Buntes Band mit großer Wirkung: Training mit dem Theraband

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Buntes Band mit großer Wirkung: Training mit dem Theraband

Sich auf einer Laufstrecke abmühen? Um die Kilometer im Schwimmbad kämpfen? Oder noch einige Runden beim Fußball nehmen? All das und viele andere Anstrengungen in Form von Sportarten sind für Hobbysportler eigentlich keine Last. Für solche, die eher sporadisch ihren Ausgleich im Sport suchen jedoch schon. Für diese gibt es seit einiger Zeit ein Work-Out, das mit scheinbar weniger Anstrengung, aber so ziemlich gleicher Wirkung aufwarten kann. Das glauben Sie nicht? Dann sollten Sie diesen Ratgeber etwas genauer anzusehen. Denn darin geht es um das Theraband. Was für viele im ersten Moment kein Begriff ist, wird dann deutlich, wenn sie das Trainingsgerät in Händen halten und damit einige Übungen vollziehen. Lesen Sie nun dazu, was das Theraband genau ist, wozu es eingesetzt wird und vor allem wie man es benutzt.

Das Theraband – eine geniale und einfache Erfindung

Das Theraband wurde 1978 in den USA, genauer gesagt in Akron im Bundesstaat Ohio entwickelt. Damals war das Sortiment noch relativ klein und man kannte nicht viele Stärken der Bänder. Heutzutage ist das anders. Es gibt unterschiedliche Farben der Therabänder. Diese zeigen die verschiedenen Widerstände an. Zudem wurde auch eine Theraband-Academy gegründet, die eine Plattform für Sportler als auch für Therapeuten, für die Forschung und zum eigenen Training bildet. Zudem können hierbei untereinander Erfahrungen ausgetauscht werden. Das Ziel dabei ist es, die somit gewonnenen Erkenntnisse in die Produkte und die wissenschaftlich fundierten Übungsprogramme zu bringen.

Was bringt das Theraband für den Körper?

Das Band ist vielseitig einsetzbar. So ist es einerseits zur Verbesserung der Ausdauer zu gebrauchen, aber auch zum Aufbau von Kraft. Daneben wird es auch therapeutisch eingesetzt: So können chronische Gelenkschmerzen, aber auch Muskelbeschwerden gelockert, gelöst und sogar auf Dauer beseitigt werden. Wer Probleme mit dem Gleichgewicht hat, kann durch das Theraband eine bessere Kontrolle über sich und seinen Körper bekommen. Auch ist es zur Vorsorge von Stürzen einzusetzen. Denn wer mehr Kraft aufweisen kann, hat eine bessere Balance und kann sich dadurch selbst „auffangen". Wer gegen einen hohen Blutdruck ankämpft, hat in der Benutzung des Therabands einen guten Partner zum Abbau dieser Beschwerde gefunden.

Viele Physiotherapeuten und auch Krankengymnasten schwören auf die Wirkung des Bandes. Langfristig kann eine verbesserte Körperhaltung erzielt werden. Man geht aufrechter, beugt einer Schonhaltung infolge eines Unfalls vor und vermeidet einen Rundrücken oder ein Hohlkreuz. Menschen, die Probleme haben, den Kopf richtig zu drehen, Nackenschmerzen oder auch verschlissene Gelenke aufweisen, können diese Einschränkungen vermindern. Auch für ältere oder gehandicapte Personen ist das Theraband ein Segen: Die Funktionalität, die Flexibilität und die Mobilität wird verbessert.

