Diese externen Antennen sind für jedes PMR-Gerät einsetzbar

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Diese externen Antennen sind für jedes PMR-Gerät einsetzbar

Eine noch recht neue Funkanwendung ist der PMR-Bereich. PMR steht dabei für Private Mobile Radio. Ein alternativer Name, der recht häufig verwendet wird, ist 446. PMR ist genau wie der BF-Funk eine Jedermann-Funkanwendung, was konkret bedeutet, dass die Kanäle offen sind und von jedem, auch ohne vorherige Prüfung und Anmeldung, genutzt werden können.

Gesendet wird in den UHF-Frequenzbereichen und im 100-MHZ-Bereich. Das europäische PMR-Funknetz entspricht im Wesentlichen dem, was in den USA als FRS oder Family Radio System bezeichnet wird.

Um den Funk nutzen zu können, benötigen Funker einen Sender, einen Empfänger und natürlich eine leistungsstarke Antenne. Bei der Auswahl der Antenne gilt es jedoch einiges zu beachten, damit die Antenne auch wirklich ans Gerät passt. Einige Antennen sind aber tatsächlich für alle Arten an PMR-Geräten einsetzbar. In diesem Ratgeber erfahren Sie welche das sind. Zudem erhalten Sie viele Infos rund um den PMR-Funk, der für viele noch überraschend neu ist.

Frequenzen im PMR-Funk

Insgesamt gibt es im PMR-Funknetz acht Kanäle, die in ein Raster von 12,5 kHz unterteilt sind. Diese Unterteilung ergibt sich aus dem Wunsch, das Frequenzspektrum, das von 446 bis 446,1 MHz reicht, effektiv zu nutzen.

PMR-Funk bietet die Möglichkeit, Benutzergruppen zu bilden. Ermöglicht wird das durch das sogenannte Pilottonverfahren. Die Frequenzen werden nicht exklusiv zugeordnet, so dass jeder PMR-Funker damit rechnen muss, dass die Frequenzen gestört werden.

PMR ist übrigens eine analoge Funkvariante, die ihre digitale Entsprechung im DMR-Funk findet. Im analogen Funkverkehr können nur Sprachdaten gesendet werden. Der PMR-Funk ist in den meisten europäischen Ländern offiziell gestattet. Der DMR-Funk hingegen ist nur begrenzt verfügbar, so dass nicht für alle die Wahl zwischen analoger und digitaler Variante besteht.

Allerdings muss angemerkt werden, dass die Frequenzzuteilung für das PMR-Funknetz vorerst bis Ende 2022 befristet ist. Sollten Sie Ihr Funkgerät auch im Ausland nutzen wollen – etwa im Urlaub –, müssen Sie sich vorab informieren, ob PMR dort verfügbar und auch zugelassen ist. Informieren müssen Sie sich auch, ob Ihr Funkgerät überhaupt im Ausland betrieben werden darf.

Sendeleistungen und Reichweiten des PMR-Funks

In Deutschland ist für Sender im PMR-Funk eine maximale Sendeleistung von 500 mW zugelassen. Bei optimalen Bedingungen ohne jedwede Störungen kann damit eine Funkreichweite von 5 km erreicht werden, in Einzelfällen können auch 10 km erreicht werden. Ist das Funkgebiet stark bebaut, kann es sein, dass nur eine Reichweite von etwa einem Kilometer erzielt werden kann.

In Deutschland sind dafür nur Geräte mit einer integrierten, also fest verbauten Antenne zugelassen. Die meisten Funkgeräte des PMR-Funks sind Handfunkgeräte, die äußerst kompakt sind. Vereinzelt finden sich im Produktportfolio einzelner Hersteller aber auch Standgeräte, die an frühere Pultgeräte erinnern. Je nach Qualität der Geräte variiert die Reichweite immens: Bei sehr kostengünstigen Geräten kann es sein, dass Sie nur etwa 200 m weit funken können.

Erweitert werden kann die Reichweite mit Hilfe des Internets und eingerichteten HF-Gateways. Dafür wird der Gateway so eingesetzt, dass das Audiosignal aus dem PMR-Netz ins Internet übertragen wird, um dann über ein weiteres Funkgerät an einem anderen Ort wieder eingespeist zu werden.

