„Doom“ 2016: Heftige Gegner, brutale Moves und ein paar Tipps, wie Ihr sie überlebt

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Vier Buchstaben, die Spannung, Schock und Splatter garantieren: Am 13. Mai 2016 bringen Bethesda und id das neue „Doom“ heraus. Wir verraten, auf was Ihr Euch gefasst machen müsst, welche „Doom“-Spiele heute einige hundert Euro wert sind und zu welcher Überlebensstrategie die Entwickler raten.
Dämon im Anflug: „Doom“ 2016 gibt altem Schrecken ein neues Gesicht. (© Bethesda Softworks/Zenimax)
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Dämon im Anflug: „Doom“ 2016 gibt altem Schrecken ein neues Gesicht. (© Bethesda Softworks/Zenimax)

„Wenn Du nicht auf Gewalt und Blut stehst... dann ist’s nicht das Richtige für Dich!“

Während „Halflife“ und „Halo“ die Gaming-Welt eroberten, hatte sich „Doom“ im 21. Jahrhundert rargemacht. 12 Jahre ist das letzte Update her - entsprechend hoch ist  jetzt die Erwartungshaltung. Am Freitag, den 13. Mai 2016, veröffentlichen Bethesda und id endlich ein rundum neues „Doom“ für PC, Playstation4 und XboxOne: brutale Fantasy-Action in neuer audiovisueller Dimension, 1080p, 60fps und Raumklang. „Badass-Dämonen, verdammte Kanonen und sich echt schnell bewegen“ zählt Produzent Marty Stratton die drei „Doom“-Schlüsselelemente auf. Und Bethesda warnt: „Wenn Du nicht auf Gewalt und Blut stehst … dann ist's nicht das Richtige für Dich!“
Vorsicht, nichts für schwache Nerven: Das ist der neue Trailer zu „Doom“. (© Bethesda Softworks / YouTube)
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Vorsicht, nichts für schwache Nerven: Das ist der neue Trailer zu „Doom“. (© Bethesda Softworks / YouTube)
Neue Dimension des Schreckens: Im Solo-Abenteuer jagst Du Zombies und Monster. (© Bethesda Softworks/Zenimax)
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Neue Dimension des Schreckens: Im Solo-Abenteuer jagst Du Zombies und Monster. (© Bethesda Softworks/Zenimax)

Doom 2016: „Wer stoppt, geht drauf!“

Das klassische Spielprinzip haben die Entwickler bewusst nicht verkompliziert, sondern klar und schnörkellos erhalten: „Doom“ spendiert uns bekannte Extras (Container, um Rüstung und Gesundheit aufzupeppen), bewährte Waffen (von der Schrotflinte übers Plasma-Gewehr bis zur „Big Fragging Gun“) und berüchtigte Monster: Dämonen, Mancubi und Höllenritter bevölkern das Einzelspieler-Abenteuer.
Im Multiplayer-Level kannst Du selbst zum Revenant werden – und damit zum mächtigsten Spieler. (© Bethesda/Zenimax)
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Im Multiplayer-Level kannst Du selbst zum Revenant werden – und damit zum mächtigsten Spieler. (© Bethesda/Zenimax)

Die Steuerung wurde hingegen modernisiert, was für zusätzlichen Nervenkitzel sorgt: Neu sind die Nahkampfmanöver, mit denen sich Gegner waffenlos und handgreiflich zerlegen lassen, Tempo-Boost sowie Doppelsprung, um Hindernisse zu erklettern und Schluchten zu überwinden. Die acht Wummen sind zweifach modifizierbar, das 6-gegen-6-Multiplayer-Match würzen Pentagramme: Der Spieler, der die leuchtende Rune aufspürt und sie sich vor allen anderen schnappt, wird verwandelt und tobt als Dämon durch die Gänge! Im Multiplayer-Modus ist „Doom“ ein Non-Stop-Gemetzel, das keine Atempause lässt: „Bruce Lee mit Schrotflinte in einem Skatepark“, meint id-Creative-Director Hugo Martin und Marty Stratton ergänzt: „Du musst Dich ständig bewegen, rennen, springen, seitlich strafen – wer stoppt, geht drauf!“
Der Level-Editor ist serienmäßig: Mit „SnapMap“ basteln Kreative komplexe 3D-Dungeons. (© Bethesda Softworks/Zenimax)
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Der Level-Editor ist serienmäßig: Mit „SnapMap“ basteln Kreative komplexe 3D-Dungeons. (© Bethesda Softworks/Zenimax)

