Getrennt oder beieinander? Wie sie Ihre CDs, DVDs und Blu-rays sicher lagern

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Getrennt oder beieinander? Wie sie Ihre CDs, DVDs und Blu-rays sicher lagern

In Zeiten der digitalen Datenströme gerät der physische Datenträger immer mehr in Vergessenheit - vor allem dann, wenn es um die Lieblingsthemen der Branche geht: Clouds als riesige Online-Speicher oder der praktische USB-Stick der neuesten Generation mit der Leistung einer Festplatte.
Doch bei den Nutzern sieht es anders aus. Im Alltag vieler Menschen existieren die kleinen silbernen oder blauen Scheiben nach wie vor und erfreuen sich einer gewissen Popularität. Auch wenn eine Kapazität von 700 Megabyte längst nicht mehr das Nonplusultra in Sachen Archivierung sind.
Kein Wunder, wurden doch im Zuge des Ausbaus von Multimedia-Optionen die Ressourcen der tragbaren Speichermedien schnell zu klein für die immer komplexer werdenden Volumen, die für die Darstellung auf einem zeitgemäßen Computer benötigt werden. Selbst das Blu-ray-Format kann längst nicht mehr allen Ansprüchen gerecht werden, sondern stellt vielmehr die letzte Entwicklungsstufe der physischen Datenträger dar.
Darauf folgt die reine Virtualität. Ausgelagerte Datenbanken entlasten die Festplatte und sorgen zudem für ein hohes Maß an Sicherheit. Systemabstürze spielen dann keine große Rolle mehr, schließlich liegen die Dateien auf einem Server und nicht auf der eigenen Festplatte. Eine derartige Distanz ist allerdings nicht allen Nutzern geheuer. Gerne wird daher auf die altbekannte und letztlich bewährte Technik des Brennens auf einen Rohling zurückgegriffen. Gleiches gilt auch für Filme und Musikdateien.
Deshalb zählen CD- oder DVD-Rohlinge nach wie vor zu häufig genutzten Medien. Besonders im Bereich des privaten Büros wird immer noch gerne auf das klassische Brennen einer Daten-CD zurückgegriffen, auch wenn die DVD eine deutlich höhere Kapazität aufzuweisen hat. Die Zahl der Anwender, die tatsächlich nur über eine rein virtuelle Speicherung aller Dokumente und Dateien verfügt, dürfte nach wie vor eher gering ausfallen.
Erfahren Sie anhand dieses Ratgebers Nützliches rund um die Archivierung und Lagerung Ihrer Datenträger. Lernen Sie mehr über die Beschaffenheit der unterschiedlichen Formate und gewinnen Sie wichtige Einblicke in den entsprechenden Umgang. Das Segment der Leermedien auf eBay bietet Ihnen die nötige Auswahl, um das für Ihre Zwecke passende Medium ausfindig zu machen.

Klein und alt, aber robust: Die CD schlägt alle Alternativen mit ihrer unkomplizierten Handhabung

Die CD - fast schon ein Veteran der Computergeschichte

Die CD gehört im Grunde bereits zu den Veteranen der Computergeschichte. In den frühen 90er-Jahren ging die Industrie schrittweise dazu über, ein entsprechendes Laufwerk in ihre Computer einzusetzen. Parallel setzte sich die CD auch auf dem Musikmarkt durch und löste Schallplatte und Kassette zügig ab. Bezüglich der PCs überzeugte der gegenüber Disketten außergewöhnlich schnelle Zugriff und die damit einhergehende Kapazität. Die wenigen Megabyte Speichervolumen einer 3,5-Zoll-Version konnten – gemessen an der heutigen MP3-Technologie - gerade so ein einziges Musikstück abspeichern.

