Der richtige Verstärker für Ihren CD-Player & -Recorder

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Der richtige Verstärker für Ihren CD-Player & -Recorder

Wenn Sie diesen Ratgeber angeklickt haben, interessieren Sie sich wahrscheinlich für die Anschaffung eines neuen Verstärkers. Bei allen Komponenten einer Hi-Fi-Anlage kommt es dabei immer auf die richtige Kombination bzw. auf das Feintuning an.

Hierbei sollte man den Verstärker besonders hinsichtlich seines Zusammenspiels mit den Lautsprecherboxen aussuchen. Aber auch andere Komponenten, wie beispielsweise der CD-Player bedürfen einer gemeinsamen Abstimmung.

Dabei gibt es wenige, allerdings entscheidende Kriterien. Auf der einen Seite spielen hier die verschiedenen möglichen Audioschnittstellen eine entscheidende Rolle. Stichworte wie Mehrkanal-Raumklang und digitale Audi-Übertragung schlagen hier zu Buche.

Auf der anderen Seite ist neben dem Schnittstellentypus die verwendete Qualität der Übertragungskabel ein wichtiges Thema. Der Ratgeber möchte Ihnen einige wesentliche technische Grundinformationen zu CD-Playern und Verstärkern liefern. Darüber hinaus gibt er Ihnen Tipps, wie beide gut miteinander kombiniert werden können.

Wenn Sie sich weiterhin für einen CD-Player entscheiden

Dabei spielen nicht nur die rein technischen Informationen eine Rolle. Auch bein Kauf selbst können Sie auf gewisse Dinge achten. Grundsätzlich erscheint jedoch die Frage zu sein (wenn Sie über den Neukauf eines CD-Players nachdenken), inwieweit man diesen überhaupt noch benötigt.

Gerade hinsichtlich der neuen digitalen Medien kann der CD-Player schnell als nicht mehr wirklich relevant erscheinen. Zwar sind digitale Audioformate wie MP3 oder AAC grundsätzlich „verlustbehaftet“. Die Codecs und Kompressionen filtern „unhörbare“ Frequenzen einfach heraus.

Dennoch ergibt der Betrieb eines CD-Players in vielerlei Hinsicht noch immer Sinn. Das hat natürlich im Wesentlichen Maße mit Ihrer eigenen Musik- und Hörgewohnheit zu tun. Haben Sie beispielsweise eine große CD-Sammlung, liegt die Entscheidung auf der Hand. Manche ziehen auch einen „anfassbaren“ Datenträger einer „nicht sichtbaren“ MP3 vor.

Der Verstärker, entscheidendes Element

Der Erwerb eines Verstärkers hängt dabei von einer ganzen Palette an weiteren Überlegungen ab. Er muss in den meisten Fällen nicht nur das Signal des CD-Players verstärken. An ihn werden weitere Abspielgeräte angeschlossen, die ebenfalls adäquat behandelt werden wollen.

Ein wesentlicher Punkt ist die Verbindung von Verstärker und CD-Player. Dabei haben sich innerhalb der letzten Jahrzehnte unterschiedliche Standards und Formen herausgebildet.

Die jedem CD-Player und jedem Verstärker zugrunde liegende Standardverbindung ist der Anschluss mittels Cinchsteckern. Das Audiosignal wird dabei in analoger Form übertragen. Es ist, im Gegensatz zur oft vertretenen gegenteiligen Meinung, von hoher Qualität. Die Güte des Signals lässt sich durch hochwertige Kabel (s. u.) garantieren.

Aus dem Profibereich bei Veranstaltungen und im Tonstudio kommt ein weiterer Anschluss, der mit einer analogen Signalübertragung arbeitet: der XLR-Anschluss. Diese gibt es in einer drei- und in einer siebenpoligen Ausführung. XLR-Aus- bzw. Eingänge befinden sich in der Regel an höherpreisigen Verstärkern und CD-Playern. Durch die besonders gute Isolation der Kabel, wird dem XLR-Verfahren eine besonders gute Klangqualität nachgesagt.

Digitale Anschlüsse

Klanglich in nichts nachstehend sind digitale Anschlüsse. Hier ist zum einen der sogenannte TOSLINK-Anschluss zu nennen. Die Bezeichnung bedeutet TOShiba-LINK. Hierbei werden die Audiosignale optisch per Lichtleiter vom CD-Player zum Verstärker übertragen.

