Die wilden Hippies sind zurück: schöne Damenmode im Batik-Design

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Die wilden Hippies sind back! So trägt sich Damenmode im Batik-Design am schönsten

Batik, das ist der Inbegriff für Folklore und Hippies. Doch nicht nur während der Flower-Power- und Hippie-Zeit waren Stoffe in diesem Look angesagt. In der Mode erwacht der Trend immer wieder von neuem und ist gerade jetzt sehr aktuell. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen die schönsten Elemente der aktuellen Damenmode im Batiklook und erklärt außerdem, wie diese stilvoll kombiniert werden kann. Zudem erhalten Sie hilfreiche Tipps zur Pflege für das eigene Batik-Unikat.

Batik als Teil der Retrobewegung

Retro ist in: Viele Trends vergangener Modejahrzehnte werden derzeit erfolgreich wiederentdeckt, vor allem die Epochen zwischen den 50er und 80er Jahren sind Vorbilder für die aktuellen Entwürfe der Designer. Nun ist auch Batik wieder in aller Munde. Seit seinem letzten modischen Höhepunkt Anfang der 90er Jahre galt Batikmode allein Ökos und Yuppies vorbehalten. Doch diese negative Konnotation ist verflogen - Batik liegt im Trend, ist es doch ein Ausdruck eines internationalen, weltoffenen Stylings. Batik und Folklore gehen eine gelungene Verbindung ein, die sich in wundervollen Entwürfen der aktuellen Damenmode niederschlägt.

Was genau ist Batik

Als Batik wird eine Färbetechnik bezeichnet, die ursprünglich aus Indonesien stammt. Die Hippies der 70er Jahre brachten die Technik von ihren Reisen mit nach Europa und legten damit die Basis für ein modisches Gestaltungsmittel, das immer wieder neu interpretiert wird. Das Besondere ist das charakteristische Muster, das bei der Färbetechnik entsteht: sonnenartige Motive, die einen irisierenden Farbverlauf zeigen.

Bei der Batik-Technik wird die Textile eingedreht und verknotet, anschließend wird sie entweder besprüht oder in ein Farbbad getaucht. Durch die eng miteinander verdrehten Stofflagen kann die Farbe nicht überall gleichmäßig ins Gewebe dringen, sodass der typische Farbeffekt erzielt wird. Die Methode des Abbindens kann mit Hilfe von starken Fäden noch verfeinert werden. Wenn Sie glauben, dass das Ergebnis bei der Batik-Technik Zufall ist, dann liegen Sie falsch. In Indonesien werden die Stellen, die farbfrei bleiben sollen vorher kunstvoll mit Wachs markiert. Die Indonesier verstehen es sehr genau, Muster nach einem bestimmten Rhythmus entstehen zu lassen.

Batik wird auch als Dip Dye oder Ombré bezeichnet, was besonders interessant zu wissen ist, um gezielt nach den aktuellen Modetrends zu suchen. Batikmode ist nie einheitlich, jedes Muster fällt individuell aus, auch der Farbverlauf und die Farbintensität sind immer unterschiedlich. Deshalb ist es keine Frage, dass Sie mit Batikmode auffallen werden. Das Besondere an dieser Färbemethode ist, dass sich dafür Naturfarben ebenso gut verwenden lassen wie fertige Textilfarben. Nicht nur in der Industrie können Textilien im Batik-Look gefertigt werden, sondern auch Zuhause, denn die Handhabe ist sehr einfach.

