Ein eigenes Reich für Ihr Baby: Komplettzimmer oder individuelle Einrichtung?

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Der erste Nachwuchs kann nicht nur die Gefühle, sondern auch das Bankkonto in Wallung bringen. Doch egal ob Sparprogramm oder die individuelle Extravaganz: Im Babyzimmer müssen sich Eltern und Kind wohlfühlen. Hier kann die bereits eingerichtete Wohnung schon mal ein wichtiger Orientierungsmaßstab sein. Natürlich wird der Stil dann kindgerecht umgeformt. Anstelle der in einem Farbton gehaltenen Wohnzimmereinrichtung darf es im Babyzimmer kunterbunt zugehen. Das in dunklem Holz eingerichtete Wohnzimmer mag einen edlen Eindruck hinterlassen, ein Babyzimmer sollte jedoch in hellem Holz eingerichtet sein, um eine freundliche Atmosphäre zu schaffen. Und spätestens wenn die ersten Spielzeuge die vier Wände erobern, ist es vorbei mit der durchdachten Einheitlichkeit. Doch bis es soweit ist, dürfen Mama und Papa sich noch im Möbelhaus austoben.

Der Wickeltisch

Die wichtigsten Möbelstücke sind natürlich der Wickeltisch, das Kinderbett und reichlich Stauraum für all die Puder, Cremes, Windeln und Anziehsachen. Wickeltische haben im eigenen Zuhause einen festen Platz. Sie bilden den Dreh- und Angelpunkt im Haushalt. Nur wenige frischgebackene Eltern nehmen mit der klappbaren Variante vorlieb. Gängiger ist es, Kommoden mit Wickelaufsätzen zu bestücken, da im Unterbau des Tisches oftmals Schubladen zum Verstauen der Pflegeartikel und Babywäsche vorhanden sind. Es gibt auch mobile Wickeltische mit integrierter Babybadewanne oder die platzsparende Variante als Badewannenaufsatz, die bei Badewannenbedarf einfach an den Rand gestellt werden kann. Diese Option gibt es natürlich nicht nur für Badewannen, sondern auch für Kinderbetten. Hier muss man sich darüber im Klaren sein, ob einem die Mobilität liegt oder nicht. Im Grunde genommen kann ein Kind immer und überall gewickelt werden. Dazu benötigt es eigentlich nur einer weichen Unterlage. Für viele Eltern ist es aber wichtig, gerade in den ersten Tagen einen Ort zu haben, an dem alles vorhanden ist. Das Puder in greifbarer Nähe, ein Griff zu den Windeln und die Salbe immer im Blick. Da kann allen Eventualitäten getrotzt werden.

Nach der 200sten Windel kehrt Gelassenheit ein und gewickelt wird in allen Lebenslagen. Da dient der Wickeltisch oftmals nur noch als Basislager und Nachfüllstation. Zudem gibt es auch noch die Möglichkeit, Wickeltische später zu Schreibtischen umzubauen. Doch bis es soweit ist, müssen erst noch zahlreiche Windeln gewechselt werden. Um dem Kind das Wechseln der Windeln möglichst erträglich zu machen, werden im Handel sogenannte Wickeltisch-Heizstrahler angeboten. Diese sorgen nicht nur für eine angenehme Wickelatmosphäre, sondern verhindern durch die abgegebene Wärme, dass das Kind unerwartet Wasser lässt. Dieser Reiz wird nämlich durch plötzliche Kälteeinwirkung ausgelöst, die entsteht, wenn das Kind mit einem nassen Tuch sauber gemacht wird und dann ein kalter Luftzug sein Übriges tut. Ein Heizstrahler erwärmt die Umgebungstemperatur. Jedoch muss der Heizstrahler so angebracht werden, dass das Kind auf keinen Fall damit in Berührung kommen kann. Je älter das Kind wird, umso abenteuerlicher wird das Reinemachen. Mit zunehmendem Alter steigen die Beweglichkeit, das Körpergefühl und der eigene Wille des Babys, möglichst viel von seiner Umwelt mitzubekommen. Der Wickeltisch sollte genügend Fallschutz bieten, um zu verhindern, dass sich das Kind während des Wickelns vom Tisch rollt. Denn nur ein kurzer Moment der Unachtsamkeit – zum Beispiel beim Entsorgen der Windel – kann schwere Folgen haben.

