Diese Vorteile bietet das neue Bluetooth Keyboard

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Diese Vorteile bietet das neue Bluetooth Keyboard

Über Hard- und Software wissen viele Bescheid und das neueste Betriebssystem oder die schnellste Grafikkarte sind – zumindest interessierten Laien – bestens bekannt. Anders sieht es bei den verschiedenen Verbindungsarten aus. Lange noch bleiben diese auf dem alten Stand der Technik und nicht wenige Nutzer haben heutzutage ihren Monitor noch mit einem im Grunde veralteten VGA-Kabel an den Rechner angeschlossen.
Ähnliches gilt für den Gebrauch der ersten USB-Technik, die inzwischen längst von der nächsten Generation abgelöst wurde. Doch an vermeintlichen Kleinigkeiten wie der Art der Verkabelung stören sich die meisten Anwender nicht weiter, dabei birgt gerade dieses Segment der Computerbranche spannende und äußerst hilfreiche Innovationen, die den PC-Alltag spürbar erleichtern.

Zum Beispiel die Bluetooth-Technologie: Vor einiger Zeit noch randständig etabliert, hat sie im Laufe der Jahre sämtliche Bereiche der Hardware erobert, ob Maus oder Tastatur, Headset oder Lautsprecher – das bei der Übertragung gesendete blaue Licht ist als Kennzeichen für eine schnelle Datenübertragung nicht mehr wegzudenken.

Bluetooth-Keyboard am heimischen Rechner

Bei kleinerem Zubehör verwundert der Einsatz von Bluetooth nicht weiter, schließlich kennt der Nutzer diese drahtlose Option bereits aus der Handynutzung. Daten gehen reibungslos von einem Gerät auf das andere über, lediglich eine räumliche Nähe sollte gegeben sein. Für das Keyboard oder die Tastatur am heimischen Rechner bedeuten kabellose Versionen allerdings immer noch einen etwas ungewöhnlichen Anblick.
Dabei lohnt der Einsatz, denn eine entsprechende Nachrüstung hält sich finanziell im Rahmen. Erfahren Sie anhand dieses Ratgebers alles Wissenswerte über Bluetooth-Keyboards und die Optionen dieser Übertragungstechnik. Rüsten Sie Ihren Computer dementsprechend auf und erhöhen Sie den Komfort in der regelmäßigen Anwendung.

Datentransfer mit Bluetooth – lautlos, schnell und ohne Kabelsalat

Bluetooth funktioniert auf einfache Art und Weise: Zwischen zwei empfangsbereiten Geräten wird mittels Kurzstreckenfunk eine Verbindung hergestellt. Die Anfänge in den frühen 90er Jahren waren noch relativ bescheiden: Bei gerade einmal um die 700 Kilobyte lag die theoretische Größe der zu übertragenden Daten. Doch wie so oft nahm die Entwicklung ihren Lauf und Bluetooth wurde stetig verbessert. Die aktuelle Variante ist der dritten Generation zuzurechnen, die Übertragungsrate liegt bei respektablen 24 Megabyte pro Sekunde. Auch größere Dateien lassen sich so unproblematisch an den Zielort transferieren.
Ein großes Plus in Sachen Bluetooth ist in der Kompatibilität des modernen zum älteren Standard zu sehen. Da diese abwärts geregelt ist, können mit einer zeitgemäßen Technik versehene Geräte problemlos mit älteren Versionen Kontakt aufnehmen – kleiner Wermutstropfen hierbei: natürlich auch nur zu den Bedingungen der älteren Geräte, die bekanntlich auf einem deutlich niedrigeren Niveau angesiedelt sind. Nichtsdestotrotz gelingt die Übertragung und eine mühsame Verkabelung bleibt aus.

