Fast wie neu: Möbelreiniger & - pflege zur Oberflächenbehandlung von Möbeln

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Fast wie neu: Möbelreiniger & - pflege zur Oberflächenbehandlung von Möbeln

„My Home is my Castle! " Nach diesem Motto lebt es sich in den eigenen vier Wänden besonders gemütlich und schön. Doch dabei genügt es nicht, sich mit schönen Möbeln einzurichten. Diese wollen auch gepflegt werden, damit sie möglichst lange ansehnlich bleiben. Mit der passenden Reinigung und einer perfekt abgestimmten Pflege ist dies gar kein Problem.

Möbelstücke sind in den unterschiedlichsten Materialien gefertigt. Diverse Holzmöbel sind dabei ebenso beliebt wie mit Kunststoff beschichtete Einrichtungsgegenstände oder auch Holzfurniere. Hinzukommen diverse Polstermöbel, die Sitzbereiche besonders gemütlich machen. Alle diese Oberflächen bedürfen einer bestimmten Pflege und müssen auf unterschiedliche Art und Weise gereinigt werden. 

Diese Oberflächen kommen im Haushalt vor und bedürfen spezieller Reinigung und Pflege

Während manche auf einen sehr einheitlichen Einrichtungsstil setzen, ist bei anderen eher Stilmix angesagt. Doch auch bei einheitlichen Möbeln gilt: Die Anzahl der verschiedenen Oberflächen ist nicht zu unterschätzen. Wer zum Beispiel einen Holztisch mit einer Glasplatte darin besitzt und sich wundert, dass die Glasplatte eher stumpf wirkt, sollte sich fragen, ob er das richtige Reinigungsmittel für beide Oberflächen nutzt.

Die häufigsten Materialien, die bei Möbeln vorkommen sind:

  • Holz, zum Beispiel bei Tischen, Stühlen, Regalen und Schränken. Dieses kann behandelt oder unbehandelt sein.
  • Spiegel, an Schränken oder als eigenständiger Einrichtungsgegenstand
  • Stein, zum Beispiel auf Arbeitsflächen oder auf Wohnzimmertischen
  • Glas, als Schranktür, Regalboden oder auch als Tischplatte
  • Leder, in Sesseln, Sofas oder Stuhlbezügen
  • Textilien, auf gepolsterten Sitzgelegenheiten
  • Kunststoffoberflächen, zum Beispiel bei Regalen, Tischen oder Schränken.
  • Metall, zum Beispiel in Beistelltischen oder Regalen

Alle diese Oberflächen benötigen eine auf sie abgestimmte Reinigung und Pflege. Wir möchten Ihnen im Folgenden verschiedene Reinigungs- und Pflegemethoden für die einzelnen Materialien vorstellen.

Hinweise und Tipps zur Reinigung und Pflege von Holzmöbeln

Holzmöbel sind wohl die beliebtesten Einrichtungsgegenstände – und das aus gutem Grund. Denn rustikales Holz schenkt dem Wohnraum Wärme und Natürlichkeit. Zudem ist Holz ein sehr stabiles und robustes Material, das jedoch einiger Pflege bedarf, damit es auch so bleibt. Dabei kommt es zunächst darauf an, wie das Holz behandelt wurde. Holz in Wohnräumen wird entweder lackiert, geölt oder gewachst und je nachdem, welche Variante genutzt wurde, reagiert das Holz unterschiedlich empfindlich auf Schmutz, Staub und Nässe. Mit der Zeit setzt sich Staub ab, sodass der natürliche Glanz des geschliffenen Holzes abnimmt, auch Kratzer oder kleinere Flecke lassen sich auf Nutzgegenständen wie Möbelstücken meist nicht vermeiden. Damit das Holz weiterhin schön aussieht, muss auf die richtige Pflege geachtet werden.

Zur Reinigung von Holzflächen reicht in der Regel ein trockenes Staubtuch, das Staubrückstände entfernt. Lässt der Glanz der Oberfläche nach, können Sie einen angefeuchteten, fusselfreien Lappen verwenden, um tiefsitzendere Verschmutzungen zu entfernen. Wischen Sie in keinem Fall nass über die poröse Holzoberfläche und nehmen Sie nach dem Wischen die Restfeuchtigkeit schnell mit einem trockenen Tuch wieder auf. Um größere Verschmutzungen schonend zu entfernen, ist Neutralseife die perfekte Lösung. Sie wird mit einem weichen Schwamm und etwas Wasser in das Holz ein- und danach wieder trocken gerieben. Danach bedarf das Holz einer gewissenhaften Pflege. Dafür gibt es die Optionen:

