Corvette – so funktioniert die Zulassung eines US-Imports problemlos

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Corvette – so funktioniert die Zulassung eines US-Imports ohne Probleme

Die Corvette - der erste amerikanische Sportwagen

Die Corvette wird seit 1953 produziert und war bis 2005 als Chevrolet Corvette bekannt. Der Sportwagen wird von General Motors hergestellt. Bislang wurden sechs Modelle vorgestellt, die Auslieferung der siebten Generation soll ab dem Herbst 2013 erfolgen.

Amerikanische Autos sind außerhalb der USA meist nicht sehr beliebt, aber die Corvette stellt hier eine Ausnahme dar. Insgesamt wurden 1,5 Millionen Corvettes gefertigt, und General Motors darf sich über eine grenzüberschreitende Beliebtheit dieses Fahrzeugs freuen. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass Sie diesen Wagen in unzähligen Spielfilmen und Fernsehserien, wie "Transformers", "Fast and Furios", "SK Kölsch" oder "Perry Mason", sehen können.

Die erste Generation der Chevrolet Corvette lief 1953 vom Band und war für die damalige Zeit in den USA ein höchst ungewöhnliches Fahrzeug, da die meisten Autos in den Staaten damals eine Länge von fünf Metern aufwiesen, die Corvette jedoch wesentlich kleiner war. Ihre Wendigkeit und Größe machte die Corvette zum ersten amerikanischen Sportwagen. Mit der zweiten und dritten Generation nahm der Wagen die Form an, mit der er bis heute unverwechselbar ist. Die Corvette C2 wies zum ersten Mal die einklappbaren Scheinwerfer auf, die Sie 40 Jahre lang bei dem Sportwagen sehen konnten. Das Modell wurde auch Corvette „Sting Ray" genannt. Das Fahrzeug war auch in der gleichnamigen amerikanischen Fernsehserie zu sehen. Obwohl das Auto sehr erfolgreich war, wurde es nur vier Jahre lang gebaut und vom Modell Corvette C3 abgelöst. Wenn Sie nach einer Oldtimer Corvette suchen, dann können Sie mit dem C2-Modell eine Rarität erwerben. Der Name „Stingray" soll mit dem neuesten Modell, der C7 wiederbelebt werden.

Alle Modelle seit der C2 zeichnen sich durch überaus leistungsstarke Motoren mit großem Hubraum aus. Ein Sondermodell der C3-Reihe verfügte über einen 7,4-Liter-Motor. Aufgrund von Sicherheitsvorschriften wurde die Produktion dieses sogenannten „Big Block" Motors eingestellt und Sie müssen sich heute mit Motoren von sechs bis sieben Litern zufriedengeben. Durch den Motor können Sie auf ein hervorragendes Drehmoment zurückgreifen. Sie können die Corvette als Coupé, Cabrio, oder wenn Sie das Corvette C1 Modell bevorzugen, als Roadster kaufen.

Eine Corvette in den USA kaufen

Obwohl Sie die meisten Chevrolet Corvette-Modelle bereits umgerüstet in Deutschland, z.B. bei eBay kaufen können, bevorzugen es viele, den Wagen direkt in den USA zu kaufen und dann zu importieren. Der Hauptvorteil hierbei liegt mit Sicherheit im Preis. Für einen Neuwagen können Sie mitunter mit einer Preisersparnis von nahezu 50 Produzent im Vergleich zu Deutschland rechnen. Dieser Unterschied hat mehrere Gründe. Zunächst wird die Corvette in den USA produziert und ist deshalb billiger, weil Sie das Fahrzeug im Herstellungsland beziehen. Momentan liegt das Hauptargument jedoch in der Rezession, die die amerikanische Automobilindustrie hart betroffen hat. Die Händler bleiben auf ihren Neuwagen sitzen und freuen sich über jeden Verkauf. Mit ein wenig Verhandlungsgeschick können Sie einen besonders günstiges Schnäppchen machen. Beim Preis für einen Neuwagen sollten Sie auch immer den Umrechnungskurs zwischen Dollar und Euro bedenken und einen günstigen Zeitpunkt für Ihre Anschaffung wählen.

