte....

1. die richtige Aussattung:

Honda baute zunächst die "normale" GL-1500/6, es folgte später die Ausstattungsvarianten INTERSTATE  (1992) und ASPENCADE. Die INTERSTATE hat keinen Rückwärtsgang und nur ein einfaches Radio ohne Kasettenteil. Wer die Goldwing kennt wird sich niemals eine INTERSTATE kaufen, da der Rückwärtsgang bei diesem schweren Motorrad ein unverzichtbares Zubehörteil darstellt! Versuchen sie einmal ohne fremde Hilfe eine mehr als 350kg schwere Maschine, die mit dem Vorderrad im Rindstein steht rückwärts zu schieben..... Das fehlende Kasettenteil läßt sich hingegen mit einem eigenen kleinen Sender, der die Musik (z.B. von einem MP3 Player) aufmodeliert und über eine beliebige Frequenz des Radios abspielen lässt, sehr leicht und günstig verschmerzen. Entsprechende Teile werden immer wieder bei ebay angeboten.

1990 kam dann die erste SE (Special Edition) Version auf den Markt. Ein zweifarbig lackiertes noch besser ausgestattetes Motorrad. Neben einem Radio, das sich bei höherer Geschwindigkeit selber lauter stellt verfügt diese Variante über eine Fußheizung für den Fahrer, in der Höhe verstellbare hintere Fußrasten, Kurvenscheinwerfer, beleuchtete Bedienelemente am Lenker, einen Topcasespoiler mit integrierter Bremsleuchte und in der Original-Windschutzscheibe sind Ventilationsöffnungen angebracht. Diese Öffnung ist verschließbar, durch sie kann bei sehr warmen Wetter etwas Fahrtwind zum Fahrer durchgelassen werden. Die warme Abluft des 6-Zylinders hält sich, sobald das Fahrzeug bewegt wird, in Grenzen. Mittels der Lüftungsdüsen in der Beinverkleidung ist zudem eine Zirkulation des Fahrtwindes regelbar (im Winter kann auf vom Motor vorgewärmte Luft umgestellt werden).  Ab 1993 wurden die amerikanischen SE Fahrzeuge serienmäßig mit einem 40 Kanal-Funkgerät ausgestattet. Gerade wer schon einmal in einer Kolonne mitgefahren ist versteht den Wert eines solchen Gerätes das die Verständigung unter den Fahrern zuläßt. Dabei ist zu bedenken das dieses Funkgerät über keine Postzulassung verfügt. Originale Fahrzeuge für den deutschen Markt der Baujahre bis 1995 sind leicht an dem flachen Topcase erkennbar (in Goldwingkreisen PIZZAKOFFER genannt) und an der niedrigen Frontscheibe. Da in dieses Topcase kein Helm paßt wurden sehr viele dieser Kisten umgerüstet. Ein amerikeanisches (großes) Topcase ist nicht billig und fertig lackiert (und beleuchtet) schlägt es mit mehr als 2000 Euro zu Buche. Wer also darauf Wert legt sollte sich direkt nach einem Fahrzeug mit dem entsprechenden Teil umsehen. Es soll aber auch z.B. auf der amerikanischen ebay (einloggen unter www.ebay.com)  Interessenten geben die ein solches "Sporttopcase" lieben.... *Anmerkung: mich hat freundlicherweise ein 15-hunderter Wingfahrer der ersten Stunde angemailt und darauf hingewiesen das die Pizzakoffer mit einem Mittelteil vergrößert werden konnten. Dieses wurde zwischen Deckel und Grundcase eingesetzt. Von weitem sah das auch ganz gut aus, man durfte nur nicht zu nahe rankommen :-) Allerdings kann bei einem Preis von damals 1200,--DM (nur für das Mittelteil und unlackiert) nicht von einem wirklichen Schnäppchen die Rede sein!

Absolut selten ist in jedem Fall eine Goldwing mit niedriger Scheibe, Pizzakoffer und ohne jedes Zubehör. Bei der umfangrechen Serienausstattung der Goldwing in diesem Fall von einem "Nacked Bike" zu reden ist für den Nicht-Goldwinger bestimmt unverständlich.  Aber immer damit rumfahren möchte ich mit so einem Teil nicht!

2. das Baujahr!

