Einkaufsratgeber für Server, Clients und Terminals

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Einkaufsratgeber für Server, Clients und Terminals

Was sollten Sie beim Kauf von Servern, Clients und Terminals beachten?

Server, Client, Terminal – Worte, die in der heutigen Zeit beinahe jeder schon einmal gehört oder sogar benutzt hat. Um was es dabei genau geht oder um was es sich dabei im Speziellen handelt, ist jedoch nicht jedem Nutzer dieser Begriffe bekannt. Was verbirgt sich hinter den Begrifflichkeiten, die sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten in den allgemeinen Sprachgebrauch geschlichen haben? Ganz gleich ob Sie sich im Rahmen einer gewünschten Verbesserung Ihres Firmennetzwerkes und dessen Kapazitäten beschäftigen oder sich als Privatmann mit einer eventuellen Anschaffung auseinandersetzen, sei so viel vorab verraten: Es handelt sich bei dem hier gemeinten Terminal nicht um einen Flughafenschalter.
 

Die kleinen und großen Helfer im Hintergrund

In der heutigen Zeit sind Personal Computer und das Internet aus dem alltäglichen Arbeits- und Alltagsleben nicht mehr wegzudenken. Die reibungsfreie Funktionstüchtigkeit eines Firmennetzwerkes kann maßgeblich über Erfolg und Misserfolg der eigenen Unternehmung entscheiden. Deswegen sollten Sie sich entweder selbst mit der Technik und den allgemeinen Grundzügen dieser auseinandersetzen oder einen fachkompetenten Angestellten mit der Wartung und Instandhaltung Ihres Firmennetzwerkes beauftragen. Wie viele kleine Helfer tatsächlich für das einwandfreie Arbeiten, die sichere Kommunikation und den reibungslosen Datenaustausch sorgen, ist den meisten Nutzern nicht bewusst: Server, Clients und Terminals garantieren eine problemlose und störungsfreie Nutzung des Firmennetzwerkes.

Doch auch in den heimischen vier Wänden wäre die Nutzung des eigenen Computers ohne diese Helfer undenkbar. E-Mails abrufen ohne den passenden Client? Nicht möglich.
 

Was ist ein Client?

Ein Client ist eine Anwendung, die auf dem Computer eines einzelnen Netzwerkmitgliedes arbeitet. Ein bekanntes Beispiel für einen Client beziehungsweise eine clientseitige Anwendung ist der Browser Ihres Computers – beispielsweise Firefox, Google Chrome, Microsoft Internet Explorer. In den meisten Fällen arbeitet der Client im Hintergrund als ein Systemdienst und muss von daher nicht die ganze Zeit manuell durch den Nutzer bedient werden. Ein Beispiel hierfür ist Ihr E-Mail-Client. Ein E-Mail-Client nimmt auch Kontakt zu einem E-Mail-Server auf, um Ihren reibungslosen E-Mail-Verkehr zu sichern, ohne dass Sie ununterbrochen dazu angehalten sind, ihm einen Befehl diesbezüglich zu erteilen. In aller Regel arbeitet der Client, ganz gleich um was es sich dabei im Genauen für einen handelt, mit einem oder mehreren Servern zusammen, die innerhalb eines Netzwerkes für die Verteilung von Aufgaben und Diensten zuständig sind. Man spricht im Allgemeinen von dem sogenannten Client-Server-Modell.

Fat Client und Thin Client

Obwohl es sich bei einem Client durchaus um eine Anwendungssoftware handeln kann, gibt es auch eine dafür ausgelegte Hardware. Man unterscheidet hierbei zwischen dem sogenannten “Fat Client“ und dem sogenannten “Thin Client“.

Der Begriff “Fat Client“ stammt aus der elektronischen Datenverarbeitung und bezeichnet die Verarbeitung von Daten direkt vor Ort auf einem speziellen Client-Gerät. Programmierschnittstelle, Hardwareabstraktionsschicht und die Hardware selbst bilden dabei das Gesamtpaket – Client. In der Regel gewährleistet der Fat Client im Gegensatz zum Thin Client auch noch die grafische Wiedergabe auf einer dazu ausgelegten Benutzeroberfläche.

