Computer Monitore: Anschluss gesucht

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Für die Verbindung zwischen Monitor und Computer stehen meist mehrere Schnittstellen zur Auswahl. Was steckt hinter den Abkürzungen VGA, DVI und HDMI?

 

Computer Monitore: Anschluss gesuchtHDMI-Schnittstellen sind Standard in der Unterhaltungselektronik. (Copyright: D-Kuru/Wikimedia)

MDA-Schnittstellen sind ausgestorben

Die Anfänge der privaten Computernutzung waren monochrom - grüne und später bernsteinfarbene Zeichen auf schwarzen Grund bildeten den Standard.  Die entsprechenden analogen MDA-Schnittstellen (Monochrome Display Adapter) sind heute allerdings ebenso ausgestorben wie die folgenden, bedingt farbtauglichen CGA- und EGA-Schnittstellen (Color Graphics Adapter beziehungsweise Enhanced Graphics Adapter).

 

 

VGA - Oldie mit Durchhaltevermögen

Einen langjährig aktuellen Standard setzte IBM 1987 mit dem Video Graphics Array (VGA). Über einen per VGA-Anschluss angeschlossenen Monitor ist es möglich, 256 frei wählbare Farben aus einer Palette von 262.144 Farben darzustellen. Dieser Oldtimer ist heute noch im Einsatz, denn auch moderne Grafikkarten sind kompatibel zu VGA. Genutzt wird der VGA-Grafikmodus unter anderem während Installationsprozessen, nach Systemabstürzen oder bei den rudimentären Darstellungen, die sich dann zeigen, wenn der passende Grafiktreiber fehlt.

 

Obwohl heute moderne Monitore meist noch über einen VGA-Schluss verfügen, ist seine Zeit abgelaufen, da die Datenübertragung analog erfolgt. Wird ein moderner TFT-Monitor über ein VGA-Kabel angeschlossen, kann es zu sichtbaren Beeinträchtigungen des Bildes kommen, da die Grafikkarte ein analoges Signal erstellen muss, das vom Monitor für die Darstellung wieder in ein digitales Signal zurückgerechnet wird. Bildflimmern und Verlust an Schärfe können die Folgen sein - vor allem dann, wenn ein billiges VGA-Kabel zum Einsatz kommt. 2015 wird die Uhr für VGA dann wohl endgültig ablaufen, denn Intel und AMD wollen dann den VGA-Standard nicht mehr unterstützen.

 

 

Es wird digital: DVI

DVI-Kabel garantieren für eine verlustfreie Übertragung bei bis zu zehn Metern Kabellänge. (Copyright: Joey Hagedorn/Wikimedia) Mit dem Digital Visual Interface (DVI) hat sich bei Computern eine Schnittstelle zur Übertragung von Bilddaten etabliert, die den Umweg über die analoge Datenübertragung überflüssig macht. Genau genommen ist DVI aber auch in der Lage, analoge Daten zu übertragen. Dies ist der Abwärtskompatibilität zu VGA geschuldet. Bei modernen Monitoren beschränkt sich die DVI-Schnittstelle in der Praxis aber auf den digitalen Part. Übrigens: Wer seinen Computer per DVI-Kabel mit dem Monitor verbinden möchte, kann ordentlich  'Strecke machen': Eine verlustfreie Übertragung sollte bis zu zehn Metern Kabellänge funktionieren.

 

 

Der de-facto-Standard: HDMI

Als Weiterentwicklung von DVI ist seit 2003 auch der Anschlusstyp  HDMI (High Definition Multimedia Interface) verfügbar. HDMI-Schnittstellen sind Standard für die Übertragung von Video- und Audio-Informationen und finden sich auch in den digitalen Geräten aus dem Bereich Unterhaltungselektronik. Das ist für Anwender von Interesse, die gerne die Brücke zwischen den Bereichen schlagen möchten, um etwa das Bild vom Tablet auf den TV-Bildschirm im Wohnzimmer zu bringen. Da DVI kompatibel zu HDMI ist, lassen sich übrigens auch problemlos Adapter und Adapterkabel zwischen beiden Schnittstellen einsetzen.

 

Als Alternative zu HDMI trat ab 2006 DisplayPort auf. DisplayPort ist ein genormter Verbindungsstandard für die Übertragung von Bild- und Tonsignalen, der allerdings im Gegensatz zu HDMI bei der Verbindung von Monitoren mit Rechnern seltener eingesetzt wird. Ein Vorteil von Verbindungen per Display-Port ist es allerdings, dass die Steckergröße unter der von HDMI liegt, was bei kleinen Geräten eben auch kleinere Anschlussbuchsen bedeutet.

 

 

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