Kenner können anhand der Lackierung meist auf größere Entfernungen sagen um welches Baujahr es sich handelt, da die Maschienen sich optisch dadurch unterschieden. Honda überraschte seine Kunden fast jedes Jahr mit neuen Lackierungen. Augenfällige Änderungen sind eher die Ausnahme und wurden von mir am Ende dieses Kapitels zusammengefast.

Der nicht so beschlagene Laie hat eine einfache Möglichkeit das Baujahr zu bestimmen:

Die Kunststoffmäntel der Schläuche für Kupplungs- und Bremsflüssigkeit (gut zu sehen am Lenker) tragen eine Beschriftung. Diese gibt eindeutig preis wann dieser Schlauch hergestellt wurde..... z.B. X-93 (das bedeutet hergestellt  Oktober 1993). Da die Schläuche früher fertig gestellt worden sind als das Motorrad  kann jeder auf einfache Weise sofort sehen ob bei der Erstzulassung geschummelt wurde. Denn aus dem Ausland importierte Gebrauchtfahrzeuge wurden eine Zeit lang in Deutschland, mit dem Datum der ersten Inbetriebnahme hier, als Erstzulassung in den Fahrzeugbrief geschrieben. Wenn es sich wirklich um ein Neufahrzeug gehandelt hat steht im Brief, dass das Fahrzeug als NEUFAHRZEUG eingeführt wurde. Auch dabei gibt es natürlich Ausnahmen, denn es gab auch damals schon Liebhaber, die sich IHRE Goldwing neu in den USA kauften, dort eine Tour damit fuhren und das Fahrezug dann nach Deutschland mitbrachten. Um die Zollgebühren zu senken wurde das Fahrzeug natürlich als Gebrauchtfahrzeug eingeführt! Das war aber eher die Ausnahme, denn der Dollar war damals auf einem ganz anderen Level als heute.

Die amerikanischen Fahrzeuge verfügen zudem über eine Plakette vorne, in Fahrtrichtung rechts, unter der Verkleidung, die Auskunft über das Modelljahr gibt. Wenn diese Plakette fehlt und die Schläuche gegen Stahlflexschläuche ausgetauscht wurden bin ich immer sehr vorsichtig gewesen und habe über die Hondahomepage die Fahrgestellnummer gecheckt. Denn auch diese gibt Auskunft über das Jahr der Herstellung. Beim Kauf sollte ferner darauf geachtet werden, dass der "Lebenslauf" der Maschine zurückverfolgbar ist. Das ist leider gerade bei Importen nicht einfach und wird auch gerne vom Verkäufer heruntergespielt. Aber geht bitte beim Kauf einer Maschine, bei der das nicht nach zuvollziehen ist, davon aus das es sich um ein Leihmotorrad, oder um eine Unfallmaschine handelt! Die "neuen" Fahrzeugbriefe machen das leider auch nicht einfacher, es sei denn der Vorbesitzer hat den alten Brief kopiert oder den entwerteten Brief aufgehoben....  

Zurück zum Baujahr: Ab 1995 gab es eine Änderung beim Fahrwerk. Kenner werden nach einer solchen Maschine suchen! Die Sitzhöhe wurde damals um 2,5cm gesenkt und das Standrohr erhielt eine progressivere Feder. Auch die deutschen Goldwings ab 1995 wurden seit dem Modelljahr 1995 mit hoher Scheibe und großem Topcase ausgeliefert (der TÜV hatte ein Einsehen.....)

Verschiedene augenfällige Änderungen

1988: die 1500/6 wird in den Farben Grau, Blau und Martinibeige ausgeliefert

1989: die Farben Petrol (ein bläuliches Grün), Wineberry Red(sehr dunkel) und Beige. Ansonsten ist die Goldwing geblieben wie sie war

1990: Wineberry Red und Light Blue sind die Jahresfarben. Die SE erscheint mit Fußheizung für den Fahrer, Kurvenscheinwerfern die beim Setzen des Blinkers auf der jeweiligen Seite die Straße anstrahlen (nur in der US-Ausführung), der Topcasespoiler mit integrierter Bremsleuchte machte sie von hinten neben ihrem SE Schriftzug erkennbar (da am Anfang dieses Ratgebers die SE schon beschrieben ist beschränke ich mich hier auf die "augenfälligen" Unterschiede! Die SE wurde zudem in einer aufwendigeren zweifarbigen Lackierung Pearl White Silver/Grey  geliefert.

