Die 7 größten Reifen-Mythen im Check

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Winterreifen sind Pflicht: Dieser Glaube ist weit verbreitet – und dabei völlig falsch! Denn die Jahreszeit allein bestimmt keineswegs, welche Reifen ans Auto müssen. Wir erklären, wann es dennoch strafbar ist, mit Sommerreifen im Winter zu fahren, entlarven die größten Winterreifenmythen und zeigen in unserem Video, welche Gefahren mit den falschen Reifen lauern.
Um Winterreifen herrschen jede Menge Mythen - und viele Irrtümer! (© Thinkstock via The Digitale)
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Um Winterreifen herrschen jede Menge Mythen - und viele Irrtümer! (© Thinkstock via The Digitale)
Im Spätherbst montieren die meisten Fahrer ihre Winterreifen. (© Thinkstock via The Digitale)
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Im Spätherbst montieren die meisten Fahrer ihre Winterreifen. (© Thinkstock via The Digitale)

Mythos 1: Winterreifen müssen von O bis O montiert sein

Von „O bis O“ müssen die Winterreifen drauf. So heißt es im Volksmund. Klaus Reindl vom ADAC Fahrsicherheitszentrum in Augsburg ADAC erklärt hierzu: „Der Mythos, dass von Oktober bis Ostern Winterreifenpflicht herrscht, ist in der Tat ein Mythos und nicht mehr als eine Eselsbrücke“. Denn eine allgemeine Winterreifenpflicht gibt es nicht. Von Herbst bis in den Frühling Winterreifen aufzuziehen, sei vielmehr eine Empfehlung. Denn Tatsache ist: Nicht die Jahreszeit, sondern die Wetterverhältnisse bestimmen, welche Reifen ans Auto müssen. Nur wer bei Glatteis, Schneeglätte, Eis- oder Reifglätte unterwegs ist, muss Winterreifen aufziehen. Wer dann mit Sommerreifen fährt, riskiert ein Bußgeld. Und dieses erhöht sich, wenn man infolge der falschen Reifen andere Verkehrsteilnehmer behindert oder sogar gefährdet. Wer Fahrten bei solchen Witterungsbedingungen hingegen vermeiden kann, darf auch im Winter weiterhin Sommerreifen benutzen. Auch parkende Autos riskieren keinen Strafzettel, wenn sie bei Schnee und Eis noch mit Sommerreifen bestückt sind.
Dass Sie beim Fahren auf Glätte und Eis unbedingt auf Winterreifen setzen sollten, demonstriert auch unser Video. eBay hat getestet: So verhängnisvoll kann das Fahren mit Sommerreifen auf glatter Fahrbahn sein – und so sicher und effektiv bremsen Sie mit Winterreifen.
Getestet wurde beim ADAC Fahrsicherheitszentrum in Augsburg auf einer nassen Gleitfläche, die das Fahren auf glatter Strecke simuliert.
Winter- vs. Sommerreifen: Das passiert beim Fahren und Bremsen bei Glätte. (© eBay / YouTube)
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Winter- vs. Sommerreifen: Das passiert beim Fahren und Bremsen bei Glätte. (© eBay / YouTube)
Anderes Gummi – andere Lautstärke: Was ist dran am Mythos lauter Winterreifen? (© Thinkstock via The Digitale)
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Anderes Gummi – andere Lautstärke: Was ist dran am Mythos lauter Winterreifen? (© Thinkstock via The Digitale)

Mythos 2: Winterreifen sind lauter als Sommerreifen

Die Zeiten von grobstolligen Winterreifenprofilen sind vorbei. Moderne Winterpneus weisen zwar Lamellen sowie eine andere Gummimischung als Sommerreifen auf, doch die Profilgestaltung ist sehr ähnlich. Daher sind heutige Winterreifen keineswegs mehr lauter als Sommerreifen – vorausgesetzt, Sie greifen zu guten Modellen und nicht zum absoluten Billigangebot. Die Stiftung Warentest gibt jährlich Testergebnisse zu den besten und schlechtesten Reifen heraus.
Die Geschwindigkeit muss den Bedingungen angepasst sein – doch machen Winterreifen automatisch langsamer? (© Thinkstock)
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Die Geschwindigkeit muss den Bedingungen angepasst sein – doch machen Winterreifen automatisch langsamer? (© Thinkstock)

Mythos 3: Mit Winterreifen kann man nicht schnell fahren

Auch dieser Mythos ist widerlegt, denn die zulässige Höchstgeschwindigkeit hängt nicht von der Unterscheidung Sommer- oder Winterreifen, sondern vom Reifenmodell ab. „Es gibt Reifen für die verschiedenen Geschwindigkeitsgruppen“, erklärt Klaus Reindl. Bei einigen sind heute schon über 270 km/h möglich. Wie schnell Sie mit dem Reifen fahren dürfen, erkennen Sie am Geschwindigkeitsindex auf der Reifenflanke. So steht beispielsweise der Buchstabe „T“ für maximal 190 km/h, „U“ für 200 km/h, „V“ für 240 km/h und „Y“ für 300 km/h. Sehr günstige Reifen erlauben tendenziell eine niedrigere Höchstgeschwindigkeit, hochwertige Reifen gehören in der Regel einer höheren Geschwindigkeitsklasse an.
Auf diesem Reifen sind gleich mehrere Winter-Symbole zu finden. (© Sina Huth)
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Auf diesem Reifen sind gleich mehrere Winter-Symbole zu finden. (© Sina Huth)

