Das sollten Sie bei der Installation eines RAID Controllers beachten

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                            Das sollten Sie bei der Installation eines RAID Controllers beachten

Server und PCs werden immer öfter mit einem sogenannten RAID-System ausgestattet. RAID steht für Redundant Array of Independent Discs, also eine redundante Zusammenstellung unabhängiger Festplatten. Hierbei werden mehrere Festplatten miteinander verbunden und ergeben ein schnelles, sicheres und leistungsstarkes System. Mit einem RAID können Sie so zum Beispiel Daten doppelt absichern oder Ihren Server oder PC schneller machen. Wie Sie den RAID-Controller installieren und konfigurieren, erfahren Sie hier.

 

Die richtige Hardware: Welche Festplatten benötigen Sie für ein RAID-System?

Für ein RAID-System benötigen Sie allen voran zwei oder mehr Festplatten. Die Anzahl der Festplatten hängt von der späteren Konfiguration des Systems ab: Manche Konfigurationen funktionieren nur mit einer geraden Anzahl an Festplatten, während andere nur mit ungeraden Anzahlen funktionieren.
Die Art der Festplatte ist ebenfalls entscheidend: Es gibt verschiedene Schnittstellen, über die Festplatten Daten austauschen. SCSI ist eine bekannte Schnittstelle. Alte RAID-Controller akzeptieren nur SCSI als Schnittstelle. Wenn Sie einen solchen Controller benutzen, dann benötigen Sie zwingend die entsprechenden SCSI-Festplatten. Neuere Controller akzeptieren hingegen auch SAS-Festplatten, die schneller sind.

Wichtig ist zudem die Kapazität der Speicher. Bei neuen RAID-Controllern können Sie Festplatten unterschiedlicher Kapazitäten verwenden. Allerdings richtet sich das System nach der kleinsten Festplatte im Array: Wenn Sie also eine Platte mit 1 TB Speicher und eine zweite mit 2 TB Speicher benutzen, dann steht Ihnen auf beiden nur jeweils 1 TB zur Verfügung.

 

Die Konfiguration des RAID-Controllers

Der RAID-Controller steuert die verschiedenen Festplatten im Verbund. Neue Controller akzeptieren, wie oben bereits erwähnt, unterschiedliche Festplatten und arbeiten außerdem mit SAS-Schnittstellen.
Unterschieden wird zwischen verschiedenen RAID-Leveln beziehungsweise -Konfigurationen. Man spricht zum Beispiel von RAID-0. Der Unterschied ist der bezweckte Nutzen des Arrays: Je nach Konfiguration kann es auf eine hohe Datensicherheit oder eine hohe Geschwindigkeit ausgelegt werden. Auch Mischformen sind möglich. In der Praxis kommen vor allem die Level 0, 1 und 5 zum Einsatz: Bei RAID-0 werden die Daten auf die verschiedenen Festplatten verteilt. Während der RAID-Controller die Daten einer Festplatte speichert, kann er bereits den nächsten Arbeitsschritt durchführen und Daten von einer anderen Platte lesen. RAID-0 ist also auf eine möglichst hohe Arbeitsgeschwindigkeit ausgelegt. RAID-1 eignet sich hingegen für eine hohe Datensicherheit. Denn hierbei werden die Daten redundant, also doppelt auf dem Server gespeichert. Fällt eine Festplatte im Verbund aus, so liegen die Daten noch auf einem zweiten Speicher vor. RAID-5 ist ein Mischsystem aus den Leveln 0 und 1. Es ist schnell und bietet Ihnen eine erhöhte Datensicherheit.


Den Festplattencontroller über das BIOS einstellen

Sobald Sie den Festplattencontroller und die Festplatten eingebaut haben, sollten sie im BIOS auftauchen. Dann ist die Konfiguration simpel: Um in das BIOS zu gelangen, drücken Sie während des Hochfahrens F2. Nach der normalen Speicher-Initialisierung erscheint automatisch das Menü des RAID-Controllers. Ist dies nicht der Fall, drücken Sie während des Bootens Strg I oder Strg O, um in das Menü für den RAID-Controller zu gelangen. Dort können Sie den RAID-Level einstellen.

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