DJ-Mixer und Mischpulte für das perfekte Party-Event

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DJ-Mixer und Mischpulte für das perfekte Party-Event

Wenn die eigene Privatparty oder das öffentliche Event zu einem Erfolg werden soll, ist die richtige Musik eine unverzichtbare Komponente. Wenngleich natürlich für die Stimmung oft entscheidender ist, was gespielt wird, so ist das „wie“ nicht zu unterschätzen. Dank sinkender Herstellerkosten, digitaler Hilfsoptionen und einem verbesserten Handling ist entsprechendes Equipment für den Hobby- oder Profi-DJ heutzutage wesentlich erschwinglicher, als noch früher. Je nach Ihrem Geschmack kann der Fokus dabei unterschiedlich gelegt werden, weshalb Sie im Folgenden einen Überblick über aktuelle Angebote erhalten.

Welche Grundausstattung an technischem Equipment benötigt eine vernünftige DJ-Anlage heutzutage?

Als die DJ-Kultur Anfang der 80er erstmals entstand, galt lange Zeit der klassische Wahlspruch „Two turntables and a microphone“ bei Plattenspielern der alten Generation. Ergänzt man das mit einem Mixer bzw. Mischpult zwischen den beiden Plattentellern, dann hat sich bis heute relativ wenig an dem grundlegenden System geändert, außer einer starken Differenzierung der Technik. Beim DJing geht es um das mehr oder minder fließende Zusammenmixen zweier unterschiedlicher Audioquellen. Diese müssen heutzutage nicht mehr nur Schallplatten sein, CDs und digitale Musikdaten wie mp3's sind längst Normalität. Der Mixer hat die Aufgabe, den Übergang zwischen beiden Quellen herzustellen und ist mit allerhand Audioeffekten ausgestattet. Optional lassen sich heutzutage – besonders bei digitalen Quellen – Mischpult und Turntables in einem Gerät, dem sogenannten DJ-Controller, erwerben. Zusätzlich Optionen, wie etwa besagtes Mikrofon, aber auch Effektgeräte oder zusätzliche Audioabspielgeräte, lassen sich individuell, je nach Beschaffenheit des Mixers, an selbigen anschließen. Er speist auch das Audiosignal in das angeschlossene Lautsprechersystem ein.

Das Mischpult bildet den Dreh- und Angelpunkt des heimischen DJ-Settings

Mischpulte sind gibt es in Studios schon so lange wie die Musikaufnahme an sich und sind ein unverzichtbarer Bestandteil, wenn es um die Live- und Studioproduktion von Musik geht. Sie fügen unterschiedliche Tonsignale zu einem Signal zusammen. Das können dann sowohl unterschiedliche Instrumente während der Studioaufnahme oder einem Livekonzert sein oder auch verschiedene Audioquellen. Durch vielfältige Manipulationsmöglichkeiten lässt sich der Klang ganz individuell gestalten. Bässe, Frequenzen, Lautstärke und Klangfärbung werden an das gewünschte Ergebnis angepasst. Gerade im professionellen Bereich, etwa bei Kinoproduktionen, sind diese Mixer meist sehr groß und komplex, während es inzwischen einfachere Modelle für den privaten Gebrauch gibt.

Dabei haben sich für jeden Bereich audiomedialer Manipulation Sonderformen gebildet, sei es für Live-Events oder für das kompakte digitale Tonstudio in den eigenen vier Wänden. Auch für DJs gibt es eigene Mixer, die an ihre Bedürfnisse angepasst sind. Sie sind meist robuster und zeichnen sich durch einen zusätzlichen Crossfader gegenüber normalen Mischpulten aus, mit dem stufenlos zwischen den beiden Plattentellern hin und her gewechselt werden kann. Die Standard-Ausstattung umfasst zwei Kanäle – erfahrene Discjockeys greifen zu vier Kanälen, um auf diesem Weg beispielsweise noch zusätzliche Audioquellen oder Effektgeräte anzuschließen. Dreh- und Pegelregler kümmern sich um Elemente wie Filter, Bass-Equalizer, Lautstärke und optionale Sound- und Mixeffekte. All diese Elemente zielen darauf ab, einen möglichst fließenden und kreativen Mix der gespielten Musikstücke zu erhalten. Zu den aktuell wichtigsten Herstellern im Bereich der DJ-Mixer zählen:

  • Native Instruments
  • Behringer
  • Pioneer
  • Allen & Heath
  • Reloop
  • Rane