1991: die Farben blau, rot und schwarz sind an der Aspencade. Honda bringt ein Limited Edition Modell der SE Version in den Farben gold / brown. Auf der Plakette ist die laufende Nummer mit eingraviert.

1992: die Farben der SE blau/weiß, zweifarbig blau, türkis und einfarbig weiß, Erstmals ist die INTERSTATE (in Beige) in Deutschland erhältlich, von vorne erkennbar auch an den schwarzen Kunststoffspiegelrückseiten.

1993: Farben: Aspencade in Candy Red, Metallic Blue und Black; die SE wurde zweifarbig blau (Pearl Blue/ Blue) oder in türkis (Metallic Blue/Teal) gefertigt. In den USA gehört das Funkgerät  (zu erkennen an der zweiten Antenne) zur Serienausstattung der SE Modelle 

1994: Unterzüge wurden jetzt auch in Fahrzeugfarbe. Aspencade und Interstate gab es in Schwarz, Rot und Dunkelgrün, die SE in weiß und in drei verschiedenen Zweifarblackierungen: Hellgrün, Dunkelgrün und natürlich Rot

1995: die Abdeckung über dem Front-Scheinwerfer ist jetzt verchromt besteht aus einem Stück und hat zwei Lufteinlässe oberhalb des Standlichtes, der unter dem Scheinwerfer montierte Lufteinlass ist deutlich "abgerundet". Der Chromrahmen zwischen Soziarückenlehne und Topcase ist ab Werk bei der SE verchromt. Die Fahrersitzhöhe wurde um 2,5cm abgesenkt. Es gibt auch das Sondermodell 20 Jahre Goldwing. Die Farben Candy Red und Pearl Green (Interstate + Aspnencade); Pearl Magenta (Aspencade); Pearl Magenta / Purple, Pearl Green/ Green, Candy Red/ Red und Pearl White (SE)

1996: Candy Red, Pearl Green (IS &ASP); Pearl Magenta, Pearl Blue (ASP); Candy Red/Red, Pearl Magenta/Purple, Pearl Green/Green, Pearl White/White (SE 

1997: Die ASP gab es in Pearl Red, Pearl Green, Pearl White. Die SE erstmalig in reinem Schwarz,  zweifarbig Rot, Pearl Green/Green,  Perlweißmetalic mit silber, sowie Magenta mit einem Dunklen Rot abgesetzt (ein leicht ins violette gleitender Metalliclack). Die Bremsscheibenabdeckung hat größere Luftschlitze und wirkt "bulliger". (Anmerkung: interessant fand ich seinerzeit, dass die "alten" Abdeckungen teurer waren als die neuen, es war also billiger, den neuen Lock für das Bike zu realisieren)

1998: Candy Red, Black (ASP); die SE wurde in schwarz mit silber angeboten, Candy Red/Red, Pearl Beige/Beige, Pearl Silver/Silver, Pearl White/Gray. Die seitlichen Konturen der Sozia-Rückenlehne sind stärker ausgeprägt und geben mehr Halt. Die von Honda geänderten Sturzbügel und die anders geformten Ventilabdeckungen (seidig matt) spalten die Gemüter. Viele Goldwing-Fahrer konnten sich nicht so recht für die anfangs "BMW-Deckel" geschimpften Teile begeistern. Der Schriftzug am Topcase-Lichtband ist zudem entfallen! In der seitlichen Verkleidung hat das Luftgitter nur noch drei Stege gegenüber den vormals 5. Außerdem ist es mehr nach außen gerückt.  Markanter finde ich, dass der Auspuff nun in der Serienversion nicht mehr nach unten gebogen war, sondern in einer ovalen Form nach hinten blies (von den drei innenliegenden Rohren, die zu sehen sind, ist allerdings nur das mittlere in Funktion, die beiden seitlichen dienen nur der Optik!). Außerdem erhielten die Anzeigeinstrumente weiße Zifferblätter mit dunkler Beschriftung, die erheblich besser abzulesen sind als die ältere Version. 

1999: Candy Red, Black (ASP); Pearl Green/Green, Silver/Silver, White/Gray und Black (SE). Sondermodell 50 Jahre Honda mit entsprechender Plakette.

2000: 25 Jahre Goldwing Sondermodell! Die Ventildeckel erstrahlen nun serienmäßig in feinstem Chrom. Farben: Candy Red, Black (ASP); Candy Red/Red, Blue/Blue, White/Green (SE). Im Jahre 2000 endet die Modellreihe der Goldwing GL1500

Das Sondermodell "Twentieh Anniversary" das zum 20.Geburtstag(1995) und das oben erwähnte zum 25.Geburtstag der Goldwing sind bei den Goldwingern beliebt und erfreuen sich immer noch einer besonderen Nachfrage und dadurch eines guten Werterhalts! 