Ein weiterer digitaler Anschluss ist der sogenannte S/P-DIF-Anschluss. Entwickelt wurde er von den Firmen Sony und Philips: Sony/Philips Digital Interface. Anders als beim TOSLINK-Anschluss werden die digitalen Daten per Koaxialkabel übertragen. Ihren analogen Kollegen stehen sie dabei in Sachen Klangqualität in nichts nach. Vorteil: Sie benötigen zur Übertragung nur ein einziges Kabel.

Hinsichtlich der digitalen Anschlüsse lässt sich noch sagen: Achten Sie darauf, dass der Verstärker (oder auch der CD-Player) einen möglichst leistungsstarken Analog-Digital-Wandler besitzt. Dieser besitzt einen entscheidenden Einfluss auf die Klangqualität.

Ein weiterer sinnvoller Anschluss ist der sogenannte Remote-Anschluss. Er reduziert die häufig vorkommende Vielzahl an Fernbedienungen auf genau eine! Der Remote-Anschluss ermöglicht die Kommunikation zwischen unterschiedlichen Hi-Fi-Bausteinen. So lässt sich beispielsweise automatisch die CD-Wiedergabe starten, wenn Sie bei Ihrem Verstärker auf den CD-Kanal umstellen.

Über Stereo hinaus: Mehrkanal-Raumklang

Als der CD-Player das Licht der Welt erblickte, war er zunächst für die Wiedergabe des Stereotons ausgelegt. Mit der Zeit lernten manche Geräte jedoch dazu. Viele CD-Player unterstützen heute die Wiedergabe von Musik mit Raumklang. Damit soll eine Klangumgebung erreicht werden, die beispielsweise derjenigen eines Konzertsaals ähnelt.

Neben der Abspielmöglichkeit für die entsprechenden CD-Tonträger (SACD, DVD) müssen CD-Player wie Verstärker mit der entsprechenden Mehrkanaltontechnik ausgestattet sein. Die beste Möglichkeit ist hierbei immer noch eine analoge Übertragung mit sechs Kabeln. Sie bietet die bestmögliche Tongüte: Bei Zweikanalton 192 KHz/ 24-Bit, bei Raumklangton mit 96 KHz/ 24-Bit.

5.1-Raumklangaufnahmen sind natürlich auch mit digitalen Schnittstellen möglich. Kopierschutzmechanismen können der Wiedergabe allerdings manchmal im Wege stehen. Hierbei sind besonders iLink und HDMI. Letztere schafft sogar 192 KHz/ 24-Bit für 5.1-Ton.

Wirft man einen kurzen Blick in die Welt der Kabel, wird man förmlich erschlagen von unterschiedlichen Typen und Bauformen. Für den Hi-Fi-Bereich – wie oben bereits beschrieben – lässt sich diese Vielzahl etwas reduzieren. Bei der Verwendung von Kabeln lassen sich jedoch einige Faustregeln aufstellen.

Egal ob Sie analoge oder digitale Übertragungskabel bevorzugen, die Abschirmung des Kabels ist ein wichtiger Faktor. Die Ummantelung der Leiter schützt das Signal vor äußeren Störquellen. Es gibt verschiedene Abschirmungsklassen. Klasse A ist dabei die Beste, dazu ein ein Abschirmungsmaß von 90 Dezibel.

Neben der Abschirmung sollte der Stecker selbst von bester Güte sein. Bei der Übertragung zwischen Kabel und Gerät sollen keine Informationen verloren gehen. Stecker und Buchse sollten aus dem gleichen Material gefertigt sein. Beste Ergebnisse erzielt dabei Gold. Das Metall hat die besten Leitfähigkeiten und ist korrosionsgeschützt.

Kabellänge kann das Signal beeinflussen

Achten Sie auch bei der Verbindung von CD-Player und Kabel auf die Kabellänge. Gerade bei analoger Signalübertragung wird das Signal mit zunehmender Länge des Kabels schwächer. Bei langer Verkabelung ist auf einen geringen Dämpfungsfaktor zu achten (Dezibel).

Außerdem ist darauf zu achten, dass die Impedanz (Ohm) von Kabel und Buchse miteinander übereinstimmt. Bei Buchsen liegt die Impedanz – der Wellenwiderstand – in der Regel bei 75 Ohm. Das Kabel sollte denselben Wert aufweisen.

Der Verstärker „verstärkt“ die relativ schwachen elektrischen Audiosignale, die er vom CD-Player und anderen angeschlossenen Geräten bekommt. Danach sendet er diesen an die Lautsprecherboxen weiter, die es wiederum in Schall wandeln.

Grundsätzlich sollte ein Verstärker schnell und verzerrungsarm sein. Er sollte eine hohe „Leistung“ besitzen. In den meisten Fällen ist dabei von der sogenannten RMS-Leistung die Rede, die in Watt angegeben wird.

