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Die große Zeit der 8-Bit-Computer – wie C64 & Co. die IT-Welt umkrempelten

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Die große Zeit der 8-Bit-Computer – wie C64 & Co. die IT-Welt umkrempelten

Galten Computer viele Jahre als raumintensive Mega-Maschinen, deren Bedienung eine Angelegenheit für Experten darstellte, änderte sich diese Haltung in den späten 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts schlagartig. Mit entscheidenden Innovationen wurde dem Computerzeitalter der Weg geebnet und damit nicht zuletzt auch dem heutigen Verständnis von digitaler Kommunikation.

Vom "Wandschrank" zum "Schuhkarton"

Die sogenannten Mikrocomputer machten in ihrer kompakten Dimension den deutlichen Unterschied zu den schrankwandgroßen Rechnern der Industrie aus. Dabei handelte es sich um monströse, raumfüllende Kästen, deren Anwendbarkeit wegen des enormen Aufwands vorerst auf einige Branchen beschränkt blieb.
Erst nach einigen Fortschritten gelang eine stetig effizienter werdende Ressourceneinsparung, bis schließlich sämtliche Technik in der Größe eines Schuhkartons zusammengelegt und einsatzbereit gemacht werden konnte. Die ersten Heimcomputer waren erfunden. Mit der Option, vom heimischen Schreibtisch aus entsprechende Arbeitsschritte am Rechner durchzuführen, wandelte sich neben der Freizeitgestaltung zudem das Arbeitsbild - heutzutage sind „Home Office“ und permanente Erreichbarkeit in diversen Berufsfeldern Standard.

Gewinnen Sie anhand des folgenden Textes einen Überblick über die Entwicklungsgeschichte der Computer. Erfahren Sie alles Wissenswerte bezüglich des technischen Hintergrunds und stöbern Sie bei Bedarf in den Angeboten der Computerklassiker auf eBay. Inklusive Accessoires sind dort regelmäßig Schätze der besonderen Art zu haben.

Die Pioniere der Heimcomputer

Doch nicht nur in den eigenen vier Wänden, auch in immer mehr Büros hielten die leistungsstarken Kisten Einzug. Dementsprechend konzentrierten sich die Entwickler ganz auf die beiden Sparten Schreibarbeit und Spiele. Tatsächlich galten Computer bis zur Mitte der 80er-Jahre in erster Linie als eine Art technisch anspruchsvolles Spielzeug, das vor allem Jugendliche ansprach. Erst mit Durchsetzung der Vernetzung untereinander erlangte der Rechner die Bedeutung eines universell einsetzbaren Geräts zur Erleichterung diverser Tätigkeiten.

Apple

Ende der 70er-Jahre zumindest war davon noch nicht allzu viel zu spüren – Apple dominierte den immer größer werdenden Markt mit seinen Geräten und setzte zudem auf die berühmten „Apple-Clons“, Computer, deren wesentliche Technik von Apple geliefert wurde, deren endgültige Konzeption aber Zweitfirmen bewerkstelligten. Ebenso organisierten sie den Vertrieb. Eine schier unüberschaubare Zahl von derartigen Rechner befand sich weltweit in Gebrauch, primär in den Vereinigten Staaten, was bereits damals als El Dorado der Branche galt. Vor allem die deutlich niedrigeren Preise für Apple sorgten dort für eine marktbeherrschende Position.

Commodore und Atari

In Deutschland wuchs die Zahl der Nutzer ebenfalls rasant, hier gaben allerdings Commodore und Atari den Ton an, ein weiterer Hersteller der Anfangszeit war Sinclair. Doch gerade mit den ersten beiden Firmen ist bis heute die Popularisierung des Heimcomputers in Deutschland verbunden. Dabei füllten sie – abgesehen von den immer wichtiger werdenden Umsätzen in der Unterhaltungselektronik – noch keine wirklich bedeutende Rolle aus.

IBM

Im Bereich der Großrechner gab IBM weiterhin den Ton an, sämtliche Kommunikationszentren wie Post oder Fernsehen griffen auf die bestehende Computertechnik zurück. Noch galten Heimcomputer für die Firmen als zwar finanziell attraktive Nische, aber noch lange nicht als unerlässliche Institution in praktisch allen Lebensbereichen. Vorerst wurden der private Nutzer von Spielen und das Büropersonal bedient, bis im Jahre 1981 der etwas ungelenke Riese IBM einen Versuch startete, mit einem entsprechend vielseitigen Modell auf dem Privatsektor zu punkten. Mit diesem Engagement wurde der Startschuss zum Jahrzehnt der Personal Computer gegeben.

