Handys ohne Vertrag: Tipps & Tricks beim Einrichten der Software

eBay
Von Veröffentlicht von
Handys ohne Vertrag: Tipps & Tricks beim Einrichten der Software

Ein Handy ist immer nur so gut wie es die Software erlaubt. Bei einem neuen Handy stellt sich deswegen nicht nur die Frage, wie es um die Hardware bestellt ist. Mit Hardware ist das Handy selbst gemeint - der Prozessor, der Arbeitsspeicher oder auch der Grafikchip. Doch die Software ist mindestens genauso wichtig. Das gilt für jedes technische Gerät mit einer Benutzeroberfläche - vor allem aber bei Smartphones. Denn die Anpassungen, die jeder Nutzer für sich selbst vornehmen kann, sind zahlreich. Manchmal sind die Änderungen optional, zum Teil aber auch essenziell - vor allem in Sicherheitsfragen. Wer sich nun ein neues Handy ohne Vertrag zugelegt hat, steht anfangs vor vielen wichtigen Entscheidungen. Welche Standardprogramme unbedingt auf jedes Smartphone gehören, was Sie über Ihr Betriebssystem wissen sollten und wie Sie bei Installation vorgehen sollten, lesen Sie hier.

iOS, Android oder Windows Phone - das Einrichten der Software hängt vom gewählten Betriebssystem ab

Gerade in den Anfangsjahren haben sich die großen Software Entwickler darauf konzentriert, das Betriebssystem mit den meisten Benutzern anzuvisieren - schließlich liegt darin ökonomisch gesehen das größte Potenzial. In den letzten Monaten und Jahren hat sich das Blatt durch die zunehmende Verbreitung von Android-Handys und Windows Phones gewendet. Als Türöffner für erfolgreiche Konkurrenzprodukte auf dem Markt gilt die Samsung-Galaxy-Reihe - das meistgenutzte Betriebssystem weltweit ist dementsprechend Googles Android. Die wichtigsten Anwendungen werden systemübergreifend angeboten.

Von fortgeschrittenen Funktionen wie „Rooting" für Android-Smartphones oder „Jailbreaks" für das iPhone sollten vor allem Neueinsteiger absehen. Garantieansprüche gehen durch das nicht vertragsgemäße Verändern der Betriebssysteme verloren. Zudem entstehen bei unsachgemäßem Vorgang Schäden am Gerät - Datenverlust nicht ausgeschlossen. Unter Umständen wird Ihr Smartphone überhaupt nicht mehr hochfahren. Es gilt also: nur für absolute Experten, die Ihr Handwerk verstehen.

Absolute Pflichtinstallation: Diese Software ist für jeden Nutzer empfehlenswert

  • E-Mail: Freunde, Familie und Berufliches: Der Kontakt über die elektronische Post ist mittlerweile ein Standardmittel in der Kommunikation. Kostenlos, praktisch und im besten Fall schnell, so sollte es auch auf dem Handy funktionieren. Die Lösung: ein E-Mail-Client, den Sie auf Ihrem Handy einrichten. Diese gibt es in aller Regel für alle Plattformen und von allen großen Mail-Anbietern. Sie sparen sich damit den Weg auf die Webseite, umständliches und zeitraubendes Ansteuern über den Browser fällt weg. Tipp: Schalten Sie die Synchronisation ein, damit wichtige Mails automatisch heruntergeladen und angezeigt werden.
  • Chat: Sehr beliebt in Deutschland und weltweit: Chat-Programme, die über das Internet miteinander verbunden sind. Die gängigen Chat Anwendungen wie etwa „WhatsApp" kommunizieren dabei über das WLAN im Café oder zu Hause sowie über die mobile Datenverbindung. Für Sie heißt das: Sparen Sie Geld, in dem Sie Bilder, Videos und Textnachrichten nicht mehr über SMS oder MMS verschicken müssen! Informieren Sie sich vorab, ob weitere Kosten nach Ablauf eines festgesetzten Zeitrahmens in Bezug auf die Nutzungsrechte des Programms anfallen.
  • Spiele: Jump and Run, Kartenspiele oder Ego-Shooter - die moderne Handy-Technologie bietet Spiele in sehr verschiedenen Genres an. So findet jeder einen Pausenfüller in der richtigen Grundausrichtung. Vorsicht aber vor Spielen, die nur mit „Mikrotransaktionen", also kostenpflichtigen Käufen im Spielablauf, funktionieren.
  • Datei-Manager: Sollten Sie Probleme haben, sich in der Struktur Ihres Handys zurechtzufinden, hilft ein Datei-Manager. So taucht die verloren geglaubte PDF-Datei wieder auf, ohne dass sie das Gerät per Kabel an den Rechner anschließen müssen. Diese Software dient der Übersichtlichkeit, in dem es grafische Oberflächen in einfache Strukturen überträgt.