Mythos 4: Winterreifen erkennt man am „M+S“-Aufdruck

Das Kürzel „M+S“ steht zwar durchaus für „Matsch + Schnee“, ist aber kein geschütztes Zeichen. Prinzipiell darf es daher jeder Hersteller nach eigenem Gutdünken auf seine Reifen drucken. So kommen unter Umständen auch Reifen mit dem Zeichen in den Handel, die bei Schnee und Glätte nicht ausreichend sicher sind. Zuverlässig ist allein das „Three-Peak-Mountain-Snowflake“-Symbol, der dreizackige Berg mit Schneeflocke in der Mitte. Achten Sie beim Kauf auf dieses Kennzeichen, das nur Pneus verliehen wird, die im Test im Vergleich zu Referenzreifen tatsächlich bessere Fahreigenschaften auf Schnee und Eis aufweisen.
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: Steht man wirklich im Winter öfter an der Tanke? (© Thinkstock via The Digitale)
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: Steht man wirklich im Winter öfter an der Tanke? (© Thinkstock via The Digitale)

Mythos 5: Der Spritverbrauch ist bei Winterreifen höher

Lange Zeit war der Rollwiderstand bei Winterreifen höher als bei Sommerreifen, doch auch das hat sich inzwischen geändert. Der Widerstand ist mittlerweile auf einem sehr ähnlichen Niveau, sodass auch der Spritverbrauch bei vergleichbaren Modellen nahezu identisch ist. Fahrsicherheitsexperte Klaus Reindl sagt hierzu: „Der Spritverbrauch hängt in erster Linie von meinem eigenen Gasfuß ab“. Wer also im Winter mehr „heizt“ als im Sommer, verbraucht auch mehr Sprit.
Für den Fall der Fälle finden Sie bei eBay praktische Benzinkanister.
Kann man Winterreifen auch im Sommer benutzen? (© Thinkstock via The Digitale)
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Kann man Winterreifen auch im Sommer benutzen? (© Thinkstock via The Digitale)

Mythos 6: Winterreifen kann ich nur bei Eis und Schnee benutzen

„Winterreifen kann man im Winter immer benutzen“, betont Klaus Reindl. Nicht nur, wenn es gerade glatt ist. Winterreifen haben einen hohen Kautschukanteil. Dieser macht das Gummi im Vergleich zu Sommerreifen weicher, sorgt bei Kälte, Schnee und Eis aber auch für eine bessere Griffigkeit. Für niedrige Temperaturen und nasse, frostige Flächen sind Winterreifen daher ideal. Anders sieht es im Sommer aus. Durch das weiche Gummi verschlechtert sich das Fahrverhalten bei Hitze, der Bremsweg wird länger und die Fahrstabilität geringer.  Auch der Verschleiß ist im Sommer deutlich erhöht.
In Italien wird sogar ein Bußgeld fällig, wenn Sie im Sommer mit Winterreifen der Geschwindigkeitsklasse L bis Q (bis 160 km/h) unterwegs sind. In Deutschland gibt es eine solche Regel nicht. Allerdings: Der Mythos, dass man besser nicht mit Winterreifen im Sommer fährt, stimmt.
Nach Italien unterwegs? Bei eBay finden Sie noch die gute alte Straßenkarte. Höchstmoderne Navigationsgeräte gibt es natürlich auch.
Je tiefer das Reifenprofil, desto besser. (© Thinkstock via The Digitale)
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Je tiefer das Reifenprofil, desto besser. (© Thinkstock via The Digitale)

Mythos 7: Die Mindestprofiltiefe von 1,6mm ist völlig ausreichend

Rechtlich sind Sie mit einer Profiltiefe von 1,6 Millimetern auf der sicheren Seite. Sie ist sowohl für Sommer- als auch für Winterreifen als Mindestmaß vorgeschrieben. „Das ist aber viel zu wenig“, sagt Klaus Reindl. Der ADAC empfiehlt eine Profiltiefe von mindestens vier Millimetern. Denn durch die Abnutzung sind die Lamellen, die beim Winterreifen für den richtigen Grip sorgen, nur noch unzureichend vorhanden. Und das kann lebensgefährlich sein, betont Klaus Reindl. Wie Sie mit einem einfachen Trick herausfinden, ob das Profil Ihrer Winterreifen noch ausreicht, erfahren Sie in diesem Artikel.
 
Die Antworten des ADAC zu den drei größten Winterreifenmythen sehen Sie auch nochmal kompakt in diesem Video:
Interview mit dem ADAC-Experten: Die 3 größten Winterreifen-Mythen auf dem Prüfstand. (© eBay / YouTube)
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Interview mit dem ADAC-Experten: Die 3 größten Winterreifen-Mythen auf dem Prüfstand. (© eBay / YouTube)
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