Citrine - wie Sie mit den zitronengelben Farbsteinen schmücken und dekorieren

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Citrine - wie Sie mit den zitronengelben Farbsteinen schmücken und dekorieren

Citrine zeichnen sich durch einen leuchtend gelben Farbton aus, der an eine Zitrone erinnert. Das Mineral kommt jedoch auch in anderen Nuancen vor. Besonders gut werden der Glanz und die Farbe durch einen Facettenschliff zur Geltung gebracht. Verwendet wird der Edelstein zu verschiedenen Zwecken: So ist er beispielsweise ein beliebter Schmuckstein. Ihm werden jedoch auch heilende Wirkungen zugeschrieben und auch als Dekoration macht er eine gute Figur. Wodurch der strahlende Farbton zustande kommt sowie die Verwendung von Citrinen und was Sie beim Kauf der Edelsteine beachten müssen, behandelt dieser Ratgeber.

Chemische Elemente und Eigenschaften des Citrins

Citrin ist ein Mineral, das im trigonalen Kristallsystem kristallisiert. Dabei bildet es sechsseitige Prismen mit Pyramiden. In dieser Form ist es eine mikrokristalline Varietät von Quarz. Somit setzt es sich chemisch aus den Elementen Silicium und Sauerstoff zusammen. Seine charakteristischen leuchtenden Gelb-Nuancen werden durch Eisen verursacht. Citrin gibt es jedoch auch in mehrfarbigen Variationen. In einer davon verbindet sich Citrin mit weißem Quarz. Ein anderer zweifarbiger Edelstein ist der Amethrin, der sich aus dem leuchtend violetten Amethyst und dem zitronengelben Citrin zusammensetzt. In der Natur kommen Amethyst und Citrin oft zusammen vor, wobei Citrin jedoch seltener ist. Natürliche Citrine weisen einen schwachen Pleochroismus auf, das heißt, dass wenn man sie aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, sie unterschiedliche Farben aufweisen. Dies liegt daran, dass das Licht – bedingt durch die Kristallstruktur – unterschiedlich absorbiert wird. Das Mineral an sich ist transparent bis durchscheinend. Dank seiner Lichtdurchlässigkeit erstrahlt er in einem Glas- oder Fettglanz. Dabei liegt dessen Lichtbrechung bei 1,544 bis 1,533, seine Doppelbrechung bei 0,009. Seine Mohshärte liegt bei 7, womit es zu den härteren Mineralen gehört. Citrin weist eine Dichte von 2,65g/cm3 auf, aufgrund dessen es im Wasser sinkt.

Die leuchtend gelbe Farbe des Citrins

Die Farbe des Citrins erstrahlt in unterschiedlichen Gelb-Nuancen. Diese reichen von hellem Gelb über Zitronen- und Honiggelb bis hin zu Goldbraun. Die Färbung kann jedoch auch orange und rötliche Nuancen aufweisen. So gibt es Citrine in Mandarin-Orange und Madeira-Rot, das nach dem gleichnamigen Wein benannt ist, dessen Farbe er trägt. Die Farbe spielt bei der Namensgebung dieses Edelsteins prinzipiell eine große Rolle. So bedeutet „citrus” im Lateinischen Zitrone. Verursacht wird die gelbliche Farbe des Citrins durch submikroskopische Einschlüsse von Eisen. So finden sich Eisenoxid und Eisenhydroxid in dem Mineral. Die Partikel des Eisenoxids absorbieren Licht, wodurch der Citrin in unterschiedlichen Gelb-Nuancen erstrahlt. Neben den natürlich auftretenden Citrinen lässt sich das Mineral auch künstlich herstellen. Diese Steine weisen jedoch keinen Pleochroismus auf. Anhand der Ursache für die jeweilige Färbung wird Citrin in fünf unterschiedliche Typen unterschieden. Zunächst gibt es die natürlichen Citrine, deren charakteristisches Gelb durch Eiseneinschlüsse verursacht wird. Der zweite Typ entsteht, wenn Amethyste bei ca. 470 °C erhitzt werden. So verblasst das typische Violett und wird gelblich oder orange-braun. Es ist jedoch auch möglich, Citrine bzw. eisenhaltiges Quarz hydrothermal zu züchten. Auch bei dieser Variante verleiht das Eisen dem Stein seine gelbe bis braune Farbe. Werden aluminiumhaltige Quarze bestrahlt, können sich diese ebenfalls gelb färben. Der fünfte Typ entsteht ebenfalls durch Bestrahlung. So werden natürliche Quarze bestrahlt bis sie grünlich-gelb sind. Unabhängig davon, ob der Citrin ein helles Pastellgelb oder ein kräftiges Orange aufweist, ist seine Strichfarbe stets weiß. Diese Farbe tritt auf, wenn Minerale auf einer rauen Porzellantafel gerieben werden. Bei der Bestimmung von Mineralien und Edelsteinen dient dies als objektive Hilfe.

