Digitales Fernsehen. Kabel, Satellit oder Terrestrisch

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Liebe Kunden,

auf dem Raumschiff Enterprise geht das ganz einfach. Jean Luc Piccard sagt mit seiner charmanten Stimme: „Auf den Schirm“, und schon hat er quer und längs durch die unendlichen Weiten des Universums eine astreine Bild- und Tonverbindung. Auf der Erde im Jahr 2006 geht das leider noch nicht. Wir müssen noch stöpseln und Knöpfe drücken. Trotzdem - die Zukunft hat bereits begonnen und sie wird, zumindest was Fernsehen betrifft, digital sein. Die Umstellung ist bereits seit mehreren Jahren im Gang, und spätestens 2010 ist die analoge Ära endgültig vorbei.

Für Sie ergeben sich daraus eine Vielzahl neuer Möglichkeiten. Der Fernseher der Zukunft wird zum interaktiven Multimedia-Center. Wie diese Zukunft bei Ihnen zu Hause aussehen kann, wollen wir heute anhand der Frage erörtern:
 
WIE KOMMT EIGENTLICH DAS BILD IN MEIN WOHNZIMMER?

Wir konzentrieren uns dabei auf das, was kommen wird: auf das digitale Fernsehen (DVB = Digital Video Broadcast), das grundsätzlich die Voraussetzung für den Empfang von HDTV darstellt.  Insgesamt fünf Möglichkeiten wird es geben und drei davon stehen heute schon zur Verfügung.

• DVB-S, das digitale Satelliten-Fernsehen
Es funktioniert wie sein analoger Vorgänger. Ein Satellit wird so platziert, dass er über einem bestimmten Punkt der Rotation der Erde folgt. Dort erhält er die Daten von einer Großantenne und gibt sie weiter an die allseits bekannte „Schüssel“ und den digitalen Sat-Receiver. Der Vorteil ist die große Bandbreite, das bedeutet, dass viele Sender übertragen werden können und zwar in hoher Qualität. Ein weiteres Plus liegt darin, dass man Satelliten-Programme nahezu überall empfangen kann, also auch in abgelegenen Gegenden, oder wenn man will, sogar mobil. Viele Sender können zur Zeit noch frei empfangen werden, einige davon schon jetzt in HDTV-Qualität.

• DVB-C, das digitale Kabel-Fernsehen
Hier besteht eine direkte Verbindung von den Sendeanstalten bis zu Ihrem Anschluss. Ein schlichtes Antennenkabel und ein digitaler Receiver genügen, und schon stehen Ihnen bis zu 50 Kanäle zur Verfügung. Wäre eine richtig gute Sache, wenn die Betreiber nicht auch was haben wollten dafür: die berühmte Kabelgebühr. Und weil so ein Kabel natürlich auch verlegt sein will, haben Landbewohner oft das Nachsehen. Liebhaber von HDTV werden hier allerdings vorerst nur eingeschränkt bedient werden.

• DVB-T, das digitale terrestrische Fernsehen
Die Daten werden hierbei vom Sender terrestrisch (Digital Video Broadcast- Terrestrial) verschickt und können von einer kleinen Zimmerantenne empfangen werden. Alles, was Sie dazu noch benötigen, ist ein DVB-T-Receiver, der nicht viel größer ist als ein Rechtschreibduden. Die Sender decken hier allerdings noch nicht alle Gebiete ab, wohl aber das Rhein-Main-Gebiet und das ist ja immerhin der Nabel der Welt. HDTV wird es hier allerdings auf absehbare Zeit nicht geben.

• DVB-H, das digitale Fernsehen per Handy und
• Internet-Fernsehen
Beides ist zur Zeit noch in Entwicklung, aber auch das wird durch die digitale Umstellung möglich werden.

Sat und Kabel können Sie zur Zeit noch analog empfangen und wer nicht umsteigen will, kann auch nach 2010 sein bisheriges Equipment mit einem Decoder digitaltauglich machen. Wer umsteigt, wird neben HDTV noch über Nutzungen wie Homebanking, Heimvernetzung, Zugriff auf Datendienste, Programminformationen, erweiterten Teletext und Internetverknüpfungen verfügen.
Damit Sie all diese Optionen nutzen können, achten Sie bei Neuanschaffungen unbedingt auf die erforderlichen Anschlüsse. Welche das sind (etwa Schnittstellen, Steckplätze für Pay-TV-Karten etc.), wie man das alles in eine Kiste packen kann und wie es funktioniert – der Fachmann weiß es. Lassen Sie sich ausführlich beraten, damit die digitale Ära für Sie nicht mit einem großen Frust beginnt.

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