Gegen Schwitzen und Hyperhidrose - Tips zur Selbsthilfe

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Schweißfrei werden - es gibt Hoffnung!

"Wie unappetitlich" - mögen Sie vielleicht denken, wenn Sie das Thema Schweiß hören. Schweiß ist aber keineswegs nur ein lästiges Übel, das uns unangenehmen Körpergeruch beschert, sondern ein lebenswichtiger Bestandteil unseres Organismuses. Schweiß ist sozusagen die Klimaanlage unseres Körpers. Ohne ihn würden wir innerlich verkochen. Denn der Körper produziert ständig überschüssige Wärme, die er irgendwie wieder loswerden muss. Ein sinnvoller Vorgang, wenn da nicht die alltäglichenProbleme wären, die Vielschwitzern zu schaffen machen...

Mindestens ein halber Liter Schweiß verdunstet jeden Tag auf unserer Haut und entzieht dem Körper dadurch Wärme. Die Schweißmenge steigt schnell an, wenn wir uns körperlich bewegen. Ein Sportler von 70 Kilogramm Körpergewicht kann bis zu 1,8 Liter Schweiß pro Stunde abgeben. Bei beruflicher Arbeit gehen bei einer Acht-Stunden-Schicht unter heißen Arbeitsbedingungen sechs Liter Schweiß und mehr verloren. Schweiß kann aber noch mehr. Offensichtlich spielen bestimmte Stoffe im Schweiß eine Rolle bei der Partnerwahl.

Wird’s dann aber wegen übermässigem Schwitzen doch unangenehm. Wird es dann sehr schnell zu einem richtigen unappetitlichen Thema. Man spricht dann von einer Hyperhidrose.
Eine primäre Hyperhidrose ist nicht einfach bei der Wurzel zu packen. Zu vielfältig und komplex sind die möglichen Ursachen. Problemloser ist hingegen die Bekämpfung der Symptome, die in der Tat auch störender sind. Spezielle Antitranspirant-Produkte, die im Schnitt bloß einmal pro Woche aufgetupft werden müssen, hindern übereifrige Schweißdrüsen an der Überproduktion, ohne das Kühlsystem des Körpers zu beeinträchtigen.

Aufgrund der gesellschaftlichen Ächtung dieser Krankheit, tun sich Betroffene auch mit der Ratsuche schwer und wissen deshalb oft nicht, dass ihr Problem in seiner Auswirkung eigentlich gelöst ist.

Personen die unter Hyperhidrose leiden sind massiven Einschränkungen und gesellschaftlicher Ächtung ausgesetzt. Dies führt im Extremfall zur völligen Ausgrenzung und geht oftmals mit Selbstmordgedanken einher. Für Personen die unter einer Hyperhidrose leiden kommen bestimmte Berufe einfach nicht in Frage (insbesondere Berufe die trockene Hände erfordern). In einigen Fällen kommt zur Hyperhidrose noch eine Bromhidrose, also das krankhafte Ausdünstung von Körpergerüchen, was in den meisten Fällen von Außenstehenden als mangelnde Hygiene gewertet wird.
Personen die unter Bromhidrose leiden fangen jedoch bereits Minuten nach der Körperwäsche wieder an zu stinken. Die psychischen Belastung die mit dieser Krankheit einher geht kann sich ein normal schwitzender Mensch kaum vorstellen.

Das angesprochene "Leiden" möchte ich aber nur ungern auf die reine diagnostizierte Erkrankung, die Hyperhidrosis, beziehen. Es gibt genug Menschen bei denen niemals eine Hyperhidrose diagnostiziert werden würde, die aber trotzdem aus individuellen Gründen massiv unter ihrem Schweiß leiden. Meiner Meinung nach sind die Grenzen dieser Krankheit im wahrsten Sinne des Wortes "fließend".

Nehmen wir als Beispiel einmal den freundlichen Mitarbeiter der Post, der mich jeden Tag bedient.
Es ist ein arbeitender Mensch, dessen Pech es ist, dass die Betriebsordnung blaue Hemden vorschreibt.
Der Effekt: Untertellergroße Schweißflecken unter den Armen und dazu noch ein breiter Schweißstreifen am oberen Rand des Hemdskragen, da wo der Hals den Stoff berührt.

Nun kann und darf mein beispielhafter Postbeamter sich aber trotzdem wohlfühlen, sich auf die Brust klopfen und sagen; "Hey, ich schwitze stark. Stark ist aber auch mein Einsatz zum Wohle meines Arbeitgebers und des zahlenden Kunden!" - und er hätte natürlich recht.

Wie aber wird sich ein Politiker oder eine Bankangestellte fühlen, deren Business-Dress in ähnlicher Form durchgeschwitzt ist? Wie wird die Bewertung von Außenstehenden ausfallen?
Wie fühlt sich der Bewerber dessen Hände klatschnass durchgeschwitzt sind und der Probleme mit dem Drehen des runden Türknauf hat? Wie der Lehrer, der auf den unverholenen Spott der Schüler nicht lange wird warten müssen?

Schwitzen ist oftmals in erster Linie ein kosmetisches Problem, aber keinesfalls gleich zu setzen mit dem heutzutage aufkeimenden Schönheitswahn. Es geht nicht um Makellosigkeit oder den perfekten Körper, es geht darum frei und uneingeschränkt auftreten zu können! Doch wer kennt sich schon mit einer Hyperhidrosis wirklich aus? Selbst viele Ärzte nicht!


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