Full-HD-Beamer: So erschaffen Sie sich das perfekte Heimkino

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Full-HD-Beamer sichern Ihrem Heimkinosystem einen zukunftssicheren Standard

Kinos werben für sich mit dem Slogan, Filme seien für ihre Leinwände gemacht. Doch spannende Actionfilme, unterhaltsame Komödien oder hinreißende Liebesdramen sind nicht ausschließlich überfüllten Kinosälen vorbehalten. Mit entsprechender Ausrüstung kommt in Ihren heimischen Wänden ebenfalls Kinofeeling auf. Grundvoraussetzung ist ein an den DVD- oder Blu-Ray-Player angeschlossener Beamer, der die Spielfilme an eine weiße Wand projiziert. Eine bequeme Couch und leistungsstarke Lautsprecher runden das Erlebnis ab. Die Wartezeiten an den Kinokassen oder zahlreiche Werbespots vor Filmbeginn entfallen. Auf gestochen scharfe Kinobilder müssen Sie nicht verzichten. Full-HD-Beamer bringen die Kinoatmosphäre der Extraklasse zu Ihnen nach Hause. Neben Spielfilmen hat ein Heimkino noch mehr zu bieten. Nach Anschluss Ihrer Spielkonsole erleben Sie Ego-Shooter, Sportsimulationen oder Action-Games in ungeahnten Dimensionen.

Als Full-HD-Beamer gelten sämtliche Modelle mit einer nativen Auflösung von (mindestens) 1.920 x 1.080 Pixeln. Derartige Projektoren liefern ein besonders scharfes Bild. Sie erkennen jedes noch so kleine Detail. Dazu passende hochauflösende Bildquellen sind moderne Spielekonsolen wie PS3, PS4, Xbox 360 sowie Xbox One. Ebenfalls zu erwähnen sind in dieser Hinsicht Blu-Ray-Discs sowie entsprechende Player. Mit einem Full-HD-Beamer rüsten Sie Ihr Heimkino zukunftstauglich aus – obwohl der Nachfolger schon bereitsteht. Allerdings sind die sogenannten 4K-Beamer mit einer Auflösung von acht Megapixeln um ein Vielfaches teurer. Die Anschaffung für ein Heimkino ist schlichtweg nicht rentabel. Zudem existiert noch kein bewegtes Bildmaterial, das die Schärfe der 4K-Modelle annähernd ausnutzt.

Lange Zeit waren die Full-HD-Beamer gegenüber großen Flachbild-TVs aufgrund verhältnismäßig hoher Preise im Hintertreffen. Sinkende Anschaffungskosten änderten diesen Umstand. Dennoch besteht noch immer eine mitunter deutliche Preisspanne. Neben preislichen sind zudem technische Unterschiede zu berücksichtigen. Die jeweiligen Projektoren arbeiten mit verschiedenen Technologien, woraus je nach Einsatzort Vor- sowie Nachteile resultieren. Ferner unterscheiden sich die Modelle in der Ausrüstung beziehungsweise den vorhandenen Anschlüssen. Das sind weitere Punkte, die Sie bei Ihrer Kaufentscheidung zu beachten haben.

In diesem Ratgeber erhalten Sie ausführliche Informationen, die Sie bei der Wahl eines Full-HD-Beamers unterstützen. Dem ultimativen Kinovergnügen in Ihren eigenen vier Wänden steht damit nichts mehr im Wege.

Auf diese Punkte müssen Sie bei Full-HD-Beamern achten

Auf eBay finden Sie eine Vielzahl an Projektoren mit unterschiedlichen Auflösungen. In einem ersten Schritt grenzen Sie deshalb vor dem Kauf eines Beamers die angebotenen Modelle ausschließlich auf Full-HD-Geräte ein. Orientieren Sie sich dabei an der Auflösung. Es sei nochmals darauf hingewiesen: Full HD gilt ab 1.920 x 1.080 Bildpunkten als erreicht. Wichtig ist in dieser Hinsicht die Unterscheidung zwischen nativer und maximaler Auflösung. Oftmals finden Sie in den Datenblättern eines Gerätes Angaben zu beiden Werten. Bei der nativen Auflösung ist die Bilddarstellung des Beamers optimal. Einige Geräte sind in der Lage, noch höher auflösende Signale zu verarbeiten. Das ist die maximale Auflösung. Der Beamer rechnet die maximale in die native Auflösung um. Dadurch reduziert sich die Qualität des gezeigten Bildes. Achten Sie folglich darauf, ob der Hersteller in den technischen Daten eine native Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln angibt. Steht zudem im Produktnamen oder der Beschreibung der Zusatz "Full HD", sind Sie auf der sicheren Seite.

Hinweis: Full HD ist nicht mit HD ready gleichzusetzen. Letzteres entspricht 1.280 x 720 Bildpunkten.