Obwohl die Auslandspreise für das sogenannte „Roaming" dank einer EU-weiten Gesetzesvorgabe deutlich reduziert wurden, sollten Sie auf einer Auslandsreise die Datenverbindung nach Möglichkeit deaktivieren. Standardmäßig ist die Funktion häufig schon ausgeschaltet - prüfen Sie dies aber unbedingt noch am Heimatort.

Das gilt für jedes Handy: Halten Sie Ihr Betriebssystem immer aktuell

Egal ob Android von Google, Windows Phone von Microsoft oder iOS von Apple: Ihr Betriebssystem sollte immer aktuell sein. Die Installation ist kostenlos, schnell und einfach. Das Resultat muss nicht immer verblüffend neu sein. Allerdings profitieren Sie trotzdem gehörig. Ihr Smartphone wird mit einer veralteten Software anfällig für Viren. Einige Bugfixes adressieren nur sogenannte Sicherheitslücken, durch die gewiefte, kriminelle Entwickler Ihre persönlichen Daten abgreifen möchten.

Wenn Sie ihr Handy nach einem größeren Update neu starten, sehen Sie häufig, dass das System die Apps neu anpasst. In manchen Fällen kann es passieren, dass ein einzelnes Programm mit dieser Angleichung Probleme hat. Deswegen: Sehen Sie immer nach, ob Ihre selbst installierte Software der neuesten Version entspricht. Ob diese Aktualisierungen manuell oder automatisch erfolgen, bestimmen Sie selbst. Bei der manuellen Installation durch den Nutzer müssen Sie selbst im Menü unter dem Registerpunkt Anwendungen in regelmäßigen Abständen überprüfen, ob neue Updates vorliegen. Setzen Sie ihr Häkchen bei „Automatische Updates", lädt das System die aktualisierte Fassung Ihrer Software selbstständig. Tipp: Legen Sie fest, dass die Updates nur bei aktiver WLAN-Verbindung heruntergeladen werden. Mit dieser Einstellung belasten Sie Ihre Surf-Flatrate nicht unnötig, da die Megabytes über die drahtlose Verbindung des eigenen Routers nicht zählen.

Bereiten Sie Reisen von zu Hause aus vor - diese Software hilft dabei

Zu den Reisevorbereitungen zählt mittlerweile mehr als das Buchen eines Tickets und das Einpacken einer faltbaren Landkarte. Wer bereits zu Hause sein Smartphone auf Vordermann bringt, profitiert vor allem im Ausland von der Mühe.

  • Navigation: Erschwingliche Navigationsgeräte sind erst seit wenigen Jahren eine Selbstverständlichkeit. Im Auto, auf dem Rad oder per pedes - ein guter Überblick kann nie schaden. Vor allen in unbekannten Gefilden lohnt die satellitengestützte Navigation bei der Orientierung - mittlerweile auch mit dem Smartphone.
  • Zugreisen: Immer aktuelle sind Ihre Informationen mit der offiziellen App der Deutschen Bahn - so verpassen Sie keinen Zug mehr unnötig.
  • Wetter: Planen Sie Ihre Ausflüge in Abstimmung mit dem Wetterbericht. Strand oder doch lieber Museum - mit der richtigen App fällt die Entscheidung leicht.

Wichtig ist, dass Sie die Software schon zu Hause einrichten. So sparen Sie sich einige Megabyte, die im Ausland Zeit und Geld rauben. Vor allem größere Anwendungen sollten Sie unbedingt bei WLAN-Verbindung installieren - eine abreißende Datenverbindung im Download ist sehr ärgerlich. Unter Umständen muss der Prozess völlig von Neuem gestartet werden.