Lange Jahre auf dem Index

Der id-Horror hat eine lange Tradition: Geschwindigkeit, expliziter Splatter, vor allem die trickreiche Level-Architektur und das fiese Arrangement der Monster, Fallen und Extras prägten bereits die beiden 90er-Jahre-Originale. „ Doom“ und „ Doom 2“, das im Dezember 1994 erschien, wurden für alle Computer und Konsolen umgesetzt und rund um den Globus gefeiert. Nur in Deutschland wanderten sie sofort auf den Index der jugendgefährdenden Schriften (BpjS). Werbung und freier Handel wurden verboten – und damit zwei der einflussreichsten Computerspiele hierzulande zum Tabu!
Klassische Konsolenversionen: Für Nintendo 64 erschien 1997 ein exklusives „Doom64“ mit neuen Elementen. (© Gameplan.de)
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Klassische Konsolenversionen: Für Nintendo 64 erschien 1997 ein exklusives „Doom64“ mit neuen Elementen. (© Gameplan.de)

Erst 17 Jahre später revidierte die BpjS ihre Entscheidung; seit 2011 sind beide Titel USK-frei ab 16. Auf ihnen basiert eine um 64 Levels erweiterte Quasi-Fortsetzung („Final Doom“), die wiederum modifiziert und mit neuem Soundtrack unterlegt auch für die erste Playstation erschien, sowie das Nintendo-Modul „ Doom64“ (1997) mit vergrößertem Waffenarsenal und Monster-Zoo. Daneben gibt es audiovisuell und inhaltlich leicht abgespeckte Varianten für die Nischengeräte 3DO, Atari Jaguar und Sega 32X sowie eine starke Fassung für die Familien-Konsole Super NES: Dem Modul spendierte Nintendo einen speziellen „Super FX“-Chip, der die 3D-Darstellung beschleunigt (und es zu einem der teuersten Nintendo-Spiele überhaupt macht).
Nach dieser Welle pausierte „Doom“ zugunsten technisch und spielerisch ähnlicher „Quake“-Spiele fast zehn Jahre und kehrte erst Ende 2004 mit „Doom 3“ zurück - drei CD-ROMs für PC, Mac und Linux, Xbox und Playstation3, die in Deutschland ausnahmsweise nicht indiziert, sondern ab 18 Jahren frei sind.
Mit dem ersten „Doom“ verwandelten John Carmack, John Romero & Co. brave PCs in höllische 3D-Schießbuden.
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Mit dem ersten „Doom“ verwandelten John Carmack, John Romero & Co. brave PCs in höllische 3D-Schießbuden.

Second-Hand-Dämonen: Das sind die Originale heute wert

Günstig zu bekommen sind die Schrecken der 90er-Jahre heute leider nicht mehr, denn inzwischen sind sie begehrte Sammlerstücke. Wer noch ein eingeschweißtes Spiel hat, kann sich also freuen! Das Original auf vier Floppy-Disketten bieten Retro-Händler neu und originalverpackt ab 300 Euro an, ähnlich die Fortsetzung und „Final Doom“. Am teuersten ist die Windows-Komplettfassung „ The Ultimate Doom: Thy Flesh Consumed“. Wer auf Schutzfolie verzichtet und nach gut erhaltenen, gebrauchten PC-„Dooms“ fahndet, der zahlt etwa die Hälfte; unter 100 Euro findet man heute keines der PC-Spiele in Originalverpackung (OVP).
Steinalt, aber nicht billig: Selbst für ein angekratztes Nintendo-“Doom“ zahlen Sammler 30 Euro. (© Gameplan.de)
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Steinalt, aber nicht billig: Selbst für ein angekratztes Nintendo-“Doom“ zahlen Sammler 30 Euro. (© Gameplan.de)