3. die Zusatzausstattung:

Gerade wer die Goldwing fährt, der liebt es aufzufallen. Mit diversen Chrom und Lichtzubehörteilen wurden deshalb vom überwiegenden Teil der Goldwinger die Motorräder aufgewertet. Was dabei sinnvoll ist liegt in der Vorliebe (und im Geldbeutel) des Betrachters. Wichtig ist: dass das Zubehör fachgerecht montiert wurde und in gutem Zustand ist. Bastelfahrzeuge mit unendlich vielen Löchern schrecken den Interessenten eher ab. 

Es gilt: Gut erhaltenes Zubehör lässt sich meist einfach abbauen und z.B. bei ebay weiterverkaufen. Dabei ist es wichtig, dass das Zubehör nicht ausgebleicht und verschlissen ist! Dann ist ein ordentlicher Preis leicht zu erzielen. Ein gutes Foto sollte dabei immer mit eingestellt werden!

Für das wichtigste Zubehörteil halte ich pers. eine Verstärkung der Vorderradgabel (unter der vorderen Chromabdeckung der unteren Lenkerbrücke verborgen, die das Fahrverhalten der Goldwing sehr positiv ändert). Leider ist diese Platte nicht zu sehen und sie blinkt und leuchtet nicht.....

Wenn ein Topcaseträger montiert ist, auf jeden Fall prüfen, wie er befestigt wurde. An den Befestigungsstellen auf Risse im Kunststoffdeckel des Topcases achten. Mich hat immer gewundert das beim Befestigungsmaterial anscheinend gespart wurde, während chromblinkendes Zubehör in Mengen verbaut worden ist. Díe Topcaseträger aller Hersteller haben nur vier Standfüße und diese sind schlank gehalten (wohl wegen der Optik). Wenn bei der ersten Montage des Trägers sogenannte Sternscheiben eingesetzt wurden (das sind große gummiunterfütterte Unterlagscheiben, etwa 2 Euromünzen groß) ist meist  alles ok. Aber ich habe auch schon Fälle gesehen in denen mit diesen Scheiben die Risse vertuscht wurden! Hier gilt: um sicher zu sein, den Träger kurz demontieren und nachsehen :-) 

Anmerkung: die Qualität des Chroms ist sehr unterschiedlich. Nicht jeder Chrom ist geeignet um wöchentliche Putzangriffe unbeschadet zu überstehen. Chromteile bei denen der Chrom abblättert, "verschossen" sind oder die Kratzer aufweisen, und auch "wegpolierter" Chrom, mindern den Preis und beeinträchtigen die Optik negativ. Einige Besitzer der Goldwing (genau wie sehr rührige Händler aus dieser Scene) lassen aus diesem Grund zum Teil sehr hochwertig nachverchromen. Achtet in diesen Fällen bitte darauf das nicht nur die Optik, sondern auch der Untergrund richtig behandelt wurde. Das ist für einen langlebigen Chrom sehr wichtig und kleinste Unebenheiten im Untergrund der Verchromung fallen unangenehm auf, habe ich mir sagen lassen! 

4. die Laufleistung:

Bei dem 6 Zylinder kann diese normalerweise vernachlässigt werden. Denn Honda gibt z.B. an, dass der Zahnriemen nach etwa 160.000 km (oder nach 8 Jahren!) gewechselt werden sollte..... Das zeigt, dass dieses Motorrad in einer anderen Dimension fährt. Vorausgesetzt der Vorbesitzer hat immer ordentlich seine Ölwechsel und Filterwechsel durchgeführt und das Motorrad mit neuen Zündkerzen versehen. Ihr könnt Euch dabei nicht darauf verlassen das das Motorrad einen gepflegten Eindruck macht, denn das Putzen und das Warten des Motorrades sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Ein lückenloses KD-Scheckheft gibt Auskunft über das Serviceverhalten. Da es aber auch Goldwing-Eigner gibt, die diese Arbeiten lieber selber erledigen, bevor sie Ihre Maschine einem, nicht auf Goldwing Motorräder spezialisierten Kundendienstler, anvertrauen muss hier differenziert werden.  Ein Kompressionscheck gibt natürlich über den Zustand des Motors zuverlässig Auskunft. Die Reifen können u.U. auch etwas über den Pflegezustand aussagen. Wenn z.B. die Seitenwände der Bereifung stärker abgefahren sind zeugt das nicht unbedingt von einer sportlichen Fahrweise, sondern kann auch auf dauerhaft zu niedrigen Luftdruck hindeuten! Und wer schon bei solch einfachen Maßnahmen wie dem Luftdruck geschlampt hat......