  • Holzpolitur (zum Beispiel von Poliboy)
  • Wachs
  • Öle

Holzpolitur nicht für antike Möbel verwenden

Holzpolituren sind für die schnelle Auffrischung eine optimale Lösung, sollten jedoch nicht auf besonders alten Holzmöbeln angewandt werden. Holzpolituren funktionieren dabei so, dass ein kleiner Teil der Oberfläche von feinen Schleifpartikeln abgetragen wird. Dies kann gerade alten Möbeln eher schaden als nützen. Außerdem wichtig: Achten Sie darauf, dass die Polituren keine Mineralölderivate oder Silikonöle enthalten. Diese ebenfalls oft genutzten Inhaltsstoffe dringen in das Holz ein und lassen sich nicht mehr entfernen. Das Restaurieren von Oberflächen ist dann nicht mehr uneingeschränkt möglich.

Wachse und Öle sind natürliche Pflegemittel, die gerade auf von vornherein mit Wachs oder Öl behandelten Flächen die erste Wahl darstellen sollten. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Produkte ausdrücklich für die Möbelpflege vorgesehen sind. Mit nicht eindeutig deklarierten Produkten tun Sie sich und Ihrer Einrichtung keinen Gefallen.

Spieglein, Spieglein an der Wand! Mit diesen Reinigern behalten Sie den Durchblick bei Spiegeln und Glasflächen

Spiegel- und Glasflächen sind edel anzusehen, aber auch sehr empfindlich gegenüber Berührungen und Verschmutzungen. Denn dem eigentlich robusten Material sieht man Fingerabdrücke, Glasränder oder andere Flecken schnell an. Der Vorteil: Diese Rückstände lassen sich auf Glas- und Spiegelflächen ebenso einfach wie schnell wieder entfernen. Für die Grundreinigung von Glasflächen reicht es daher aus, sie mit klarem Wasser zu reinigen. Dazu verwenden Sie am besten einen weichen Schwamm oder ein fusselfreies Tuch. Die meisten Verunreinigungen lassen sich mit etwas Druck entfernen. Damit dabei keine Streifen oder Flecken entstehen, sollten Sie die glatte Oberfläche nicht nur punktuell, sondern sehr großflächig abwischen. Bei Fettabdrücken, zum Beispiel durch Fingerabdrücke, sind spezielle Glasreiniger die optimale Lösung. Diese gibt es meist in Sprayform oder auch als Reinigungsschaum für besonders hartnäckige Fettflecke.

Nach der Reinigung polieren

Beim Kauf von Glasreinigern sollten Sie darauf achten, dass das Reinigungsmittel nicht alkalisch, ätzend oder säurehaltig ist. Auch Scheuermittel sind zur Reinigung der glatten Oberfläche nicht geeignet, da hier Kratzer entstehen können. Überschüssiges Wasser wird nach der Reinigung mit einem Tuch entfernt. Damit die Reinigung ein streifenfreies Ergebnis zurücklässt, wird die Fläche mit einem Mikrofasertuch trockenpoliert. Dies ist ein wichtiger Schritt bei der Reinigung, da Wasser, das zu lange auf dem Glas bleibt, unschöne Kalkflecken hinterlässt.

So reinigen und pflegen Sie Kunststoffoberflächen

Helle Kunststoffoberflächen sind oft nicht einfach zu säubern. Helle Küchenschränke, Regale oder Fensterrahmen sind besonders häufig betroffene Flächen, die grundgereinigt werden müssen. Dabei gibt es zwei Probleme: Die Oberfläche ist nicht ganz dicht, sodass Verschmutzungen oft tief eindringen. Harte Reiniger, wie zum Beispiel Scheuermilch, können hier keine Abhilfe schaffen, sondern greifen die Oberfläche noch mehr an und machen sie porös. Besonders chlorhaltige Reiniger beanspruchen das Material enorm und tragen eher zur Verschlechterung als zur Verbesserung bei. Die Lösung sind schonende Kunststoffreiniger oder Glasreiniger, mit denen die gröbsten Verschmutzungen beseitigt werden können. Hartnäckige Flecken sollten Sie mit einem Glasreinigungsschaum behandeln und diesen einwirken lassen, gegebenenfalls auch unter Zugabe von Wärme durch einen Haartrockner. Nach einiger Zeit können Sie die Flecken mithilfe eines Mikrofasertuches entfernen. Ebenfalls empfehlenswert sind rückfettende Kunststoff-Pflegemittel, die das Material beim Putzen bereits pflegen und ihm Glanz verleihen.