Mit dem Begriff “Thin Client“ kann sowohl eine clientseitige Anwendung als auch die Hardware selbst gemeint sein. Anders als der Fat Client stellt der Thin Client lediglich eine Benutzerschnittstelle dar, die für den weiteren Arbeitsprozess auf einen oder mehrere Server zurückgreifen muss.
 

Was ist ein Server?

Wenn der Begriff “Server“ als Benennung einer Software verwendet wird, handelt es sich dabei um ein Computerprogramm, das sich in Zusammenarbeit mit einem Client darum kümmert, dass dieser Client Zugang zu speziellen und im Vorhinein ausgewählten Diensten erhält. Es entsteht ein Prozess der Zusammenarbeit. Im Genauen ist ein Server also eine Software, die einen speziellen Dienst anbietet. Das Client-Server-Modell macht es möglich, innerhalb eines Netzwerkes verschiedene Dienstleistungen und Aufgaben zu verteilen, damit sie von etwaigen Programmen bearbeitet werden können. Ein Client fordert beispielsweise einen speziellen Dienst an und der Server verteilt die Aufgabe zur sofortigen Erledigung auf beliebig viele Netzwerkteilnehmer.
 

Hardware, Software, Server, Host

Wird der Begriff “Server“ im Zusammenhang mit einer Hardware verwendet, betitelt dieser einen Computer, auf dem ein oder mehrere Server-Softwares arbeiten. In diesem Zusammenhang ist der Begriff “Host“ als fachspezifischer Ausdruck gebräuchlich. Die doppelte Benutzung des Begriffs “Software“, sowohl für die Hardware als auch für die Software, kann bei fachfremden Personen zu Verwirrungen führen. Sie sollten aufgrund dessen diesbezüglich immer explizite Angaben machen oder auf die genauen Angaben des Herstellers oder Anbieters achten.

Die Zweideutigkeit des Begriffs rührt im Wesentlichen daher, dass zu Beginn der ersten Server-Programmierungen ausschließlich sehr leistungsstarke Computer zu der Nutzung fähig waren. Die breite Masse nahm die Software nicht als solche, sondern als Computer wahr und so etablierte sich der Begriff sowohl in der Werbung als auch in Zeitschriften und somit in den Köpfen der Menschen als ambivalenter Sammelbegriff für Soft- und Hardware.

Serverfarmen, Bladeserver, Serverblade, Serverracks

Server als Titulierung für Hardware wird im Rahmen eines Computers verwendet, wenn dessen Hardware auf spezielle, oftmals verschiedene aufeinander aufbauende Serveranwendungen abgestimmt ist. Es ist in diesem Zusammenhang nicht nur die Rede von dem Computer, auf dem die Serveranwendungen verarbeitet werden, sondern auch von sogenannten Serverfarmen, Bladeservern oder Serverblade und Server-Racks.

Der Begriff “Serverfarm“ ist eine Beschreibung für die Vernetzung von mehreren gleichartigen Server-Hosts miteinander. Solch ein Konstrukt sichert einen besseren und schnelleren Arbeitsprozess durch die Verteilung der Arbeit auf verschiedene Server. Die Kapazitäten können besser ausgelastet und entlastet werden.
Ein Bladeserver stellt eine Zusammensetzung mehrerer gleichartiger Bauteile dar – Blade Center –, die wiederum innerhalb eines Servers verbaut werden und die dort eingebauten Netzteile gemeinsam nutzen.
Bei dem Server-Rack handelt es sich um Zubehör. Es bildet den äußeren Rahmen. Anschaulicher erklärt, handelt es sich dabei um eine Haltevorrichtung, ähnlich einem Regal, die eine sichere Aufbewahrung der einzelnen Server-Elemente und -bausteine garantiert.
 

Was ist ein Terminal oder Terminalserver?