Das Babybett

Babybetten sind bei dem einen oder anderen Kind in den ersten Monaten ein rein optisches, aber ungenutztes Schmuckstück im frisch eingerichteten Babyzimmer. Doch spätestens zum Ende des ersten Lebensjahres, wenn das Kind immer größer und die Träume immer lebhafter werden, beginnt die Eingewöhnungsphase ins eigene kuschelige Nachtlager.

Babybetten mit Gitterstäben

An den Seiten eines Babybetts befinden sich Gitterstäbe. Diese sind notwendig, um zum einen zu verhindern, dass das Baby samt Schlafsack aus dem Bettchen fällt, und zum anderen, damit die Luft im Bett zirkulieren kann. Geschlossene Seitenwände sind keine Option, da sauerstoffarme Luft schwerer ist als sauerstoffhaltige Luft und das Kind so im Bett ersticken könnte. Reisebetten haben zwar keine Gitterstäbe, jedoch sind die Seitenwände aus luftdurchlässigem Stoff, der an Mückenschutzgitter erinnert. Eine rückenfreundliche Einrichtung ist das höhenverstellbare Zwischenbrett. Dies sollte allerdings nur solange Verwendung finden, wie das Baby noch nicht zum Klettern in der Lage ist. Ansonsten ist die Gefahr groß, dass sich das Kind an den Stäben hochzieht und aus dem Bettchen fällt. Eine ebenfalls sinnvolle Erfindung ist das zur Stillbank umbaubare Babybett. Auf diese Weise ist das Bett in den ersten Monaten nicht nur ein Hingucker, sondern auch nützlich. Mit ein paar Handgriffen macht man aus dem Babybett eine stabile Kuschelecke, auf der es sich Mutter und Kind während des Stillens gemütlich machen können. Babybetten sind auch mit herausnehmbaren Gitterstäben erhältlich. So kann man das Bett auch in den folgenden Jahren nutzen.

Beistellbetten

Beistellbetten sind während der Übergangsphase vom Ehe- zum Kinderbett von Nutzen. Die Betten sind nur an drei Seiten geschlossen und liegen an das große Bett an. So ist zum einen gewährleistet, dass die Kinder nicht aus dem Bett fallen können, zum anderen haben sie auch weiterhin die Nähe der Eltern, die sie zum Einschlafen benötigen. Sie mögen zwar nicht mehr den Herzschlag der Mutter spüren, aber zumindest die Atemgeräusche des Vaters. So erfolgt die Umgewöhnung unter Umständen ganz von selbst.

Matratze

Wie auch bei den großen Langschläfern muss auch bei den kleinen auf den passenden Lattenrost mit Matratze geachtet werden. Beim Kauf der Matratze ist auf Dinge wie Luftlöcher und verstärkten Rand zu achten, damit das Baby bei seinen ersten Turnversuchen mit den Füßen nicht zwischen die Gitterstäbe gerät. Es bietet sich auch an, eine Wendematratze zu kaufen. Diese ist auf der einen Seite härter als auf der anderen und kann dann für das ältere Kind auf die weichere Seite gedreht werden. Um das Bett in einem Mädchenzimmer zur Geltung zu bringen, kann mit Stoffen gearbeitet werden. So entsteht in Windeseile ein Himmelbett über der Wiege und verheißt der kleinen Prinzessin angenehme Träume.