Full-HD-Beamer – unterschiedliche Funktionsprinzipien mit Vor- und Nachteilen

Grundsätzlich besteht bei Beamern die Wahl zwischen vier verschiedenen Technologien: den DLP-, LCoS-, LCD- sowie LED-Projektoren. Die genannten Alternativen basieren auf unterschiedlichen Funktionsweisen. Daraus resultieren jeweils Vor- wie auch Nachteile.

Ein DLP-Projektor besitzt im Inneren für jeden Bildpunkt einen kleinen, kippbaren Spiegel. Durch gezielte Ansteuerung der einzelnen Spiegel erzeugt das Gerät das an die Leinwand geworfene Bild. Die Farberzeugung erfolgt durch ein schnell rotierendes Farbrad. Besagtes Rad projiziert nacheinander mindestens die drei Grundfarben. Ein moderner Projektor mit DLP verwendet sechs bis sieben Farben. Das ermöglicht ein realistischeres Bild. Die hohe Geschwindigkeit des Rades verhindert ein Nachleuchten. Dadurch ist DLP ideal für 3-D-Projektoren geeignet. Zudem punktet die Technik mit einer hohen Leuchtstärke.

LCD-Beamer sind mit kleinen TFT-Displays ausgestattet. Das durch die mit Flüssigkristallen gefüllten Bildschirme erzeugte Bild lenkt eine Lampe zunächst durch Filter, ehe es an die Leinwand gelangt. Vorteil besagter Technologie ist eine hohe Farbqualität. In hellen Räumen stoßen LCD-Beamer jedoch an ihre Grenzen. Die im Vergleich zu DLP unterlegene Lichtstärke zeigt sich. Besagter Nachteil fällt im Heimkino nicht allzu stark ins Gewicht. Schließlich lässt sich das heimische Wohnzimmer in der Regel abdunkeln.

Die LCoS-Technik ähnelt der LCD-Funktionsweise. Auch hier kommen Bildschirme mit Flüssigkristallen zum Einsatz. Im Unterschied zur LCD-Technik reflektieren die Displays das einfallende Licht. Dadurch erreichen LCoS-Beamer eine sehr hohe Bildqualität bei gleichzeitig geringer Geräuschentwicklung. Hinsichtlich der Leuchtstärke sind erneut die DLP-Projektoren überlegen.

LED-Beamer arbeiten anstelle einer teuren Lampe mit Leuchtdioden bei der Bilderzeugung. Die LEDs gelten als energiesparend und haben eine deutlich höhere Lebensdauer. Die LEDs übertreffen die Betriebszeit einer herkömmlichen Projektionslampe um das Vier- bis Fünffache. Hinsichtlich der Bildqualität weiß die Technologie ebenfalls zu überzeugen. Aufgrund der genannten Vorteile haben LED-Projektoren ein vielversprechendes Zukunftspotenzial. Defizite liegen derzeit noch in der vergleichsweise geringen Leuchtstärke.

LED-Technologie ist für Full-HD-Beamer noch weitestgehend uninteressant

Unter Full-HD-Beamern sind mittlerweile alle vier vorgestellten Funktionsprinzipien vertreten. Die Verteilung fällt wegen der angesprochenen Vor- und Nachteile derzeit noch sehr unterschiedlicher aus. Im Jahr 2009 präsentierte der erste Hersteller einen Full-HD-LED-Beamer. Die noch junge LED-Technologie macht zwar rasante Fortschritte, der Nachteil der geringen Leuchtstärke fällt allerdings stark ins Gewicht. Aus diesem Grund sind reine LED-Projektoren im Full-HD-Segment noch nicht etabliert und dementsprechend selten.

DLP- und LCD-Projektoren sind unter den Full-HD-Geräten deutlich häufiger vertreten

Deutlich häufiger sind die verbleibenden drei Funktionsweisen. Bei DLP-Projektoren ist der sogenannte Regenbogeneffekt bei schnellen Bildfolgen ein typisches Problem. Dabei nimmt das menschliche Auge einen regenbogenähnlichen Effekt wahr. Grund ist ein zu langsam rotierendes Farbrad. Dadurch erkennen Sie unter Umständen die nacheinander projizierten Farbtöne. Des Weiteren zeigen DLP-Beamer bei Grautönen ein Flimmern. Häufigkeit und Ausprägung der genannten Nachteile sind abhängig von den jeweiligen Modellen.

LCD-Projektoren sind für den Fliegengittereffekt bekannt. Hierbei ist ein Raster auf der Leinwand – bedingt durch die Konstruktionsart des Projektors – mehr oder weniger stark sichtbar. Bei leistungsstarken HD-Beamern ist besagtes Problem deutlich reduziert. Oftmals erkennen Sie keinerlei Gitterstruktur bei normalem Sitzabstand.