Der Begriff “Terminal“ ist im alltäglichen Sprachgebrauch den meisten Personen aus einem anderen Zusammenhang bekannt – Urlaub oder Geschäftsreise, Flughafen, Schalter. Ein Terminal ist beziehungsweise war jedoch in erster Linie bei der Konzipierung als ein platzsparendes Benutzerendgerät für die Abwicklung bestimmter Prozesse gedacht. Ein oder mehrere Terminals wurden ursprünglich an einen einzelnen Computer angeschlossen – es handelt sich folglich bei einem Terminal nicht um den allseits bekannten Personal Computer. Aufgrund der technischen Entwicklung, der Einführung von lokalen Netzwerken und des Fortschritts des Internets setzen sich bis in die Gegenwart lediglich Terminals, die ein Internetprotokoll anstelle direkter Anschlüsse verwenden, durch. Ursprünglich handelte es sich bei Terminals um ein physisch existierendes Gerät. Inzwischen wird die Funktion eines Terminals jedoch in den meisten Fällen mit Hilfe von Applikationen innerhalb eines PCs abgebildet. In der Alltagssprache etablierte sich der Begriff “Terminal“ überdies für verschiedene Arten von Datenendgeräten, die jedoch im Weiteren nicht zwingend etwas mit Clients, Server und Terminalserver zu tun haben müssen.

Ein Terminalserver gestattet es mehreren, nicht zwingend am selben Ort platzierten Netzwerkteilnehmern auf Anwendungen und Programme zuzugreifen, die nicht auf ihrem eigenen Personal Computer installiert sein müssen. Mithilfe spezieller Software ist es beispielsweise jedem einzelnen Angestellten möglich, durch den Einsatz eines Terminalservers, innerhalb eines Firmennetzwerkes ungehindert und ohne Einbußen zu agieren, obgleich vielleicht mehrere Parteien gleichzeitig dieselbe Anwendung in Anspruch nehmen. Terminalserver sind aufgrund der Möglichkeit, viele parallel laufende Prozesse gleichzeitig zu verarbeiten, sehr beliebt für die Nutzung in großen, weit verstrickten Netzwerken. Damit es bei voller Auslastung der Kapazitäten nicht zu Einbußen kommt, bieten sich auch in diesem Fall sogenannte Terminalserver-Farmen an.
 

Was sollten Sie beim Kauf von Servern, Clients und Terminals beachten?

Der erste und wichtigste Tipp: Achten Sie auf Herstellerangaben und Sicherheitshinweise. Guter Rat muss nicht teuer sein. Fachzeitschriften, spezielle Internetseiten und kompetente Fachleute können Ihnen mit Rat und Tat bei der Auswahl, der Anschaffung, der Installierung und der Instandhaltung mit hilfreichen Tipps zur Seite stehen.

Für den heimischen Computer beziehungsweise das heimische Netzwerk bietet es sich im Vorfeld an darüber nachzudenken, ob sich die ein oder andere Anschaffung für Sie im Speziellen wirklich rentiert. Eine große Zahl an Internetanbietern stellt zum Beispiel Webserver zur Verfügung, die ohne Bedenken von Ihnen genutzt werden können. Allerdings sind Sie dann grundsätzlich von dem jeweiligen Anbieter und der Funktionstüchtigkeit seines Angebots abhängig. Für das Firmennetzwerk eines Unternehmens oder eines Dienstleisters stellt diese Option von daher keine nachhaltige und auf lange Sicht lukrative Alternative dar.

Sie sollten vor dem Kauf eines Servers, eines Clients oder eines Terminals und im weiteren Verlauf bei der Anschaffung von passendem Zubehör auf folgende Dinge achten:

  • Ist Ihre Internetleitung für derartige Geräte und Prozesse ausgelegt? Über die Kapazität Ihrer Leitung erhalten Sie in der Regel von Ihrem Anbieter oder im Internet Auskunft. Es nützen Ihnen die leistungsstärksten Elemente nichts, wenn Sie in der Gesamtsumme ausgebremst werden.
  • Stellen Sie vor dem Kauf sicher, dass Ihr Betriebssystem mit der Soft- und Hardware kompatibel ist. Server- oder Client-seitige Software und Ihr Betriebssystem sind zwei voneinander unabhängige Elemente Ihres Computers. Dennoch können Herstellerangaben sich als nützlich und dienlich erweisen.
  • Im Weiteren sollten Sie vor der Anschaffung sicherstellen, dass beispielsweise verschiedene Server miteinander kompatibel sind. Haben Sie sich bereits in der Vergangenheit entsprechende Hardware angeschafft, sollten Sie sich darüber Informationen einholen, ob die unterschiedlichen Herstellerangebote miteinander verknüpfbar sind.
  • Holen Sie sich rechtzeitig alle notwendigen Informationen über die kleinen und großen Helfer im Hintergrund ein und der Optimierung und der erfolgreichen Nutzung Ihres Systems steht nichts im Wege.
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