Fotogeschenke optimal selbst gestalten

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Wer selbst gestaltete Fotogeschenke verschenkt, verschenkt Wertschätzung.
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Wer selbst gestaltete Fotogeschenke verschenkt, verschenkt Wertschätzung.

Kluge Druckereien haben längst den Trend „individuelle Geschenke“ erkannt und sind darauf eingestellt.
Doch auch wenn das Layouten eines Fotogeschenks dank benutzerfreundlicher Programme so einfach ist wie nie, sollte man das „A“ und „O“  individueller Fotogeschenke nicht aus den Augen verlieren: die Fotos zum Beispiel. Und noch einiges mehr:

1) Zeit

 Kein neuer Tipp, aber trotzdem als mahnende Erinnerung für uns Zeitgeplagte: Die Erfahrung zeigt, dass sich Spaßfaktor und Termindruck umgekehrt proportional zueinander verhalten.
Oder anders: Wer wenig Zeit für das Gestalten eines Fotogeschenks hat, wird kein Vergnügen beim Gestalten haben. Das ist schade, denn gerade bei diesen Geschenken gilt: Der Weg ist das Ziel! Einem selbst gestalteten Fotogeschenk sieht man an, ob es mit Freude und Leidenschaft gemacht worden ist – oder mit  Mühe, schlechtem Gewissen und unter Zeitnot.
Das hilft:
  • Beginnen Sie mit so viel Vorlauf wie möglich; nehmen Sie sich die Zeit, Ihre Fotos gründlich durchzusehen (und zu genießen!) und legen sie Pausen ein. Denn genau dann, wenn man (scheinbar) nichts tut, entstehen die pfiffigsten Ideen für Bildunterschriften, Fotokombinationen oder Layouts.
  • Keine Angst vor Aufschieberitis! Ob Sie schon über Fotoalben und PC brüten, oder Ihr zukünftiges Geschenk im Kopf und unter der Dusche planen, macht zunächst keinen großen Unterschied. Hauptsache anfangen! Kopfarbeit und gute Planung verkürzen erfahrungsgemäß die spätere Handarbeit.

2) Druckmaschinen sind ziemlich teuer und auch Billiganbieter können nicht hexen!

Druckmaschinen sind in der Anschaffung und der Wartung ziemlich teuer, zudem müssen sie für jedes einzelne Produkt von Hand eingestellt werden – egal, ob dann 1 oder 10.000 Exemplare gedruckt werden.
Das kostet Zeit – und Geld. Und da niemand hexen kann, müssen Druckereien, die mit Super-Schnäppchen-Angeboten auf Kundenfang gehen, an anderer Stelle sparen, zum Beispiel am Material. Das sind dann die Fotopuzzle in papierdünner Qualität (das heißt nach drei Mal puzzeln kann man sie wegwerfen), Fotobücher, die so schlecht gebunden sind, dass sie nach mehrmaligen Blättern schon auseinanderfallen, oder Materialien, bei denen man das ‚Billig‘ fühlen (oder riechen!) kann.
Wie schade für die Arbeit und den Zeitaufwand, wenn die Umsetzung eines selbstgestalteten Fotogeschenks zu einem ‚lapprigen‘ Ergebnis führt.

Eine andere Masche ist, ein vermeintlich billiges Angebot im Nachhinein doch noch viel teurer als erwartet werden zu lassen: Beispielsweise durch einen versteckten Preisaufschlag bei den Portokosten, die bei manchen Anbietern überdurchschnittlich – um nicht zu sagen: unverschämt –  hoch sind (für den Versand eines Fotobuches beispielsweise 16,99 Euro statt „normalen“ 4, 90 Euro).
Das hilft:
Vergleichen Sie Angebote, sprechen Sie mit Freunden und Bekannten über deren Erfahrungen und lesen Sie die Produktbeschreibungen genau durch, bevor Sie starten:
  • Größe/Form des Endproduktes?
  • Welches Papier/welche Materialien werden verwendet? Ein Beispiel: Normales Kopierpapier hat 80 g/cm3, gutes Papier für Fotobücher beginnt bei etwa 120 g/cm3.
  •  Welche Kosten werden zusätzlich zum Druck Ihres selbst gestalteten Fotogeschenks berechnet? (Viele Internetanbieter schlagen leider bei den Portokosten noch einmal gründlich zu.)