Die CD-Rom - der Nachfolger mit dem Mehr an Platz

Mit dem Aufkommen der CD-ROM stiegen die Ressourcen sprunghaft auf 700 MB an, was in Filmminuten umgerechnet immerhin ganze 80 bedeutet. Zusätzlich setzte sich mit der Vergrößerung des Volumens auch das Videoformat am Rechner durch, mit bescheidenen Anfängen natürlich, aber immerhin. Lediglich der Brenner inklusive Software brauchte noch ein paar Jahre, ehe er zu erschwinglichen Preisen im Handel erhältlich war. Die CD dominierte die Computer- und Multimedianutzung und sorgte schließlich für die endgültige Ablösung der Diskettenformate.
Erst um die Jahrtausendwende, mit der Präsentation der DVD, stellte sich der silberne Datenspeicher als für bestimmte Aufgaben zu klein heraus. Dabei überzeugt die CD nach wie vor durch ihre anspruchsvolle - und im direkten Vergleich zu älteren Formaten - aber ebenso robuste Handhabung. Ob als Rohling mit entsprechendem Brennvorgang oder als Kauf-CD, das Material lässt einen recht entspannten Umgang zu. Fingerabdrücke lassen sich problemlos abwischen und auch das Entstehen von Kratzern, wie sie zum Beispiel beim Bedienen eines Auto-CD-Players eine unvermeidliche Begleiterscheinung darstellen, bewirken nur in wirklich extremen Fällen einen Ausfall oder eine Störung des Abspielens.

Einen großen Raum für Spekulationen lässt indes die „Lebenserwartung" einer CD. Experten sind sich uneinig, ob diese nun schon nach 20 oder erst nach sechzig Jahren endet. Faktum ist, dass wichtige Daten oder eine besonders wertvolle Musik-CD niemals ohne entsprechende Kopie in der Sammlung behalten werden sollten. Aller Robustheit zum Trotz ist eventuellen Gefahren vorzubeugen. Hier ist eine Sicherungskopie der einzige Weg. Ansonsten reicht die sachgemäße Lagerung im Dunkeln völlig aus, ob nun auf einer Spindel oder jeweils separat in der Hülle verpackt, ist von untergeordneter Wichtigkeit.

Größer und besser, aber äußerst empfindlich: die DVD als Nachfolgerin der Compact Disc

Die DVD löste die CD als Speichermedium nicht nur ab, sondern erweiterte zugleich die Vielfalt der Nutzungsmöglichkeiten. Das Format DVD gibt es in diversen Varianten, grundsätzlich werden zwei Klassen unterschieden: zum einen die Sparte der Lese-DVDs, also in erster Linie Filme bzw. Audio-DVDs. Formate, die vom Nutzer nicht weiter verändert werden. Demgegenüber stehen die beschreibbaren DVDs, die etwa anhand der Formate DVD-Ram, DVD-R oder DVD-RW erkannt werden können. Insgesamt haben sich mit Fortschreiten des multimedialen Zeitalters in den letzten Jahren die Optionen des Herstellens hochwertiger Kopien auf DVD-Niveau drastisch erhöht. Neben der stetig ansteigenden Kapazität gelang der Entwicklung gleichzeitig eine signifikante Erhöhung der Wiedergabequalität. Größtes Manko hierbei: die im Vergleich zur CD gestiegene Sorgfalt im Umgang.

Von der Herstellerseite wird das Problem der Verwendungsdauer pragmatisch gesehen: Die meisten Firmen gewähren eine zehnjährige Garantie auf ihre DVD-Rohlinge. Der Haken hierbei: Gemeint sind ausschließlich eventuelle Fabrikationsfehler, die Datenspeicherung bzw. deren verlässliche Konstanz bleibt von dieser Regelung unberührt. Gänzlich im Ungefähren verbleiben die verantwortlichen Firmen beim Thema der Haltbarkeit überhaupt. Wie bei der CD gilt auch bei der DVD eine nachvollziehbare Unsicherheit, schließlich existiert die entsprechende Technik kaum 30 Jahre, jede Aussage diesbezüglich bleibt also hypothetisch. Als bewusster Mediennutzer verzichten Sie selbstverständlich nicht auf regelmäßige Kopien – ob von CD, DVD oder Blu-ray. Vorsicht ist also bei allen Datenträgern geboten.