Begehrt sind auch alle „Doom“-Module. Die SNES-Version mit „Super FX“-Chip gilt als wertvollste Fassung: Selbst für ein „nacktes“ Gebrauchtmodul ohne Anleitung und Verpackung legen Sammler 30 Euro hin. Komplett, aber arg zerfleddert findet man das Spiel ab 50 Euro in Retro-Handel und Online-Auktionen. In gutem Zustand wird das SNES-„Doom“ zum dreistelligen Vergnügen, neu und eingeschweißt fast unbezahlbar - 450 Euro.
Je jünger die Version, desto günstiger ist der klassische Horror: Gebraucht für unter 100 Euro gibt’s die N64- und Atari-Module. Achtet bei diesen Preisen darauf, dass neben Packung und Manual auch Beilagen enthalten sind, z.B. die Schablone für den Jaguar-Controller. Die CD-Versionen für Sega Saturn und Ur-Playstation sind (noch) recht billig zu haben, ab 10 - 12 Euro ohne Manual oder mit beschädigtem Cover in mäßigem, für 40 - 50 Euro in komplettem und tadellosem Zustand. Mit etwas Glück findet man auch die Game-Boy-Advance-„Dooms“ (2000, 2001) in OVP für unter 50 Euro – beide sind vernetzbar!
Revenant-Statue und BD im Steel Case: Die „Collector's Edition“ gibt’s für PC, PS4 und XboxOne. (© Bethesda/Zenimax)
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Revenant-Statue und BD im Steel Case: Die „Collector's Edition“ gibt’s für PC, PS4 und XboxOne. (© Bethesda/Zenimax)

Den billigsten Einstieg in die Ur-Katakomben bieten Steam-Keys für ein oder zwei Euro, CD-Rerelease- und „Best of...“-Versionen im schmucklosen Jewel-Case sowie die „Doom 3 BFG Edition“. Letztere erschien 2012 für Windows, PS3 und Xbox360, enthält neben Teil 3 und dessen „Resurrection of Evil“-Erweiterung auch beide Originale und kostet als Download zwischen fünf und zehn, gebraucht auf DVD zwischen 12 und 20 Euro. Die „Collector's“-Ausgabe ist nicht zu verwechseln mit der „ Doom Collector's Edition: The Ultima Doom Trilogy“ von 2004, die auf zwei CDs zwar Teil 1, 2 und Final enthält, aber nur eine kurze Preview auf Teil 3. Für „Doom 3“ ohne klassische Beilagen schließlich zahlt man aktuell nicht mehr als zehn Euro. Haltet nach der „ Collector's Edition“ im Steel-Book-Case Ausschau! Ein Sammlerstück mit sicherer Wertsteigerung, das Ihr nicht verpassen solltet.
Winnie Forster
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Über den Autor

Winnie Forster wird im Jahr der ersten Mondlandung geboren, mit Atari-Konsolen und 8-Bit-Computer sozialisiert und arbeitet nach Abitur und Zivildienst bei der IT-AG Markt & Technik. Er war leitender Redakteur der führenden Computer- & Videospiel-Zeitschrift „PowerPlay“, danach Mitbegründer der „Video Games“, ab 1994 Redaktionschef der Cybermedia VerlagsGmbH, die Fachmagazine wie „M! Games“ und „AudioVision“ herausgibt. Im 21. Jhd. führt er den Buchverlag „ Gameplan.de“. Forster lebt, arbeitet und spielt am bayrischen Ammersee.
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