Die 1980er-Jahre als Blütezeit der Personal Computer

Der schlicht „IBM-PC“ genannte Computer lief unter einem Betriebssystem mit dem Buchstabenkürzel „MSDOS“. Der noch relativ überschaubar arbeitende Software-Entwickler Microsoft war als Ausrüster eingesprungen, nachdem der deutlich größere Hersteller „Digital Research“ mit IBM nicht handeleinig werden konnte - ein großes Pech, denn der aus dem geplatzten Deal resultierende Vorsprung von Microsoft erwies sich in den Folgejahren als nicht mehr einholbar, Digital Research verschwand vom Markt. IBM setzte indessen zum Siegeszug an und die Kombination aus Betriebssystem und Hardware entwickelte sich zum Bestseller der Büroanwendungen. Kein Wunder, profitierte IBM doch von seiner jahrelangen Präsenz in diesem Segment. Viele Firmen scheuten den Wechsel zu einem alternativen Produkt und vertrauten stattdessen lieber dem altbekannten Logo.

Der C64 schreibt Geschichte

In Deutschland setzte Commodore ein gewaltiges Ausrufezeichen. Im Jahre 1982 stellte es den „C64“ als Nachfolger des „VC20“ vor und löste damit einen wahren Boom aus: Bis dato gilt der 64er mit schätzungsweise 22 Millionen abgesetzten Exemplaren als der am meisten verkaufte Computer weltweit. Bereits der Vorgänger VC20 unterbot mit einem respektablen Preis-Leistungs-Verhältnis die Computer von Apple und IBM, mit dem C64 gelang nun der endgültige Vorstoß in den Kreis der international renommierten PC-Modelle. Der wegen seiner kantigen Form auch „Brotkasten“ genannte C64 hatte seine Stärken in der Breite, ohne auf einem Gebiet der Anwendung wirklich abzufallen. Die Ausrüstung ab Werk war überdurchschnittlich und die Varianten der Software stiegen mit zunehmender Verbreitung ebenfalls stark an. Für viele Nutzer bedeutete der C64 zudem den Einstieg in die komplexe Materie der Personal Computer. Der 8-Bit-Rechner verfügte über einen Arbeitsspeicher mit 64 KB, allerdings ohne integrierten Massenspeicher, wie es damals bei allen Modellen üblich war. Stattdessen benötigte der Rechner ein Steckmodul, eine Art USB-Stick der Anfangszeit, auch „Cartridge“ genannt, oder ein externes Laufwerk. Dieses lief wahlweise im Kassetten-Betrieb mit einer Datasette oder aber im Modus einer 5,25-Zoll-Diskette. Auf diese Weise musste jedes Programm geladen werden. Das eigentliche Aufspielen und anschließend beliebig häufige Verwenden eines Programms gab es damals noch nicht. Der Zeitaufwand war erheblicher als heute üblich, nichtsdestotrotz galt der C64 gerade auch wegen seiner soliden PC-Funktion bezüglich von Schreib- und Verwaltungstätigkeiten für viele Jahre als feste Größe auf dem Markt.

Die Konkurrenz schlief nicht: Atari-Computer setzten Akzente

Schon damals war die Branche geprägt von empfindlichen Konkurrenzkämpfen, die aus Kundensicht immer wieder zu Vorzügen führten. So bot der große Gegenspieler von Commodore, Atari, ab seinem Modell „800 XL“ Disketten mit einer entsprechenden Kompatibilität zu C64 an. Damals populäre Spiele konnten so bequem und kostengünstig auf zwei unterschiedlichen Computern genutzt werden. Dabei war der technische Abstand zwischen beiden 8-Bit-Rechnern nicht sonderlich bedeutend, bezüglich der doppelten Anwendbarkeit spielte viel eher der kommerzielle Erfolg eine Rolle. Ein gewichtiger Vorteil der Atari-Computer lag in deren relativer Gleichheit. Sämtliche Modelle liefen mit 6502-Mikroprozessoren und wurden in ihrer Verkaufszeit von 1979 bis zur Einstellung der Produktion 1989 nur geringfügig verändert. Die zwei bedeutendsten Varianten aus dem Hause Atari waren die Serien „XL“ und „XE“, sie lagen bezüglich der Verbreitung direkt hinter den C64ern, mit zeitweiliger Einnahme des Spitzenplatzes. Trotz aller Spielintensität boten die damaligen 8-Bit-PCs bereits eine solide Basis für Desktop-Arbeiten, die sich als Merkmal der PC-Nutzung erst im Laufe der 80er-Jahre herauskristallisierten. Drucker konnten ebenso genutzt werden wie der Anschluss diverser Accessoires wie Maus, Joystick oder Schnittstellenmodule zur Verknüpfung mehrerer Computer untereinander. Besonders mit Auftreten der XL-Serie, die eine direkte Antwort auf den vielseitigen C64 darstellte, widmete sich Atari verstärkt der Sparte der Bürocomputer. Mit den Modellen „1400“ und „1450“ und einer dem Büroarbeitsplatz gemäßen Ausstattung – unter anderem mit auffallend schlankem Gehäuse – konnte erfolgreich zum C64 aufgeschlossen werden.

