Geschüttelt, nicht gerührt: schöne Shaker für Ihre Lieblings-Drinks

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Geschüttelt, nicht gerührt: formschöne Shaker für Ihre Lieblings-Drinks

James Bond wusste es schon immer: Drinks müssen geschüttelt und nicht gerührt sein. Und dafür benötigt man einen Cocktail-Shaker. In Cocktail-Bars und Kneipen kann man den Barkeepern dabei zusehen, wie sie gekonnt und fingerfertig Zutaten in den Shaker geben, schütteln und schließlich den fertigen Cocktail servieren. Das ist nicht nur eine kulinarische Kunst, sondern hat auch Stil und Flair. Auch Zuhause können Sie für Ihre Gäste eine kleine Showeinlage als Barkeeper hinlegen, wenn Sie einen Shaker besitzen und dadrin Cocktails mit Alkohol aber auch alkoholfreie Getränke zaubern. Wenn Sie die passenden Spirituosen online kaufen möchten, dann werden Sie sicher bei eBay fündig! 

Welche Arten von Cocktail-Shakern es gibt, wie sie funktionieren und was Sie beim Kauf beachten sollten, erklärt Ihnen dieser Ratgeber.

Von verdünnten Spirituosen zu modernen bunten Cocktails

Das Wort Cocktail setzt sich zusammen aus den englischen Wörtern „cock" (Hahn) und „tail" (Schwanz). Man findet daher auch öfters Hähne in Darstellungen von Cocktails oder Barkeepern. Ob diese Bezeichnung für die Mixgetränke jedoch tatsächlich auf diese beiden Wörter zurückgeht, ist umstritten. Um die Herkunft des Namens ranken sich mindestens so viele Legenden, wie es heutzutage unterschiedliche Cocktailsorten gibt. Angeblich haben Cocktails an einen bunten Hahnenschwanz erinnert oder der Name käme von Hahnenkämpfen, bei denen anschließend Getränke serviert wurden. Oder der Name komme davon, dass man früher schon am frühen Morgen beim ersten Hahnenschrei einen Cocktail getrunken habe. Während zwar unzweifelhaft früher schon am Morgen Cocktails getrunken wurden, kommt der Name vermutlich eher vom französischen Getränk „coquetel".

Fest steht, dass das Wort um 1800 zum ersten Mal in Amerika verwendet wurde. Damals war ein Cocktail aber noch ein ganz bestimmtes Getränk, das mit unseren heutigen Cocktails wenig gemein hat. Es handelte sich um ein „Getränk aus Spirituosen aller Art, Zucker, Wasser und Bitters" und wurde auch als „bittered sling" bezeichnet. Ein Sling war damals ein beliebtes alkoholisches Getränk aus Spirituosen, welche man mit Wasser und Zucker verdünnte, um sie genießbarer zu machen. Spirituosen waren pur kaum trinkbar, weil sie zu stark waren. Der neue Cocktail enthielt nur zusätzlich noch „Bitters", bittere Kräuter, die man als Heilmittel verwendete.

Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts erweiterte sich der Begriff Cocktail zu dem, was wir heute darunter verstehen: ein alkoholisches Mixgetränk. Und der Begriff schwappte auch nach Europa über. In Amerika entwickelten sich in dieser Zeit außerdem die Barkeeperkultur und viele Techniken, die heute typisch für die Zubereitung von Cocktails sind.

Was alles in einen Cocktail gehört

Cocktails setzen sich typischerweise aus drei oder vier bestimmten Grundzutaten zusammen:

  •  einem alkoholischen Getränk wie Whisky, Wodka, Gin oder Rum als Basis
  •  ein Aromageber wie Sirup, Säfte, Liköre etc., genannt „Modifier"
  •  kleine Mengen von Cocktail-Bitters als „Flavoring Parts"
  •  eine Flüssigkeit, um das Getränk zu strecken oder zu verdünnen, genannt „Filler", meist Säfte, Tonics, Limos, Sodawasser und Ähnliches

Wichtig sind zudem der zugefügte Zucker und das Eis. Besonders das Eis sorgt durch die kühlende Wirkung und das Schmelzwasser für das typische Mundgefühl bei Cocktails.