Das eigene Unikat im Batik-Look

Zum Batiken benötigen Sie zuerst ein Kleidungsstück, das eingefärbt werden soll. Am besten eignen sich Textilen aus Baumwolle und Leinen. Sie können aber auch nahezu alle anderen Stoffe aus Naturmaterialien einfärben. Im Übrigen muss es nicht unbedingt ein Kleidungsstück sein, das gefärbt wird. Batik ist auch eine tolle Technik für farbenfrohe Bettwäsche, die am Morgen gute Laune zaubert. Zusätzlich zu der Textile benötigen Sie noch feste Schnur (alternativ können Sie auch Klebeband verwenden), eine Textilfarbe mit Fixiersalz oder eine bereits selbst angerührte Naturfarbe, einen Eimer mit etwa drei Liter Wasser befüllt und zum Schutz Ihrer Hände Einweghandschuhe. Beachten Sie vor dem Färbevorgang, dass Ihr Stoff bereits gewaschen sein sollte. Neue Stoffe laufen noch etwas ein, deshalb empfiehlt es sich, das erste Waschen unbedingt vor der Anwendung der Batiktechnik zu erledigen. Bei einem nachträglichen Waschen können unschöne Farbverzerrungen entstehen und das typische Batikmuster geht Ihnen verloren.

Vor dem Färben wird der Stoff mit Schnur oder Klebeband umwickelt und geknotet. Alle Stellen, die zusammengeschnürt sind, bleiben heller. Je fester sie gebunden werden, umso größer ist der Farbunterschied. Sie können auf diese Weise auch erzielen, dass einige Stellen komplett farbfrei bleiben. Ziehen Sie sich die Schutzhandschuhe im nächsten Schritt über. In den Eimer mit Wasser geben Sie die Textilfarbe und anschließend das Fixiersalz. Rühren Sie gut um, damit die Farbe gleichmäßig im Wasser verteilt wird und das Salz gelöst wird. In diesem Farbbad wird der Stoff für etwa eine Stunde eingelegt. Achten Sie darauf, dass alle Teile des Materials gut mit Flüssigkeit bedeckt sind. Je länger der Stoff im Färbebad bleibt, umso intensiver wird das Ergebnis.

Nach der Färbezeit muss die Textile aus dem Bad entnommen und entschnürt werden. Anschließend wird das Kleidungsstück solange unter lauwarmem Wasser gespült, bis keine Farbe mehr ausgewaschen wird. Anschließend nur noch trocknen lassen und fertig ist das Unikat im Batik-Look.

Auf die Kombination kommt es an

Ob ein Batikteil aus der aktuellen Modekollektion oder das selbst gemachte Unikat – es wirkt nur dann, wenn es passend kombiniert wird. Als Faustregel gilt, dass das gesamte Outfit weder zu bunt, noch zu unruhig werden sollte. Die beim Batiken entstehenden Muster wirken dynamisch und sind am besten mit musterlosen Stoffen zu kombinieren. Welche Farbe am besten passt, hängt von der Art des Batiks ab. Es gibt gebatikte Stoffe, die lediglich in einer Farbe gefärbt wurden. Hier empfiehlt es sich, entweder Schwarz oder Weiß entgegenzusetzen oder aber die Farbe, die beim Batiken verwendet wurde. Natürlich können Sie auch einen Kontrast setzen: Wählen Sie die Farbe, die im Farbkreis gegenüberliegt, um einen stimmigen Kontrast zu erzeugen. Zu einem Shirt im Batik-Look in Grüntönen passt beispielsweise eine rote Hose.

Diese Farbkontraste sollten Sie aber dann vermeiden, wenn das Modestück im Batik-Design in verschiedenen Farben gefärbt ist. Oftmals ist es schwer, zu einem bunten Batikteil die passende Kombi zu finden. Mit Schwarz und Weiß liegen Sie jedoch immer richtig.

Bei der Frage, mit welchem Stil die Batikteile zu tragen sind, sollten Sie eine Regel beherzigen: Es sollte nicht zu alternativ wirken, besser edel als trashig! Tragen Sie zu einem Batikrock keine Flip-Flops oder flache Ledersandalen - besser Sie kombinieren High Heels. Eine wahre Pflicht ist hochwertiger Schmuck, am besten aus Edelmetallen. Auf keinen Fall sollten Sie Ketten aus Leder mit Steinen oder Muscheln tragen, das ist zu viel Hippie und genau so soll der neue Batik Trend eben nicht kombiniert werden. Bei der Kombination von Batikmode sind Stilbrüche gewünscht: Zum engen Seidenkleid im Batiklook können Sie eine Outdoorweste kombinieren. Ebenso passen schicke Boleros und Kurzjäckchen, die mit dem eigentlichen Freizeit- und Urlaubsmuster Batik spielen und es sogar festtagstauglich werden lassen.

