Grafikkarten: Den passenden Anschluss finden

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Um das zu visualisieren, was die Grafikkarte computerintern aufbereitet, braucht es eine Verbindung zum Monitor. Daher kommt den externen Anschlüssen der Karte eine maßgebliche Bedeutung zu.

 

Grafikkarten: Den passenden Anschluss findenModerne Grafikkarten wie die GeForce GTX 780 verfügen sowohl über HDMI- als auch DiplayPort- und DVI-Anschlüsse. (Copyright: GeForce)

 

 

Der VGA-Standard

Grafikkarten mit VGA-Anschluss (blau) sind auch heute noch erhältlich; dazu gibt es einen DVI-Anschluss. (Copyright: GeForce) Wie leicht waren die Zeiten, als lediglich Röhrenmonitore verfügbar waren: Die meisten Grafikkarten hatten einen einzigen externen Ausgang für eine Kabelverbindung, die Monitore nur einen Eingang. Das Ganze hörte auf den Namen VGA (Video Graphics Array) - und fast alle heute erhältlichen Grafikkarten unterstützen diesen Standard heute noch.

 

Wer also eine alte "Röhre" weiter nutzen möchte, steht nicht vor der Qual der Wahl. Das an der 15-poligen Ausgangsbuchse bereitgestellte analoge Grafiksignal sollte allerdings keinen allzu langen Übertragungsweg zurücklegen. Ab einer Kabellänge von zwei Metern kann die Bildqualität nämlich leiden.

 

 

Nachfolger DVI

Mit dem Siegeszug der TFT-Flachmonitore entwickelte sich das Digital Visual Interface (DVI) zum Standard für die Verbindung von Grafikkarte zu Bildschirm. Grafikkarten mit DVI-Ausgang - kaum eine aktuelle weist keinen auf - erlauben die gleichzeitige Übertragung von analogen und digitalen Bilddaten. Über den DVI-Ausgang können mittels Adapter also auch alte Monitore, die lediglich eine VGA-Eingang besitzen, bedient werden.

 

Bei moderneren Flachbildschirmen dagegen erfolgt die Datenübertragung sinnigerweise digital. Denn hierbei entfallen zwei Konvertierungsvorgänge - von der digital arbeitenden Grafikkarte zum analogen Ausgang und wieder retour am digitalen Eingang des Monitors. Das gewährleistet Vorteile in Sachen Qualität und vor allen bei der Reaktionszeit. Wie bei VGA existiert übrigens eine Mini-DVI-Variante für Notebooks ohne Platz für eine vollwertige Buchse.

 

 

Der nächste Schritt: HDMI

Viele Hersteller stellen Adapterkabel für einen HDMI-Ausgang zum DVI-Monitor bereit. (Copyright: Nvidia) Das High Definition Multimedia Interface - kurz HDMI - wurde entwickelt, um zum einen die Qualität von Bild- und Ton-Übertragungen zu verbessern und zum anderen das  Kopierschutzkonzept (Digital, Rights Management; DRM) fest zu etablieren. Seit 2007 gibt es auch Grafikkarten mit HDMI-Ausgang.

 

Weil HDMI zum Vorgängerstandard DVI abwärtskompatibel ist, lässt sich ein DVI-Bildschirm mittels Adapter an eine HDMI-Grafikkarte anschließen. Aktuell ist seit September 2103 die Norm HDMI 2.0, die nicht nur 3D unterstützt, sondern auch echte 4K-Auflösungen (4096 × 2304 Pixel).

 

 

Der DisplayPort

Relativ jung ist der erstmals 2006 präsentierte Verbindungsstandard DisplayPort, der mit seinem kleinen Steckerformat auch gut für tragbare Endgeräte geeignet ist. Der Anschluss erlaubt Auflösungen bis 2560 x 1600 Pixel mit 10 Bit Farbtiefe. Zudem bringt er einen Zusatzkanal für die Steuerung von USB-Geräten, Kameras oder Touchscreens mit.

 

DisplayPort ist kompatibel zu DVI und HDMI, wobei Grafikkarten mit Grafikchips von Intel, AMD und Nvidia sogar automatisch erkennen, ob DisplayPort- und HDMI-Monitore angeschlossen sind und ob sie ein entsprechendes Ausgabeformat zur Verfügung stellen.

 

 

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