DAS FINANZAMT KOMMT-GANZ ÜBLE FALLE ! VORSICHT !

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... eBay-Verkäufer (gewerblich & auch fleißige Privatverkäufer) & deren Steuerberater jetzt bitte gut aufpassen !! "VERDACHT AUF STEUERHINTERZIEHUNG..." :

Kennen Sie das ? Wenige Wochen nach Auktionsende heißt es bei eBay: "Artikel-daten / Artikel nicht mehr verfügbar", gleich ob Sie etwas nachschauen wollen, oder verspätet bewerten wollen. Gleichzeitig sieht die gläserne Internetwelt jedoch bei eBay gänzlich anders aus. Zumindest in Bezug auf die Finanzbehörden.

Vorab zur Klarstellung: Jeder von uns bei eBay verkaufte Artikel wurde ordentlich verbucht und versteuert, von Anfang an ! ABER; Im Rahmen einer Buchprüfung  im April 2007 für die Jahre 2003 bis 2006 legte der Prüfer eine Artikeldetailliste vor, worin jeder einzelne verkaufte Artikel, nebst Beschreibung, Artikelnummer, Auktionsergebnis/Verkaufspreis gelistet war. Es handelte sich um einen Ordner mit hunderten von Seiten....

Das Problem: Der bei unserem Steuerberater gebuchte und versteuerte eBay-Umsatz stimmte summenmäßig nicht mit dem von eBay ans Finanzamt gemeldeten überein. Und hierbei handelte es sich um eine satte fünfstellige Eurosumme !! Welche daher für den Prüfer "logischerweise nicht versteuert" war, obwohl dies korrekterweise definitiv der Fall war. Zumindest für die real vorhanden steuerpflichtigen Verkäufe... Nach langwierigen, schwierigen Recherchen stellte sich eine Vielzahl folgender Sachverhalte heraus:

1.) Artikel die wir nach z.B. Österreich, Schweiz, Niederlande etc. verkauft hatten waren ordentlich verbucht. Jedoch nicht unter eBay, sondern unter Auslandsumsatz. Der Steuerberater konnte nicht erkennen worum es sich hier handelte.

2.) Aus Gefälligkeit waren zwei Artikel für Freunde/Bekannte bei eBay eingestellt worden. Ein hochwertiges KFZ & ein Ladenmöbel.. Da der Verkauf dann von den eigentlichen Eigentümern vorgenommen wurde erfolgte natürlich kein Zahlungseingang und keine Buchung. Aber es handelte sich um einen satten fünfstelligen Eurobetrag, welcher logischerweise in unseren Buchungen nicht auftrat, dem Finanzamt jedoch als eBay-Umsatz gemeldet wurde, obwohl real gar nicht vorhanden...

3.) Es waren eine Reihe von Artikeln aus Privatbesitz bei diesen über 3000 Verkäufen dabei. Diese Umsätze wurden gebucht, aber logischerweise als Privateinlage. In der Fiskusmeldung traten diese dann als zu versteuernde Umsätze auf.

4.) Der Fiskus brachte nur die Verkaufslisten von eBay. Die Rückgaben, bzw. Umsatzstornos aufgrund Retouren waren natürlich nicht gelistet, noch dem Prüfer anhand gegeben !! Diese, nicht unerheblichen Umsatzstornos sind natürlich steuerneutral. Jedoch nur soweit dann auch allen Beteiligten vorliegend & bekannt !! Durch mehrere hochwertige "Käufe", begangen durch Fake-Accounts, sowie Accountmißbrauch, welche eBay gutgeschrieben hatte, welche jedoch logischerweise bei uns nicht gebucht waren, aber trotzdem in der Liste als Umsatz stand, entstand eine weitere große Differenz.

In der Summe ergab sich aus diesen korrekten Buchungen, sauber geführt, ohne jegliche Unregelmäßigkeit, im Gegensatz zu den von eBay an den Fiskus gemeldeten Summen dann eine große Differenz. Grund hierfür war alleine die Wahl der falschen Buchungskonten, sowie der anderen vorstehenden Punkte. Natürlich hatten wir jedem Käufer eine Rechnung ausgedruckt, jedoch zwecks Vermeidung weiteren "Papierkrieges" kein Duplikat für unsere Buchhaltung... Da aus 3000 Ausdrucken dann 6000 geworden wären...

NUR; Wer konnte ahnen, daß der Fiskus mit einer solchen Liste kommt, wo doch alles korrekt geführt wurde ??  Es war ein enormer Aufwand dieses alles aufzudröseln und beweislastig zu belegen, da ja alle Buchungen vorhanden waren, jedoch auf vielen entsprechenden Steuerbuchungskonten verteilt, wie z.B. Auslandsumsatz, Differenzbesteuerungen, Ankäufe, Provisionsverkäufe, etc. (und hiermit sind nicht Bankkonten gemeint) ! Und das gemeine daran: Dem Fiskus liegen natürlich auch die Storno-/ Gutschriftslisten vor, wurden jedoch dem Prüfer nicht ausgehändigt ! Also hierauf unbedingt zu aller erst achten !!

In letzter Konsequenz daher hier der Tipp zur Lösung, bzw. Vermeidung eines solchen Problemes: Legen Sie für eBay unbedingt ein eigenes Bankkonto an !! Somit vermeiden Sie jegliches Durcheinander, lästiges suchen und  die Nachfragen !! Und Ihr Steuerberater weiß, was er wohin zu buchen hat, ohne wenn und aber, fehlerfrei !! Und drucken Sie jede eBay-Monatsrechnung, seien es auch noch so viele Seiten, komplett aus !!

Und noch etwas zeigte sich hierbei: Legen Sie auf jeden Fall für jeglichen Privatverkauf ein eigenes eBay-Konto an, damit hier sauber abgegrenzt werden kann !! Und vermeiden Sie jeglichen Freundschaftsdienst !! Sollten Ihre Freunde, Bekannte, Familie etc. etwas zu verkaufen haben; Lassen Sie diese dies auf jeden Fall selbst machen, aber keinenfalls als Gefälligkeit auf Ihren Namen. Der Fiskus wird dafür Geld von Ihnen haben wollen, daß steht auf jeden Fall fest !

Der Prüfer selbst gab noch eine Anregung für künftige eBay-Verkäufe: Sie sollten die Transaktionsnummer zu jeder Bankkontenbuchung hinzuschreiben !! Dann stellt sich nicht mehr der geringste Verdacht oder die geringste Nachfrage. Wenn Sie diesen Erfahrungsbericht beherzigen und auf jeden Fall Ihrem Steuerberater zukommen lassen, werden Sie, der Steuerberater und der Fiskus sich allesamt viel, viel Arbeit und Streß sparen. Es kommt nach unseren jüngsten Erfahrungen nämlich nicht nur darauf an, daß man sauber arbeitet, sondern im Besonderen darauf, WIE man sauber arbeitet...

Auch als privater Verkäufer, mit vielen Verkäufen, sollten Sie all dies berücksichtigen. Man weiß nie ob der Fiskus den "Privathandel" bei einem gewissen Volumen nicht doch anders ansieht.... Wenn Ihnen, als eBay-Verkäufer, dieser Ratgeber geholfen hat würden wir uns über eine gute Wertung hierfür überaus freuen. Hierzu klicken Sie einfach den unten stehenden Button. Bei inzwischen 33.000 Aufrufen würden wir uns wirklich über IHRE gute Wertung SEHR freuen !

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Ihr Juwelier Belting (privatjuwelier), Juweliere seit 1893, seit 4 Generationen

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