Das Theraband in seinen Einzelheiten

  • Das Theraband besteht aus Latex und deshalb ein reines Naturprodukt. Wer allerdings eine Allergie auf diesen Stoff hat, muss nicht auf den Einsatz des Bandes verzichten: Es gibt ebenso latexfreie Bänder im Handel. Diese bestehen aus Polyisopren.
  • Viele Personen, die bereits ein Theraband in Händen hielten und damit Übungen vollzogen haben, sind häufig etwas ängstlich. Reißt das Band bei starker Dehnung, kann es zurückprallen und Verletzungen an den Armen anrichten. Dagegen kann zum einen die richtige Pflege helfen, zum anderen ist ein sachgemäßer Einsatz gepaart mit Achtsamkeit unerlässlich. Es sollte nur solche Übungen ausgeführt werden, die so in ausgewählten Anleitungen stehen. Sind Sie sich der richtigen Ausübung nicht sicher, befragen Sie einen Experten. Scheuen Sie diesen Schritt nicht, denn durch das Zurückschlagen vor allem in Richtung des Kopfes, kann es zu Beschwerden kommen. Eine Schutzbrille kann hierbei helfen, die Augen zu schützen.
  • Wie hoch der Widerstand des Therabands genau ist, hängt immer von der Dehnung in Prozent ab. Vermeiden Sie eine Dehnung von mehr als 300%, da es sonst zu den genannten Auswirkungen kommen kann. Die Dehnung ist das Markenzeichen des Therabands schlechthin.
  • Um den richtigen Stärkegrad herauszufinden, bedarf es vor allem der persönlichen Verfassung: Sie sollten mit einem Theraband in der Lage sein, die Übungen mindestens bis zu 15 Mal zu wiederholen. Danach sollte eine spürbare Erschöpfung der gerade beanspruchten Muskulatur erfolgen. Ist dies noch nicht der Fall, gilt es, zu einer höheren Stufe zu greifen.
  • Eine allgemeine Empfehlung ist die Folgende: Beige ist für untrainierte, ältere Personen einzusetzen. Gelb wird von Kindern und Senioren benutzt, Rot für untrainierte Frauen und Jugendliche. Das grüne Band ist für sportliche Frauen, trainierte Jugendliche und untrainierte Männer zu empfehlen. Blau können gut trainierte Frauen als auch normal sportliche Männer verwenden. Die drei folgenden Stufen sind für fortgeschrittene Nutzer des Therabands auszuprobieren: Schwarz steht hierbei für die gut trainierten Männer und die bereits sehr sportlichen Frauen. Silber ist ausschließlich von bestens trainierten Personen zu benutzen, während das goldene Band ausschließlich zum Muskelaufbau verwendet wird und deswegen den Leistungssportlern vorbehalten wird.
  • Man kann die Stärke und damit die Farbe der Bänder auch nach den zu trainierenden Muskelpartien einstufen und dabei das Alter der Sportler berücksichtigen. Während hierbei beispielsweise der Hals und der Nacken von allen Altersgruppen mit dem gelben Band bearbeitet wird, sollten die Beine und das Gesäß nur von Erwachsenen mit dem schwarzen Band trainiert werden. Kinder und Senioren nehmen einerseits Rot und Grün oder Grün und Blau.

Einige ausgewählte Übungen mit dem Theraband

Das gesamte Training sollte niemals als sehr starke Anstrengung empfunden werden. Eine korrekte Haltung und das langsame Ausführen der unterschiedlichen Übungen müssen in jedem Fall immer eingehalten werden. Die Spannung des Bandes sollte zudem immer gehalten werden. Dies ist für die Sicherung der Gelenke von großer Bedeutung.