Reichweite von Bluetooth

Ein gewaltiger Unterschied besteht allerdings in der Reichweite. Hier ist die spezifische Konfiguration des Geräts ausschlaggebend, der neueste Stand der Technik allein reicht zur Optimierung nicht aus. Es werden hierbei drei Klassen von Geräten mit einer eigenen Empfangsreichweite unterschieden: Die erste Klasse präsentiert sich in Großgeräten wie Notebooks oder stationären Computern. Hierbei wird meistens eine Reichweite von rund hundert Metern erreicht, die Sendeleistung beträgt etwa 100 Milliwatt.
Ganz anders stellt sich die Situation bei der zweiten Klasse dar, hier sind es nur noch 10 Milliwatt, die überhaupt gesendet werden können. Immerhin deckt dieser Wert einen Radius von etwa 50 Metern ab. Je nach Hersteller findet sich auch diese zweite Klasse in Computern und Notebooks.
Ganz auf den mobilen Einsatz zugeschnitten erweist die Verbindung der dritten Klasse dem Nutzer seine Dienste. Hier müssen Sie als Anwender innerhalb eines 10-Meter-Rahmens operieren, um ihr Smartphone mit dem eines anderen zwecks eines Datentransfers zusammenzuschließen. Die letzte Gruppe von Empfangsgeräten ist dementsprechend preiswert auszustatten, lediglich bei höherwertigen Einrichtungen wie eben PCs lohnt von Herstellerseite die umfangreichere Investition.
Sie als Nutzer profitieren in jedem Fall davon, denn eine derartige Kommunikation ist nicht nur schnell, sondern auch kostenlos. Anders als bei DSL-Anschlüssen oder SMS-Diensten fallen keinerlei Kosten an. Hinzu kommt die grenzüberschreitende Wirkung von Bluetooth: Der Standard gilt überall, Ländercodes oder Ähnliches sind nicht vorhanden.

Mögliche Einschränkungen

Natürlich sind auch bei Bluetooth Einschränkungen in Kauf zu nehmen. So stockt die Anwendung schneller als einem recht ist, wenn eines oder mehrere Hindernisse in den Übertragungsweg gelangen. Gerade im öffentlichen Bereich kann es hier zu Unterbrechungen kommen. Ganz zu schweigen von architektonischen Feinheiten; einige ungünstige Ecken in manchen Wohnungen blocken den Funk partout ab, ebenso können Ihnen Kleinmöbel als Störsender einen Bärendienst erweisen.

Leicht und schnell: das entspannte Arbeiten mit dem Bluetooth-Keyboard

Neben den bekannten Bluetooth-affinen Mobilapparaten lohnt der Einsatz auch im unmittelbaren Umfeld Ihres PCs. Die Maus stellt eine Option dar, genauso wie die immer etwas sperrige und auf dem Schreibtisch nur mühsam verrückbare Tastatur. Unweigerlich mit dem Kabel an die Anschlussleiste des Gehäuses gebunden, schränkt sie die Bewegungsfreiheit auf unangenehme Weise ein – von der Unmöglichkeit alternativer Sitzpositionen oder einer Verlagerung vom Schreibtisch weg einmal abgesehen.

Folgerichtig brachten die ersten Hersteller Modelle mit Bluetooth-Komponenten auf den Markt. Mittlerweile sind sie unverzichtbarer Bestandteil eines jeden Repertoires, alle gängigen Marken verfügen über entsprechende Angebote, inklusive Apple. Der Vorzug dieser Schnittstelle bildet sich im Gebrauch heraus. Da durch die heutzutage platzsparende Bauweise auch das Gewicht im Vergleich zu älteren Modellen deutlich geringer ausfällt, bieten sich vollumfängliche Tastaturen damit auch für den mobilen Einsatz an.
Diverse Hersteller bieten Keyboards mit der vollen Bandbreite an Anschlussmöglichkeiten, was eine mehr oder weniger schrankenlose Nutzung bedeutet. Ob Smartphone oder Notebook, ob E-Reader oder PC: Das jederzeit mögliche Anschließen und Loslegen gehört bei vielen Produktlinien zum Standard. Ob diese Möglichkeit aufgrund des doch recht offensichtlichen Größenunterschieds der einzelnen Geräte in Anspruch genommen werden sollte, liegt ganz in Ihrem Ermessen. Eine herkömmliche und eben auch großflächige Tastatur an ein Notebook anzuschließen, dürfte den meisten Nutzern einen Vorteil bereiten.

Weltweit standardisierte Frequenz

Ein weiterer Vorteil: In Sachen Anwendungsbereitschaft herrscht Bluetooth-Gleichheit, denn die Frequenz ist weltweit standardisiert. Es muss keinerlei Rücksicht auf eventuelle Konfigurationen genommen werden. Im Übrigen kann diese Variabilität zu interessanten Kombinationen aus Apple- und Windows-Hardware führen. Im Zuge der Ersetzung des Kabels durch Bluetooth haben die Hersteller die Platzfrage neu gestellt, schließlich muss weiterhin eine Stromzufuhr stattfinden.
Die Antwort liegt im Verwenden von Akkus bzw. Batterien. Einzelne Modelle arbeiten dank integrierter Solareinheiten sogar noch unabhängiger, vereinzelt sind auch Bluetooth taugliche Keyboards trotz alledem mit einer USB-Schnittstelle ausgerüstet – man kann schließlich nie wissen.