Stauraum – noch so klein und schon so viel zu verstauen

Die ersten Spielzeuge, die direkt nach der Geburt ins Haus kommen, brauchen natürlich auch ihren Platz. Ob offene Regale zum „Zurschaustellen“ oder geschlossene Schubladen um die Ordnung zu erhalten: Es darf geschenkt werden. Beißringe, Kuschelbären, Rasseln, Greifspielzeuge können in Kommoden, Schränken und Regalen untergebracht werden. Spätestens wenn das Baby mit dem Robben oder Krabbeln beginnt, sollte jedoch babygerecht und nicht mehr stilgerecht eingerichtet werden. In Windeseile haben die Kleinen die ersten zwei Regalböden komplett ausgeräumt, Dosen geöffnet und das Zimmer auf ihre ganz eigene Weise neu gestaltet. Da ist die Devise, dass sich nur weiche und leichte Gegenstände oder Spielzeuge in der Erreichbarkeit der neugierigen Kinderhände befinden. Schwere Gegenstände oder Dinge mit scharfen Kanten müssen im höheren Bereich von Regalen oder hinter verschlossenen Türen oder Schubladen untergebracht werden. Hier empfehlen sich Kindersicherungen, die das Kind vorm Mobiliar und umgekehrt schützen.

Erbstücke, Geschenke, Individualismus

Was tut man, wenn der alte Bauernschrank der Großtante doch so toll in das Babyzimmer passen würde? Oder die Schwägerin einem unbedingt das gut erhaltene Babybett ihres jüngsten Sprösslings vermachen will? Oder einem der stolze Opa zu Weihnachten einen selbst gezimmerten Wickeltisch überreicht? Ganz einfach: Tief durchatmen, sich über das gesparte Geld und die gut gemeinten Mühen der Mitmenschen freuen und nach dazu passenden Möbeln suchen. Zu fast jedem alleinstehenden Möbelstück lassen sich passende Möbel finden, die den individuellen Ton unterstreichen. So ist es nicht erforderlich, einen alten Bauernschrank aus dem 18. Jahrhundert mit einer ebenso reich verzierten Kommode als Wickeltisch zu kombinieren. Alt und neu lassen sich prima kombinieren. Und zu dunklem Holz kann man auch helle polierte Möbel stellen. Hauptsache, es gefällt. Und das tut es am ehesten, wenn sich ein harmonisches Bild ergibt. Sollte das verwöhnte Auge sich jedoch gar nicht mit dem gebotenen Bild anfreunden können, gibt es neben der aufwendigen Variante des Umlackierens auch noch kostengünstige und zeitsparende Überwürfe für fast jedes Möbelstück.

Das Komplettzimmer

Ist die Zeit knapp und die zukünftigen Eltern wollen sich nicht mehr als nötig verausgaben, bietet sich das Komplettzimmer an. Hier kauft man mit einem Schlag das gesamte Mobiliar und kann seine Kreativität dann beim Kauf der Wickelauflagen, Bettbezüge oder Wanddekorationen ausleben. Komplettzimmer für Babys gibt es in den gleichen Wohnstilen wie auch die Wohnzimmer, Schlafzimmer und Jugendzimmer. Vom Landhausstil über die glatte, glänzende, abwischbare Front in allen Farben bis zum Klassiker im Buchestil ist nahezu alles auf dem Markt vorhanden. Qualitativ ist von hochwertigen Designerstücken bis kostengünstigen Discounter-Artikeln alles zu kaufen. Man kann ein Komplettzimmer natürlich auch erwerben, um zunächst Geld zu sparen, denn meistens ist der Kauf von mehreren Möbelstücken bei einem Anbieter günstiger als der Kauf von Einzelstücken. Und dann kann den Möbeln die eigene Note gegeben werden. Egal ob Buntlack, Collagetechnik oder Wandtattoos unter Klarlack, der eigenen Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. So können beispielsweise Holzmöbel mit einem grobkörnigen Schleifschwamm angeraut werden. Bunte Papierservietten oder Zeitungsschnipsel mit kindgerechten Motiven werden mit Kleber auf das Möbelstück gebracht. Zum Schutz vor spitzen Kinderzähnchen und reinlichen Müttern sollten noch ein bis zwei Schichten Klarlack aufgetragen werden. Mit ein bisschen Fantasie entstehen so aus günstigen Discountermöbeln wertvolle Eyecatcher. Doch auch ohne selber kreativ werden zu müssen bieten sich die schönsten Möbelkombinationen an. Selbst Themenbezogene Kreationen wie Burgen, Prinzessinnen oder von Comic-Helden beeinflusste Designs sind erhältlich. Da kann dem heranwachsenden Sprössling nichts mehr im Weg stehen.

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