5. Wiederverkaufswert:

Die GL-1500 erfreut sich einer hohen Wertstabilität. Wenn sie gut gewartet und gepflegt wurde ist dieses Motorrad nicht klein zu kriegen. Schwer verkäuflich sind dabei die INTERSTATE Modelle (oben beschrieben) und die deutschen Fahrzeuge mit Pizzakoffer, die sich meist nur an Neulinge oder mit großem finanziellem Nachteil wieder verkaufen lassen.

Auch die Farbe spielt eine große Rolle. So erfreut sich die rote Originallackierung einer großen Beliebtheit. Wer allerdings einmal zu einem Goldwing-Treffen fährt, sieht schnell, dass viele der Motorräder dort rot sind.... und wie soll man da auffallen???

Aufwendige Bildlackierungen sind ein Renner, wenn sie dem Käufer gefallen, andernfalls müssen sie aufwendig beseitigt werden. 

Bei nicht originaler Lackierung gilt, dass sie in erster Linie gefallen muss und dass sie ordentlich gemacht ist!

Wichtig sind in diesem Zusammenhang die leidigen Kunststoffnasen. Einmal an der falschen Stelle gezogen anstatt gedrückt schon ist die Nase abgebrochen. Der Interessent sollte sich in diesem Fall darüber im Klaren sein, dass fehlende Nasen zu Geräuschen und nicht selten zum Verlust dieses Kunststoffteils führen können. Der Nachkauf ist nicht billig. Also Preisnachlass fordern!!

Wer sich einen solchen Reisedampfer zulegt, der will kein 08/15 Motorrad, und tendiert zum Topmodel: zur SE möglichst in amerikanischer Ausstattung mit Klarglasscheinwerfer, seitlicher Beleuchtung der Koffer und des Topcase und mit möglichst zwei Antennen. Rings of Fire an den vorderen Bremsscheiben geben dem Fahrzeug dabei im Dunkeln einen unverwechselbaren Look. Ich würde dabei (für mich!!) darauf achten, dass es eine Maschine mit Baujahr ab 1995 ist und sie sowohl Highwayfloorboards, Topcaseträger, Lautsprecher hinten, die Topcasespoiler oben und unten, den Kofferspoiler und  und die verstärkte Gabelbrücke hat. Ein verchromter Grill vor dem Kühler würde mich auch erfreuen.

Dabei darf nichts beschädigt sein oder fehlen. Denn wer ein 10.000  Euro Motorrad kaufen möchte, der stört sich einfach an einem defekten oder fehlenden Spiegel!!!! Und das zu Recht! Auch hierzu noch ein Tipp: wenn in Fahrzeugfarbe lackierte Spiegel montiert sind, die am Lack Beschädigungen aufweisen, schaut Euch auf dem Zubehörmarkt um. Verchromte Spiegel verändern die Optik meist positiv und sie sind zudem billiger als die Honda Originalspiegel! 

Dass das Fahrzeug frischen TÜV hat ist eher selbstverständlich

Hilfe geben neben diversen Chaträumen auch die meisten Fahrer eines solchen Motorrades, die oft in Gruppen zusammenstehen und meist freundlich auf Fragen reagieren. (wie fast jeder, der nach seinem Motorrad befragt wird und auf seine Maschine besonders stolz ist!)

Ich würde mich freuen wenn dieser kleine Ratgeber ein bischen geholfen hat. Natürlich bin ich nicht unfehlbar! Eine Haftung für meine Tipps kann ich nicht übernehmen. Alle Angaben sind nach bestem Wissen von mir gemacht und haben mir in der Vergangenheit geholfen. Freundliche Leser dieses Ratgebers helfen mir zudem ihn weiter zu verbessern! Wenn Ihr dazu etwas beitragen wollt oder wenn Euch Fehler oder Verbesserungen auf- oder einfallen sendet mir bitte eine Mail, Danke.

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