Die Herausforderung schlechthin: Wie versorgen sich Bluetooth-Keyboards mit Strom?

Da kabellose Tastaturen ohne jede Anbindung an einen Stromkreislauf auskommen, aber dennoch irgendwie angetrieben werden müssen, sind bei allen Modellen Akkus eingebaut. Diese Eigenart birgt durchaus Konfliktpotenzial, schließlich ist selbst die Leistungsdauer eines überdurchschnittlichen Akkus nicht endlos. Dass die Stromversorgung eine essenzielle Rolle spielt und nicht bloß der Beleuchtung der Tastenfelder dient, wird gerne vergessen. Allerdings sorgt die technische Innovation dafür, dass trotz der Erweiterung um einen Akku die Tastatur im Umfang nicht größer, sondern – umgekehrt – kleiner als bei einer Kabel-Version ausfällt. Hinzu kommt die leichtere Bedienbarkeit moderner Keyboards, deren flache Tasten ein deutlich angenehmeres Gleiten anstatt des bisherigen Anschlagens möglich machen.

Eine weite Spanne offenbart der Stromverbrauch von Bluetooth-Tastaturen: Von einer Dauer von um die 100 Stunden bis zum achtfachen Wert reichen die Kapazitäten der einzelnen Modelle. Die überwiegende Mehrheit verfügt über Akkus, einige Anbieter halten darüber hinaus batteriebetriebene Tastaturen bereit. Der Verbrauch ist allerdings in diesem Falle ungünstig und zudem nicht sonderlich umweltschonend, das Aufladen der Akkus ist die empfehlenswertere Variante, zumal die Stromkosten in keinem Verhältnis zur deutlich höheren Batterie-Investition stehen.

Zünglein an der Waage: die Ausstattung älterer Computer mit Bluetooth-Keybords

Grundsätzlich ist die Installation einer Bluetooth-Verbindung keine große Angelegenheit, vor allem deshalb, weil keine nötig ist. Mit einem simplen USB-Stick und der entsprechenden Schnittstelle sind die technischen Bedingungen im Handumdrehen gegeben. Je älter die Computer und vor allem deren Betriebssysteme sind, desto wahrscheinlicher wird das Nachrüsten mit der USB-Lösung. Zeitgemäße Computer weisen eine entsprechende Konfiguration serienmäßig auf. Bei einer anfallenden Nachrüstung stecken Sie einfach einen Stick, der in der Branche „Dongle” genannt wird, auf einen freien USB-Steckplatz. Der Aufbau einer Verbindung ist unabhängig vom Hersteller der verwendeten Hardware. Konfliktsituationen bezüglich der Anwendbarkeit – ähnlich denen zwischen Apple- und Microsoft-Produkten – entstehen hier nicht.

Alles sicher?

Ein heutzutage nicht unerhebliches Thema sollte über alle positiven Aspekte der Nutzung nicht außer Acht gelassen werden, nämlich der neuralgische Punkt der Sicherheit. Da Bluetooth eine Funkverbindung darstellt, also Signale zwischen zwei Sendern in einem mitunter großzügigen Raum versendet, ist die Gefahr des unerwünschten Mithörens bzw. Mitlesens theoretisch möglich. Eine kabelverbundene Tastatur hingegen ist in den PC integriert und bietet kein Einfallstor für Spionage, mag sie auch noch so unwahrscheinlich sein.
Eingaben, die über das Bluetooth-Keyboard vorgenommen werden, sind mit entsprechenden Sendern jederzeit mitzuverfolgen. Für Sie als Privatnutzer ein eher geringfügiges Problem, das aber in einem Internetcafé oder auch Großraumbüro leicht zu problematischen Situationen führen kann.
Ein bluetoothfähiger Computer ist grundsätzlich nicht nur für den Einsatz einer entsprechenden Tastatur, sondern eben auch für diverse andere Bluetoothgeräte erreichbar. Sorgen Sie daher für einen passwortgeschützten Zugriff, der ihre Tastatur für umliegende Quellen unsichtbar macht.
Eingedenk dieser Sicherheitsfrage bietet die drahtlose Technik unter dem Strich dennoch eine hervorragende Alternative zu traditionellen Keyboards, zumal die Anschaffung eines Bluetooth-fähigen Modells im Verhältnis zu anderen Nachrüstungen im PC-Bereich eine finanziell überschaubare Angelegenheit bedeutet.

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