Reichweitenverbesserung durch eine externe Antenne

Das Gesetz sieht vor, dass das PMR-Gerät nur mit einer integrierten Antenne betrieben werden darf. Das bedeutet genau, dass diese nicht entfernt und gegen eine andere ausgetauscht werden sollte. Die geringe Reichweite ist allerdings das wesentliche Problem dieser Funkanwendung. Um den Empfang deutlich zu verbessern, gibt es deshalb externe Aufsteckantennen, die einfach auf die vorhandene Gummiantenne, die im Gerät integriert ist, aufgesteckt werden kann. Selbstverständlich sind aus diesem Grund nicht alle Antennen passend, um aufgesteckt zu werden. Es gibt dennoch einige Modelle, die universell passen und für wirklich jedes PMR-Gerät verwendet werden können.

Um die Reichweite Ihres PMR-Gerätes schlicht zu verdoppeln, muss eine dieser PMR-Aufsteckantennen auf die vorhandene Gummiantenne Ihres Gerätes aufgesteckt werden. Am Funkgerät selbst müssen keinerlei Veränderungen vorgenommen werden, damit diese Kombination aus zwei Antennen auch funktioniert.

Welche Voraussetzungen sind notwendig?

Die gängigen Antennenaufsätze sind gedacht für einen Bereich von 440 bis 450 MHz und können deshalb optimal für das PMR-Band verwendet werden. Die Aufsteckantennen sind mit etwa 4-6 dB deutlich leistungsstärker als die regulären integrierten Antennen aus Gummi, die oft sehr kurz sind. Die Voraussetzung zur Nutzung ist ein PMR-Funkgerät mit einer Gummiantenne, was aber nahezu bei jedem Gerät die Standardausstattung darstellt. Mit einer dieser Antennenaufsätze wird der Empfang deutlich verbessert; das zeigt sich nicht nur in der Reichweite, sondern vor allem auch in der übertragenen Sprachqualität, die merklich rauschärmer ist. Die Antennenaufsätze sind mit einem SWR-Analyzer abgeglichen, so dass sie optimal funktionieren. In der Regel sind die Aufsätze etwa 30 cm lang.

Es stellt sich natürlich die Frage, warum eine externe Antenne um so viel besser ist als die integrierte Antenne. Die Erklärung ist denkbar einfach: Bei der integrierten Antenne handelt es sich um einen aufgewickelten Draht, der kaum in Abhängigkeit von der Wellenlänge einfach eingebaut wird. Die Aufsteckantenne hingegen ist eine vollwertige Antenne, die extern geführt ist. Sie ist auf die spezifische Wellenlänge im PMR-Funkbereich abgestimmt. Sie wird durch die Gummiantenne nur kapazitiv versorgt.

Günstige PMR-Geräte mit Antennenaufsätzen kombiniert

Vor allem den sehr preiswerten PMR-Geräten wird nachgesagt, dass Sie einen schlechten Empfang bieten. Ein PMR-Gerät ist bereits ab etwa 25 Euro erhältlich. Verkauft werden die Geräte meistens im Set, so dass der Preis einfach unschlagbar günstig ist. Bereits nach etwa 1 km zeigen sich erste Einbußen bei der Verbindung beider Geräte zueinander. Die Verbindung wird zunehmend verrauschter, so dass die Sprachdaten, die übermittelt werden, extrem schlecht verständlich sind. Spätestens nach zwei Kilometern haben beide Geräte innerhalb der Stadt miteinander keine Verbindung mehr. Mit der Aufsteckantenne ist das Rauschen komplett unterdrückt, und auch die Verbindung beider Geräte miteinander ist deutlich vergrößert.

Mit einer Standardantenne das PMR-Gerät verbessern

Eine weitere Möglichkeit, die Reichweite des Funkgerätes für den PMR-Bereich zu verbessern, ist es, eine Antennenbuchse in das Gerät einzubauen. Sie können wahlweise eine SMA- oder eine BNC-Buchse verwenden. Jede Standardantenne, die für 446 MHz geeignet ist, kann dann angeschlossen werden, um den Empfang zu verbessern. Damit dieser optimal wird, sollten Sie bei der Aufstellung der Antenne allerdings einiges beachten.
Als Herz der Funkstation reguliert die Antenne jegliche Sende- und Empfangsleistung Ihrer PMR-Funkanlage. Die Antenne muss an einer hohen Stelle angebracht werden, die im Optimal-Fall frei stehend ist. Gut geeignet ist beispielsweise ein freier Hügel oder das Dach des Hauses. Beim Aufstellen der Antenne gilt es allerdings, die Regeln der Bundesnetzagentur einzuhalten. Zum einen ist in der Regel vorgeschrieben, welche maximale Sendeleistung zulässig ist, und zum anderen sind auch oft Orte vorgeschrieben, an denen die Antenne überhaupt platziert werden darf. Auch die Aufstellungshöhe ist in der Regel fest vorgeschrieben.