Alles auf Hochglanz: Tipps zur Reinigung und Pflege von Metalloberflächen

Metalloberflächen finden sich an Möbelstücken wie Tischen, Regalen oder auch Kerzenständern. Da Metalle mit Luft und Feuchtigkeit zu chemischen Reaktionen neigen, ist die richtige Reinigung und Pflege wichtig. Nur so bleibt das Metall lange in seinem Originalzustand. Für die meisten Metalle genügt ein milder Haushaltsreiniger oder ein schonender Metallreiniger. Ziermetalle, wie sie in Möbeln genutzt werden, sollten regelmäßig mit Metallpolituren behandelt und schließlich mit einem Metallschutz überzogen werden. Hier gibt es spezielle Öle, die dem Metall einen tollen Glanz verleihen und einen wichtigen Schutzfilm auf der Oberfläche bilden.

Reiniger und Pflegemittel für Natursteine, Marmor und Co.

Natursteine sind ein sehr edles Material, das in Bädern, bei Küchenarbeitsplatten und auf Couchtischen gerne zum Einsatz kommt. Um die hübschen Marmorierungen und Farben richtig zur Geltung zu bringen, müssen Natursteine gut gepflegt werden. Materialien wie Granit oder Marmor lassen sich am besten reinigen und pflegen, wenn diese glatt und poliert sind. Diese Flächen sollten feucht gereinigt werden, um Kratzern vorzubeugen. Dazu benutzt man ein fusselfreies Tuch, das keine Rückstände hinterlässt. Als Reiniger sind sanfte Haushaltsreiniger geeignet, wer auf Nummer sicher gehen möchte, nutzt spezielle Natursteinreiniger, die genau auf de Bedürfnisse des jeweiligen Minerals ausgerichtet sind. Seien Sie vorsichtig: Natursteine wie Granit oder Marmor sind äußerst empfindlich gegenüber säurehaltigen Mitteln und sollten daher nie mit diesen in Kontakt gebracht werden. Natursteinflächen sollten in regelmäßigen Abständen mit einer Steinpflege behandelt werden, damit Feuchtigkeit und Verschmutzungen abgewiesen werden können.

Lederreinigung und Textil-Pflege leicht gemacht – mit den richtigen Mitteln

Ledermöbel, sei es Sessel, Stühle oder eine komplette Couch-Garnitur, sind eine kostspielige Angelegenheit, die im Idealfall eine Anschaffung fürs Leben darstellen. Denn Leder hat durchaus das Zeug dazu, sehr lange zu halten. Voraussetzung dafür ist eine gute und vor allem regelmäßige Pflege. Zur Grundpflege von Ledermöbeln gehört das regelmäßige Entfernen von Staub. Dieser kann entweder mit einem Tuch oder mit einem Staubsauger abgenommen werden. Bevor Sie ein Ledermöbelstück mit einem feuchten Tuch reinigen, sollten Sie an einer unauffälligen Stelle ausprobieren, ob das Leder wasserabweisend ist oder es in sich aufsaugt. Bildet das Wasser auf der Oberfläche kleine Tröpfchen, ist das Leder gut imprägniert und kann mit angefeuchteten Tüchern gereinigt werden.

Nicht wasserfestes Leder, zum Beispiel Nubukleder mit einer rauen Oberfläche, darf nur trocken gereinigt werden. Um Kalkflecken auf Ledermöbeln zu vermeiden, sollten Sie zu destilliertem oder wenigstens abgekochtem Wasser greifen. Bei Flecken sollten Sie in keinem Fall zu fettlösenden Reinigern greifen, da diese das Leder zu sehr angreifen und austrocknen. Nutzen Sie spezielle rückfettende Lederreiniger, die die Flecken sanft und schonend entfernen.

Leder trocknet durch Heizungsluft aus

Da Leder nichts anderes ist als Tierhaut, bedarf es einer speziellen Pflege, um lange geschmeidig zu bleiben. Zwei bis dreimal im Jahr sollte man das Möbelstück daher mit einer Lederlotion behandeln. Besonders vor und nach der Heizperiode ist dies wichtig, da das Leder durch die trockene Heizungsluft an Geschmeidigkeit verliert.

Textilien regelmäßig absaugen

Bei Textilien, die nicht gewaschen werden können, reicht es in der Regel, sie regelmäßig abzusaugen. Bei Flecken sollten textile Oberflächen mit speziellen Polstermöbelreinigern behandelt werden. Diese lösen die Verschmutzung durch biologische oder chemische Vorgänge auf, sodass diese sich einfach aus den Fasern entfernen lassen.

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