Vinyl, CD oder digital – die Wahl des Mediums entscheidet auch über das Equipment

Die Zusammensetzung ihrer DJ-Gerätschaften ist auch stets abhängig von der Art und Weise, wie Sie gedenken, die Platten aufzulegen. Sollten Sie es ganz klassisch mit zwei Schalplattenspielern und einem zwischengeschalteten Mischpult versuchen, benötigen Sie kein weiteres Equipment. Für viele Puristen handelt es sich dabei immer noch um die traditionellste Form der DJ-Kunst. Platten müssen vor und während des Auftritts sorgfältig ausgewählt werden, es gibt keine automatisierte Tempo oder Lautstärke-Anpassung und die gesamte Handhabung setzt ein verstärktes Fein- und Rhythmusgefühl voraus, um die Mixe genau zu gestalten.

Das Prinzip wurde in den vergangenen Jahren auch auf CDs übertragen, bei denen ebenfalls zwei Abspielgeräte und ein herkömmlicher Mixer ausreichen. Die CD-Player sind ähnlich konzipiert, wie klassischen Plattenspieler, das heißt, sie lassen sich durch manuellen Handbetrieb bedienen und scratchen. Viele der modernen DJ-CD-Player bieten allerdings erleichternde Sync-Funktionen, bei denen das Tempo der beiden Abspielgeräte auf Knopfdruck angeglichen wird. CDs sind aufgrund ihrer geringeren Größe und höherer Flexibilität inzwischen beim Mainstream zum Standard geworden.

Digitales Auflegen wird immer populärer – Kopplung mit klassischem DJ-Equipment ist ebenfalls möglich

Als dritte, vergleichsweise junge aber dennoch stetig populärere Variante stellt das Auflegen mit rein digitalen Musikdateien, häufig mp3s oder WAVs, da. Hierfür benötigt der DJ in der Regel einen Laptop, welcher an den Mixer angeschlossen wird. Die Dateien werden mittels einer Software abgespielt, die in der Regel in sich auch alle Funktionen eines klassischen DJ-Mixers stellt. Bedient wird sie entweder direkt am Laptop mit Maus und Tastatur – was eine recht umständliche Variante darstellt – oder mit speziellen Controllern. Diese müssen inzwischen gar nicht mehr an das Mischpult angeschlossen werden, da sie eine effektive Hybridmethode darstellen. Vor allem die enorme Speicherfähigkeit moderner Festplatten und die dadurch entsprechend große Musikauswahl bei geringem Transportaufwand stellt einen Vorteil dieser Form da. Kritiker bemängeln hingegen die Technifizierung des Auflegens, auch weil Synchronisierungsfunktionen oder BPM-Anzeige die Handhabung spürbar vereinfachen und somit nicht mehr traditionelle DJ-Fähigkeiten abverlangen.

Um letzteren Problem entgegenzuwirken bieten Firmen wie Native Instruments, Reloop oder Stanton inzwischen sogenannte Digital Vinyl Systems an, bei der eine spezielle Time-Code-Schallplatte auf einem herkömmlichen Plattenteller mittels Software und Laptop dazu genutzt wird, digitale Musikdateien wiederzugeben. Dies verknüpft die Kapazität moderner Musikangebote mit dem traditionellen Anwenden einer Vinyl. Der taktile, intuitive Part kommt dabei nicht zu kurz.

DJ-Controller – preisgünstiger Hybrid aus Plattentellern und Mixer für das digitale Zeitalter

Mit dem Aufkommen digitaler DJ-Software haben auch spezielle Controller Einzug in die DJ-Kultur erhalten. Im Gegensatz zu den Plattentellern der Vergangenheit sind hier die Bedienelemente eines klassischen DJ-Mischpultes direkt in einem Gerät integriert. Knöpfe und Regler kümmern sich um das Crossfading, Lautstärke und die einzelnen Effektbefehle. Ein spezielles Jog Wheel übernimmt die Rolle der Schalplatte und kann dabei individuell belegt werden und wie selbiges auch gescratcht und bewegt werden.

