Hilft echter Milchkefir bei Allergien?

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Für den Allergiker stellen sich in Bezug auf Milchkefir zwei Fragen:

  • darf ein Allergiker Milchkefir trinken?

  • falls ja, mildert Milchkefir eventuell sogar die Allergie?



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Darf ein Allergiker Milchkefir trinken?

Die erste Frage kann am besten ein Arzt oder Heilpraktiker beantworten, da aufgrund der rechtlichen Situation in Deutschland konkrete persönliche Auskünfte zu spezifischen Behandlungen nur von zugelassenen Angehörigen von Heilberufen erteilt werden dürfen.

Allgemein(!) aber läßt sich sagen daß - außer bei einer MILCHEIWEISS(!)-Allergie, die sicher den Genuß eines Milchprodukts wie Milchkefir verbietet - bei anderen Allergien (Heuschnupfen etc.) wohl eher keine Probleme zu befürchten sind.

Eher im Gegenteil:
Milchkefir steht sogar im Ruf, sich günstig auf die Ernährung von Allergikern auszuwirken.




Mildert Milchkefir eventuell sogar Allergien?

Hierzu möchte ich auf zwei Quellen verweisen, die sich auf entsprechenden Forschungen beziehen.

Studie zu Asthma und Allergien: Bakterien trainieren das Immunsystem

Bochum, 24.09.2002
Nr. 265

Warum Landkinder seltener allergisch sind

Bakterien trainieren das Immunsystem

Studie untermauert die „Hygiene-Hypothese“

Menschen, die in ländlicher Umgebung aufwachsen, leiden weniger oft an
Asthma und Allergien als Kinder aus städtischen Gegenden. Grund dafür
ist ein trainiertes Immunsystem: Der Kontakt mit dem
Bakterienbestandteil Endotoxin während der Kindheit bewirkt
möglicherweise, dass das Immunsystem Allergene besser toleriert, so dass
es seltener zu allergischen Reaktionen kommt. Landkinder sind weit
größeren Mengen dieser Substanz ausgesetzt als Stadtkinder. Diese
Ergebnisse veröffentlichte die internationale Allergy and Endotoxin
Gruppe (ALEX) unter Beteiligung von Prof. Dr. Albrecht Bufe
(Experimentelle Pneumologie, Universitätskinderklinik der RUB in den
Berufsgenossenschaftlichen Kliniken Bergmannsheil) in der aktuellen
Ausgabe des „New England Journal of Medicine“.

Fragebögen, Matratzenstaub und Blutproben

„Am deutlichsten ist der Effekt, wenn sich Kinder schon im ersten
Lebensjahr regelmäßig in Ställen aufhalten und unbehandelte Kuhmilch
trinken“, so Prof. Bufe. Die Forscher untersuchten 812 Kinder zwischen
sechs und 13 Jahren aus ländlichen und Stadtgebieten in Deutschland,
Österreich und der Schweiz. Die Eltern füllten zunächst einen Fragebogen
aus, in dem sie angaben, ob ihr Kind auf einem Bauernhof lebt oder
nicht, und ob es Symptome von Asthma oder einer Allergie wie z. B.
Heuschnupfen zeigte. Die Wissenschaftler entnahmen den Betten der Kinder
Staubproben, die sie auf Endotoxin, einen Zellwandbestandteil von
Bakterien, und bekannte Allergene untersuchten. Außerdem prüften sie die
Aktivität des Immunsystems der Kinder anhand von Blutproben.

Mehr Staub und weniger Allergien

In Matratzen vom Land fanden die Forscher etwa doppelt so viel Endotoxin
wie in städtischen. Die Fragebögen ergaben, dass auf dem Land nur etwa
halb so viele Kinder an Asthma und Heuschnupfen litten wie in der Stadt
(Heuschnupfen: 4,1 Prozent der Land- und 10,5 Prozent der Stadtkinder,
Asthma: 3,1 Prozent der Land- und 5,9 Prozent der Stadtkinder). Auch bei
den Immuntests zeigte sich ein Zusammenhang zwischen der Immunreaktion
auf verschiedene Substanzen und der Lebensumgebung. Die Menge an
Endotoxin, der ein Kind ausgesetzt ist, verhält sich demnach umgekehrt
proportional zu bestimmten Reaktionen seiner Immunzellen.

