Hackemore gleich toller Westernreiter?

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Das Hackemore (meist wird hier das mechanische Hackemore gemeint) ist eine gebisslose Zäumung.

Das hört sich doch super an, denken viele Freizeit oder Westernreiter...

Doch wie funktioniert  so ein Teil?

Durch die Schenkel, in welche unten die Zügel und oben das Gebickstück eingeschnallt wird, wird Druck auch das Nasenbein und Gegendruck mit der Kinnkette auf die Kinnkettengrube ausgelöst.

Jedem Interessiertem Reiter empfehle ich sich mal eine Knochenstudie des Pferdekopfes anzusehen.

Das kleine, empfindliche Knochenteil am unteren Ende der Schädelplatte ist das sogenannte Nasenbein.

Bei einem heftigen Zug kann das Nasenbein brechen, bei permanenten Druck verformen.

Das hört sich schlimm an...

Und schlimm ist soch ein Gebiss, wenn es in unerfahrene, harte Hände kommt, oder aus Unwissenheit als Problemlöser bei heftigen Pferden eingesetzt wird.

Ich selbst schäme mich heute, meine hitzige Endmaßponystute vor Jahren mit einem solchen Hackemore mit langen Anzügen traktiert zu haben.

Sie hatte nach einigen Ausritten tatsächlich eine leicht Verformung des Nasenbeines.

Diese hat sich nach sofortiger Umstellung auf ein anderes Giss zwar gelegt, aber ich hätte das Teil nicht verwendet, wenn ich mich besser informiert hätte.

Deutlich weicher ist die Wirkung mit den kurzen Anzügen und dem breiten Nasenstück.

Hier kann eine Alternative entstehen.

Übrigens basiert das "Glücksrad"-Gebiss auf dem gleichen Prinzip.

Wer es ganz weich und gebisslos haben möchte, kann auf Sidepull, oder Mecate umsteigen, das allerdings ist nur für sehr "brave" Pferde geeignet.

Ich hoffe, Euch bei einer Entscheidung "Hackemore, oder nicht" geholfen zu haben!

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