  • Für Erwachsene gibt es als Grundübung die Armbeugen. Dabei stellt man einen Fuß nach vorne und damit auf das Band. Die Handflächen zeigen dabei nach oben und halten die Enden fest. Die Spannung wird nun über die Armbewegungen nach oben erzeugt. Ziehen Sie das Band bis in Höhe der Schultern. Kurz halten, dann werden die Arme und das Band gleichermaßen wieder nach unten entlastet.
  • Ebenso gibt es die sogenannte „Schiebetür". Hierbei sind die Füße nach außen gespreizt. Die Beine stehen etwa hüftbreit auseinander. Unter jedem Fuß befindet sich das Theraband. In beiden Händen befinden sich die Enden. Die Arme werden nun seitlich nach außen bis zur Schulter geführt. Nach einigen Sekunden wird die Spannung wieder gelockert.
  • Wer etwas für den Rumpf tun möchte, kann das sogenannte „Diagonale Ziehen" anwenden. Hierbei steht man wiederum schulterbreit. Das Band wird vor dem Körper gekreuzt. Die Arme und Beine werden hierbei gegengleich diagonal gestreckt. Dies erfordert neben Kraft auch ein gutes Gleichgewicht und Koordinationsvermögen.
  • Auch der Bauch kommt nicht zu kurz. Legen Sie sich auf den Rücken. Die Beine sind im Kniewinkel angewinkelt. Die Mitte des Bandes wird um die Fußsohlen gewickelt. Mit den Händen greift man die Enden und legt sie hinter den Kopf in den Nacken. Die Ellbogen zeigen hierbei nach außen. Man hebt nun den Oberkörper leicht an und senkt ihn wieder, sobald die angespannten Muskeln bemerkbar werden. Diese Sit-Ups mit Theraband bringen vor allem für Einsteiger eine Entlastung mit sich.
  • Kinder können mit dem Theraband zu Beginn Seilspringen oder die Übung „Superman" ausführen: Dafür werden die Bandenden in die Hände genommen und die Arme werden entweder einzeln oder gleichzeitig an der Seite des Körpers nach oben gestreckt.

Die weiteren Vorteile des Therabands

Selbstverständlich ist die körperliche Komponente die Wichtigste. Jedoch bringt das Theraband noch weitere, äußerst praktische Begleiterscheinungen mit sich:

  • Haben Sie keine Platz für einen relativ ausladenden Stepper? Und auch ein Trampolin ist zu groß für Ihre Wohnung? Dann ist das Theraband genau das richtige Trainingsgerät für Sie. Durch das äußerst flexible Material kann es leicht verstaut werden. Sie sollten darauf achten, dass es ab und zu, vor allem nach größerer Schweißabsonderung, mit Wasser und handelsüblicher Seife gereinigt wird. Anschließend sollte es ausgiebig an der Luft getrocknet und danach mit einem normalen Babypuder betupft werden. So bleibt die Elastizität erhalten, vor allem aber wird das Band dadurch nicht spröde und reißt schnell. Ebenso kann das Band beim Zusammenrollen nicht verkleben. Bearbeiten Sie das Theraband in keinem Fall mit Desinfektionsmitteln oder chemischen Reinigern. Diese können das Material schädigen.
  • Dies ist vor allem wichtig, um das Band auch lange benutzen zu können. Treten Löcher oder leichte Risse auf, sollte es bereits erneuert werden. Zu hoch ist dann die Gefahr eines kompletten Cuts. In Physiotherapiepraxen wird das Band nach ein bis zwei Monaten ausgetauscht. Dies gebietet zum einen die Hygiene, zum anderen ist das Material durch die regelmäßige Anwendung oftmals stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Es gibt allerdings kein Mindesthaltbarkeitsdatum. Denn selbst wenn das Band unbenutzt, aber gut aufbewahrt, über einige Jahre liegt, kann es problemlos verwendet werden.
  • Man erlernt die Übungen sehr leicht. Dadurch, dass viele Fitnessstudios Kurse hierzu anbieten, ist die Popularität gestiegen. Somit gibt es zahlreiche Bücher und DVDs, durch die man die besten Positionen und Moves leicht nachahmen kann.
  • Es bedarf keiner teuren Kurse. Durch die genannten Hilfsmittel kann man das Theraband zu Übungszwecken auch im heimischen Wohnzimmer oder im kleinen Fitnessbereich im Keller benutzen.
  • Für Sportvereine gibt es die Therabänder in ganzen Rollen zu kaufen. Damit können diese gezielter trainieren. Sie können einzelne Stücke abschneiden und damit auch nur die Handgelenke oder die Wadenmuskulatur bei Bedarf stärken.
  • Das Theraband ist günstig in der Anschaffung. Der Preis variiert je nach Grad der Stärke.  
Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden