Bewertungssystem in der Kritik

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Das Bewertungssystem von Ebay wurde oft bemängelt und Anfang 2008 geändert.
Inzwischen hat der Händlerbund eine Petition gegen das neue System aufgesetzt und sammelt Unterzeichner um im November diese Ebay zuzustellen.

Das ist insofern folgerichtig, da über das Ziel hinaus geschossen wurde.

Ein Ziel war es Rachebewertungen zu vermeiden. Diese, bzw. die Drohung damit wurden z.T. systematisch von Händlern angewendet, immer mehr Händler (zum Schluss fast alle) hielten die Käuferbewertung  zurück, bis zur (positiven) Händlerbewertung, wodurch sich kaum noch jemand traute, Händler negativ zu bewerten, da bei Käufern eine einzige negative Bewertung mit einer viel größeren Prozentzahl zu Buche schlägt als bei Händlern. Mein Vorschlag war schon 2007, die vorherige Käuferbewertung zur Voraussetzung für die Händlerbewertung zu schalten. Dass nun gar keine Käuferbewertung mehr möglich ist, wird nun logischerweise von den Händlern bemängelt.

Die Transparenz wurde verbessert, indem jetzt Bewertungen als Käufer, bzw. Verkäufer im Bewertungsprofil getrennt angezeigt werden können. Noch hilfreicher wäre es, gleich in der Artikelseite unter dem Verkäufernamen zwei Zahlen über Bewertungsprozente lesen zu können, für als Käufer bzw. Verkäufer erhaltene Bewertungen, da beide Zahlen völlig unterschiedlichen Aussagewert besitzen.


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(nachfolgend der Text dieses Ratgebers von 2007)

Über das unzulängliche Bewertungssystem bei Ebay wird oft geklagt.

Häufiger Kritikpunkt:
Rachebewertungen von Verkäufern, z.T. systematisch angewendet.

Rat an Käufer:
1. Grundsätzlich erst nach Erhalt der Bewertung vom Verkäufer diesen bewerten.
2. Bei Anbietern, die von vornherein festlegen, "von mir gibt's erst Bewertung, wenn ich (gemeint ist sicher: positiv) bewertet wurde", nichts kaufen und dies dem Anbieter mitteilen.

Rat an Ebay:
Programmtechnisch als Bedingung setzen, dass Bewertung durch Käufer erst möglich sind, wenn der Verkäufer bewertet hat..

Das von Verkäufern vorgeschobene Argument, dass Käufer Preisnachlass erpressen können, indem sie mit Negativbewertung drohen, kann nicht gelten, da dies a) eine a priori Unterstellung ist und b) rechtlich zu klären wäre, da Preisnachlass durchaus zu recht gefordert werden kann.

Das Argument der Bewertungsfaulheit von Käufern zieht auch nicht, da das Erzwingen von Bewertungen nicht der Sinn des Bewertungssystems ist. Da wäre es dienlicher, bewertungsfaule Käufer durch Anzeige der nicht bewerteten Transaktionen im Profil kenntlich zu machen.

Ungleichheit der Bewertung:
Ein Ebayer, der nur selten als Verkäufer auftritt, ist mit vielleicht 100 oder 200 Transaktionen  von einer Negativwertung, vor allem, wenn er sie als Käufer bekommt, härter und unsachlicher getroffen als ein Verkäufer mit 1000 oder 10 000 Transaktionen.
Die rein prozentuale Bewertung ist also ziemlich für die Katz.

Aussagekräftiger und transparenter wäre es (dies ein Rat an Ebay),
wenn :

1. ... Bewertungen getrennt nach der Art des Zustandekommens als Käufer bzw. Verkäufer bereits im Angebot sichtbar wären. Es ist für den Kauf kaum hilfreich, zu wissen, wie sich ein Verkäufer als Käufer verhalten hat.

2. ... bei Aufruf des Verkäufer-Profils eine kurze Übersicht zu sehen wäre, in welchen Rubriken dieser bisher angeboten hat. (Quer Beet oder fachspezifisch ?)

3. Noch hilfreicher wäre es, wenn man sich die Negativbewertungen des Verkäufers, denn nur um diese geht es ja bei der Kaufentscheidung, komplett aufgelistet ansehen kann.
Was nützt es, 50 Seiten durchzublättern, in denen steht "alles bestens, gerne wieder".
Aus einer zusammenhängenden Auflistung aller Negativwertungen könnte man z.B. ersehen:
- handelt es sich jedesmal um einen bestimmten Artikel ? - kann ich andere Artikel getrost kaufen
- ging es um Lieferprobleme in einem begrenzten, zurückliegenden  Zeitraum ? - sollte behoben sein.
- ist der Ton der Bewertung hysterisch ? - solche Leute müssen immer was meckern

Fazit: Aus der Struktur und dem verbalen Teil der negativen Bewertungen könnte man zwielichtige oder schlampige Verkäufer erkennen und dieses von unglücklich eingefangenen Minuspunkten unterscheiden.

Ein Skandal ist es, dass Verkäufer ihre Bewertungen verbergen können.
Rat an Käufer: Bei Verkäufern mit unsichtbarem Profil grundsätzlich nichts kaufen und dies in einer Nachricht diesen mitteilen.
Rat an Ebay: Die Sichtbarkeit des Profils programmtechnisch zur unbedingten Voraussetzung für den Verkauf zu machen.

Dafür (Rat an Ebay) könnte das Verfahren der einvernehmlichen Rücknahme von Bewertungen vereinfacht werden. Bisher verlieren beide Partner ihre Bewertungspunkte. Negative Wertungen sollte man auch einseitig, ohne Rücksprache zurückziehen oder ändern können.
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31.5.08
Inzwischen ist ja diesbezüglich einiges positive geschehen.
Verkäufer können den Käufer gar nicht mehr negativ bewerten.
Und negative Bewertungen (auch neutrale) können jetzt im Block, zeitgestaffelt und nach Käufer/Verkäufer geordnet angesehen werden. So sollte Tranparenz sein.
Können Verkäufer ihre Profile noch verbergen ?
Lange keine verborgenen mehr gesehen.


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