Die Zubereitung von Cocktails und die richtigen Utensilien

Zur Zubereitung des fertigen Drinks gibt es eine Reihe verschiedener Methoden, von denen das Schütteln nur eine ist. James Bond möchte seinen Martini nie gerührt serviert haben, trotzdem ist dies die gängige Methode einen Martini zuzubereiten. Neben diesen beiden Methoden gibt es noch das Mixen, Bauen, Schichten und Werfen:

  •   Mixen: Bei dieser Methode wird ein Elektromixer eingesetzt, um alle Zutaten zu vermischen; angewendet vor allem bei Cocktails, die sich durch andere Methoden nur schwer mixen lassen würden, z. B. Pina Colada.
  •   Bauen: Bei dieser Methode wird der Cocktail direkt im Glas gemischt, indem die Zutaten über das Eis geschüttet werden und dann höchstens noch kurz gerührt wird.
  •   Schichten: Dabei werden Liköre im Glas übereinander geschichtet, mit der Absicht, dass sie sich nicht vermischen sollen. Sie werden dafür auch nicht geschüttet, sondern mit dem Barlöffel getröpfelt.
  •   Werfen: Eine Methode mit Showeinlage, bei der die Zutaten von einem Gefäß in das andere geworfen werden und dabei in hohem Bogen publikumswirksam fliegen.

Für keine dieser Methoden ist ein Cocktail-Shaker nötig. Dieser wird nur für die beiden gebräuchlichsten Methoden schütteln und rühren verwendet.

Die unterschiedlichen Arten von Cocktail-Shakern

Für viele beliebte Cocktails benötigt man also einen Cocktail-Shaker. Die Shaker gibt es für Cocktails seit dem Ende des 19. Jahrhunderts, als zunehmend Eis zur Verfügung stand und in Cocktails gemixt wurde. Seither haben sich eine Reihe verschiedener Cocktail-Shaker entwickelt. Die drei hauptsächlich verwendeten Arten sind der Boston-Shaker, der Cobbler-Shaker und der French-Shaker. Wir erklären im Folgenden, worin die Unterschiede zwischen diesen Shakern bestehen. Anschließend können Sie selbst entscheiden, für welche Art Cocktail-Shaker Sie Zuhause Platz haben.

Der Boston-Shaker

Der Boston-Shaker ist der Shaker, der von Profi-Barkeepern in Bars verwendet wird. Für Anfänger kann die Benutzung eines Boston-Shakers schnell in einem Desaster enden, denn die richtige Verwendung möchte erlernt sein. Er besteht aus zwei Teilen: einem Metallbecher und einem Glas. Das Glas ist dabei kleiner als der Becher und passt leicht schräg mit dem Mund in die Öffnung des Bechers. Um damit Drinks zu mixen, füllt man das Glas mit Eiswürfeln und den nötigen Zutaten für den gewünschten Cocktail. Dann stülpt man den Becher darüber, allerdings nicht gerade, sondern so schräg, dass eine Seite von Becher und Glas eine gerade Linie bildet. Dann wird dem Becher ein leichter Schlag versetzt, damit alles gut ineinander steckt. An diesem Punkt sollte theoretisch nichts mehr auslaufen können. Nun wird geschüttelt, dabei hält eine Hand den Becher und die andere das Glas. Anschließend stellt man den Shaker mit dem Metallbecher nach unten ab und löst das Glas durch einen Schlag. Gerührte Cocktails können im Glas mit einem Barlöffel zubereitet werden.

Vor dem Servieren des Cocktails wird dieser meist noch abgeseiht. Dazu ist ein Barsieb nötig, dass über das Glas des Gasts gehalten wird. Formen des Boston Shakers bei denen beide Teile aus Metall bestehen werden auch als Tin-Tin bezeichnet.

Der Boston Shaker ist sehr leicht zu reinigen, erfordert für Anfänger aber eben Übung. Er ist in den USA weit verbreitet, in Europa jedoch eher selten.