Der Standort entscheidet über die Sendeleistung

Der ideale Ort für die Antenne befindet sich auf dem Dach Ihres Wohnhauses. Sind Sie in Ihrer Wohnung allerdings nur Mieter und nicht Eigentümer, dann müssen Sie bei Ihrem Vermieter die Erlaubnis zur Installation der Antenne einholen. Die gängigen Antennen sind etwa 5 Meter hoch und verändern maßgeblich das Gesamtbild des Hauses. Aus diesem Grund darf der Vermieter sein Veto einlegen und Sie an der Aufstellung der Antenne hindern. Ein weiterer Hinderungsgrund zur Aufstellung einer solchen Antenne kann das denkmalschutzgesicherte Ortsbild Ihres Dorfes sein. Prüfen Sie anhand der gültigen Ortssatzung, ob ein Aufstellen der Antenne nicht eventuell untersagt ist. Sollte das so sein, dann können Sie Ihre PMR-Antenne immer noch verbessern, indem Sie auf eine kleinere Antenne ausweichen, die nicht genehmigungspflichtig ist. Auch diese kann, sofern sie auf eine bestimmte Wellenlänge zugeschnitten ist, den Empfang Ihres PMR-Gerätes stark verbessern.

Unterschiedliche Befestigungsvariante

Für die Aufstellung der Antenne können Sie zwischen verschiedenen Antennenbefestigungsvarianten wählen. In jedem Fall ist es wichtig, das Gewicht der Antenne richtig einzuschätzen, um eine passende Antennenhalterung wählen zu können. Eine Möglichkeit ist beispielsweise ein Klemmträger für die Dachrinne. Allerdings sollten Sie den Zustand der Dachrinne genau prüfen, damit Sie sicher sein können, dass diese auch das Gewicht einer so großen Antenne tragen kann. Eine Alternative ist ein Klemmträger am Fensterbrett. Die Antenne steht dann natürlich nicht an exponierter Stelle auf dem Dach und kann unter Umständen durch das Haus und die davon ausgehende elektromagnetische Strahlung gestört werden.

Bei der Aufstellung der Antenne muss in jedem Fall beachtet werden, dass diese korrekt geerdet ist. Ist das nicht der Fall, dann riskieren Sie im Falle eins Blitzeinschlages die Beschädigung Ihrer gesamten Funkanlage. Bei der Aufstellung der Antenne lohnt es sich, einen erfahrenen Funker hinzuzuziehen. Diesen finden Sie in Ihrem örtlichen Funkverein.

Externe Antennen für das PMR-Gerät

Das größte Problem für den Jedermann-Funk PMR ist die recht begrenzte Reichweite. Um diese zu erweitern, gibt es im Wesentlichen zwei Möglichkeiten: Entweder Sie bauen eine Antennenbuchse in das Gerät ein und schließen dann eine konventionelle Antenne an, die für den MHz-Bereich passend ist. Oder aber Sie verwenden eine Aufsteckantenne, für die das Gerät selbst nicht modifiziert werden muss.

Entscheiden Sie sich für eine Aufsteckantenne, so verdoppeln Sie den Empfang. Zudem haben Sie die Möglichkeit, die Aufsteckantenne spurlos wieder abzubauen.

Demgegenüber steht die dauerhafte Veränderung durch die eingebaute Antennendose. Diese führt zu einem Erlöschen der Garantie. Zudem erlischt mit diesem Umbau auch die Betriebserlaubnis des PMR-Gerätes. Dafür aber erhalten Sie eine Reichweite, die mehr als doppelt so groß ist wie die ursprüngliche, weshalb ambitionierte Funker diese Variante bevorzugen.

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