3) 72, 96 oder 300 dpi? Was auf dem Bildschirm gut aussieht, ist trotzdem nicht unbedingt druckfähig.

 Die Layout-Programme für Fotogeschenke werden immer besser und sensibler. Glauben Sie dem, was sie sagen!
Wenn Sie Ihre Fotos in ein Programm geladen und mittels ‚Drag and Drop‘ (in etwa: „Ziehen und Fallenlassen“) in die vorgesehene Layout-Maske gezogen haben, bekommen Sie in der Regel sofort eine Status-Meldung zur Bildqualität.

Nehmen Sie alle Meldungen, die etwas anderes als „sehr gute Bildqualität“ sagen, sehr ernst. Auch wenn Ihr Foto auf dem Bildschirm hervorragend aussieht, kann es gedruckt ‚pixelig‘ wirken.

Besonders Fotografien, die mit dem Handy aufgenommen worden sind, haben oft eine geringe Auflösung von 72 oder 96 Punkten pro Zoll (dpi). Das spart Speicherplatz und sieht auf Bildschirmen immer noch gut aus. Tatsächlich sind sie aber klein, für den Druck oft zu klein.
Gedruckte Bilder müssen groß sein, eine Auflösung von 300 dpi ist optimal. Einfach nur größer machen, hilft nicht: Wer an einem (zu) kleinen Foto herumzerrt, erlebt in etwa den gleichen Effekt wie bei einem Gummibärchen, das man langzieht, um ein größeres Gummibärchen zu bekommen: Es ist danach zwar größer, sieht aber komisch aus.
 Das hilft:
  •  In begrenztem Umfang lassen sich auch kleine Fotos ‚aufblasen‘. Aber wirklich nur in begrenztem Umfang – fehlt zu viel an Bildinformationen, kann nichts und niemand sie nachliefern – was nicht da ist, ist einfach nicht da.
Fazit: Aus einem winzigen 80-KB-Foto bekommt man kein vernünftiges 48 x 36 cm großes Fotopuzzle.
  • Im Vorfeld auf die richtige Einstellung ‚Auflösung‘ bei Kameras und Handys achten
  • Wenn nichts mehr hilft: Lieber ein zu kleines Foto weglassen (außer wenn es sehr, sehr wichtig ist).

Typische Bildabmessungen und Dateigrößen für gedruckte Bilder:
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4) Das Schönheitsprogramm

Wer die Möglichkeit hat, sollte seine zur Veröffentlichung bestimmten Fotos einer Frischekur unterziehen, denn Fotogeschenke sehen mit hellen und scharfen Fotos einfach besser aus.

Zum Foto-Beautyprogramm gehören:

1.    Tonwert und Helligkeit überprüfen und gegebenenfalls ändern
2.    Farben überprüfen
3.    NACHSCHÄRFEN!

Oft brauchen gelungene Fotografien bei Tonwert, Helligkeit und Farbe gar keine oder keine großen Änderungen, aber man sollte trotzdem ein bisschen spielen und ausprobieren, ob nicht noch was zu holen ist. Im Druck sehen aufgehellte Fotos besser aus!
Ganz wichtig für den Druck ist das Nachschärfen. Fotos sollten für den Druck leicht – ca. 10 Prozent – ‚überschärft‘ werden.
Nachschärfen sollte man erst, wenn man das endgültige Format eines Fotos kennt: Also erst das Layout festlegen, danach die Bilder schärfen.

Extra-TIPP: Arbeiten Sie nicht zu stark mit Kontrasten! Was auf dem Bildschirm gut aussieht, ist im Druck oft zu farblastig – das sind dann beispielsweise die Fotos, auf denen alle abgebildeten Menschen unnatürlich rote Köpfe haben!

5) Nutzen Sie niemals ‚Word‘, ‚PowerPoint‘ oder vergleichbare Programme zur Fotobearbeitung. Nie!