Noch besser, aber auch eine Stufe komplexer in der Anwendung: das Blu-ray-Format

Mit ihm vergrößert sich noch einmal der multimediale Spielraum, ebenso wächst aber auch die Empfindlichkeit gegenüber Einwirkungen von Außen. Die blauen Scheiben wurden 2002 als Weiterentwicklung der DVDs vorgestellt. Ihr wesentlicher Vorzug besteht in einer massiven Erhöhung der Speicherkapazität sowie in einer gegenüber der DVD noch einmal verbesserten Wiedergabetechnik. Reguläre Blu-rays verfügen über ein Fassungsvermögen von 25 Gigabyte, in der doppelt beschreibbaren Variante, der sogenannten „DoubleLayer", sind es sogar 50. Die Höchstleistung der Blu-ray ergibt sich aus einem verfeinerten Prozedere: Dabei ist der Abstand des Lasers zum Datenträger verringert, zudem benötigt die Blu-ray-Disc zum Auslesen der Daten eine spezielle, nämlich deutlich kleinere Wellenlänge – daraus ergibt sich auch die veränderte, nämlich blaue Farbe. Das große Plus besteht in der Bündelung des Laserstrahls durch das Objektiv, was zur Minimierung von Streuungen und Schreibfehlern führt. Die Präzision der Blu-ray-Technik hat allerdings ihren Preis, die Schutzschicht auf der Laserseite der Discs ist gerade einmal 0,1 mm dick. Im Vergleich dazu beträgt die Schutzschicht einer DVD 0,6 mm. Die stark anfälligen Blu-rays werden daher mit einer Schicht aus Polymer überzogen und so vor Stößen, Staub und Fingerabdrücken geschützt. Diese Maßnahme ist unerlässlich, ohne sie wäre die Nutzung einer Blu-ray kaum möglich.

Ob CD, DVD oder Blu-ray: Der kompetente Umgang entscheidet über die Lebensdauer

In den häufigsten Fällen haben Speicherträger nur eine beschreibbare Seite, sie ist problemlos an der fehlenden Beschriftung auszumachen und kann entsprechend gehandhabt werden. Komplizierter stellt sich der Fall einer beidseitig beschriebenen Blu-ray oder DVD dar, hier sollte ein wie auch immer gearteter Kontakt möglichst vermieden werden. Ideal dazu eignen sich Spindeln. Sie sind in diversen Größen vorhanden und verhelfen zur korrekten Entnahme des Datenträgers, bei erworbenen Spielfilmen erledigt die Klickfunktion der Halterung den Part der reibungslosen Entnahme. Ebenso wichtig wie die Entnahmetechnik ist natürlich die Art der Lagerung. Allen Schutzschichten zum Trotz stellt die direkte Sonneneinstrahlung die größte Beeinträchtigung dar – ein Verwahren in Hülle oder Spindel ist oberste Pflicht. Selbst eine erhöhte Luftfeuchtigkeit wirkt sich schädlich auf die Oberflächenbeschichtung aus. Die unter dem Schutzfilm gelegene Speicherschicht kann durch die permanente Infiltrierung mit feuchter Luft unwiederbringlich verloren gehen.

Auf Nummer „Sicher" für Jahrzehnte: Reinigung und Lagerung Ihrer Datenträger

Die notwendige Sauberkeit ist leicht herzustellen, aufwendige Reinigungsmittel, wie sie im Handel zur angeblich besonders nachhaltigen Pflege von Datenträgern feilgeboten werden, sind überflüssig. Ein möglichst weiches Tuch oder ein Lappen reichen vollkommen aus, selbst saubere Taschentücher sind eine Option. Der entscheidende Punkt liegt in der regelmäßigen Reinigung. Gerade Fettflecken, die auf Fingerabdrücke zurückzuführen und bei der Benutzung kaum zu vermeiden sind, sollten umgehend entfernt werden, da ansonsten die Gefahr des Eintrocknens droht und die Flecken auf dem Datenträger für lange Zeit ihre hartnäckigen Spuren hinterlassen. Keinesfalls sollten Sie vor dem Einsatz von Flüssigkeit zurückschrecken. Zwar bedeutet eine permanent hohe Luftfeuchtigkeit Gift für den Zustand einer Blu-ray oder CD, das kurzzeitige Abwischen mit einem feuchten Tuch sorgt hingegen für den gegenteiligen Effekt. Achten Sie aber darauf, dass wirklich keine Schlieren zurückbleiben. Im Reinigungswasser darf sich ruhig ein Zusatz befinden, etwa Spülmittel oder Reinigungsalkohol aus der Drogerie. Ätzende Substanzen wie Ammoniak oder Terpentin sind selbstverständlich tabu.
Abschließend ist der Ort der Lagerung zu wählen, hierfür eignen sich alle normal beheizten Wohnräume oder entsprechende Keller bestens. Die Hersteller empfehlen Raumtemperaturen zwischen 0 und 30 Grad, damit dürfte die überwältigende Mehrzahl der Nutzer gut zurechtkommen.
Auch wenn die tatsächliche Lebensdauer der kleinen Scheiben eine schwer zu schätzende Angelegenheit ist, liegt ein wesentlicher Aspekt auf dem korrekten Umgang durch den Anwender. Darüber hinaus gilt: Unverzichtbare Sicherungskopien sind nach wie vor ein Muss.

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