Der Cobbler-Shaker

Eine weitaus einfachere Art des Shakers ist der Cobbler-Shaker. Er wird auch als dreiteiliger Shaker bezeichnet, weil er aus einem Metallbecher, einem Deckel und einem Sieb besteht. Um damit Cocktails zu mixen, füllt man Eiswürfel und Zutaten in den Becher, setzt den Deckel und das Sieb darauf und schüttelt. Wenn der Shaker außen vor Kälte anläuft, kann der Deckel abgenommen werden und der Cocktail direkt in das Glas des Gasts gefüllt werden. Durch das eingebaute Sieb werden alle kleineren Zutaten, wie Reste von Früchten oder Eisstückchen herausgefiltert, während beim Boston Shaker alle diese Zutaten mit einem Barsieb beim Ausschütten gefiltert werden müssen. Cobbler-Shaker sind häufig klein und können mit einer Hand geschüttelt werden. Sie eignen sich besonders gut für Anfänger, weil die Handhabung so einfach ist. Besonders schaumige Cocktails sind damit schnell und unaufwendig gemacht.

Die Reinigung des Cobbler-Shakers ist allerdings schwieriger aufgrund des eingebauten Siebs. Tipp: Viele Cobbler-Shaker verfügen über einen Deckel, der genau 3 cl fasst, und können damit auch als Barmaß genutzt werden – die Menge entspricht einem Shot.

Der French-Shaker

Neben dem Boston-Shaker und dem Cobbler-Shaker gibt es noch die sogenannten French-Shaker oder Parisian-Shaker. Sie sind zweiteilig, verfügen aber wie der Cobbler über kein Sieb, sodass auch hier ein separates Barsieb verwendet werden muss. Ansonsten bestehen sie, ähnlich wie der Cobbler, aus zwei Metallbechern, einem großen und einem kleinen, die ineinander passen. French-Shaker sind seltener anzutreffen als Cobbler und Boston.

Der Speed-Shaker

Eine besondere Form des Shakers ist der Speed-Shaker. Wie der Name schon besagt, geht es dabei vor allem um Schnelligkeit. Das Getränk soll so schnell es geht beim Gast ankommen. Diese Art Shaker wird deshalb gerne in Clubs und Diskotheken verwendet oder bei anderen Massenevents. Beim Speed Shaker handelt es sich lediglich um einen Becher, der wie der Boston-Shaker zusammen mit einem Glas verwendet wird, um den Cocktail zu mixen. Allerdings wird hierzu kein eigenes Shaker-Glas verwendet, sondern direkt das Glas des Gastes. Eine Abseihen kann dementsprechend nicht stattfinden, weshalb der Speed Shaker nicht für Cocktails verwendet werden kann, die abgeseiht werden müssten. Außerdem bleibt beim Speed-Shaker das Eis im Cocktail und wird mitserviert, was sonst nie gemacht wird.

Wenn Sie sich einen solchen Shaker für Zuhause kaufen wollen, achten Sie darauf nur sehr robuste Gläser für das Cocktailmixen zu verwenden. Durch das Festklemmen und kräftige Schütteln können dünnwandige Gläser sonst leicht zerbrechen.

Farben, Formen und Kurioses

Wenn Sie sich für eine Art Shaker entschieden haben, können Sie noch zwischen unterschiedlichen Materialien und Formen auswählen. Es gibt Cocktail-Shaker aus Glas und aus Edelstahl in vielen Formen. Während der Prohibition, die in den 1920ern in den USA den Ausschank von alkoholischen Getränken generell verbot, entstanden viele illegale Untergrundbars. Dort wurden für Cocktails auch Shaker verwendet, die notgedrungen nicht so aussehen sollten wie Shaker. Bei einer Polizeikontrolle musste der Shaker eine unauffällige Form haben. So entstanden Shaker in Form von Modell-Flugzeugen, Leuchttürmen und vielen anderen Motiven. Heute gibt es zwar keine so ausgefallenen Motive mehr, aber Sie können dennoch zwischen vielen Stilrichtungen auswählen. Im Angebot sind vor allem online manchmal auch interessante historische Shaker.

Oft gibt es Shaker im Cocktail-Set mit anderen Utensilien, wie Ice Crusher und Ähnlichem. Wenn Sie sich komplett für die Hausbar ausstatten möchten, können Sie gleich ein zusammenpassendes Set kaufen. Tipp: Manchmal werden Cocktail-Shaker im Handel auch als Bar-Shaker bezeichnet.

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