Hierauf sollten Sie beim Kauf eines Wasserkochers achten

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Hierauf sollten Sie beim Kauf eines Wasserkochers achten

Wasserkocher sind aus den Küchen wie viele andere Kleingeräte in der Küche nicht mehr wegzudenken. Schnell einen Tee kochen oder das Wasser für die Nudeln in Rekordzeit erhitzen – all dies ist mit einem Wasserkocher möglich. Die Vorgänger der Wasserkocher waren Tauchsieder und Pfeifkessel. Mit Tauchsiedern wurde das Wasser auf die gewünschte Temperatur erhitzt, zum Tee aufbrühen benutzten die Menschen die Pfeifkessel. 1893 begann dann das Zeitalter der Wasserkocher, schon damals wurde der erste elektrische Wasserkocher der Öffentlichkeit präsentiert.

Wasserkocher – unentbehrlich in jeder Küche

Bis sich der Wasserkocher in den Küchen durchsetzen konnte, verging noch einige Zeit. Nach und nach setzten sich seine unschlagbaren Vorteile bei der breiten Bevölkerung durch. Heute ist der Wasserkocher eines der am weit verbreitetsten Küchengeräte. Es gibt ihn in allen Variationen und Materialien, sowie für fast jeden Anlass und Zweck. So können die sogenannten Miniwasserkocher beispielsweise komfortabel im Urlaub heißes Wasser zubereiten.

Beim Kauf eines Wasserkochers sollten mehrere Dinge beachtet werden. Zuerst muss man sich überlegen, welchen Zweck der Kocher vorrangig erfüllen soll. Darüber hinaus ist für viele Menschen das Material und Aussehen ein entscheidendes Merkmal. Nicht ganz unwesentlich sind zudem die technischen Eigenschaften des Gerätes, da es seinen Zweck gut erfüllen soll.

Vorüberlegungen zur Verwendung des Wasserkochers

Vor dem Kauf eines Wasserkochers  sollte genau überprüft werden, für welche Zwecke man ihn benötigt. Am wichtigsten sind natürlich die technischen Anforderungen an das Gerät, ein nicht unwesentlicher Punkt ist aber auch das Material sowie das Design. Aus diesen Kriterien ergibt sich dann der Preis des Gerätes.

Zuerst sollte überlegt werden, wie groß der Wassertank sein soll. Wer nur geringe Mengen Wasser erhitzt, der ist mit einem kleinen Wasserkocher gut bedient, der nur 750ml oder 1000ml Wasser fasst. Bei größeren Mengen sollte der Tank auf mindestens 1500ml oder besser noch 2000ml Flüssigkeit ausgelegt sein.

Wichtig ist auch die Überlegung, was das Gerät alles können soll. Soll er besonders energieeffizient sein, eine Warmhaltefunktion besitzen oder über eine automatische Abschaltfunktion verfügen? Auch die Schnelligkeit beim Erwärmen des Wassers ist ein nicht unwesentliches Entscheidungskriterium. Ein langsam erhitzender Kocher rentiert sich nicht, wenn schnell heißes Wasser benötigt wird.

Auch die Reinigung und das Entkalken des Gerätes sind nicht unwesentliche Aspekte. Sie sollten einfach zu bewerkstelligen sein. Man kann der lästigen Arbeit des Entkalkens allerdings auch vorbeugen, indem man nur gefiltertes Wasser in den Wasserkocher gibt. Dafür gibt es diverse Wasserfilter, die diese Aufgabe sehr gut erledigen. Gerade Teetrinker werden dieses Gerät auch aus einem anderen Grund schätzen: Tee schmeckt mit diesem Wasser besser und in den Teekannen setzen sich unschöne Rückstände weniger leicht ab. Für viele Menschen ist zudem das Aussehen sehr wichtig. Welche Farbe und Form soll das Gerät haben? Welche Farbe beziehungsweise welches Design würde sich besonders harmonisch in die eigene Küche einfügen?