Modular-Controller sind relativ schmal, besitzen ein Jog Wheel, sowie verschiedene Regler und Knöpfe zur Befehleingabe und können bis zu vier Decks kontrollieren. Wer es auch vom Look her klassischer mag, greift zu einem All-In-One-Controller, der im Format breiter ist und zwei Jog Wheels besitzt. Diese Wheels sind kleiner und handlicher als traditionelle Plattenteller, aber fühlen sich ähnlich griffig an. Oft wird mit den Geräten auch die passende Software für den Laptop mitgeliefert. Bei Controllern ist es allerdings üblich, dass sie durch MIDI Befehle und automatisches Mapping auch mit verschiedenen Software-Angeboten funktionieren und für dies konfiguriert werden können. Eine Garantie dafür gibt es allerdings nicht. Zu den bekanntesten Herstellern dieser MIDI-Controller gehören unter anderem:
  • Reloop
  • Hercules
  • DJ-Tech
  • Native Instruments
  • Denon
  • Numark
  • Behringer

Bevor es zum Anschluss an ein professionelles Lautsprechersystem kommt, sollten Sie die Hardwaregegebenheiten der Controller prüfen. Viele bieten eigene Line-In-Ausgänge und Anschlüsse für Mikrofon oder Kopfhörer. Letzteres ist vor allem von Relevanz, wenn es um das Vorhören von Songs geht. Einige MIDI-Controller besitzen diese Funktion nicht, in diesem Fall ist der Computer für den Soundausgang zuständig. Hier sollten Sie die Kompatibilität und Leistungsstärke der Soundkarte berücksichtigen und die Anzahl der Ausgänge prüfen. Externe Soundkarten, die sich problemlos via USB-Schnittstelle hinzufügen lassen, bieten dadurch die Möglichkeit, einen Extra-Kanal zum Vorhören mittels Kopfhörer zuzuweisen.

Die Wahl des richtigen Kopfhörers als entscheidendes Instrument für den guten Mix

Ein wichtiges, nicht zu unterschätzendes Element, wenn es darum geht, sein DJ-Equipment zu vervollständigen sind die Kopfhörer. Das Angebot ist hier vergleichsweise unübersichtlich und vielfältig und sollte natürlich auf ihre individuellen Ansprüche angepasst werden. Generell gilt, dass Muschelkopfhörer, welche das Ohr komplett umschließen kleineren Ohrkopfhörern, wie sie bei mp3-Playern üblich sind, stets vorzuziehen sind. Je aktiver sie das Vorhören betreiben umso flexibler sollte das Gerät sein. Orientieren Sie sich an folgenden Gesichtspunkten:

  • Schauen Sie nach flexiblen und drehbaren Ohrmuscheln. DJs tragen Kopfhörer häufig nur an einem Ohr, um parallel ihren Mix und den Sound der Monitorbox wahrzunehmen.
  • Bequemlichkeit ist ein wichtiger Faktor, dies gilt nicht nur für das Tragen auf dem Kopf, sondern auch auf dem Hals, da die Kopfhörer nicht permanent auf dem Kopf sitzen.
  • Modellierter Sound, der bestimmte Gesichtspunkte und Elemente in der Musik hervorhebt, ist für DJs oft wichtiger als glasklarer Studiosound. Wählen sie das Modell daher gemäß ihrer Präferenzen aus. Auch eine hohe Grundlautstärke sollte berücksichtigt werden.
  • Transporttauglichkeit und Robustheit sind nicht zu unterschätzen, besonders wenn die Anwendung auf regelmäßiger und professioneller Basis geschieht.

Fazit: Anlass und eigene Fähigkeiten entscheiden über das passende Equipment

Inwiefern Ihre Party aus musikalischer Sicht zum rauschenden Erfolg wirkt, hängt von Ihren Ansprüchen, der Zielsetzung und letztendlich auch dem eigenen Können ab. Klassische und weitestgehend analoge Techniken, wie das Auflegen mit Plattenspielern und CD-Playern erfordern viel Übung, Fingerspitzengefühl und ein Gespür für Rhythmus und Tempo. Dies wird besonders deutlich, wenn Sie mit dem Gedanken spielen, einen durchgängigen und möglichst lückenlosen Mix mit nahtlosen Übergängen zu spielen. Das Aneinanderreihen von einzelnen Liedern erfordert hier weniger Fähigkeiten.

Die digitalen Möglichkeiten bieten gute Einstiegs- und Zwischenlösungen, da die integrierten Hilfen wie synchronisierte Tempoanpassung oder automatisches Mixen Anfänger wirklich entlasten können und dann bei höherem Wissen gegebenenfalls überflüssig werden. Auch ist die Anzahl der Gerätschaften geringer und der Transport gestaltet sich wesentlich flexibler. Da gerade professionelles Equipment oft verhältnismäßig teuer ist, sollten Sie genau abwägen, ob sich ein entsprechender finanzieller Aufwand längerfristig rentiert.

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