Hygiene-Hypothese untermauert

Grund für dieses Verhalten ist wahrscheinlich ein Trainingseffekt. Das
angeborene Immunsystem erkennt Bakterienbestandteile und reagiert
darauf, auch wenn keine Infektion zu bemerken ist. Durch solche Abläufe
wird es toleranter gegenüber Keimen. Diese Forschungsergebnisse stützen
wissenschaftlich die so genannte „Hygiene-Hypothese“, die besagt, dass
Allergien heute deshalb immer häufiger auftreten, weil Menschen
wesentlich weniger mit Bakterien in Berührung kommen als früher. Wie
genau der Toleranzeffekt funktioniert, ist jedoch noch unklar. „Diese
Ergebnisse sollten nicht dazu führen, dass die Hygiene vernachlässigt
oder gar das Impfen aufgegeben wird“, warnt Prof. Bufe.
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressemitteilungen-2002/msg00263.html


Natürliches Heilmittel

Kefir bremst Allergie

Bakterien, die in dem Milchgetränk Kefir enthalten sind, können vor Nahrungsmittelallergien schützen.

Von FOCUS-Online-Autorin Christiane Fux

Drei bis fünf Prozent der Kinder unter drei Jahren leiden unter einer Nahrungsmittelallergie. Bislang war die einzige Möglichkeit, den Symptomen zu entgehen, ein strikter Verzicht auf
den Allergieauslöser.

Ji-Ruei Liu und seine Kollegen von der National Formosa University in Yunlin, Taiwan, haben
nun ein Naturprodukt gefunden, das die allergischen Reaktionen womöglich dämpfen kann:
Kefir. Die in dem Milchgetränk enthaltenen Bakterien setzen offenbar einen bestimmen
Antikörper außer Gefecht, das so genannte Immunglobulin E (IgE). Er hat eine wichtige Aufgabe
in der körpereigenen Abwehr, spielt aber auch eine Schlüsselrolle in allergischen Reaktionen.

Minimierte Antikörper

Die Taiwaner verfütterten Kefir an Labormäuse. Innerhalb von drei Wochen zeigten die Tiere einen um zwei Drittel niedrigeren Spiegel eines spezifischen IgEs, das an allergischen Reaktionen auf Hühnereiweiß beteiligt ist. Diese Form der Nahrungsmittelallergie ist unter Kleinkindern besonders verbreitet.

Darüber hinaus fanden die Forscher heraus, dass Kefir in Nahrungsmitteln enthaltene Allergene offenbar daran hindert, die Darmwand zu passieren.

Basis für Medikamente

Ji-Ruei Liu geht davon aus, dass das Milchgetränk ein viel versprechendes Werkzeug zur Vorbeugung von Allergien sein kann. „In Zukunft können wir vielleicht einige Bestandteile des Kefirs, z.B. bestimmte Bakterienstämme und bioaktive Eiweiße, herausfiltern, die als Medikament verwendet werden können.“

Quelle: focus.de/gesundheit/ratgeber/allergie/news/natuerliches-heilmittel_aid_117451.html


Fazit:

Milchkefir als ein Produkt aus Bakterien, Pilzen und Hefen sollte durchaus für den Speisezettel eines Allergikers in betracht gezogen werden.
Außer bei Allergie gegen Milcheiweiß selbstverständlich.


Milchkefir/Kefir


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Mein Kefir sieht übrigens so aus
(links mit Porzellanlöffel, in der Mitte mit Plastiklöffel):

   


Auf diese drei Bilder besitze ich das copyright!


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