Auch wenn Sie sich nach einem Gebrauchtwagen umsehen, bietet Ihnen der Kauf einer Corvette in den USA einige Vorteile. Sie werden eine wesentlich größere Auswahl als in Deutschland finden und können sich umsehen, bis Sie die Corvette Ihrer Träume finden. Der Nachteil beim Kauf eines Gebrauchtwagens in den USA liegt jedoch darin, dass Amerikaner ihre Autos als Gebrauchsgegenstände ansehen und die Qualität durch mangelnde Wartung oft leidet. Es gibt aber auch in den USA viele Autoliebhaber, somit können Sie mit ein wenig Geduld auch gut erhaltene Exemplare finden. Durch die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen innerhalb der Vereinigten Staaten bietet es sich an, lieber im Süden nach einem Gebrauchtwagen zu suchen, da Sie dort wesentlich weniger Schäden durch Korrosion finden werden als im Norden. Sie sollten auf alle Fälle ein wenig Kenntnis über Autos besitzen, sodass Sie keine unangenehmen Überraschungen bezüglich des Zustands Ihres Gebrauchtwagens erleben.

Viele kaufen die Corvette jedoch auch aus sentimentalen Gründen in den USA. Sie möchten nach dem Kauf die schier endlos scheinenden Freeways mit ihrem amerikanischen Sportwagen entlang fahren und den Kauf mit einem Besuch der USA verbinden.

Möglichkeiten des Imports einer Corvette aus den USA

Grundsätzlich bieten sich Ihnen zwei Möglichkeiten, wenn Sie eine Corvette aus den USA importieren möchten. Sie können vom Kauf bis hin zur deutschen Zulassung alles selbst abwickeln oder einen Importeur beziehungsweise Autohändler mit dem Kauf und der Abwicklung beauftragen.

Der Vorteil, wenn Sie alles selber machen, liegt im Preis. Denn natürlich will der Importeur auch daran verdienen. Sie müssen daher mit höheren Spesen rechnen, wenn Sie das Fahrzeug über einen Importeur beziehen. Es wird Sie jedoch sehr viel Zeit kosten, das Auto selbst zu importieren. Sie werden sich über sämtliche gesetzlichen Bestimmungen bezüglich der Zollabwicklung und der technischen Umrüstungen, die erforderlich sind, informieren müssen. Ein Importeur übernimmt all diese Unannehmlichkeiten für Sie und bietet in vielen Fällen eine Lieferung Ihres Wagens mit allen notwendigen Dokumenten bis vor Ihre Haustüre. Auch kann der Importeur durch seine Beziehungen Ihnen dabei helfen, das für Sie ideale Fahrzeug zu finden.

Eine Alternative zu diesen Möglichkeiten ist es, eine Corvette, die importiert wurde, sich aber bereits auf Deutschlands Straßen befindet, zu kaufen. Sie können solche importierten Corvettes bei eBay oder Gebrauchtwagenhändlern finden. Dies spart Ihnen die Abwicklung des Imports und es kann eine sehr kosten- und zeitgünstige Lösung darstellen.

Dokumente, die zum Import eines Fahrzeugs aus den USA benötigt werden

Zur erfolgreichen Zulassung und legalen Einfuhr Ihrer Corvette aus den USA benötigen Sie natürlich auch etliche Dokumente. Für die korrekte Verzollung ist ein Kaufvertrag, eine sogenannte „Bill of Sale" dringend erforderlich. Dieser Vertrag sollte Informationen über den Käufer, Verkäufer, Fahrzeughersteller, Fahrzeugtyp, Fahrgestellnummer, Baujahr, Preise sowie Unterschrift und Datum enthalten. Sollte der Kaufpreis der Zollbehörde zu niedrig erscheinen, kann diese den Preis nach oben korrigieren, was sich dann auf die Mehrwertsteuer und die Einfuhrabgaben auswirkt. Als Privatkunde müssen Sie die amerikanische „Sales Tax", die sich je nach Bundesstaat zwischen zwei und neun Prozent beläuft, und die deutsche Mehrwertsteuer auf den Kaufpreis des Fahrzeugs bezahlen. Vor der Abgabe Ihrer Corvette an den Spediteur muss bei einem Gebrauchtwagen das „Certificate of Title" oder das „Certificate of Origin" bei einem Neuwagen abgestempelt werden. Diese Dokumente sind vergleichbar mit dem deutschen Fahrzeugbrief und für den Import notwendig. Wenn Sie einen Gebrauchtwagen importieren, benötigen Sie zudem die amerikanischen Kennzeichen. Bei Neuwagen sind diese nicht erforderlich.