Beste Bildqualität in gestochen scharfer Auflösung: Full-HD-Beamer mit LCoS

LCoS-Beamer kombinieren die Funktionsweise von LCD und DLP. Im Heimkinobereich liefert diese Technologie die beste Bildqualität. Klare und sehr scharfe Anzeigen sind dank guter Kontrastwerte möglich. Ferner erkennen Sie keine Gitterstruktur im Bild, auch der Regenbogeneffekt bleibt aus. Zusammengefasst sind LCoS-Projektoren im Full-HD-Bereich derzeit die erste Wahl. Von Vorteil ist zudem die kompakte Bauweise, die – im Vergleich zu DLP-Beamern – kleinere Abmessungen ermöglicht. Zwar ist LCoS der DLP-Technik im Hinblick auf die Leuchtstärke unterlegen, das spielt im abgedunkelten Heimkino jedoch keine Rolle. Lediglich in hellen Büroräumen kämen die LCoS-Beamer an ihre Grenzen.

Neue Alternative: Full-HD-Projektoren mit Hybridlösung aus Laser und LED

Interessant ist darüber hinaus eine relativ neue Lösung mit LED und DLP. Die sogenannten Laser-LED-Hybrid-Beamer erreichen ebenfalls Full-HD-Auflösungen. Grundlage ist die prinzipielle DLP-Funktionsweise – allerdings ohne das rotierende Farbrad. Letzteres ersetzen blaue und rote LEDs. Für grüne Komponenten der Bilderzeugung ist eine vom Laser angeregte Phosphorschicht verantwortlich. Ein halbdurchlässiger Spiegel wirft die drei Grundfarben auf den DLP-Chip. Durch das weggefallende Farbrad bleibt der angesprochene Regenbogeneffekt beinahe vollständig aus. Dazu reduzieren die eingesetzten LEDs den Energiebedarf des Beamers. Im Hinblick auf die Farbdarstellung ist dennoch weiterhin die LCoS-Technologie im Heimkinobereich führend.

Beim Kauf eines Full-HD-Beamers auf die Lichtstärke achten

Neben der Auflösung ist die Lichtstärke eines Beamers ein wichtiges Kaufkriterium. Die dazugehörige Einheit ist ANSI-Lumen. Für das Heimkino sind generell 1.000 ANSI-Lumen empfehlenswert. Überprüfen Sie die technischen Daten der infrage kommenden Modelle hinsichtlich der Lichtstärke. Einen solchen Wert erreichen reine LED-Projektoren mit Full-HD-Auflösung in der Regel nicht. Sofern Sie tagsüber keine Möglichkeit zur Abdunkelung des Raums haben, ist ein höherer Wert als 1.000 ANSI-Lumen erforderlich. Andernfalls beeinträchtigt das einfallende Tageslicht die Anzeige erheblich. Zum Vergleich: In hellen Büroräumen kommen DLP-Projektoren ab 2.000 ANSI-Lumen zum Einsatz.

Die Anschlüsse: mindestens ein HDMI-Eingang bei Full-HD-Beamer empfehlenswert

Unterschiede existieren neben Lichtstärke und Technologie bei den vorhandenen Anschlüssen. Grundsätzlich gilt: Je mehr Anschlüsse, desto universeller lässt sich das Gerät einsetzen. PCs und Notebooks schließen Sie per VGA-Schnittstelle an, den DVD-Player über einen DVI-Eingang. Bei analogen Signalen erreichen Sie mit einer YUV-Verbindung eine gute Bildqualität. Zwingend erforderlich für eine zukunftssichere Ausrüstung ist mindestens ein HDMI-Eingang. Über diesen schließen Sie den Blu-Ray-Player und die Spielekonsole an. Einige Modelle sind mit WLAN ausgestattet. Die Übertragung der Signale erfolgt dabei ohne störende Kabel per Funk.

Einige Full-HD-Beamer unterstützen die Wiedergabe in 3-D

Ein dreidimensionales Filmerlebnis ist nicht nur Kinosälen vorbehalten. Mit einem 3-D-fähigen Full-HD-Beamer bringen Sie das greifbare Vergnügen zu Ihnen nach Hause. Die meisten Modelle setzen auf das von Fernsehern bekannte Shutterverfahren. Der Projektor projiziert dabei abwechselnd ein Bild für das linke und das rechte Auge. Die dazugehörige Shutterbrille sorgt beim Zuschauer für die korrekte Wahrnehmung. Optional besteht für manche Full-HD-Beamer die Möglichkeit der Nachrüstung mittels eines 3-D-Sets.

Full-HD-Beamer mit einer guten Leinwand ergänzen

Projektoren mit Full HD schöpfen ihr Potenzial nur mit einer guten Leinwand aus. Sparen Sie deshalb nicht an dieser Anschaffung. Eine spezielle Wandfarbe ist nur bei gelegentlicher Verwendung ausreichend. Achten Sie beim Kauf einer Leinwand auf das richtige Format von 16:9. Zudem ist der sogenannte Gain-Faktor als Maß für das Reflexionsverhalten der Leinwand von Bedeutung. Bei einem lichtstarken Projektor ist ein Gain-Faktor zwischen 1,0 bis 1,2 empfehlenswert.

Tipp: Das perfekte Heimkino-Erlebnis mit Full-HD-Beamer und hochwertiger Leinwand runden Sie mit einer leistungsstarken Soundanlage ab.

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