 ‚Word‘ und vergleichbare Programme sind Textverarbeitungsprogramme. Man kann zwar Fotos einfügen und hat diverse Bearbeitungs- und Layout-Möglichkeiten, aber es sind und bleiben Programme, die für Textarbeit vorgesehen sind: Um Speicherplatz zu sparen und um die Ladegeschwindigkeit zu erhöhen, wird die Auflösung der eingefügten Fotos reduziert und damit die Bildqualität gemindert. Das ist Gift, wenn man ‚richtig‘ drucken lassen möchte.
Das hilft:
  • Es gibt diverse Computerprogramme, mit denen man Fotos sehr gut nachbearbeiten kann, am weitesten sind Photoshop oder seine gar nicht so leichtgewichtige Lightversion Photoshop Elements verbreitet.
  • Wer Kosten sparen möchte, findet im Internet auch kostenfreie Programme wie beispielsweise Gimp, Irfanview oder Canva.
Eine sehr gute Übersicht über Bildbearbeitungsprogramme finden Sie z.B. bei:
netzwelt. download foto-grafik bildbearbeitung

Extra-TIPP (Beziehungsweise eine persönliche Erfahrung): das Programm PHOTOSCAPE ist zwar kostenfrei, aber beim Download und bei jedem Update wird sehr viel „Gerümpel“ mitgeliefert, das man eigentlich nicht haben möchte, bei einem persönlichen Update vermutlich sogar ein Virus. 

6) Scannen

 Die Kombination aus alt und neu gibt Geschenken wie Kalendern und Fotobüchern oft den richtigen Pfiff, Vorher-Nachher-Vergleiche machen einfach Spaß und eine im Fotokalender oder Fotobuch mit Bildern erzählte Geschichte erst so richtig rund.
Auch beim Thema „alte Bilder für ein selbst gestaltetes Fotogeschenk scannen“ lässt sich das Gute optimal mit dem Nützlichen verbinden, denn auf lange Sicht ist es sinnvoll, besondere Fotos aus dem Familienalbum zu digitalisieren und ihren „Zahn der Zeit“ zu stoppen.
Alle auf einmal zu scannen, ist eine Mammutaufgabe, aber Stück für Stück die Besten hervorzuholen, ist machbar. Wer keinen eigenen Scanner hat, kann alte Fotos in jedem Copy Shop scannen lassen – oder zuverlässig, preisgünstig und inklusive einer vorsichtigen Bearbeitung bei uns.

7) Sehen Sie gelb?

 Die 1970er und 1980er Jahre müssen ein sehr sonniges Zeitalter gewesen sein, der Eindruck entsteht zumindest, wenn man Fotos aus dieser Zeit ansieht. Keine Angst, das 70er-Jahre-Gelb wird man wieder los, wenn man Bilder aus dieser Zeit für ein selbst gestaltetes Fotogeschenk verwenden möchte, aber nicht unbedingt so gelb, wie es ist. Woher der Gelbstich kommt und wie man ihn wieder loswird, lesen Sie in unserem Ratgeber: Die gelben 80er Jahre: Was tun, wenn Fotos gelbstichig sind?

8) Probedrucken!

Für jedes „normale“ Druckerzeugnis gibt es einen Probedruck, bei dem die Druckerei die Qualität eines Drucks zunächst überprüft, bevor er in die Massenproduktion geht.
Soweit es Ihr Budget- und Zeitrahmen erlaubt, sollten auch Sie einen Probedruck nutzen und einkalkulieren. Er lohnt sich besonders dann, wenn Sie beispielsweise ein Fotobuch oder einen Kalender mehrmals verschenken möchten.
In der Regel ist ein Exemplar des Fotogeschenks sowieso für den Eigenbedarf geplant, warum also nicht erst einmal ein eigenes Probeexemplar bestellen, kontrollieren, ob alle Bilder optimal zu Papier gebracht worden sind, gegebenenfalls nacharbeiten und dann erst alle Geschenke drucken lassen. Das bringt Sicherheit und optimale Ergebnisse!

FAZIT:

Wer ein selbst gestaltetes Fotogeschenk verschenkt, verschenkt Wertschätzung. In einem Fotogeschenk aus eigener Produktion stecken viel mehr Nachdenken, Zeit und Arbeit als in ‚Irgendwas‘, das man durch einen schnellen Klick bei amazon besorgen kann.
Damit sich der Aufwand lohnt und das Fotogeschenk zusätzlich zur Geste auch optisch den Wow-Effekt hat, den es verdient, lohnt es, sich im Vorfeld über Bildbearbeitung, Layout-Möglichkeiten und auch Druckanbieter und -kosten zu informieren. Das bedeutet zunächst zusätzlich Zeit und Aufwand, kann aber das Ergebnis – das selbst gestaltete Fotogeschenk – optimieren. Und seinen Designer noch zufriedener machen.

Copyright: Agentur für Bildbiographien, 2016


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