Neue Wege: Schwerpunktverlagerung vom Spiel- zum Desktop-PC

Apple trieb im Laufe der 80er-Jahre die Entwicklung des Desktop-PCs voran. Diese bis dato als zusätzliche Funktion wahrgenommene Einrichtung eines in erster Linie zum Spielen gedachten Heimcomputers erfuhr durch die Professionalisierung Apples einen immensen Schub – dessen Ende nicht in Sicht ist, im Gegenteil: Die Benutzeroberflächen der unterschiedlichen Geräte gehen stetig ineinander über, bis hin zum Betriebssystem aus einem Guss.

Der Anfang dieser Bedienungsart lässt sich zurückdatieren ins Jahr 1984, als der erste „Macintosh“ in den Handel gelangte. Revolutionär an ihm war vor allem jene heutigen Nutzern selbstverständliche Handhabung mit Icons vor dem Hintergrund der berühmten Schreibtisch-Gestaltung. Herkömmliche Computer der damaligen Zeit liefen mit grünen Bildschirmen und machten die Eingabe einer Kommandozeile erforderlich. Die Anwendung des Macintosh führte nicht zuletzt zum Entstehen des Begriffs des „Desktop-Publishings“, einem Ineinandergehen von Layout- und Textarbeit. Dem gemäß fand der Macintosh im redaktionellen Bereich eine breite Akzeptanz, erlangte dort sogar die Spitzenposition, wenigstens was den Absatz in diesem Metier anging. Die volle Unterstützung wurde ihm dennoch nicht zu Teil, den meisten Anwendern in Europa waren die schon damals teuren Apple-PCs schlicht nicht attraktiv genug, zudem galten Heimcomputer immer noch hauptsächlich als Spiele-PCs und waren mit den Modellen diverser Anbieter am Markt zahlenmäßig stark vertreten. Dennoch: Nicht nur in Sachen Bedienung, auch bezüglich der Hardware läutete der Apple – zusammen mit anderen Anbietern – das Ende der allzu schlichten 8-Bit-Computer ein. Immerhin griff der Macintosh schon auf einen Arbeitsspeicher von 16-Bit zurück.

Professionalisierung und Ablösung der Spielcomputer

Commodore und Atari erkannten die Zeichen der Zeit und rüsteten massiv auf. Dank neuer und intensiv genutzter Vertriebswege (Discounter führten in großen Stückzahlen Computer, PC-Märkte großen Ausmaßes entstanden) stiegen nicht nur die Verkaufszahlen, sondern auch die Ansprüche. Mit dem Atari „ST“ und dem ganz ähnlichen „Amiga“ von Commodore versuchten beide Hersteller dem neuen Bewusstsein in der PC-Handhabung zu entsprechen und brachten deutlich komplexere Heimcomputer in Umlauf. Der ST entwickelte sich sogar zum beliebten Apparat in Tonstudios, da er dank MIDI-Schnittstelle eine unkomplizierte Art des Datenverkehrs ermöglichte. Wie auch beim Amiga unterschied sich die visuelle Komponente deutlich von der ihrer Vorgängerversionen. Bereits mit dem an Apples Macintosh angelehnten „Drag and drop“ ausgestattet, wiesen Amiga und ST stark in die Richtung heutiger PC-Nutzung. Auch der robuste und lange Zeit für diverse Spiele ausreichende 8-Bit-Arbeitspeicher wurde verhältnismäßig stark auf stolze 32 Bit erweitert: Der Amiga bot als Erster seiner Art eine aufwendig kolorierte Grafik und eine gewisse Multimediakompetenz. Zwar scheiterte der Amiga an einer katastrophalen Unternehmenspolitik und ausbleibender Anpassungen an den Office-Bereich (fehlende Laufwerkskompatibilität allen voran), doch gilt der Amiga 500 heutzutage zurecht als wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Personal Computer.

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