Gestohlene Ware gekauft, was nun?

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Vorweg: Wer wissentlich und mit Vorsatz gestohlene Ware kauft, macht sich der Hehlerei schuldig.

Das Landgericht Karlsruhe entscheid 2007 ( 18 AK 136/07 ), das der unwissentliche Kauf von Diebesgut bei Auktionshäusern ( wie Ebay )  nicht den Tatbestand der Hehlerei erfühlt.

Wer geklaute Ware unwissentlich und ohne Vorsatz kauft, z.B. sich auf die positiven Bewertungen des Verkäufers und ähnliche Indizien verläst, ist kein Hehler. Es werden die äußeren Umstände (Preis, Auktionstext, Bewertungen, Sofortkaufpreis) betrachtet. Ist hier nichts auffällig, ist der Fall klar.

Wird ein geklauter Gegenstand jedoch nach dem Kauf identifiziert, so muss dieser Gegenstand an den Eigentümer zurückgeführt werden. Beispielsweise kann der Gegenstand bei der Polizei abgegeben werden. Da der Verkäufer zwar Besitzer aber nicht Eigentümer der Ware ist, kann ein Übertrag der Eigentumsrechte an den Käufer nicht stattfinden, der Gegenstand des Kaufvertrag ist nicht erfüllt, ergo der Käufer kann sein Geld vom Verkäufer der Ware zurückfordern.

Eine neue Masche bei Ebay, wie z.B. Benutzer mlock2003 dies durchzieht, erfolgreiche Bieter bei Ebay nach dem Kauf unter Druck zu setzen um nicht zu sagen zu Erpressen, man hätte gestohlene Ware gekauft um sich dadurch die Ware bzw. den Warenwert zu erschleichen. Gehen Sie nicht auf dererlei Emails ein.

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