Hierbei ist allerdings gerade für Unerfahrene Vorsicht geboten. Die Logik der Hersteller scheint nämlich zu sagen: je mehr Watt, desto besser. Das stimmt in diesem Sinne selbstverständlich nicht. Wenn sie beispielsweise Ihr Wohnzimmer beschallen wollen (und das durchaus laut) würden bereits Geräte mit unter 20 Watt genügen. Hierbei kommt es dann selbstverständlich auch auf die verwendeten Lautsprecher an.

Wie man die Verstärkerleistung einschätzen kann

Neben den Angaben zur RMS-Leistung bieten sich weitere Möglichkeiten, um sich ein umfassenderes Bild von dem favorisierten Verstärker machen zu können. Hierbei macht es Sinn, sich einige andere Werte anzusehen, die sich in den Datenblättern der angebotenen Verstärker wiederfinden lassen.

  • Beim Verfahren der „Sinusdauerleistung“ beispielsweise muss der Verstärker die angegebene Leistung innerhalb von 10 Minuten bei einem maximal zulässigen Klirrfaktor abgeben können.
  • Der Wert der sogenannten „Musikleistung“ gibt an, wie viel Watt ein Verstärker bei kurzen Impulsspitzen abgeben kann.
  • Die Verlustleistung gibt an, wie viel Wärmeenergie der Verstärker abgibt. Diese sollte natürlicherweise recht niedrig ausfallen.

Impedanz, Klirrfaktor, Dämpfungsfaktor & Co

Die Impedanz bezeichnet den Wechselstromwiderstand und wird in Ohm angegeben. Dabei geht es hier um das Zusammenspiel zwischen Verstärker und Lautsprecher. Die Impedanz der Lautsprecher wird zumeist Kombination mit der Leistung des Verstärkers angegeben. Die Leistung des Verstärkers (Watt) ist umso höher, je niedriger die Impedanz der Boxen ausfällt.

Der Klirrfaktor bezeichnet als Wert das Aufkommen eventuell hörbarer Verzerrungen des Audiosignals. Diese Verzerrungen können durch Verstärkerbauteile wie Transformatoren oder Transistoren entstehen. Je niedriger der Klirrfaktorwert, desto besser.

Der Dämpfungsfaktor schließlich beschreibt das Maß des elektrischen Innenwiderstandes des Verstärkers. Hier gilt wiederum eine Faustregel: Je höher der Dämpfungsfaktor des Verstärkers angegeben ist, desto besser ist die Leistungsübertragung des Gerätes.

Audioschnittstellen und Anschlüsse

Wie bereits beim CD-Player gesehen, finden sich natürlich beim Verstärker eine große Anzahl an unterschiedlichen Audioschnittstellen. Die Auswahl Ihres Verstärkers sollte selbstverständlich auf der Frage beruhen: Welche Geräte möchte ich daran anschließen und zu welchen Gelegenheiten und in welchen Räumen möchte ich ihn benutzen.

Neben den bereits angesprochenen Anschlüssen für Stereo- und Mehrkanaltonübertragung per Analog- oder Digitalkabel besitzt der Verstärker noch weitere Schnittstellen, die von Wichtigkeit sind. Hierbei handelt es sich im Besonderen um die Anschlüsse für Lautsprecherboxen und Kopfhörer.

Dabei haben sich Anschlüsse für Lautsprecher-Rohkabel als auch – in selteneren Fällen – Bananen-Lautsprecherbuchsen durchgesetzt. Zum Anschluss eines Kopfhörers verfügt der Verstärker über einen integrierten Kopfhörervorverstärker. Externe Vorverstärker sind separat erhältlich und können zur Klangverbesserung wesentlich beitragen.

Den passenden HiFi-Verstärker auswählen

Den Kauf eines neuen Hi-Fi-Verstärkers sollten Sie – alle anderen eventuell vorhandenen Geräte mitberücksichtigend – von den Eigenschaften Ihres CD-Players abhängig machen. Was den Klang betrifft, so sind es bei allen modernen Geräten die Kabelverbindungen, die den gewissen Unterschied machen.

Bevor Sie den Verstärker kaufen, sollten Sie verschiedene Geräte ausgiebig testen. Dazu nehmen Sie am besten Ihren CD-Player mitsamt einer favorisierten Musik-CD mit. Damit sind Sie in der Lage, mit ein und derselben Musikquelle unterschiedliche Verstärkertypen zu testen. Dabei kommt es neben den objektiv messbaren Unterschieden natürlich ganz auf ihr subjektives Gehör an.

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