Die schönsten Kleidungsstücke im Batik Look

Das typischen Kleidungsstück im Batik-Look ist der mindestens wadenlange Flatterlook im Crinkle-Design. Kombiniert werden kann dazu eine geknotete Bluse, gern auch Bauchfrei. Mit diesem Look aus Batikrock und Bluse sind Sie fertig für einen Tag am Strand.

Für die Stadt sollte es allerdings schicker sein und weniger an die wilde Hippie-Zeit erinnern. Im Trend liegen vor allem enge Jeans im Batik-Look. Besonders toll sieht diese Hose aus, wenn Sie zu hohen Riemchensandalen getragen wird. Ein enges neonfarbenes Top und darüber ein Oversized Trägerhemd in weiß runden den Auftritt perfekt ab. Wer mag, trägt dazu hochwertigen Schmuck und edle Accessoires wie Designersonnenbrillen oder exklusive Lederhandtaschen.

Derzeit ebenfalls beliebt ist das Chinakleid aus Seide, das ebenfalls in Batik seinen großen Auftritt erhält. Der strenge klassische Schnitt, der gerade und körperbetont ist und der feine Stehkragen bilden einen tollen Kontrast zum leger wirkenden Batik-Look. Besonders toll wirkt diese Variante, wenn der Batik pastellfarben ist. Aber auch kräftige reine Farben wie Rot passen gut zum chinesischen Batikkleid. Das Beste an diesem Look ist, dass er einfach zu kombinieren ist, denn bei der Schuhwahl sind Sie nahezu frei: Flache Ballerinas oder High Heels – beides passt. Als Jäckchen können Sie einen schicken Bolero kombinieren ebenso wie einen sportlich geschnittenen Blazer aus leichtem Jersey. Eine Alternative zum Kleid ist der Damen Overall im Batik-Look, welcher mit Riemchensandalen und passenden Accessoires kombiniert wird.

Besonders leicht selbst zu färben sind Batikshirts und Batiktops. Diese sollten Sie besser nicht als einziges Oberteil tragen. Es empfiehlt sich, ein Shirt unter ein weiteres, groß geschnittenes Top ohne Ärmel zu ziehen. Die markante Wirkung des Batiks wird so etwas gebrochen und wirkt lässiger. Dieses Outfit lässt sich auch umkehren: Über ein unifarbenes Shirt ziehen Sie ein Top, das gebatikt wurde.

Accessoires mit Batik

Es muss nicht immer die Jeans oder das Tops sein, das im Batik-Look erstrahlt. Ganz feine Akzente können Sie setzen, wenn Sie ein Accessoire mit Batik tragen. Im Trend liegen feine Seidentücher, die dem Batikbad ausgesetzt wurden. Besonders mehrfarbige Modelle sind angesagt. Wenn Ihnen ein Batik Seidentuch zu schick ist, dann ist vielleicht ein Loop genau das Richtige. Dieses schlauchartige Tuch ist oft aus zwei Lagen Stoff genäht, sodass Sie eine gemusterte und eine unifarbene Seite haben. Wie wäre es mit einer Kombination aus Feincord und gebatikter Baumwolle? Gerade dieses Spiel aus einfachem Farbton in gröberem Material und wildem Batikmuster auf Baumwolle wirkt spannend und ist zugleich nicht zu unruhig, sodass Sie den Loop toll kombinieren können. Mit einem Accessoire wie einem Schal oder einem Tuch, das in Batik gefertigt wurde, schaffen Sie sich ein Modestück, das Sie auch in der kühlen Jahreszeit tragen können. Genießen Sie die Erinnerung an den Sommer, die der Batik Ihnen am Leben erhält, auch an den dunklen Tagen des Jahres.

Übrigens ist Batikmode nicht nur etwas für den Sommer. Ein Shirt aus kuscheligem Jersey, das im Batikbad war, macht auch im Herbst und Winter Freude. Eine Kombination aus herbstlich-warmen Tönen und einer sommerlich-strahlenden Farbe wirkt besonders toll.

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