DSLR Crop Faktor 1.6 , 1.3 oder Vollformat

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Was bedeutet eigentlich bei einer digitalen DSLR der sogenannte Crop Faktor?

Eine analoge Kleinbildkamera (SLR) hat ein 36 x 24 mm großes Stück Filmmaterial belichtet. Das können Sie leicht nachmessen, wenn Sie mal ein altes Dia oder Negativ zur Hand nehmen. Eine digitale Spiegelrefexkamera wird als Vollformatkamera (FF) bezeichnet, wenn Ihr Sensor etwa die gleiche Größe besitzt, wie das Filmmaterial einer analogen Spiegelrefelxkamera. Der einzige Unterschied ist also, dass nicht der Film, sondern der Sensor belichtet wird. Ein Grössenunterschied zwischen den belichteten Flächen besteht aber nicht!

Vertreter dieser digitalen Profiklasse sind aktuell z.B.: Canon 5D und 1Ds. Der entscheidene Nachteil an der Sache ist natürlich der extrem hohe Anschaffungspreis. Bei einer Digitalkamera ist ohnehin der Senor der allesentscheidende Kostenfaktor.

Wenn nun aber der Sensor kleiner ist als das "alte" analoge Kleinbildformat wird es interessant (.. und kostengünstiger). Wenn man sich einmal vorstellt, dass die Canon EOS Objektive an allen Kameras verwendbar sind (außer EF-S) ist eigentlich klar, dass vereinfacht ausgedrückt das Bild (Licht) welches durch das Objektiv fällt und auf den dahinter liegenden Sensor auftrifft, im Falle eines kleineren Sensors nur einen Teil des Bildinneren auffangen kann und die äusseren Bildinformationen im Gehäuse neben dem Sensor landen.

Dies hat wenn man später beide Bilder betrachten würde zur Folge, dass die Kamera mit dem kleineren Chip bei einem gleich großen Bild den Eindruck erweckt, als ob der Fotograf näher am Objekt stand. Dies bezeichnet man als Brennweitenverlängerungsfaktor, bzw. Crop-Faktor. Diese Brennweitenverlängerung (Verhältnis der jeweiligen Sensorgröße zum Kleinbild) wird mit einem mathematischen Wert ausgedrückt, welcher sich aus dem Größenverhältnis des digitalen Sensors im Vergleich zum Kleinbild (24-36 mm) ergibt.

Vertreter dieser digitalen Gattung sind aktuell z.B.: Canon 350D, Canon 400D, 450D, 20D, 30D und 40D (Crop 1.6)

Im Crop Faktor liegen aber auch mehrere Vorteile:

1.) Der Anschaffungspreis einer solchen Kamera ist nur ein Bruchteil des Kaufpreises einer Vollformatkamera

2.) Ein 300 mm Objektiv hat an einer Vollformatkamera logischerweise 300 mm, aber an einer 350D eben tolle 480 mm (300 x 1.6). Dieser Brennweitenverlängerungsfaktor ist für viele Natur- und Tierfotografen eine durchaus willkommene und "kostenlose" Teleobjektivverlängerung.

3.) Systembedingt treten bei Crop Kameras (welche im Prinzip ja nur die Bildmitte aufnehmen) bei Offenblende weniger Randunschärfen, bzw. Randabdunkelungen auf.
Grundsätzlich hat ein Objektiv ja bekanntlich im Randbereich durch die stärkere Brechung der Lichtstrahlen eher mit Randunschärfen oder Vignettierungen zu kämpfen.

PS: Es wäre nett, wenn Sie an eine "hilfreiche" Bewertung dieses Ratgebers denken würden.

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