Verschiedene Typen von Wasserkochern 

Sie haben die Wahl zwischen verschiedenen Wasserkocher-Typen, die auf die unterschiedlichsten Bedürfnisse ausgelegt sind.

Edelstahl Wasserkocher

Bei Edelstahl-Wasserkochern besteht der Wasserbehälter aus Edelstahl. Er überzeugt besonders durch seine wärmetechnischen Eigenschaften, da Edelstahl die Wärme besser leitet und das Wasser demnach schneller erwärmt und warmgehalten werden kann. Im Gegenzug sind diese Kocher meist teurer als andere Modelle aus Kunststoff. Durch die Oberflächen aus Edelstahl sind diese Geräte zudem besonders leicht zu reinigen.

Wasserkocher aus Kunststoff

Wasserkocher aus Kunststoff gibt es in allen erdenklichen Formen, Farben und Größen. Hier hat man die größte Auswahl und kann einen guten Wasserkocher schon recht günstig erstehen. Bei einigen Kochern kann das Wasser allerdings einen leichten Plastikbeigeschmack entwickeln.

Wasserkocher aus Glas

Besonders hochwertig sind Wasserkocher aus Glas, die eine gute Alternative zu Kunststoff und Edelstahl sind. Glas ist ein besonders hitzebeständiger Stoff und bietet einige Vorzüge: Es ist geschmacks- und geruchsneutral, im Glas sind keine gesundheitsbedenklichen Stoffe enthalten und es kann ganz einfach mit herkömmlichen Reinigungsmitteln gesäubert werden. Die Vorzüge der Wasserkocher aus Glas rechtfertigen den zumeist etwas höheren Preis.

Mini-Wasserkocher

Sehr praktisch sind Mini-Wasserkocher. Diese Art von Wasserkochern ermöglicht ein schnelles Erhitzen von kleinen Wassermengen. Er eignet sich insbesondere für Single-Haushalte oder ist ein praktischer Begleiter auf Reisen.

Schnurlose Wasserkocher

Die schnurlosen Wasserkocher hielten in den letzten Jahren vermehrt Einzug in den deutschen Haushalten. Bei ihnen ist nur der Sockel durch das Stromkabel mit der Steckdose verbunden, der Behälter kann völlig frei ohne störendes Kabel verwendet werden. Das erleichtert das Einfüllen von Wasser und das Ausschenken des des Kochwassers natürlich enorm. Viele schnurlose Wasserkocher besitzen ein verdecktes Heizelement, was die Reinigung des Gerätes extrem erleichtert. Schnurlose Wasserkocher sind in allen Farben aus Glas, Kunststoff sowie Edelstahl erhältlich.

Auf die Energiebilanz achten

Ein wesentlicher Aspekt beim Kauf eines Wasserkochers ist seine Energiebilanz. In Zeiten, in denen Energie zu einem immer teureren Gut wird, sollte schon beim Kauf neuer Küchengeräte auf eine positive Energiebilanz geachtet werden. Wer nur kleine Mengen an heißem Wasser benötigt, der greift am besten zu einem Reise- oder Miniwasserkocher. So wird beim Erhitzen nicht unnötig Energie verbraucht. Werden große Mengen an Heißwasser verbraucht, sollte die Wahl auf ein Gerät mit hohem Fassungsvermögen fallen. Die meisten Wasserkocher sind heutzutage mit einem verdeckten Heizelement ausgestattet, dies verbraucht weniger Energie und erleichtert zudem die Reinigung des Gerätes.

Wasserkocher tragen erheblich zur Verringerung der Stromkosten bei, da sie besonders effizient das Wasser erhitzen. Das Erhitzen erfolgt wesentlich schneller als in Teekesseln oder im Topf auf dem Herd. Relativ neu auf dem Markt sind Wasserkocher mit Temperaturregler, so kann man die gewünschte Temperatur des Wassers vor dem Heizvorgang einstellen. Dies eignet sich beispielsweise für das Kochen von Grünem Tee, der nur mit 80° Celsius heißem Wasser aufgekocht werden soll. So lässt sich zusätzlich Energie sparen.