Vorsicht: Nicht jeder App-Store ist seriös und sicher

Windows Phone Store, Google Play und der App-Store von Apple halten gewisse Sicherheitsstandards ein. Bei Google Play beispielsweise gibt es einen „Bouncer" - also Türsteher - der Anwendungen nach zu vielen negativen Bewertungen aus dem Angebot nimmt. Der Grund dafür: Viren und andere Malware sind längst nicht mehr ausschließlich auf Computer oder Laptop zu finden. Auf dem Smartphone tätigen Sie Bankgeschäfte, schreiben private Nachrichten oder geschäftliche E-Mails mit wichtigen Informationen. Die offiziellen Vertriebsmöglichkeiten bieten größtmögliche Sicherheit. Auf einem System wie Android können Sie aber durchaus auch andere Anbieter installieren. Nicht immer ist das gefährlich - mancher App-Store beispielsweise ist ähnlich bedenkenlos zu nutzen wie die offiziellen Online-Stores der Hersteller Ihres Betriebssystems. Unter Umständen profitieren Sie sogar von solchen Konkurrenten: Entweder durch Sonderangebote wie reduzierten Preisen oder durch eine „App des Tages", die an einem bestimmten Tag komplett kostenlos ist. Die Gefahr lauert bei virenverseuchten Installationsdateien, die das System angreifen. Unter Umständen installiert sich eine versteckte Zweitsoftware mit, die Sie im besten Fall mit Werbebotschaften belästigt, im schlechtesten Fall aber das System angreift. Ein rettender Ratschlag: Erhalten Sie neuerdings Fehlermeldungen, sollten Sie diese wortgenau und in Anführungszeichen in eine Suchmaschine eingeben. Bei einem bekannten Problem finden Sie mit etwas Glück eine hilfreiche Anleitung im Internet - wobei auch hier auf eine seriöse Quelle Wert zu legen ist.

Eine kleine Checkliste - der Leitfaden für ein gut eingerichtetes Handy ohne Vertrag

Vor, während und nach dem Einrichten der Software auf Ihrem Handy gibt es also einiges zu beachten. Die wichtigsten Tipps und Tricks im Überblick:

  • Wo wird die App installiert? Grundsätzlich gibt es zwei Optionen: Manche Software lässt sich nur auf dem internen Speicher verorten. Andere Anwendungen hingegen dürfen auf der zusätzlichen microSD-Karte abgelegt werden. Letzterer Speicherort ist bei einem knapp bemessenen internen Speicher die komfortablere Variante.
  • Wie wird die App installiert: Nach dem Herunterladen der Installationsdatei starten Sie durch einen erneuten Klick die Installation. Nun wird genau angezeigt, welche Berechtigungen der neuen Software zugeteilt werden sollen. Ist Ihnen dieser Zugriff zu prekär, lehnen Sie die Installation einfach ab.
  • Synchronisation: Viele Anwendungen zeigen durch den „Push Service" an, dass sich in einer Anwendung etwas verändert hat – etwa, dass Sie eine neue Nachricht bekommen haben. In machen Situationen sinnvoll, in anderen Momenten wird diese Meldung als störend empfunden. In den Einstellungen können Sie die Option zu- oder abschalten. Gegen die ständige Synchronisation aller Anwendungen spricht der höhere Akkuverbrauch.
  • Virenscanner: Gegen trojanische Pferde und Virenattacken sind Virenscanner ein effektiver Schutz.
  • Standard-Software festlegen: Haben Sie ein Programm gefunden, das vollkommen zu Ihrer Zufriedenheit läuft, sollten Sie dieses als Standard-Applikation auswählen. Dann öffnen Sie einen bestimmten Dateityp immer mit diesem Programm. Nicht mehr gebrauchte Anwendungen sollten Sie deinstallieren. Das spart Platz und Leistung - denn viele Anwendungen sind unbemerkt im Hintergrund aktiv und verbrauchen Akku und Systemressourcen.

Generell gilt, dass das mobile Ansteuern von Webseiten mit dem Internet-Browser der Navigation mit Apps fast immer unterlegen ist. Aber auch hier kann wieder differenziert werden. Die Schaltfläche „Internet" startet den Standard-Browser, der vorab auf dem Handy installiert wurde. Wenn Sie wie beim Desktop-PC lieber mit Firefox oder Chrome unterwegs sind, lässt sich dieser Wunsch bei einem flexiblen System problemlos umsetzen.

Weitere erkunden
Wählen Sie eine Vorlage aus

Zusätzliches Navigationsmenü