Erforderliche technische Änderung an einer importierten Corvette

Wenn Sie die Hürde des Zolls überwunden haben, benötigen Sie nur noch eine deutsche Zulassung, um legal auf Deutschlands Straßen fahren zu dürfen und Ihre neue Corvette zu genießen.

Um die deutsche Zulassung zu erhalten, müssen jedoch einige Umbauten vorgenommen werden, die Sie mitunter teuer zu stehen kommen können. Bei eBay können Sie jedoch günstige Autoteile finden, die Sie für die Umrüstung benötigen. Zunächst werden Sie neue Reifen kaufen müssen. Nur Reifen mit einer ECE- oder EG-Kennzeichnung bringen Sie sicher durch den TÜV. Zudem müssen Sie mitunter die Scheinwerfer, die Tachometerskala und die Gurte austauschen, auf gelbe Seitenblinker umrüsten und eine Nebelschlussleuchte anbringen. Vorgeschrieben ist auch eine Leuchtweitenregulierung, die bei amerikanischen Autos sehr selten vorhanden ist. Sie können jedoch eine Ausnahmegenehmigung beantragen. Sollte Ihre Corvette über ein Navigationssystem verfügen, dann sollten Sie dieses auch umrüsten, da die amerikanische Version in Europa unbrauchbar ist. Diese Umrüstung ist jedoch nicht zwingend vorgeschrieben.

Die Zulassung einer importierten Corvette

Nachdem Sie das Fahrzeug gekauft haben, es in einem Container über den Atlantik verschifft haben, die Zollabgaben und Formalitäten erledigt haben und zuletzt einige Umrüstungen vorgenommen haben, bleibt nur mehr die Hürde der deutschen Zulassung zu überwinden, bis Sie sich voll und ganz an Ihrem amerikanischen Sportwagen erfreuen können.

Die Abwicklung ist bei neueren amerikanischen Autos unkomplizierter geworden. Bei Oldtimern oder Sondermodellen kann es ein wenig umständlicher werden. Dies liegt am Datenblatt. Es besagt, ob genau dasselbe Modell eines Fahrzeugs bereits in Deutschland zugelassen ist. Da die Corvette auch in Deutschland sehr beliebt ist, sollte das im Prinzip kein Problem darstellen. Fragen Sie aber sicherheitshalber beim TÜV nach, ob für Ihr Fahrzeug ein Datenblatt vorliegt, vor allem, wenn Sie ein Sondermodell der Corvette gekauft haben, oder sich für einen Oldtimer entschieden haben.

Auch beim erforderlichen Abgasgutachten sollten bei der Zulassung einer Corvette kaum Probleme auftreten. Aber auch hier ist es ratsam, sich vorher beim TÜV zu erkundigen, ob für Ihr Modell bereits ein Gutachten vorliegt. Zur Zulassung selbst müssen Sie einige Unterlagen mitbringen. Zunächst benötigen Sie eine Zoll-Unbedenklichkeitsbescheinigung, die Sie bei der Verzollung Ihres Autos erhalten. Auch das "Certificate of Origin" oder "Certificate of Title" ist bei der Zulassungsstelle vorzulegen. Wenn Sie keinen Neuwagen, sondern einen Gebrauchtwagen zulassen möchten, sind auch die amerikanischen Kennzeichen wichtig. Zudem benötigen Sie auch den originalen Kaufvertrag, das Gutachten der technischen Prüfstellen, die Versicherungsbestätigung und Ihren Pass oder Personalausweis zur endgültigen Zulassung Ihrer Corvette. Der Kaufvertrag muss in der Regel nicht ins Deutsche übersetzt werden, wenn Sie das Fahrzeug aus den USA importieren. Bei Importen aus anderen, nicht englischsprachigen Ländern ist mitunter eine beglaubigte Übersetzung nötig. Da viele Fahrzeuge jedoch über Rotterdam nach Deutschland importiert werden, kann es möglich sein, dass Sie einige Unterlagen übersetzen lassen müssen.

Nachdem Sie alle Dokumente vorgelegt und die notwendigen technischen Änderungen durchgeführt haben, erhalten Sie die deutsche Zulassung und können sich an Ihrem importierten amerikanischen Muskelprotz erfreuen.

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