Praktische Tipps zur Kaufentscheidung

Besonders benutzerfreundlich sind Wasserkocher mit separatem Sockel, der den Kocher über das Stromkabel mit Energie versorgt. So kann der Wasserbehälter ohne störendes Kabel benutzt werden. Die meisten Wasserkocher sind heute mit einem separaten Sockel ausgestattet.

Ein wichtiges Kriterium beim Kauf ist die Dampfstoppautomatik. Sie garantiert, dass sich der Wasserkocher von selbst ausschaltet, sobald das Wasser kocht. Dafür muss der Deckel richtig geschlossen sein, bei offenem oder leicht offenem Deckel kann das Wasser bis auf den letzten Tropfen verdampfen. Der Trockengehschutz verhindert darüber hinaus, dass der Kocher mit wenig oder gar keinem Wasser angeschaltet werden kann.

Wer in Gegenden mit besonders kalkhaltigem Wasser wohnt, der sollte zu einem Gerät mit Fangfilter greifen. So können kleine Kalkstücke aus dem Wasser gar nicht erst nicht in die Tasse oder den Topf gelangen.

Wasserkocher richtig reinigen

In einigen Regionen Deutschlands ist das Wasser besonders kalkhaltig, was eine echte Herausforderung für Wasserkocher darstellt. Das Resultat sind Kalkablagerungen im Innenraum des Gerätes. Darum ist es immens wichtig, seinen Wasserkocher regelmäßig zu reinigen.

Dafür braucht man nicht unbedingt einen teuren Spezialreiniger, herkömmlicher Essigreiniger ist vollkommen ausreichend und führt oftmals auch zu besseren Reinigungsergebnissen. Dafür wird der Wassertank mit Wasser und etwas Essigessenz gefüllt und aufgekocht. Danach ist das Gerät wieder absolut sauber. Im Anschluss sollte der Wasserkocher aber noch drei weitere Reinigungsgänge nur mit Wasser aufgekocht werden. Dann ist auch der Essiggeschmack komplett verflogen.

Wasserkocher nicht selbst reparieren

Wie jedes elektrische Küchengerät kann auch ein Wasserkocher kaputt gehen. Wasserkocher sind elektrische Geräte und verfügen über 220V / 230V und dürfen deswegen nicht von Laien repariert werden, auch wenn die Instandsetzung noch so leicht zu bewerkstelligen erscheint. Nach der Mangelbeseitigung kann das Gerät zwar wieder funktionieren, anschließende Störungen mit Gefahr für Leib und Leben sind aber nicht auszuschließen. Darum sollte bei einer Fehlfunktion immer der Kundendienst des Herstellers kontaktiert werden oder andernfalls das Gerät durch ein neues ersetzt werden.

Die richtige Entsorgung

Wenn der Wasserkocher nicht mehr repariert werden kann, sollte er entsorgt werden. Im Gerät stecken wertvolle Rohstoffe, die recycelt werden können. Darum gehört ein Wasserkocher nicht in den Restmüll.

Groß- und Einzelhändler, die Wasserkocher verkaufen, sind gesetzlich verpflichtet, nicht mehr funktionsfähige Geräte zurückzunehmen und fachgerecht zu entsorgen. Jeder Händler, der den entsprechenden Wasserkocher in seinem Sortiment führt, ist verpflichtet, ihn zurückzunehmen. Eine weitere Entsorgungsmöglichkeit ist der Recyclinghof, bei dem die Abgabe in vielen Städten und Gemeinden in haushaltsüblichen Mengen kostenlos ist.

Fazit

Beim Kauf eines Wasserkochers sollte im Vorfeld genau überlegt werden, wofür er benutzt werden soll, welches Material bevorzugt wird und wie er aussehen sollte. Es gibt eine große Auswahl an Geräten von Anbietern aus Deutschland, Europa und der ganzen Welt. Und wenn Sie schon dabei sind, sich die Küchenarbeit zu versüßen, dann denken Sie vielleicht auch darüber nach, ob ein Toaster oder eine Saftpresse Ihnen die Arbeit erleichtern könnte.

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