Bildung und Vorkommen von Citrin

Citrin bildet sich hauptsächlich in dem groben magmatischen Gestein Pegmatit. Darin ähnelt es anderen Varietäten des Quarz. Obwohl Citrine insgesamt eher selten sind, existieren mehrere Vorkommen. Diese liegen unter anderem in Argentinien, Birma, Brasilien, Frankreich, Madagaskar, Russland, Spanien, Uruguay und in den USA. In Bolivien findet sich sowohl der mehrfarbige Citrin sowie der Ametrin. Limonen-Citrine hingegen treten in Sambia sowie in Tansania auf. In Hyderabad in Indien und in Minas Gerais in Brasilien gibt es Citrinzonen in Amethysten.

Citrin als Schmuckstein

Aufgrund seiner Transparenz wird Citrin als Schmuckstein hauptsächlich mit einem Facettenschliff versehen. Weil natürliches Citrin jedoch äußerst selten vorkommt, bietet der Handel häufig künstlich hergestellte Citrine oder gebrannte und bestrahlte Quarze an, die sich durch diese Verfahren gelb gefärbt haben. Der gelbe Schmuckstein eignet sich für Ringe ebenso wie für Ketten und Ohrringe. Hier haben Sie die Möglichkeit, in einem schlichten Outfit einen farblichen Akzent zu setzen. Wenn es etwas opulenter ausfallen soll, kombinieren Sie mehrere Schmuckstücke mit Citrin. So kreieren Sie ein harmonisches Gesamtbild.

Der Facettenschliff bei durchsichtigen Edelsteinen

Durch den Schliff wird ein Edelstein in seine Form gebracht. Gleichzeitig wird durch die Art des Schliffs dessen Glanz verstärkt oder optische Effekte, die dieser aufweist, zur Geltung gebracht. Der Facettenschliff eignet sich dabei besonders für durchsichtige Edelsteine wie dem Citrin. Bereits im 15. Jahrhundert wurde dieser Schliff angewendet. Charakteristisch für diesen sind die zahlreichen, glatt polierten Facetten – einzelne kleine Flächen. Das eintretende Licht wird durch den Schliff in einem besonderen Winkel gebrochen. Oft spalten Edelsteine mit einem Facettenschliff das Licht vielfarbig auf. Dieser Vorgang wird Dispersion genannt. Der Facettenschliff, der den Glanz eines Edelsteins am klarsten zur Geltung bringt, ist der rundliche Brillantschliff. Für eckige Formen wird bevorzugt ein Treppenschliff verwendet. Sowohl für runde als auch für eckige Edelsteinformen stehen jedoch mehrere Schliffformen zur Verfügung. So können runde Steine mit einem Rosenschliff, einem Ovalschliff oder mit der Pendeloque versehen werden. Sonderformen für eckig gehaltene Edelsteine sind der Smaragdschliff sowie der Scherenschliff. Gelegentlich wird der Citrin auch als Cabochon – einem rundlichen Glattschliff – angeboten. Dieser bringt die Struktur und mögliche Einschlüsse besonders zur Geltung.

Citrin als Heilstein

Dem Citrin werden heilende Wirkungen auf Körper und Geist zugeschrieben.

Heilende Wirkungen auf den Körper

Das Mineral wirke sich positiv auf verschiedene Organe – darunter Bauchspeicheldrüse, Leber, Nerven und Schilddrüse – aus. Des Weiteren helfe Citrin bei Diabetes, indem es die Insulinproduktion steuere, womit es sich außerdem positiv auf die Bauchspeicheldrüse auswirke. Es wirke verschiedenen Entzündungen entgegen, fördere die Verdauung und kräftige den Magen und den Darm. Insgesamt wird dem Citrin zugeschrieben, dass es das Immunsystem stärke, die Durchblutung sowie den Stoffwechsel fördere und entgiftend wirke. Er helfe bei trockener Haut sowie bei Schuppen. Des Weiteren stärke er die Nerven, wirke sich fördernd auf die Potenz aus und unterstütze die Frau bei der Geburt.

Positive Wirkungen auf den Geist

Citrin verhelfe sensiblen Menschen zu neuer innerer Stärke und stärke ihre Ausdruckskraft. Des Weiteren bewahre er vor Depressionen, indem es neue Wege aufzeige. Entschlossenen, ambitionierten Personen hingegen helfe er zielstrebig die Karriere zu verfolgen und Prüfungen mit Bravour zu bestehen. Citrin helfe zudem besser mit Enttäuschungen umzugehen und diese zu überwinden, um sich dann wieder Neuem zu öffnen.

Die Anwendung von Citrin

Um die genannten Wirkungen zu erzielen, wird empfohlen, den Citrin am Körper zu tragen – zum Beispiel in der Form von Schmuck oder in der Hosentasche – oder diesen gezielt auf bestimmte Körperstellen aufzulegen. Citrin kann außerdem zur Meditation verwendet werden. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit ist das Trinken von Heilsteinwasser oder das Einmassieren von diesem in die Kopfhaut. Naturcitrin und gebrannte Varianten haben dabei die gleiche Wirkung, wobei davon ausgegangen wird, dass natürliche Citrine etwas intensiver wirkten. Es ist jedoch anzumerken, dass heilende Wirkungen von Edelsteinen weder medizinisch anerkannt noch wissenschaftlich belegt sind. Daher ersetzen sie keine ärztliche Behandlung oder Therapie.

Reinigung und Pflege des Citrins

Citrin kann unter lauwarmem, klarem Wasser gereinigt werden. Für Naturcitrin wird die Reinigung direkt nach der Anwendung empfohlen, für gebrannte Variationen einmal im Monat. Dabei entlädt sich dieser auch. Entladen kann man den Stein zudem mit Hämatit. Um Citrin wieder aufzuladen, gibt es mehrere Möglichkeiten. So kann er mit Hilfe einer Amethystdruse aufgeladen werden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, ihn in die Morgensonne zu legen. Da Citrine jedoch verblassen können, wenn sie über längere Zeit starkem Sonnenlicht ausgesetzt sind, sollten Sie darauf achten, dass der Stein diesen Bedingungen nur kurz unterliegt.

Citrin als Dekostein

Neben der Verwendung als Schmuck- und Heilstein eignet sich Citrin auch als hübsche Dekoration. Ob in der Vitrine oder im Regal – das leuchtende Gelb setzt einen Farbtupfer in Ihren Wohnräumen. Aufgrund der Sonneneinstrahlung sollte ein Citrin-Dekostein jedoch nicht auf der Fensterbank zwischen den Blumen liegen. Hier könnte er ausbleichen. Den Citrin als Dekoration gibt es in unterschiedlichen Varianten. So können Sie kleine Citrin-Splitter auf dem Tisch oder im Regal verteilen. Hier bricht sich das Licht zu einem wunderschönen Schauspiel. Ein unbehandelter Naturstein bringt hingegen rustikalen Charme in die Vitrine. Es gibt jedoch auch Dekosteine, die zu verschiedenen dekorativen Formen geschliffen sind. Mit diesen glänzenden Stücken setzen Sie gekonnt Akzente.

Der Kauf von Citrin

Beim Kauf von Citrin – unabhängig davon, ob Sie diesen als Schmuck, Heilstein oder Dekoration verwenden – gibt es einige Punkte zu beachten. Da Citrin sehr selten in der Natur vorkommt, werden im Handel häufig gebrannte Varianten anderer Quarze oder künstlich hergestellte Citrine angeboten. Dies lässt sich oft schon am Preis ablesen: Ein echter Edelstein ist wertvoll und somit teurer als künstlich hergestellte Varianten. Eine weitere Möglichkeit, den Unterschied zu erkennen, ist der Pleochroismus des Citrin. Nur natürliches Citrin weist diesen auf, wenn auch recht schwach. Um lange Freude an Ihrem Citrin zu haben und diesen vor dem Verblassen zu schützen, sollten Sie darauf achten, dass dieser nicht für längere Zeit starkem Sonnenlicht ausgesetzt ist.

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